Kunden diskutieren > Forum: klassik

Beethovens "Eroica"


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
126-150 von 153 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 09.07.2012 17:42:24 GMT+02:00
Brasier meint:
Das ist nicht teuer genug um davon Abstand zu nehmen.....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.07.2012 22:11:05 GMT+02:00
weder noch

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.07.2012 19:31:56 GMT+02:00
gemi-b meint:
die neue live-einspielung von frans brüggen-? naja, so jung sind die alten philips-mitschnitte,
mitte 1980-1993, von div. aufführungsorten (original-instr., >orchesters des 18.jh.<) zwar nicht mehr,
aber sie hören sich immer noch so an: lebendig, ausdrucksstark.
da wurden die instrumentalisten noch einzeln aufgeführt im profunden beiheft, und auch kein geringerer als
h.-j. hinrichsen verfasste >überlegungen zu beethovens symphonien< (oder engl.: colin lawson: >a new
means of expression<). das waren schöne zeiten damals.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.07.2012 23:14:13 GMT+02:00
CD-freak meint:
@ andreas Neumeister
Ein interessantes Angebot!
lg. dietmar

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.07.2012 09:26:41 GMT+02:00
Peter hahnen meint:
Peter Hahnen meint:
Großartige, in Deutschland wenig beachtete Aufnahmen der Eroica sind für mich mit Referenzstatus:
Fritz Reiner, Chicago Symphony Orchestra
Pierre Monteux, Concertegebouw Orkest Amsterdam
Jascha Horenstein, Pro Musica Symphony Vienna

Veröffentlicht am 16.07.2012 17:35:47 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.07.2012 17:42:34 GMT+02:00
Ortwin meint:
Hallo die Herren,

ich bewundere ebenfalls die Eroica und um zur Ausgangsfrage zurückzukommen:

1. Ja es gibt (gefühlt, denn ich bin kein Musikprof.) "bessere" (fortschrittlichere) Musikstücke, nämlich 4,5,6,7,8,9. Symph. von Beethoven, denn sonst hätte er die nicht veröffentlicht.
2. eigentlich ist das eine pubertäre Frage, nach der besten Symphonie, denn die Kriterien sind variabel und die Ziele und Aufgabenstellungen nicht vergleichbar.
3. ich finde, daß Leibowitz die dynamischste Einspielung ohne subjektive Gefühlszugaben und mit relativ hoher Perfektion und sehr gutem Timing und außerdem kontrastreichem Sound (CD/stereo-version 1962) eingespielt hat.
4. Was ich an der Eroica nicht mag ist die in einigen Sätzen staatstragende Gebärde und die, mal losgelöst von der Aufgabenstellung Beethovens betrachtet, sehr dick aufgetragenen Klangfarben, die sich ja auch leider Wagner für all seine Komp. abgeschaut hat (für mich ist der eh Karl May für Erwachsene); die 4. oder 8. von Beethoven sind schöne Gegenbeispiele, wo etwas feiner musiziert wird. Auch die 5. ist übrigens stellenweise kitschig (s. auch Adornokritik an ihr) auch wenn sie grundsätzlich einem musikalischen Wunder gleichkommt.

Dennoch ist für mich keine der nach der Dritten komponierten Symph. Beethovens schlechter, schon gar nicht weil sie unpopulärer ist, wie z.B. die geniale 8.

Vergessen sollte man auch nicht den ersten Satz der 1. von Brahms und all dessen Symph. danach. Da hätte Beethoven seine Freude dran gehabt, während er Wagner sicher nicht ernst genommen hätte. Immerhin hat Wagner die 9. vereinfacht und geglättet vor der Aufführung, das muß man sich mal vorstellen.

Auch hat Chopin sicherlich schönere Klavierkonzerte geschrieben als Beethoven. Mozart sowieso. Außerdem könnte z.B. die "Kunst der Fuge" von Bach als "besseres" oder ebenbürtiges Musikerlebnis im Vergleich zur Eroica gelten.

beste Grüße

P.S. (fangen wir erst gar nicht an mit Vergleichen mit nicht klassicher Musik, sonst gibt es wohl Mord und Totschlag verbaler Art hier...;-)
und: derzeit beindruckt mich am meisten die 3. Version der Fidelio-Overtüre...aber da ist die Einspielung von Leibowitz nicht so doll
und außerdem: habe die 2. Symph. von Beethoven ganz vergessen: ist unterbewertet und darf nicht mit der rel. langweiligen 1. in einen Topf...

Veröffentlicht am 16.07.2012 18:24:30 GMT+02:00
Brasier meint:
Und - die Zeit der Kirschen ist auch bald vorbei

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2012 09:14:08 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 17.07.2012 09:16:57 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 17.07.2012 09:37:05 GMT+02:00
Brasier meint:
Ortwin macht den Strauß....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2012 12:39:42 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.07.2012 12:46:39 GMT+02:00
Gruß aus Köln,
für mich eindeutig Klemperer...
Sinfonie 3/Leonore Ouv.1+2
S. Gultsch

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2012 14:43:34 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 20.07.2012 08:23:46 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 17.07.2012 22:32:25 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.07.2012 13:20:27 GMT+02:00
Ortwin meint:
Kennt jemand die historisch angelegte Einspielung mit nur 28 Musikern vom Ensemble28 2003 von Daniel Grossmann im Palais Lobkowitz? Ist eine schöne Alternative, wenn man weniger Wumms und Pomp haben will, ist auch sehr schön aufgemacht die CD, allerdings beileibe keine Spitzeneinspielung, einfach interessant im historischen Kontext und soundmäßig.
Im Begleittext heißt es u.a.: "Diese heutzutage winzig anmutende Streicherbesetzung wählte Beethoven für private Aufführungen bei Hofe. So auch bei der Uraufführung der Eroica im Palais des Fürsten Lobkowitz, wo 28 Musiker unter Beethovens Leitung spielten."

Habe eine sehr detaillierte, aufschlußreiche Rezension gefunden:
http://magazin.klassik.com/reviews/reviews.cfm?TASK=REVIEW&RECID=14038&REID=9013
wo die Einspielung insgesamt als gut bewertet wird und gestern nochmal reingehört: wirklich eine empfehlenswerte Alternative, die Eroica zu hören, fast wie Kammermusik.

CD erschienen bei NEOS Music 30802

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.07.2012 22:56:00 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
@Ortwin
Finde ich nicht! Die Aufnahme fällt gegenüber den Originalklangensembles doch stark ab, z.B. gegenüber Immerseel.

Veröffentlicht am 21.07.2012 07:20:45 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.07.2012 17:29:40 GMT+02:00
Fidelio meint:
Wie exzellent war doch C. Abbados auf CD gestrichener Zyklus mit den Wiener Philharmonikern, wie vertraut und aufgeschlossen ging der Dirigent mit der Wiener Orchestertradition um, der Klang nach meinem Empfinden "volltönend", das Spektrum "apollinisch-dionysisch" ausschöpfend, bestens die Sängerriege (Winbergh, Prey, Benackova, Lipovsek). Schwarzer Stern in FF. Referenzstatus für die beigegebenen Ouvertüren. In den 80er Jahren konnte dieser Wiener Zyklus es spielend mit Muti oder Karajans spätem Zyklus aufnehmen und gegenüber (gleichwertig) guten Originalklang-Zyklen (Hogwood) bestehen. Epigonentum in der Tradition Furtwänglers wäre damals ein Schimpfwort gewesen. Ich wage kaum zu formulieren, wie platt - allerdings nur vom Anspielen der Titel her - mir die "neuen" Wiener Klänge erscheinen. Aber Christian Thielemannn war doch der Hoffnungsträger für Klassikhörer, allemal mit spätromantischen Repertoire. Ich könnte mir also vorstellen, dass Abbados "alter" Zyklus (leider zurzeit nur als Download und nicht nach neuer Bärenreiter-Ausgabe), noch immer eine/die nenneswerte Alternative zu Thielemann, aber auch zu Barenboims Zyklen darstellt. Oder bin ich damit zu "retro" orientiert?

Zur Eroica (gerade hier Abbado mit den Wienern sehr "rund" u. evtl. doch besser mit Berlinern?) möchte ich die erfreuliche Aufnahme von Michael Tilson Thomas Sinfonie 3 mit Orchestra of St. Luke's (Aufnahme 1988, Sony-Esprit) ergänzen, mit beweglichem nicht zu großen Orchester, heroisch und sicherlich nicht kühl (wie manchmal bei Tilson Thomas), s. Rez. bei Amazon.com. Vergleichbar im Ansatz aber mit größerem bzw. geräumigem Klangspektrum und einem "Motto", das aber in diesem Falle nicht abschrecken sollte: Nagano Beethoven: Gods, Heroes and Men - The Creatures of Prometheus / Symphony No. 3 "Eroica" (Montreal). Nagano hat die perfektere Umsetzung, der "junge" Tilson Thomas den "Spirit" auf seiner Seite.

Roger Norrington hatte mit Lcp das Vorwärtsdrängende, allerdings nicht nur im Kopfsatz, wohl immer noch am konsequentesten umgesetzt. Ich finde man sollte diese Interpretation schon kennen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.07.2012 18:36:42 GMT+02:00
Lieber Fidelio,

es freut mich sehr, dass Sie Abbados erste Einspielung der Beethoven-Symphonien mit den Wienern erwähnen. Auch ich halte manche der - nicht nur hier in dieser Diskussion - wenig beachteten Aufnahmen für äußerst gelungen, allen voran die Neunte. Nie habe ich das Adagio so wunderbar gehört wie in dieser Aufnahme. Die Neunte mit den Berlinern - viel zu schnell und mit völlig anderem Zugriff - kann mich da überhaupt nicht überzeugen.
Auch die Eroica und die Pastorale sind sehr schön rund - sie Sie es richtig sagen - musiziert - man hört förmlich, dass sich die Musizierenden vorher Furtwänglers Aufnahmen angehört hatten - "sehr, sehr schön" - wie Abbado damals gestand. Hier bieten jedoch die neueren Aufnahmen mit den Berlinern ernsthafte Alternativen.

Für sehr empfehlenswert halte ich auch die Interpretationen von Haitink mit dem LSO, der nach seinen durchaus gelungenen und konventionellen Einspielungen mit dem Concertgebouw- Orchestra ebenfalls eine neue Annäherung an Beethovens Zyklus gewagt hat.
MfG
Chr. Busch

Veröffentlicht am 22.07.2012 22:29:14 GMT+02:00
"Sehr schön rund" ist nicht das erste, was mir bei einer guten Interpretation in den Kopf kommt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.07.2012 19:40:30 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
@German Schleifheim von Sulsfort
Wenn das Gegenstück zu "schön rund" "ziemlich unrund" ist, dann ist mir die runde Variante lieber.

Veröffentlicht am 23.07.2012 20:54:04 GMT+02:00
Brasier meint:
Aber Herr Balde hier geht's doch nur
in der ganzen Diskussion
um die Quadratur des Kreises.....

Veröffentlicht am 23.07.2012 20:55:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.07.2012 20:56:57 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Ich habe übrigens dieser Tage eine Eroica entdeckt, die mir ausnehmend gut gefällt, nämlich dirigiert von Sylvain Cambreling gespielt vom SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg. Zwar konventionell, nichts Originalinstrumentales, aber doch eine sehr plastische Aufnahme.

Veröffentlicht am 24.07.2012 07:53:20 GMT+02:00
Es lässt sich zwar über die Fülle von guten bis hervorragenden Eroica-Aufnahmen kreuz und quer diskutieren, bringt jedoch von Fall zu Fall kaum noch "gewinnbringende" Erkenntnisse, da jeder Hörer sich über Jahre inzwischen wohl längst seinen eigenen Geschmack und Anspruch an das Werk gebildet hat. Noch weitere Interpretationen hier zu nennen, hieße "Eulen nach Athen tragen" - bzw. in Anbetracht der Euro-Krise "Heuler aus Athen tragen" (Pardon für diesen Verriss).

Wie mühselig und anstrengend wäre es, nach jedem erneuten Anhören einer Eroica-CD (aus ca. 20 Varianten) meiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Darum in einem Satz zusammengefasst:

Zwanzigmal ein tolles beethövliches "Viergang-Menü" vom Allerfeinsten!!!!!

Veröffentlicht am 24.07.2012 13:31:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.07.2012 13:31:49 GMT+02:00
Ortwin meint:
Ich finde das auch eine ziemlich zwanghafte Beschäftigung, die Feinheiten von 20 verschiedenen hochklassigen und 20 angeblich nicht so hochklassischen Interpretationen eines bestimmten Musikstücks zu diskutieren. Auf neudeutsch: "hängengeblieben". Ein wenig (aber eben nur ein wenig) spannender war/wäre es, über das Stück selbst zu sprechen, d.h. nämlich über das Werk Beethovens selbst und nicht über die Dirigenten, die es nur covern, so wie es auch eingangs ansatzweise gemacht wurde. Da waren einige tolle Diskussionsbeiträge zu lesen, wo die beethovensche Musik tatsächlich dem Schreiber "Funken aus dem Geist (ge-)schlagen" zu haben schien. Aber mittlerweile ist das nur noch ein müder Zock hier. Geht dieses Forum bis zum jüngsten Gericht? Ich bin auch noch mitschuld, daß es mindestens bis heute langweilig weiterging...;-) Wer hat hier noch ein funkendes Statement über die Eroica zu bieten, ich lechze danach!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.07.2012 21:28:30 GMT+02:00
Lieber Ortwin,
ich stimme Ihnen gerne zu, muss aber einschränkend anmerken, dass es sicherlich - und so verstehe ich es - eine vorrangige Aufgabe dieses Forums ist, Aufnahmen klassischer Musik auf LP, CD, oder DVD zu diskutieren und weniger eine allg. musiktheoretische Diskussion über bestimmte Kompositionen zu betreiben. Oder irre ich da?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.07.2012 10:43:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.07.2012 10:47:34 GMT+02:00
Ortwin meint:
sie haben recht! Ich wollte wohl revolutionär die thematischen Ketten dieses Forums sprengen, anstatt mich an die bestehende Ordnung zu halten, eben ganz im Sinne der revolutionären, republikanischen Musik der Eroica...sorry

Veröffentlicht am 26.07.2012 12:13:38 GMT+02:00
Brasier meint:
Und das bei der Hitze - Bravo

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.08.2012 00:05:38 GMT+02:00
gemi-b meint:
na dann legen se doch mal vor, ganz revolutionör, so wie bei eroica ... frei und nicht zwanghaft und so.
[Kommentar hinzufügen]
Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Diskussion
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Eingabe des Log-ins
 


Kürzliche Einträge in Forum: klassik (547 Diskussionen)


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren  
   
 

Zur Diskussion

Diskussion:  Forum: klassik
Teilnehmer:  36
Beiträge insgesamt:  153
Erster Beitrag:  23.10.2011
Jüngster Beitrag:  21.12.2012

Neu! Bei neuen Einträgen eine E-Mail erhalten.
Von 7 Kunden verfolgt

Kundendiskussionen durchsuchen