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Suche Klassik mit Pathos und gewisser Schwere


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1-25 von 35 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.03.2013 21:11:20 GMT+01:00
RNE meint:
Hallo in die Runde!
Entdecke gerade die Klassik und würde mich über Vorschläge freuen. Ich mag Beethovens 5. und Prokoviefs "Romeo und Julia" sehr. Gibt es twas ähnliches, Gänsehaut förderndes?
Vielen Dank im voraus
RNE

Veröffentlicht am 12.03.2013 23:01:28 GMT+01:00
T. BERGMANN meint:
Och, da gibt es viel.
Beethoven: Klaviersonate Nr. 23; Szenen aus "Don Giovanni" von Mozart; Ring des Nibelungen von Wagner; Ouvertüre zu, "Fliegenden Holländer" von Wagner und vieles mehr.

Veröffentlicht am 13.03.2013 10:15:09 GMT+01:00
Lieber RNE, versuchen Sie es mal mit Richard Wagner und Anton Bruckner! Beiden wird langläufig Pathos und Schwere nachgesagt, was gewiß auch nicht unrichtig ist. Aber wenn Sie sich auf diese Komponisten einlassen, werden Sie Zeit brauchen. Ich brauche dazu schon mein halbes Leben und bin noch längst nicht mit ihnen fertig! Gruß JH

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.03.2013 10:36:56 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Hallo RNE,

............schauen Sie doch mal auf die Seite 4. Dort steht eine Diskussion "Suche "Harte"/"bombastische";/hymnische Klassikkomponisten" mit 97 Einträgen. Da sind für Sie sicher wertvolle Tipps dabei,-ich denke,genau was Sie suchen.

Viele Grüsse,I.M.

Veröffentlicht am 15.03.2013 09:42:49 GMT+01:00
RNE meint:
Vielen Dank für die Tipps! Ich habe das ein oder andere gefunden.
Beste Grüße
RNE

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2013 11:36:52 GMT+01:00
Also ich denke, daß auch die Interpreten eine große Rolle spielen, bestimmten Werken "Schwere und Pathos" zu verleihen. Hier fällt mir in erster Linie der Dirigent Otto Klemperer ein (Fidelio, Beethoven- und Brahms-Symphonien etc.). Vergleicht man diese mit den sportiven, teils vordergründigen, Einspielungen heutiger Tage, so ist man zunächst nicht so beeindruckt. Aber beim wiederholten Hören stellte ich mehr und mehr fest, daß er mehr Substanz und (vermeintlich) auch Authentizität bietet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.03.2013 14:33:37 GMT+01:00
gemi-b meint:
lieber herr carnehl,
ein >allegro con brio, con spirito, ein >allegretto oder ein >presto z.b. werden nicht subtstanzieller und authentischer,
wenn man die satz charaktere wie der späte klemperer durch eigene sture tempo-relationen verunstaltet.
bei bruckner (romantische-!) hielt er sich damit doch auffallend zurück. dagegen klingt mozart wie in blei gegossen.
von vermeintlicher authentizität keine musikalische spur.
wenn substantielles nur schwergewichtig daherkommt, haben viele komponisten wohl nur schwachsinn geschrieben.

Veröffentlicht am 24.03.2013 10:29:45 GMT+01:00
Brasier meint:
50 Klassik CD ...auf nüchternen Magen, liegend auf den Bauch...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2013 22:46:37 GMT+01:00
Ich verstehe nicht so viel von Musik, aber diese Tempobezeichnungen sind doch wohl keine absoluten, sondern eher relative Maße, oder?
Hören wir mal die Eroica von zwei "unverdächtigen" Kandidaten:
Giulini Los Angeles Ph. versus Leibovitz Royal PO, man meint, das sind zwei verschiedene Stücke. Wer hat Recht? Grüße E.C.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.03.2013 23:40:39 GMT+01:00
Leibowitz !

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2013 12:15:25 GMT+01:00
T. BERGMANN meint:
Da ich beide nicht kenne, werfe ich mal Karl Böhm rein in die Runde.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2013 17:52:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.03.2013 18:49:09 GMT+01:00
Recht hat immer, dem's gefällt. Fragt man jedoch danach, wie's wohl zu Zeiten Beethovens geklungen haben mag/könnte, dann eindeutig: Leibowitz!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 25.03.2013 20:19:25 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Lieber Herr Gumpert,
da gibt es aber auch ganz andere Meinungen, siehe www.tempogiusto.de

Veröffentlicht am 26.03.2013 11:55:08 GMT+01:00
Welche Gottheit hat denn den Gemi-b auserwählt, daß er sich im Zustand der genauen Kenntnis der authentischen Tempi bei Mozart befindet. Diese Gnade ist mir nicht zuteil geworden. Zuteil geworden ist mir aber beim Kennenlernen der Mozartaufnahmen vom großen Otto Klemperer die Erkenntnis, daß Mozart kein femininer, rokokobezopfter kompositorischer Tändler, sondern ein Mensch mit Höhenflügen und tiefster Verzweiflung, mit dionysischer Freude und trostloser Niedergeschlagenheit war. Ich kenne keine bessere Aufnahme seiner Sinfonien!

Veröffentlicht am 26.03.2013 13:42:01 GMT+01:00
Dr. Robert meint:
Sehr geehrter Herr Dr. Jörg Hucklenbroich,
da kann ich Ihnen nur zustimmen. Klemperer's Mozart ist eben für Erwachsene.
Ansonsten halte ich mich an die Devise "Audio, ergo summ!"

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2013 16:48:22 GMT+01:00
Sue meint:
Hallo,

schau mal rein bei K & K. Die machen Konzertaufnahmen von höchster Qualität in einem tausend Jahre alten Kloster. Allererste Sahne. Nur absolut hochwertige Künstler dürfen da auftreten. K & K nimmt seit 20 Jahren in jeder Konzertsaison 4-5 Konzerte auf. Absolut high Quality, macht viel Freude.
Bassiona Amorosa - Music for Double Bass Ensemble
Messa di Gloria (Puccini)
LG
Su

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2013 16:51:34 GMT+01:00
Sue meint:
Es gibt schon viel, aber es gibt auch richtig grooviges

Bassiona Amorosa - Music for Double Bass Ensemble
Messa di Gloria (Puccini)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2013 16:54:51 GMT+01:00
Sue meint:
Hallo Dr Carnehl,

kennen Sie Kloster Maulbronn und die exquisiten Aufnahmen??

Ich glaube da fühlen Sie sich wohl.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2013 19:40:13 GMT+01:00
gemi-b meint:
... und welche gotterhabene instanz sagt uns, dass klemperers tempi die mozartischen, seiner
der mozart für >erwachsene< ist-? >audio, ergo sum<, dann aber bitte auch diesseits von klemperer.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2013 21:21:30 GMT+01:00
Dr. Robert meint:
Audio, ergo summ!

Summ kommt von summen, einer einfachen musikalischen
Tätigkeit jenseits aller Tempofragen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.03.2013 21:46:21 GMT+01:00
gemi-b meint:
... ach, und ich vermeinte >ich höre, also bin ich< - na, dann summen sie mal weiter ihren mozart.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2013 12:33:02 GMT+01:00
Hallo Sue,
kenne ich nicht, war auf der homepage, leider sind die CDs fast ausnahmslos Barock- oder Sakralmusik, beide Genres nichts für mich, trotzdem danke!
Ich würde die Diskussion gerne um den Begriff "Feuer" erweitern. Also um Aufnahmen, aus denen die Flammen nur so herausschlagen, allerdings ohne, daß die Interpreten zu billigen Methoden wie Tempoerhöhung, dynamischen Spielchen und Rückungen zwischen den instrumentengruppen greifen (zB Harnoncourt und die anderen Historiker). Ein ganz schmaler Grat also: eher konservative Interpretation, die trotzdem lodert. 2 Beispiele, die mich immer wieder auf die Sesselkante treiben: Schumann Klavierkonzert mit Leon Fleisher, Cleveland Orch., Szell;oder (schon in anderem Zusammenhang mal erwähnt): Beethoven 5. Klavierkonzert mit Pollini, WPO,Böhm. Und natürlich alles mit Carlos Kleiber.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2013 17:53:08 GMT+01:00
Hallo Herr Dr. Carnehl,

wenn Sie schon Pollinis Aufnahme des 5. Beethoven-Konzertes auf die Sesselkante treibt, dann empfehle ich Ihnen eine alte Aufnahme, bei der Sie wahrscheinlich aus dem Sessel fallen werden: Vladimir Horowitz mit dem RCA Symphony Orchestra unter Fritz Reiner von 1952. Klanglich kann sie natürlich nicht mit Pollini/Böhm mithalten, aber bei den Spiel von Horowitz stockt einem der Atem. Man kommt aus dem Staunen nicht heraus, dass ein Mensch überhaupt so spielen kann! Das Werk gehörte nicht unbedingt zu seinem Standard-Repertoire, aber vielleicht ist es gerade die unverbrauchte Frische, die diese Interpretation so staunenswert macht.
Schönen Abend!
K.H.F.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2013 18:06:57 GMT+01:00
Danke! Ich hab es auf einer Compilation mit Tschaikowsky b-moll Toscanini, bisher nie gehört, werde es mir anhören. Auch einen schönen Abend!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2013 20:31:15 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Lieber Herr Friedgen,
Horowitz als legitimer Vorfahr von Lang Lang! Kempffs Deutungen leben davon, dass Kempff die Musik verstanden hat, davon konnte Horowitz nur träumen. Allerdings hatte er mehr Kraft in den Fingern, das muss man zugeben.
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