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Johann Sebastian Bach: seine Orgelwerke


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1-25 von 38 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.10.2013 11:16:57 GMT+01:00
udabonn meint:
Meine Herren,
ganz herzlichen Dank für Ihre Hilfe! Da sind ja tatsächlich alle Informationen abrufbar - dann werde ich mein Booklet mal mit den Zusatzinformationen füllen ...
Gruß
(der ;-) udabonn

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.10.2013 17:46:04 GMT+01:00
Liebe(r) udaborn,
auf der Webseite der DGG unter Katalog Künstler/ Komponisten findet man folgenden Link:
http://www.deutschegrammophon.com/de/cat/4694202?sort=newest_rec&per_page=50&COMP_ID=BACJS&ART_ID=PRESI&flow_per_page=50&presentation=flow
auf dem alle eingespielten Orgelwerke mit Preston aufgelistet sind, bitte auf den jeweiligen Satz, z. B. Preludium klicken, dann öffnet sich ein Fenster mit den gesuchten Angaben, jeweils für jedes Musikstück getrennt, viel Glück!
Gruß B.Stremmel

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.10.2013 15:43:30 GMT+01:00
Lieber "udabonn",
die Orgelwerke BWV 547, 548, 550, 553-560, 563, 566, 577 und 588 wurden wohl mit der Klais-Orgel an St. John's, Smith Square, London in der Zeit von Dezember 1995 bis Juni 1996 eingespielt. Mehr konnte ich bisher nicht finden.
Beste Grüße

Veröffentlicht am 27.10.2013 13:25:17 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.10.2013 13:36:40 GMT+01:00
udabonn meint:
Liebe Gemeinde,
da hier schon breit über Bachs Orgelwerk diskutiert wurde, stelle ich meine Frage mal hier ein:
Ich besitze seit wenigen Tagen die DG-Eloquence Auswahl-Edition der großen freien Orgelwerke Bachs mit Simon Preston als Organist. Leider gibt es keinerlei Angaben über die gespielten Orgeln. Übers Netz hab ich nur folgendes rausgekriegt:
(P) 1988 Marcussen-Orgel Lübecker Dom (BWV 592-596)
(P) 1989 Klais-Orgel Kreuzbergkirche Bonn (u.a. BWV 532, 565 u.a.)
(P) 1991 Marcussen-Orgel Sorø Abbey Dänemark (BWV 610 u.a "Orgelbüchlein")
(P) 1992 Sauer-Orgel St. Peter, Waltrop (BWV 540, 542, 564 u.a.)
Wo/an welchen Orgeln sind die Aufnahmen mit (P)-Jahr (also Aufnahmejahr ca. ein Jahr früher)
1996 (BWV 547, 548, 550, 563, 566)
1997 (BWV 549, 568, 569, 570, 574, 579, 587, 588)
2000 (BWV 551, 531, 533-539, 541, 543-546 u.a.) entstanden?
Und ist es richtig, dass es von BWV 552 eine neuere (P 2000 - wo?; so im Booklet meiner Box verzeichnet) und eine ältere (P 1989 Kreuzbergkirche Bonn) gibt?
Danke für jede Information und Hilfestellung!

Veröffentlicht am 15.12.2009 19:11:41 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 23.12.2009 23:00:01 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 13.12.2009 05:00:06 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 13.12.2009 23:53:52 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.09.2008 13:15:59 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.09.2008 11:16:20 GMT+02:00
J. Marquardt meint:
Liebe Frau Mart,
da kann man mal sehen, wie unterschiedlich die Geschmäcker in Sachen Bachs Orgelwerke sind. Ich befasse mich mit Bach seit vielen Jahrzehnten und in dieser Zeit hat sich auch mein Geschmack geändert - ich meine verfeinert. In Sachen Orgel bin ich natürlich auch mit Helmut Walcha aufgewachsen, seine Originalaufnahmen stammen alle aus den 1950er Jahren, später erfolgte eine Digitalisierung auf CD. Vielleicht wissen Sie inzwischen, daß Walcha blind war und die gewaltigen Notenberge z.B. der berühmten Passacaglia BWV 582 nie gesehen hat. Trotzdem spielte er sie mit einer besonderen Inbrunst. Es macht doch einen gewaltigen Unterschied, ob man ein Werk vom Notenblatt abspielt oder es verinnerlicht hat.
Trotz aller Verbundenheit über Jahrzehnte mit Walcha meine ich inzwischen, daß es auch bei den Orgelinterpretationen Bachscher Werke einige, wenige Könner gibt, die bei speziellen Werken besser klingen. Zum Beispiel bei den berühmten Triosonaten BWV 525-530. Dort sollten Sie sich mal neben der bereits erwähnten M.-C. Alain den grandiosen Daniel Chorzempa ( http://de.wikipedia.org/wiki/Chorzempa ) anhören. Walcha hat mich bei den Triosonaten ausnahmsweise mal nicht berührt.
Wenn Sie sich grundsätzlich für Bachs Leben und Werk interessieren, empfehle ich, mal bei www.jsba.ch (dem schweizer Bachforum) reinzuschauen. Dort werden Sie viele zusätzliche Informationen finden, auch links zu allen wesentlichen Bachforen, Bacharchiv, BWV etc.
Liebe Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.09.2008 08:52:12 GMT+02:00
Hallo Bruckner-Freunde,

da ist ja viel geschrieben worden und viele namhafte Bruckner-Dirigenten wurden (zu Recht) genannt. Fehlt nur einer: Bernhard Haitink!
Dessen in den 60er und 70er Jahren entstandene Gesamtaufnahme mit dem Concertgebouw Orchester Amsterdam ist ein Musterbeispiel an Klarheit, Temperament, lyrischer Gelassenheit und Ausgewogenheit in allen Teilen. Da lärmt kein Blech, da piepsen keine Holzbläser, da wird nicht gedehnt oder gehetzt, sondern in großartiger Weise Bruckner gespielt. Lediglich bei der Achten muss man Abstriche machen. Ansonsten gibt es wohl keine bessere Dritte (Fassung 1887). Ohnehin sind die ersten Sinfonien (0-3) ganz besonders gut. Doch auch die Neunte und Fünfte dürfen Spitzenplätze beanspruchen. Wenn dann zu guter Interpretation auch noch der warme und voluminöse, doch immer durchsichtige Klang der Amsterdamer kommt, ist man restlos begeistert. Auch wenn die Aufnahmen schon einige Jahre auf dem Buckel haben, so klingen sie doch immer noch ausgezeichnet.
Wer eine sehr homogene, lebendige und (außer der Achten) interpretatorisch hochwertige GA der Bruckner-Sinfonien sucht, der greife zu dieser Philips-Box.
Haitinks spätere, digitale Neueinspielungen mit den Wiener Philharmonikern reichen an diese Bruckner-Sternstunden nicht heran.
Viele Grüße
von
Martin Gumpert

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.09.2008 19:23:59 GMT+02:00
Jan Bechtel meint:
Liebe Frau Mart,

ich bin jetzt 24 und spiele seit ca. 11 Jahren Klavier und genauso lange höre ich nun schön klassiche Musik. Im Laufe der Zeit und im Laufe meiner Klavierausbildung habe ich mich, manchmal auch notwendigerweise, mit Musigeschichte und -theorie beschäftigt. Das erste Werk was ich hörte war übrigens das Klavierkonzert Nr. 5 Es-Dur op. 73 "Emperor" von Ludwig van Beethoven mit Brendel am Klavier und Zubin Mehta am Pult. Eine großartige Aufnahme, die ich im Rahmen einer Sammelreihe erwarb. Und so hab ich dann über die Jahre mein Fachwissen autodidaktisch erweitert und besitze heute eine CD-Sammlung die von Barock bis ins 20. Jahrhundert reicht. Darin finden sich neben den ewigen Klassikern auch unbekannte(re) Werke, wie etwa die Werke Zemlinskys oder Niels Wilhelm Gades. Und zugegeben auch so manches unbekannte der "großen" Komponisten. Vielfältigkeit und klischeeloses Denken sind mir auch als aktiver Musiker und nicht nur als Hörer äußerst wichtig.

Ich denke nun habe ich die Aura um mich lüften können und wenn Sie Interesse daran haben dann schreiben Sie mir doch auch weiterhin. Meine Adresse lautet: jan.bechtel1984@googlemail.com

Entschuldigen Sie bitte diese Taktlosigkeit, aber würden Sie mir einige Eckdaten zu Ihrer Person verraten?

Vielleicht bis demnächst! Würde mich sehr freuen! Habe in diesem Forum schon einige nette Bekanntschaften schließen können, die zu einem regen Austausch geführt haben, den ich nicht mehr missen möchte! Ehrlich gesagt würde es mich nicht wundern, wenn ich hier auch noch die "Frau fürs Leben" fände, da ich dieses Glück zumindest zur Zeit noch nicht erleben darf!

Auf Bald!

Mit besten Wünschen
Ihr Jan Bechtel

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.09.2008 17:06:37 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Lieber Jan Bechtel,

vielen Dank für Ihre guten Empfehlungen! Wie Sie ersehen können,liegt das Thema ja schon eine ganze Weile zurück und ich habe viele informative und interessante Vorschläge bekommen. So habe ich mir daraufhin einige ( viele) Einspielungen von Richter,Walcha und auch Koopmann gekauft und nach und nach angehört.

Eigentlich gefallen mir alle gut,aber ich bin beileibe kein Experte dabei geworden! Ich bemerke auch gewisse Interpretationsunterschiede,die ich für "künstlerische Freiheit" halte und fälle dabei gewiss kein Urteil über den Organisten. Im Moment höre ich jetzt wieder andere Sachen,aber den Namen Simon Preston habe ich mir schon vorgemerkt.

Sie sind ja noch sehr jung und wenn ich so Ihre Beiträge lese,fällt mir auf,dass Sie sich ganz fabelhaft in der klassischen Musik auskennen! Wirklich toll! Bravo! Wie kommt das denn?

Mit vielen Grüssen
I.M.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.09.2008 20:55:23 GMT+02:00
Jan Bechtel meint:
Liebe Frau Mart,

ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen und Ihnen die Gesamteinspielung von Helmut Walcha ans Herz legen. Sie ist in der Tat eine absolute Referenzaufnahme eines Organisten, der, trotz seiner Erblindung oder vielleicht grade deswegen, zu den unbestrittenen Virtuosen an seinem Instrument zählt. Zudem ist diese Aufnahme nicht nur klanglich ein Genuss, sondern bietet auch Interpretationen, die natürlich und nicht maniriert klingen. Ein seltener Glücksfall der Bachinterpretation. Leider fehlen hier, was nicht verschwiegen werden sollte, die Konzerte für Orgel, da sie Walcha für nicht authentisch hielt, was wohl den Forschungsergebnissen jener Jahre entsprochen haben dürfte! Bitte korrigieren Sie mich, wenn ich mich irren sollte, was die Bachforschung angeht.

Eine andere grandiose ist jene, die der britische Organist und Dirigent Simon Preston vorgelegt hat. Sie enthält auch jene eben angesprochenen Orgelkonzerte und ist eine ungemein lebendige Aufnahme aus jüngerer Zeit. Ich finde sie teilweise für "Anfänger" auf diesem Gebiet geeigneter als die Walcha-Einspielung, weil sie nicht so insichgekehrt ist wie diese. Allerdings ist sie auch um einiges teurer als Walchas Interpretation. Simon Preston bietet hier eine Alternative zu Walcha, die Walcha in nichts nachsteht. Sie ist meine absolute Lieblingsaufnahme, auch wenn Walcha mir sehr lieb geworden ist und meines Erachtens unverzichtbar für die angemessene Auseinandersetzung mit Bachs grandiosem Orgelwerk.

Was sie als "Anfänger" vermeiden sollten ist Bach mit Ton Koopman. Er ist leider teilweise etwas sehr exzentrisch was die Interpretation angeht, gerade im Bezug auf die Tempi. Ansonsten kann man ihm allerdings seine Kompetenz in Sachen "Alter Musik" nicht absprechen und seine Einspielungen sind fesselnd (ich kenne sie aber leider nur rudimentär und nur aus dem Radio)

Wenn Sie an einer Einspielung ausgesuchter Orgelwerke Bachs interessiert sind, dann kann ich Ihnen auch die Aufnahme mit Karl Richter empfehlen, einem meiner bevorzugtem Interpreten von Barockmusik (gerade Bach ist unter Richter immer ein Erlebnis, was unter anderem die Kantateneinspielung Richters [75 Kantaten; DGG] beweist). Richter hat auf 3CDs (The Originals; DGG) namhafte Orgelwerke in einer mehr als ansprechenden Einspielung vorgelegt, die sein Können als Organist eindrucksvoll unter Beweis stellen. Diese Aufnahme sollte in keinem "barocken" Cd-Regal fehlen!

So und nun hoffe ich, dass ich Ihnen ein guter Ratgeber war und freue mich auch Reaktionen!

Mit besten Wünschen
Jan Bechtel

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.05.2008 18:33:00 GMT+02:00
T. BERGMANN meint:
Hallo Gourmet,

erzlichen Dank für Ihre Ausführungen.
Dieses Stück höre ich am liebsten mit Karl Richter. Er spielt es zwar im Gegensatz zu Helmut Walcha sehr langsam, aber wie ích finde sehr schön. Wieso er es so langsam spielte, weiß ich nicht. Ein Onkel von mir, der selber Kirchenmusiker ist und ihn persönlich kannte, vermutet, dass er es wegen der gleichnamigen Kantate so langsam spielte. Dieses Stück ist ja sozusagen die Orgelfassung der Tenorarie. Und der Text ist die 2. Strophe des Chorals. In ihr lauten die ersten Worte "Zion hört die Wächter singen". Wenn man sich versucht vorzustellen, in welchen Tempo die Wachen auf den Mauern gehen, dann kommt man auf ein langsames Tempo. Ob dies der Gedanke von Karl Richter war, weiß mein Onkel auch nicht genau. Aber ich finde den Gedanken einleuchtend. Und wie Karl Richter dieses Stück spielt, finde ich ebenfalls einleuchtend.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.05.2008 11:36:56 GMT+02:00
Liebe Frau Mart
Da stellen Sie eine äusserst schwierige Frage. Denn so komplex und vielfältig das gesamte Orgelwerk daher kommt, sind es auch die unzähligen sich auf dem Markt befindenden Interpretationen. So gibt es d i e Idealinterpretation wohl kaum. Kommt dazu, dass die historisch orientierte Aufführungspraxis inklusive Wahl des Instrumentes auch in der barocken Orgelmusik die Gemeinde gespalten hat... Nun, Herzstücke (im doppelten Sinne des Wortes) sind die Triosonaten, die Choräle (allen voran die Schübler- und Leipzigerchoräle) und die Toccaten und Fugen. Gerade bei den Triosonaten ist neben fragwürdigen Registrierungen der Einzug der "Formel 1" mit ihren zu schnellen, die tonale und formale Struktur zerstörenden Tempi in die Orgelinterpretation schmerzlich festzustellen. Auch bei den Chorälen und Fugen sind solche Tendenzen spürbar. Zudem mangelt es vielen Interpretationen an rhetorischer Prägnanz und Ausdeutung des Affekts, beides wichtige Kriterien für die barocke Aufführungspraxis.
Ich gehe mit Herrn Dr. Uhlmann einig, dass die Aufnahmen von Helmut Walcha (als einem Vertreter der älteren Schule) auch heute noch Referenzstatus besitzen. Allerdings rate ich von der Gesamtaufnahme eines Ton Koopman oder Simon Preston ab, auch wenn ihnen viele Orgelwerke Bachs grandios gelingen. So ist Ton Koopman ein Meister der Verzierungen und Diminutionen, seine Tempi sind aber wie jene von Preston generell zu schnell.
Neben den im Forum erwähnten Aufnahmen möchte ich Ihnen noch ans Herz legen:
- André Isoir (mit der beispielhaften Kunst der Fuge);
- Olivier Vernet, ein Vertreter der "historischen Aufführungspraxis". Seine Gesamtaufnahme ist mit einem phänomenalen Booklet versehen, welches die in der Interpretation zu hörenden Orgeln mit Fotos und Dispositionsplänen erklärt und die geografischen Standorte der Kirchen auf einer Karte darstellt.
- Marie-Claire Alain, die Lehrerin von Olivier Vernet als Verkörperin der bewährten französischen Schule (Dupré) mit ihrer zu Herzen gehenden Interpretation der Choräle..
Als Schweizer habe ich jetzt vielleicht zu sehr zu den Franzosen tendiert (gewissermassen als Kontrapunkt zu den Vorschlägen des Forums) und möchte deshalb als "Wiedergutmachung" auch noch eine deutsche Gesamtaufnahme erwähnen, die ich ohne Einschränkung wärmstens empfehlen kann: Jene von Werner Jacob, dem im Jahre 2006 verstorbenen Meister aus Thüringen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.05.2008 09:07:53 GMT+02:00
2496_Gourmet meint:
Hallo Herr Bergmann,

jetzt endlich habe ich die Zeit gefunden von "Wachet auf . . . " BWV 645 alle drei Aufnahmen im Vergleich zu hören, die ich besitze.
Dies sind: Helmut Walcha September 1970 Archiv Produktion,
Ton Koopmann 1983/84 Archiv Produktion
Hans Fagius 1983 BIS Schweden / Brillant Classics (Licenced)

Um es kurz zu machen Walcha ist der Beste. Bei ihm wirkt das Stück am frischesten, er spielt am meisten non legato und ein plausibles Rubato. Insgesamt ergibt sich der Eindruck eines mutigen, freudigen, federnden Voranschreitens, was ganz offensichtlich zu dem Text "Wachet auf, ruft uns die Stimme . . " paßt.
Bei den Auftakten am Anfang des Stückes bleibt er nicht zu lang auf der "eins" von "und eins" hängen, das "und" ist staccato. Das Stück dauert bei ihm 4:11 min.
Ton Koopmann hält den zweiten Platz. Obwohl er genausolang braucht 4:10 min, wirkt das Stück nicht so dynamisch. Das "und" ist etwas länger und die "eins" ebenfalls.
Hans Fagius geht noch weiter in die falsche Richtung mit einer ganz langen "eins". Bei ihm muß ich leider sagen wirkt das Stück eher, wie wenn er doch nicht so gern aufwacht.
Dieser Vergleich ist sehr überraschend für mich ausgefallen, da ich bei einem Blindhören wahrscheinlich Walcha für den entschiedensten Vertreter der Historischen Aufnahmepraxis gehalten hätte. Zudem ist die Tonqualität dieser Aufnahme sehr gut, da sie ja erst 1970 entstanden ist.
Mein allgemeiner Eindruck von Hans Fagius so wie ich ihn erinnere ist viel besser als bei diesem direkten Vergleich. Ich sollte weitere Stücke anhören.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 23:13:43 GMT+02:00
T. BERGMANN meint:
Hallo Frau Mart,

danke für Ihre Information. Mit den Zahlen habe ich es bei Bach nicht so.
Ich bin auch kein fleissiger Kirchgänger. Mit fleissig meine ich den Besuch z.B. einer Heiligen Messe. Ansonsten kann es schon mal passieren, dass man mich in einer Kirche antrifft. Besonders freut es mich dann, wenn jemand auf einer Orgel spielt. Da fällt mir ein, dass ich vor 8 Jahren ein lustiges Erlebnis hatte. Ich hatte von einem Orgelstück geträumt. Um welches es sich handelte, wußte ich damals nicht. Heute auch nicht. Einige Zeit, als ich den Traum vergessen hatte, war ich in Zürich. Im Fraunmünster oder wie die Kirche heißt habe ich die Orgel gehört. Das Stück kam mir bekannt vor. Nach einigem Überlegen war es das Stück aus meinem Traum.
Mich freut es immer, wenn ich in einer Kirche die Orgel höre.
Viele Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 22:28:22 GMT+02:00
Isolina Mart meint:
Hallo,Herr Bergmann,

die BWV Nr.des Choralvorspiels " Wachet auf,ruft uns die Stimme" ist 645. Dank der Hilfe der hiesigen Forumsteilnehmer habe ich mich in Bachs Orgelwerken "schlau" machen können!!

Ich habe mir viele CDs bestellt,vor allem auch die Empfehlungen von Dr.Uhlmann berücksichtigt und schon einiges anhören können.

Natürlich wäre es vermessen,geradezu anmassend,wollte ich jetzt schon einen Vergleich oder Urteil über die verschiedenen Interpreten abgeben.Sie gefallen mir alle! Allerdings gibt es beträchtliche Unterschiede in den technischen Qualitäten der Aufnahmen,speziell die von Walcha betreffend. Für den Moment ficht mich das aber nicht an,so froh bin ich,diese wunderbaren Aufnahmen zu besitzen!

Persönlich möchte ich anfügen,fällt es mir viel leichter Orgelmusik zu Hause zu hören. Da ich nämlich kein fleissiger Kirchgänger bin,und praktisch nur gehe,wenn es sich nicht umgehen lässt,sprich Beerdigungen,-und die Situation schon traurig genug ist,-dann treibt mir schon der erste Ton der Orgel die Tränen in die Augen und ich beruhige mich nicht mehr. Darum habe ich mir auch nie Orgelmusik gekauft,-obwohl sie wirklich die Königin aller Instrumente ist.

Viele Grüsse

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 21:59:45 GMT+02:00
Versuchen Sie's mal mit BWV 645.
Viele Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 21:53:18 GMT+02:00
T. BERGMANN meint:
Die Nummer des Chorals weiß ich nicht. Aber er ist die erste Nummer der von Ihnen erwähnten Schübler - Choräle.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 20:36:23 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.04.2008 20:52:51 GMT+02:00
2496_Gourmet meint:
Herr Bergmann,

nun äähhm, Sie wissen doch wie das mit Gesamtausgaben ist. Man hat sie ein- oder zweimal von vorne nach hinten gehört. Das hat jedesmal ein halbes Jahr gedauert und die einzelnen Stücke konnte man sich nicht alle merken. "Wachet auf . . " ist mir jetzt nicht präsent, leider. Können Sie mir die BWV Nummer mitteilen ?
Im Ernst, ich sehe Gesamtausgaben eher wie ein Lexikon, in welchem ich alles nachschlagen kann, wenn ich etwas wissen möchte. Natürlich habe ich beim Durchhören auch sehr interessante Stücke neu "entdeckt" wie z.b. die Schübler-Choräle.
Wenn Sie die Aufnahmetechnik bei Walcha nicht stört, besteht eigentlich kein dringender Grund auch noch Fagius zu kaufen. Zur Zeit können Sie diese Ausgabe (17 CD's) allerdings für 19.95 € auf dem Amazon Market Place kaufen. Hörbeispiele sind auch dabei.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.04.2008 16:03:28 GMT+02:00
T. BERGMANN meint:
Die von Ihnen erwähnte Gesamtaufnahme kenne ich nicht. Jedoch glaube ich Ihnen, dass die Qualität der Aufnahme besser ist als z.B. die erste Gesamtaufnahme der Bachschen Orgelwerke mit Helmut Walcha aus den 1940zigern. Doch das als einzigen Grund zu nennen, weshalb sie besser sein soll möchte ich nicht gelten lassen. Wie unterscheidet sich denn z.B. das Spiel von Hans Fagius beim Choralvorspiel "Wachet auf..." von dem von Helmut Walcha?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.04.2008 15:00:10 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.04.2008 15:05:27 GMT+02:00
2496_Gourmet meint:
Liebe Frau Mart, Herr Wolf, Herr Bergmann,

mit Walcha auf LP bin ich aufgewachsen. Ich habe lange geglaubt, daß es nicht besser geht. Ein junger Organist, den ich kenne meinte aber, daß man heute noch besser spielen kann, wegen HIP (historisch informierte Aufführungspraxis).
Ich besitze selbst die Bach - Gesamtausgaben von Hänssler und Brillant. Für letztere spielt ausschließlich (glaube ich) Hans Fagius. Es ist eine Lizenzausgabe aller Orgelwerke Bachs vom Schwedischen Label BIS. Die Qualität ist über jeden Zweifel erhaben, vor allem technisch besser als die frühen Walcha-Aufnahmen, für mich ist sie die beste Gesamtausgabe und dazu noch spottbillig. Es gibt sie glaube ich immer noch ohne den Rest der Bach-Gesamtausgabe (ich mag die Kantaten nicht sosehr, weil dort ein (guter !) Kinderchor singt).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.03.2008 17:10:07 GMT+01:00
Wolff, Ingo meint:
Hallo Herr Bergmann - da haben Sie mich doch etwas falsch verstanden. Ich selbst besitze die Bach-Orgelaufnahmen (LPs) mit Helmut Walcha - wirklich sehr gute Aufnahmen. Da besteht wohl allgemein kein Zweifel. Aber unter den neueren Aufnahmen gefallen mir einige doch erheblich besser, vor allen Dingen wenn es um Ausdrucksstärke und Tempi geht. Man kann da hin- und herdiskutieren: Es ist halt eine Frage des persönlichen Musikgeschmacks.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2008 13:34:28 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Lieber Herr Dr. Uhlmann,Falsacappa,Michael Schnabel,IP und sanktrabus,

nochmals vielen Dank! Ihre Empfehlungen habe ich mir alle notiert um darauf zurückgreifen zu können.

Zuerst möchte ich aber die drei genannten Organisten kennenlernen und vergleichen. Wenn die sich "festgesetzt" haben,werde ich mir die eine oder andere Aufnahme bestimmt auch zulegen. Leider kann man sich nicht die Zeit dazukaufen,die man braucht um alle diese sicher wundervollen Werke anzuhören!

Liebe Grüsse

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2008 22:44:57 GMT+01:00
Liebe Frau Mart,
ich bin sehr gespannt auf Ihren Vergleich!
Es gibt noch viele weitere großartige Aufnahmen, z.B. Marie-Claire Alain auf Silbermann-Orgeln, Lionel Rogg und viele andere. Aber vielleicht ist es ganz gut, wenn Sie die genannten drei Organisten kennenlernen um sie später ggf. mit anderen zu vergleichen. Meine absoluten Favoriten sind BWV 552, BWV 540 und BWV 542.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2008 22:32:44 GMT+01:00
Falsacappa meint:
Es gibt eine sehr schöne DVD des Labels EuroArts, auf der Ton Koopman an der Silbermann-Orgel in Freiberg Bach spielt. Wunderbar! Auch mit DTS.
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Erster Beitrag:  17.03.2008
Jüngster Beitrag:  28.10.2013

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