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Schönste Orgelwerke Bachs


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1-25 von 31 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 02.11.2013 11:07:37 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.11.2013 12:00:11 GMT+01:00
udabonn meint:
Ich möchte hier mal eine Umfrage und evtl. Diskussion starten, welche für Sie die schönsten, besten, spannendsten oder eindrücklichsten Orgelwerke von Johann Sebastian Bach sind - mal unabhängig vom Interpreten.
Ich fang mal an (und es ist gerade NICHT diese Toccata ...):
Präludium und Fuge Es-dur BWV 552
Präludium und Fuge e-moll BWV 548
Diese beiden bieten eine großartige Architektur, Struktur und musikalische Bögen, und sind von einer himmlischen Länge
Fantasie G-Dur BWV 572
Fantasie und Fuge g-moll BWV 542
Passacaglia und Fuge c-moll BWV 582

Veröffentlicht am 02.11.2013 16:44:17 GMT+01:00
Präludium und Fuge C-Dur, BWV 553
Präludium und Fuge d-Moll, BWV 554
Präludium und Fuge e-Moll, BWV 555
Präludium und Fuge F-Dur, BWV 556
Präludium und Fuge G-Dur, BWV 557
Präludium und Fuge g-Moll, BWV 558
Präludium und Fuge H-Dur, BWV 560
Fuge über ein Thema von Corelli h-Moll, BWV 579
Toccata, Adagio und Fuge C-Dur, BWV 564

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.11.2013 22:42:14 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Geehrter udabonn,

......rufen Sie doch bitte mal die Diskussion "Johann Sebastian Bach: seine Orgelwerke" auf. Dort finden Sie ausführliche kompetente Empfehlungen für Bachs Orgelwerke.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2013 11:59:28 GMT+01:00
udabonn meint:
Liebe Frau Mart,
es ging mir mit dieser neuen Diskussion nicht um "kompetente Empfehlungen" (die habe ich dort ja auch schon erhalten), sondern um eine Umfrage über den (begründeten) persönlichen Geschmack bezüglich Bachs Orgelwerken.
Vielleicht haben Sie ja auch ein Bach'sches Orgelwerk, das Sie ganz besonders gern hören (warum?) oder bei dem Sie eine Gänsehaut kriegen ...

@ P.Zehetgruber: Bei BWV 553-560 ist allerdings die Autorschaft Bachs zweifelhaft. Schöne Kleinigkeiten sind sie aber allemal.

Für mich ergänze ich hier noch:
"Dorische" Toccata und Fuge BWV 538
Toccata und Fuge F-Dur BWV 540
Präludium und Fuge h-moll BWV 544
Präludium und Fuge c-moll BWV 546
(Begründung wie oben ...)

Veröffentlicht am 04.11.2013 15:13:12 GMT+01:00
Für mich ergänze ich hier noch:
Canonische Veränderungen über ein Weihnachtslied ("Vom Himmel hoch, da komm ich her"), BWV 769

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2013 17:05:54 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Lieber Herr-nehme ich an-udabonn,

.....was den Gänsehaut-Effekt angeht,so sind die genannten Werke alle dafür geeignet. Es kommt auf die seelische Verfassung jedes Hörers an,-auch bei welcher Gelegenheit er die wundervollen Werke hört. In einer grossen Kirche oder Dom ergibt eine Orgel eine tief beeindruckende Klang-und Raumfülle,die an sich bereits Gänsehaut erzeugt,-kann nur von mir sprechen.

Eines der gewaltigsten Werke dürfte die Fantasia der Chromatischen Fantasie und Fuge sein (BWV 903).

Meine erste Begegnung mit Bach war in der Kindheit die Kantate "Herz und Mund und Tat und Leben" (BWV 147). Sie fand und finde ich immer noch ergreifend und traumhaft schön.

Viele Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 05.11.2013 15:39:32 GMT+01:00
udabonn meint:
Liebe Frau Mart,
Sie haben recht.
Wenn ich es recht sehe, gibt es die Chromatische Fantasie (wie auch Präludium und Fuge BWV 894) kaum als Orgeleinspielung; ich kenne jedenfalls derzeit keine.
Im übrigen haben wir mit BWV 147 tatsächlich den gleichen Zugang zu Bach; bei mir war es die instrumentale Version des Schlusssatzes, der dann von einem Freund fälschlich den Brandenburgischen Konzerten zugeordnet wurde ..., die dann gemeinsam mit BWV 538 und 552 den endgültigen Durchbruch brachten ... der Rest ist Geschichte ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2013 16:06:57 GMT+01:00
Ein Tipp: Chromatischen Fantasie und Fuge, BWV 903 (Transkription für Orgel von Max Reger) Orgelwerke

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.11.2013 17:55:32 GMT+01:00
udabonn meint:
Interessant, aber es ist halt eine Bearbeitung, mit vmtl. Reger'schen Zutaten (evtl. Pedal-Stimme?), und nicht originaler Bach

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2013 13:40:56 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Lieber Herr udabonn,

.......ausser den Orgelwerken lassen sich sämtliche Klavierwerke mit einer ausgeklügelten Registrierung sehr zufriedenstellend auf einer echten Barockorgel interpretieren.
Da wir bei der Kantate BWV 147 waren: Die habe ich beispielsweise in einer Version,die 3'28 Minuten dauert und eine andere von 7'28 Minuten.

Ja,-was ist original Bach? Ich denke im Laufe der Jahrhunderte wurde einiges verändert,das nun nicht mehr festzustellen ist. Die Toccata und Fuge in d-moll BWV 565 soll ja nicht von ihm sein. Aber von wem denn sonst?

Viele Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 06.11.2013 19:19:50 GMT+01:00
udabonn meint:
Liebe Frau Mart,
m.W. ist inzwischen relativ schlüssig nachgewiesen, dass es sich bei BWV 565 ursprünglich um eine Violin(sonate o.ä.) eines unbekannten Italieners handelt, die Bach ähnlich wie BWV 592-596 und BWV 972-987 in ein Orgelwerk umgearbeitet hat.
Der Schlusschoral von BWV 147 dauert original als Chor oder instrumental üblicherweise ca. 3'19 bis 3'28. Wie das 7 Min. zusammenkommen, ist mir ein Rätsel ...
Herzl. Gruß

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.11.2013 19:31:52 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Guten Abend allerseits,

Lieber Herr udabonn,

....auf der Suche nach der längeren Version von Kantate BWV 147 stiess ich auf eine Aufnahme,die zwar nicht Orgelwerke beinhaltet,die ich aber unbedingt allen Bach Interessierten und Ignoranten empfehlen will,die doch einen gewissen Zugang zu seinem Werk suchen,denn dass Bach in Augen von Kennern und Eingeweihten der grösste aller grossen Komponisten ist und war, ist bestens bekannt.

Es handelt sich um eine CD" The Romantic Bach,-a Celebration of Bach's most Romantic Music". Bei Amazon gibt es keine Rezensionen,-möglicherweise weil die Aufnahme 1987 erschien,-so steht's bei mir. Diese Aufnahme ist sehr günstig zu haben,-ein kleines Juwel-,wenn Sie sie gebraucht bestellen kostet sie 0,02 Cent.

Sie fängt mit der wundervollen Suite N° 3 in Major,BWV 1068 an und endet mit der Kantate BWV 147 in korrekter Länge von 3:28 Minuten. Dazwischen gibt es herrliche Stücke,die eigentlich jeder in den Ohren hat,wegen der wundervollen Melodien,- aber würde sie Bach niemals zuordnen falls er es nicht wüsste. Die Trackliste können Sie bei Amazon ebenfalls einsehen,darum brauche ich sie nicht abschreiben.

Viele Grüsse
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.11.2013 22:35:55 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.11.2013 22:37:48 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Bei solchen Werken merkt man erst wie gut Reger war! Ansonsten liebe ich besonders die C-Dur Präludien und Fugen BWV 545 und BWV 546, die Triosonaten (alle 6) und das Orgel Büchlein, alles Werke an denen ich mich nicht satthören kann. Dann last not least die großen Choral Variationen und der 4. Leipziger Choral "Schmücke Dich, o liebe Seele" BWV 654, das Pedal-Exercitium, die F-Dur Pastorale BWV 590 und noch so vieles.
Vielleicht wäre die Frage interessanter: In welcher Einspielung, ist ja auch ein weites Feld.

Veröffentlicht am 08.11.2013 16:28:41 GMT+01:00
udabonn meint:
Ich muss gestehen, dass mir 1. diese klassische Häppchen-Reproduktion und 2. ein solcher romantisierter Bach überhaupt nicht gefallen. Ich höre lieber ganze Stücke/Kompositionen (die ja auch eine Struktur und musikalische Bögen haben, die man aus einem herausgebrochenen Einzelsatz gar nicht erfassen kann).
Mal schaun, ob ich mich dann mal an den Reger heranwage ...
Da jetzt auch Einspielungen angesprochen wurden - m.E. besonders different erscheinen die Aufnahmen der Fantasie G-Dur BWV 572 bei den verschiedenen Interpreten.
Für die Präludien und Fugen favorisiere ich z.Zt. Olivier Vernet (an der Grauhof-Goslar Orgel) und Christopher Herrick (versch. Metzler Orgeln in der Schweiz)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.11.2013 18:12:33 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.11.2013 19:38:38 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Guten Abend allerseits,

......die Empfehlung des "Romantischen Bach" war selbstverständlich nicht für die wenigen Kenner unter Ihnen gedacht. Ich kann mir schon denken,dass Sie lieber gesamte Werke hören,anstatt Häppchen daraus.

Ich habe festgestellt,dass es unter Klassik-und Opernfreunden so etwas wie "Bachverweigerer" gibt,-die seine Werke mit Kirchenmusik und Begräbnissen assoziieren. Für diese war der Tipp gemeint!

Auf dieser CD lernt man viele Facetten Bachs kennen,-die Musikfreunden hoffentlich Lust und Interesse auf mehr machen,-denn ich habe den Eindruck,dass wir doch mehr Mitleser als -schreiber in diesem Forum haben,und die richtigen Bach-Fans,die interessante Beiträge liefern könnten, abgewandert sind.

Viele Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 09.11.2013 14:44:30 GMT+01:00
udabonn meint:
Na ja, Verweigerer gibt es (fast) überall. In der Klassischen Musik bin ich z.B. ein konsequenter Wagner-, Bruckner- und Mahler-Verweigerer; das wird auch der eine oder die andere gar nicht verstehen können...
BWV 903 habe ich übrigens inzwischen beim Stöbern als Orgeleinspielung von Christopher Herrick in "Organ Fireworks 9" (Label Hyperion) gefunden. Der "Trailer" hörte sich ganz gut an.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.11.2013 14:58:23 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Ich liebe immer noch sehr die Aufnahmen von Helmut Walcha, die ich früher gar nicht mochte, mittlerweile aber sehr zu schätzen gelernt habe. Dann habe und liebe ich noch die Aufnahmen von Lionel Rogg, Hans Fagius, Wolfgang Stockmeier, Gerhard Weinberger und vor allem die rührende alte DDR-Aufnahme mit Hans Otto, Robert Köbler etc., die technisch vielleicht nicht immer auf höchstem Niveau ist, auf unrestaurierten Orgeln, aber doch am ehesten so, dass man sich vorstellen kann, dass es zu Bachs Zeit ähnlich geklungen hat. Am höchsten schätze ich aber die alte EMI-Aufnahme von dem fantastischen Werner Jacob. Der sieht zwar eher aus wie ein Oberamtsrat, spielt aber mit Feuer und Herz und Seele und ist auch technisch ganz hervorragend. Sonst gibt es natürlich noch viele, viele Einzelaufnahmen, die auch sehr gut sind.

Veröffentlicht am 09.11.2013 17:22:19 GMT+01:00
udabonn meint:
Ja, Walcha ist schon/immer noch eine Klasse für sich - wobei mir die Aufnahmen aus Alkmaar besser gefallen als die aus Strasbourg.
Daneben schätze ich die 70er-Jahre-Philips-Gesamtaufnahme von Wolfgang Rübsam (Metzler-Orgel in Frauenfeld).
Besonders beeindruckt haben mich die Aufnahmen mit Christopher Herrick - nie langweilig, wenn man oft viel von ihm hört.
Einzelne Werke gibt es auch in schönen Aufnahmen auf alten Orgeln mit Ton Koopman (Teldec).
Gut, aber ein wenig gewöhnungsbedürftig sind die großen Werke mit Olivier Vernet (auf Aubertin-Orgeln in Frankreich, Treutmann-Orgel in Goslar u.a.)

Veröffentlicht am 09.11.2013 17:43:23 GMT+01:00
Guten Abend,

wie wäre es zur Abwechslung mal mit den - erstaunlicher Weise hier noch gar nicht genannten - Orgelkonzerten, vor allem Nr. 2 und 5 ?
Natürlich mit Karl Richter!

Orgelkonzerte 1-6, BWV 592-97

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.11.2013 21:22:46 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Ich finde diese Werke zwar sehr interessant, allerdings sind mir die Originalkompositionen lieber. Außerdem mag ich den Karl Richter als Organisten noch weniger denn als Dirigenten.

Veröffentlicht am 10.11.2013 13:33:14 GMT+01:00
udabonn meint:
Von den Orgelkonzerten (nach Vivaldi u.a.) gefällt mir das 3. in C-Dur BWV 594 am besten. Das braucht aber in jedem Fall eine gute Registrierung und ein absolut präzises Spiel; das kriegt nicht jeder hin.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.11.2013 15:03:09 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.11.2013 15:04:37 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Es braucht neben den genannten Tugenden auch eine mächtige Portion Feuer, eben wie wenn ein Ensemble die Originalkonzerte spielt. Und da fehlt es vielen Organisten, die mehr auf die übliche Kirchenmusik getrimmt sind, denn auf weltliche Musik.
Übrigens finde ich Werner Jacobs Gesamteinspielung der Bachschen Orgelwerke auch diesbezüglich vorbildlich.

Veröffentlicht am 11.11.2013 13:14:44 GMT+01:00
Für mich ergänze ich hier noch:
Aria mit 30 Veränderungen aus dem "IV. Teil der Clavier-Übung", BWV 988 (Ein Arrangement für Orgel von Hansjörg Albrecht) Goldberg-Variationen - Arrangement für Organ von Hansjörg Albrecht

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.11.2013 21:26:11 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Keine Frage, der Hansjörg Albrecht ist ein ganz fantastischer Organist. Aber die Goldbergvariationen sind mir dann doch auf dem Cembalo oder dem Klavier lieber.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.11.2013 22:16:05 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.11.2013 22:16:38 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Es ist nun übrigens die geniale Aufnahme von Orgelwerke (Ga) Chapuis wieder erschienen. Auch die Rübsam-Aufnahme beim Label naxos erscheint mir bemerkenswert; auch die Gesamtaufnahme von Marie-Claire Alain, die im Februar 2013 gestorben ist, ist hörenswert. Bach, JS : Complete Organ Works [1980]
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Erster Beitrag:  02.11.2013
Jüngster Beitrag:  16.11.2013

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