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Unterbewertete Komponisten


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1-25 von 111 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.07.2014 14:42:47 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Pfitzners geniales, allerdings schon zur Entstehungszeit "altmodisches" Werk wurde vor Jahren mustergültig auf dem Eigenlabel cpo des Handelshauses jpc erschlossen. Meine besonderen Favoriten sind die Konzerte, das Violinkonzert, das Klavierkonzert, die 3 Cellokonzerte (diese besonders!) und auch das mich an Richard Strauss`Spätwerk erinnernde Duo für Violine, Cello & Orchester op. 43, ein Doppelkonzert.

Veröffentlicht am 18.07.2014 07:23:20 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.07.2014 07:26:58 GMT+02:00
Orfeo Gentile meint:
Johann Nepomuk Hummel, mit dessen ebenso vielfältigem wie hochkarätigem Werk ich mich viel beschäftigt und es nie bereut habe. Gottfried von Einem, ein toller Opernkomponist des 20. Jahrhunderts, der aus der Mode kam, weil es eine Zeitlang unstatthaft war, tonal zu komponieren. „Dantons Tod" und „Besuch der alten Dame" – geniale Texte also – wurden hier ganz nah am Wort und der Situation vertont. „Der Prozess" nach Kafka wäre zumindest die Wiedererwägung wert. Und Dank für den Hinweis auf Pfitzner, der ja dank "Palestrina" nie untergegangen ist. Sein Klavierkonzert, mit Thielemann/ Barto erschienen, lässt noch ganz andere Schätze vermuten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.05.2014 10:00:07 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Villa-Lobos ist meiner Meinung nach einer der ganz großen Komponisten des 20.Jahrhunderts, immer noch total verkannt.

Veröffentlicht am 24.05.2014 00:28:12 GMT+02:00
Ulrich Schiel meint:
Vill-Lobos hat, ausser den bekannteren Werken, 12 Sinfonien, 17 Streichquartette und 5 Klavierkonzerte komponiert. Alle sehr lebendig und von gutem Niveau.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.05.2014 12:41:40 GMT+02:00
Jakob Balde meint:
Haben Sie was gegen Villa-Lobos?

Veröffentlicht am 22.05.2014 00:21:55 GMT+02:00
rumble meint:
Blödsinn. Wer erzählt hier über Heitor V. L.?

Veröffentlicht am 13.03.2014 21:37:31 GMT+01:00
Norman Wenzel meint:
Hi,
ein Tipp von mir, ich höre "radioio classical" im web, ist ein US-Sender. Dort werden ein Haufen von unbekannten Komponisten gespielt. Davon viele von denen, die Ulrich genannt hat. Ich habe mir schon eine zeimliche sammlung recorded. (gibt noch "radioio classical favorites", da werden allerdings hauptsächlich nur die well known Sachen gespielt)
Danke übrigens für den Link, der ist gut!

Gruß
Norman

Veröffentlicht am 12.03.2014 15:33:53 GMT+01:00
Ulrich Schiel meint:
Auf dem eben von mit gegebenen site http://ladiscotecaclasica.blogspot.com.br/ kann man auch die Streichquartette vom Villa-Lobos runterladen.
Ausserdem bringen sie Komponisten (von denen ich nie etwas gehört habe) wie, z.B.: Pierre Rode, Arnold Bax, David Diamond, Robin Milford, Pandolfi Mealli, Johann Hermann Schein, Francesco Mancini, Edmund Rubbra, Charles Villers Stanford, u.v.a.m.
Hat jemand von diesem Namen schonmal etwas gehöhrt? Da ich keinen von diesem Komponisten kenne kann ich nicht beurteilen ob sie tatsächlich UNTERBEWERTET sind.

Veröffentlicht am 12.03.2014 13:51:00 GMT+01:00
Ulrich Schiel meint:
Ein interessanter Site mit Musik zum runterladen der zu unserem Thema passt ist
http://ladiscotecaclasica.blogspot.com.br/
Er hat das Lemma "Great Music by Unknown Composers and Unknown Music by Great Composers"

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.03.2014 20:42:06 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Mieze will ja vielleicht auch nur heißen, dass sie über Krallen verfügen.

Veröffentlicht am 11.03.2014 09:02:44 GMT+01:00
IP meint:
Dank Labels wie Naxos oder CPO bekommt man immer mehr von den weniger bekannten Komponisten zu hoeren, etwa die fruehklassischen, oder die aus der neueren Zeiten. Daneben gibt es ein schwedisches Label, Sterling, spezialisiert in weniger bekannten Orchesterwerke der XIX-XX Jh. Fuer die romantischer eingestellten habe ich hier ein Kleinod ausgesucht, und man kann selsbt weiterstoebern

Buttner Sinf.4

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.03.2014 22:24:25 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Villa Lobos (beispielsweise die Gitarrenmusik) ist ein guter Hinweis, Ginastera ein anderer. Nicht zu vergessen auch, wenn man schon in Südamerika ist Revueltas, Carlos Chavez und auch der fantastische Francisco Mignone.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.02.2014 12:06:55 GMT+01:00
Fidelio meint:
Bert Brecht/Kurt Weill-Complete Recordings
Kurt-Weill-Komplilation von Aufnahmen, die sich woanders sogar noch im Hochpreisbereich finden lassen, u.a. mit Lotte Lenya 2 x in Die Dreigroschenoper (1930, 1958), Die Sieben Todsünden, GA von Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny (mit dem Alabama Song als einem der bekanntesten Hits).

Veröffentlicht am 18.09.2010 19:48:28 GMT+02:00
Ulrich Schiel meint:
Ich möchte nochmal an Villa-Lobos erinnern. Obwohl manche Stücke von ihm einigermassen bekannt sind, wie einige Bachianas Brasileiras, Etüden für Gitarre, wissen wenige, dass er einer der produktivsten Komponisten des 20. Jahrhunderts war. Er hat z.B. 12 Sinfonien und 17 Streichquartette komponiert. Habe mir gerade eine (Fast-) Gesamteinspielung der Quartette angehöhrt und bin beeindruckt von der Vielseitigkeit der Musik. Sie gefallen mir besser als die von Bartok.
Die Streichquartette konnten von einem brasilianischem Site runtergeladen werden, wurden aber zurückgezogen.
Falls sich jemand interessiert, soll er es hier melden, ich kann die Quartette Uploaden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.09.2010 14:46:12 GMT+02:00
hallo Reiner,

dieser Meinung pflichte ich 100% bei und was ist das Ende vom Lied?
Unser Theater hat gestern seine Spielzeit mit einer Oper eröffnet die - im Vergleich zu den großen Werken - nicht so oft gespielt wird (wohnen auch in einer eher ländlichen Gegend) und es gab leere Plätze !!! In den vorangegangenen Spielzeiten, wo mit "Klassikern" eröffnet wurde (Zauberflöte, Nabucco) war die Premiere bereits nach wenigen Tagen ausverkauft.

Veröffentlicht am 17.09.2010 19:12:58 GMT+02:00
Auch ich melde mich verspätet noch einmal zu Worte. Auch ich die vermisse die musikalische Bandbreite (ob Sinfonien, Opern, Kammermusik usw.) der Komponisten wie:

Bohuslav Martinu
Franz Schmidt
Carl Nielsen
Wilhelm Peterson-Berger
Alexander K. Glazunov
Anatol Liadov
Hans Pfitzner

Kleine Label nehmen sich - Gott-sei-Dank - zum Teil dieser Komponisten an. SORRY - aber zur Zeit wird man ja förmlich zugeschubert, zugemahlert und zugewagnert.

Veröffentlicht am 17.09.2010 12:44:06 GMT+02:00
Nico meint:
Hallo, erstmal dank an alle für die vielseitigen Beiträge! Hier noch ein verspäteter Beitrag:
Vergessen oder unterbewertet hängt ja immer auch vom eigenen Standpunkt ab. Z.B. Camille Saint-Saens ist für sein Karneval der Tiere weltberühmt, auch seine Orgelsinfonie und einzelne Klavierkonzerte werden oft und gerne aufgenommen, aber dass dieser Mann eine Vielzahl entdeckungswürdiges Vergessenes oder Unterbewertetes aus allen Bereichen geschaffen hat steht für mich ausser Frage.
Einen Komponisten möchte ich noch in die runde werfen auch wenn diese wahrscheinlich schon geschlossen ist und zwar Erich Wolfgang Korngold, der mehr als nur Filmmusiken geschaffen hat. Schönes Beispiel : Sinfonietta Op.5 mit dem Berlin Radio Symphony Orchestra und Gerd Albrecht.
LG Nico

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.09.2010 17:02:09 GMT+02:00
ziegenpeter meint:
O ja!
unter den "frühklassischen" Kompositionen gibt es Perlen, meine Favoriten sind CPE Bach, Vanhal und Boccherini.

Meine LieblingsCDs aus dieser Richtung:
- Concerto Köln hat viele vergessene Stücke vergessener Klassiker aufgenommen, z.B. in der Box Plays Dall'Abaco,Locatelli/+ Stücke von Locatelli, Vanhal, Kozeluch, Eberl u.a.
- Vanhals Missa Pastoralis: ein großartiges, unkonventionelles Stück Messen
- Boccherinis Cellokonzerte machen besonders gute Laune (mein Töchterlein tanzt gerne dazu) Cellokonzerte
- CPE Bachs Hamburger Cembalokonzerte Hamburger Konzerte
- Homilius' a capella Chorstücke Gottfried August Homilius: Motetten

Veröffentlicht am 06.09.2010 23:39:22 GMT+02:00
haydnfan meint:
Unerbewertet auch solch Klassikkomopnisten wie Johann Christian Bach oder Cannabich.

Veröffentlicht am 04.09.2010 16:20:21 GMT+02:00
Entschuldigung, hat jemand schon JOHANN CHRISTIAN BACH (den "Londoner" Bach-Sohn) erwähnt? Tolle Musik! Die Symphonien kommen mit Haydn und Mozart mit und sind tötlich elegant. Die Konzertanten Symphonien sind ein Ohrenschmaus. Die Klaviersonaten singen ... und all das ist genau richtig lang

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.09.2010 14:56:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.09.2010 00:38:09 GMT+02:00
Der Empfehlung von „Dan Savio“ und „444“ zur Korstick-Aufnahme möchte ich entschieden beipflichten. Die mangelnde Beachtung im Konzertleben ist höchst bedauerlich. Auf das Klavier entfallen keine vom Orchester abgehobenen virtuosen Kabinettstücke. Das Klavier ist vielmehr anspruchsvoll in die sinfonische Werksstruktur eingebunden, ähnlich der Klavierkonzerte von Brahms. Durch die einleitenden Bläserakkorde und den darauf unisono folgenden Streichern mit dem markant abstürzenden Hauptthema wird man in das Konzert quasi förmlich hineingerissen. Mit Ausnahme der Oper war Reger eine überaus fruchtbarer Komponist in allen Bereichen, blieb aber im Wesentlichen wohl nur als Orgelkomponist bekannt, obwohl er vor dem Ersten Weltkrieg neben Richard Strauss als wichtigster deutscher Komponist gegolten hatte. Neben dem Violinkonzert und den Orchesterwerken (Böcklin Suite und Hiller Variationen sowie Psalm 100 [für Chor, Orchester und Orgel] und Mozart Variationen) beeindrucken mich von dem Orgelwerk besonders die neun „leichten“ Stücke für Orgel op. 129 (in der Interpretation durch Wolfgang Zerer) durch ihre überwiegend ruhige und besinnliche Charakteristik.

Veröffentlicht am 02.09.2010 00:24:19 GMT+02:00
444 meint:
Ich möchte Dan Savio unbedingt recht geben für seine Empfehlung der Korstick-Aufnahme des Reger-Konzerts. Besonders gelungen ist die feine Abstimmung mit dem Orchester, vor allem was Klangnuancen und Farbigkeit angehen, die den sperrigen Charakter etwa des ersten Satzes zwar voll zur Geltung bringt, aber auch eben alles an Farbenreichtum "herauskitzelt" - die Aufnahme kann süchtig machen. Einen besonderen Jammer finde ich, dass man die diskographische Situation bei Reger - auch wenn diese sehr dürftig ist - im Vergleich zur Rezeption im Konzertsaal fast schon ordentlich nennen muss. Große Werke wie die Hiller-Variationen, die Mozart-Variationen oder ganz besonders das Violinkonzert müsste im Konzert ein grandioses Erlebnis sein... Sehr schade
Unbedingt empfehlen möchte ich - wo ich schon bei Korstick bin - seine Gesamtaufnahme der Milhaud-Konzerte (ebenfalls bei cpo)!
Grüße an alle

Veröffentlicht am 23.08.2010 11:56:43 GMT+02:00
Dan Savio meint:
Ja, die Aufnahme des Regerkonzerts mit Serkin ist eine sehr kostbare. Trotzdem will ich ihnen sehr gerne die neueste Einspielung des Pianisten Michael Korstick ans Herz legen, der mit einer mörderischen Pranke und einfühlsamen Ton der Partitur vieles abgewinnt. Die klangtechnisch gute Aufnahme verrät uns vielleicht noch ein bisschen mehr über Regers Kunst.

Zur Flotow-Lortzing-Reger-Diskussion
Hier denke ich zeigt dich der Kern dieser Diskussion, die sich ja "unterbewertete Komponisten" heißt. Denn sind Flotow und Lortzing unterschätzt? Nein!
Verstehen sie mich nicht falsch. Ich denke ganz gerne an Lortzings Musik und Text, und höre ihn auch sehr gerne. Aber meines Erachtens nimmt er genau den Platz in der Musikgeschichte ein, den er verdient hat. Genau wie Flotow. Sicherlich würde man sich wünschen mehr von den beiden in der Oper zu hören, aber man kann hier nicht von einer Unterbewertung reden, oder wünschen sie sich etwa, dass Lortzing auf die Stufe von Verdi gestellt wird? Das wäre doch wohl eine Überbewertung.
Und da ist der Punkt: Reger ist unterbewertet, nicht Lortzing. Wie gemi-b schon gesagt hat, fehlt da schon eher die Annerkennung für Janacek oder Offenbach.

Veröffentlicht am 18.08.2010 11:02:54 GMT+02:00
Da ich - entgegen der allgemeinen Meinung vieler - durchaus finde, dass moderne amerikanische Komponisten manchmal durchaus etwas zu bieten haben, möchte ich an dieser Stelle auf SAMUEL ADLER aufmerksam machen, von dem es in der Naxos-Reihe "American Classics" 2 interessante Aufnahmen gibt, zum einen seine 5. Symphonie, welche bereits im Jahre 2005 erschienen ist (Symphonie Nr. 5/We Are the Echo) und zum anderen ein paar kleinere Werke von ihm von 2009 (Of Musique,Poetrie,Art,and Love)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.08.2010 09:56:56 GMT+02:00
Hallo,

wer mir noch einfiele ist Manuel de Falla ein wunderbarer Komponist der auch sehr selten gespielt wird.
Und dann würde ich gerne nochmal einen Namen aufgreifen, nämlich Hanns Eisler auch ein vergessener Komponist der aufgrund seiner Vergangenheit lange ignoriert wurde. Dabei hat er wunderbare Werke komponiert, wie 14 Arten den Regen zu beschreiben oder die Deutsche Sinfonie. Sollote man sich unbedingt mehr damit beschäftigen.
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Erster Beitrag:  13.01.2010
Jüngster Beitrag:  19.07.2014

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