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Wenn Dirigenten Sich der Oper annehmen


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1-25 von 31 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 04.03.2012 20:51:38 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.03.2012 21:05:53 GMT+01:00
Brasier meint:
Wertes Forum,

Wenn bisher die Dirigenten genüsslich ausgekocht wurden
mit ihren Orchestern, was durch die verschiedenen Meinungen der
Forums Exegeten hochinteressant, auch in der Kontroverse
bereichernd daherkam.

Möchte ich den selben Mitstreitern den Weg zur Oper befragen
um ihre Meinung über das Schwierigste in der Klassik,
Eben dort wo ein Dirigent nicht nur bis zu hundert Diven im Orchester,
aber auch ein paar Hände voll anderer Diven, auf der Bühne
in Einklang bringen soll, ob dies immer schlüssig gelingt?

Auch wenn ich In der Klassik keine Begrenzungen fühle,
sind all ihre Sprachen mir willkommen.

Welches - sind die Audio Aufnahmen,
und Videomitschnitte, der Oper
Ob im Studio oder Live, die ihre Sammlung
bevölkern, auf die sie nicht verzichten möchten.
Die von den selben Dirigentender Sinfonie,
von - A bis Z
die bisher Rede und Antwort in dem Forum
mit ihren Aufnahmen gaben?

Veröffentlicht am 05.03.2012 01:00:37 GMT+01:00
IP meint:
Ein guter Operndirigent dirigiert mit Partitur, liebt die Saenger, kennt sich mit Stimmen aus, und hat nicht zu viele Starallueren.

Veröffentlicht am 05.03.2012 15:22:40 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
Bin bei Opern wenig beschlagen und habe auch nur vergleichsweise wenige in meiner Sammlung, aber spontan sind z. B. diese zwei mir nicht wegzudenken: Carlos Kleibers Freischütz aus Dresden, voller Energie, bis zum Bersten spannend, und Georg Soltis Carmen aus London, gleichfalls voller Drive, für mich auch in den Gesangspartien sehr überzeugend besetzt.

Veröffentlicht am 06.03.2012 20:24:22 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:54:29 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 06.03.2012 21:23:45 GMT+01:00
Jakob Balde meint:
Die Überschrift "Wenn Dirigenten Sich der Oper annehmen" klingt ein wenig nach Mutter Theresa findet Findelkind. Manchmal ist das ja auch so. Es gibt freilich auch ganz gute Operndirigenten, die in der Oper daheim waren, z.B. Tullio Serafin oder Karl Böhm um nur zwei zu erwähnen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.03.2012 00:21:48 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.03.2012 00:29:30 GMT+01:00
Brasier meint:
@ Jäger Finn
Tja gute Rundfunkbänder können das....
Freunde die selbst einem der Abende Beiwohnten
Reden noch Heute, verklärt - darüber.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.03.2012 00:24:31 GMT+01:00
Brasier meint:
@ Meister Balde

Und Wasser ist Nass
wenn Marie-Theres
Ihr Windelkind
Quin-quin
Trockenlegt
(in ihrer Manier...natürlich)

Veröffentlicht am 07.03.2012 04:03:14 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:54:49 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.03.2012 09:15:53 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
Bei Solti gibt es - meine Meinung - verdammt viele Ausnahmen von Ihrer Regel. Mahler? Bartok? Strauss? Brahms? Uninteressant? Aber hier geht's ja um Opern ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.03.2012 12:11:44 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.03.2012 13:57:20 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Guten Tag allerseits,-lieber Herr Brasier,

.....Sie haben recht,-die Oper ist das Schwierigste in der Klassik,-zu komponieren und auf die Bühne zu bringen! Die "Königsdisziplin" aller Musiksparten. Insofern eine grosse Herausforderung und sicher auch Freude für einen Dirigenten.

Einige haben sich sogar mit ihren Operndirigaten einen berühmten Namen gemacht,wie John Eliot Gardiner mit seinen hervorragenden Händel Oratorien und Opern, wie Agrippina,Saul und vielen anderen,-eine Aufnahme ist schöner als die andere. Auch William Christie brachte Lully (Atys) und Rameau (Hippolyte et Aricie) auf die Bühne und rettete sie möglicherweise davor vergessen zu werden,-nur kurze Beispiele für ein umfangreiches Werkschaffen beider Künstler

Aber auch Dirigenten,die mehr für ihre sinfonischen Aufnahmen bekannt sind,haben sehr gute Operndirigate abgeliefert. Zubin Metha eine herrliche Aufnahme des Fidelio,die es auf DVD gibt. Schöner als von Böhm habe ich die Salome nie gehört . Tristan und Isolde unter Barenboim ist eine glanzvolle Aufnahme aus Bayreuth von 1995,mit diese Oper eröffnete die Scala ihre Saison 2008 ebenfalls mit Barenboim am Pult.

Ich will damit sagen,dass ein Dirigent auch eine Oper dirigieren kann,wenn ihn das Sujet interessiert und er hervorragende Sänger und Musiker zur Verfügung hat,-dann wird es immer gut.

Wer aber meiner Meinung nach in diesem gesamten Forum noch nie ausreichend gewürdigt und besprochen wurde,ist Valery Gergiev! Er ist sowohl für seine grandiosen Einspielungen sämtlicher russischer Komponisten bekannt,-wird in seinem Heimatland dafür sehr verehrt,-fast angebetet-,als auch für seine Operndirigate. Wobei meine Opern- Lieblinge unter ihm die CDs von Tschaikovskys Pique Dame sind und als DVD Eugene Onegin.

Viele Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 07.03.2012 13:53:29 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.03.2012 13:54:35 GMT+01:00
Ist die Oper wirklich das Schwierigste in der klassischen Musik? Sind es wirklich die grossen Formen (Oper, Oratorien, Messen, Symphonik...), die von den Komponisten und von den Interpreten am meisten verlangen? Oder ist es nicht viel schwierger, Kammermusik, zum Beispiel ein Streichquartett, zu komponieren und zu spielen? Obschon ich ein grosser Opernliebhaber bin, neige ich zu dieser Ansicht. Kammermusik funktoniert zudem ohne Dirigenten, was ich für einen grossen Vorteil halte.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.03.2012 14:42:43 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.03.2012 14:45:11 GMT+01:00
Brasier meint:
@ Mühlemann Beat @ Frau Mart

Wenn die Kammermusik die Quintessenz darstellt,
die Grammatik sozusagen,
müssen meistens nur eine Handvoll Musiker unter einen Hut gebracht werden,
wobei immer ohne Dirigenten, gibt es dort immer einen der Solisten der die Richtung, die Führung
übernimmt.

Aber die Oper ist da schon wesentlich komplexer, es gilt
(wenn es sich nicht um Studioaufnahmen handelt)
einen mehrschichtigen Musiker wie Solistenhaufen, (Hünerhaufen....)
dazu noch auf unterschiedlichen Sichtebenen,
in Einklang zu bringen.

Einer der besonders Genialen in diesem Fach, ist der leider derzeit erkrankte Musikdirektor der
Metropolitan Opera, Jimmy Levine, der seit über 30 Jahren diese Musikgattung präzise belebt hat.

Dies ist insbesondere sehr gut zu beobachten, bei den ( leider) in Europa selten gezeigten, Operngalas der MET
zu verschiedenen Anlässen, wo er manchmal an mehreren Tagen hintereinander!!! - bei diesen Marathons
ganze Szenen aus dem Repertoire der Met dirigiert. Dabei ist zu beobachten wie er von einer Klimax in die Andere steigt, Stilsicher von einem Werk, auch wenn es nur ein Auszug ist, Klimatisch den Moment und Geist des Werksauszugs erfasst. Ich zähle ihn hierzu, für einer der größten.

Was aber, und deswegen der Themenansatz - in der reinen Sinfonik sofern er dieses dirigiert, mich oft enttäuscht,dort nun vermisse ich oft die selbe Kohärenz. Seine erzählungsweise ist oft Flach oder Fahrig,
und er scheint die Dynamischen Sprünge zu vermissen, oder liest dort in den Partituren welche heraus wo sie so, sicher nicht sind - der Mann - braucht einfach - DIE OPER! was seine Diskographie eigentlich bestätigt....

Ähnlich verhält es sich für Gergiev,
um Kurz herzlich Frau Mart zu grüssen,
der schon 1992 mit Russland und Ludmilla damals begeisterte, weitere Opern zum Erfolg führte
aber sobald nur ein Orchester, besonders in den Letzten Jahre, alleine sich zeigt,
ich nie so richtig damit zufrieden sein kann, was er da aus den Noten liest...
Freundliche Grüße
H.B.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.03.2012 15:32:58 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.03.2012 15:50:04 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
@Herr Mühlemann und @ Herr Brasier,

.....zweifellos gehört viel musikalisches und kompositorisches Können dazu Kammermusik zu schreiben. Dass aber die Oper die schwerste Schöpfung von allen Musik Gattungen ist,leuchtet eigentlich jedem Laien ein.

Dazu braucht es viel mehr als das Talent zum Komponieren. Man muss sich in einen Grafen,eine Zigeunerin,einen Grossinquistor,ein Dienstmädchen usw. hineinversetzen. Ausserdem ist die Partitur für ein vielstimmiges Orchester zu komponieren,das die jeweilige Stimmung und Spannung untermalt und beschreibt. Dazu müssen Arien,Duette,Terzette,Quartette komponiert sein. Schön und harmonisch anhören soll es sich auch!

Insofern ist es nicht zu vergleichen mit der Komposition für vier Instrumente oder fünf einer Kammermusik.

Viele grosse Komponisten schreckten davor zurück eine Oper zuschreiben,-selbst der begnadete Beethoven brachte es lediglich auf eine Oper.

@Herr Brasier,-was das russische Repertoire angeht,ist Gergiev von den heutigen Dirigenten unschlagbar. Möglicherweise kennen Sie Stücke,die sie von früheren Dirigenten gehört haben,die Ihnen besser gefallen,-die eben anders gespielt waren. Hier wollte ich aber nur von seinen Operndirigaten sprechen,da ich die meisten russischen Instrumentalstücke nicht gut genug kenne um sie vergleichen zu können.

Viele Grüsse
I.M.

Veröffentlicht am 07.03.2012 16:07:02 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
Oper und Kammermusik, irgendwie ein müßiger Vergleich, oder? Lyrik oder Bühnenstück, was ist schwieriger? Die knappe, destillierte Form oder das Drama?
Schön und harmonisch klingen muss es um Gottes Willen auch nicht, nehmen Sie allein den Wozzeck, die Soldaten, die Lady Macbeth. Apropos Wozzeck. Da gibt es eine gute Aufnahme mit Abbado, der ja z. B. auch viel Rossini dirigiert hat.

Veröffentlicht am 07.03.2012 17:16:30 GMT+01:00
IP meint:
Ganz toll der Gergiev, nicht? Eins, zwei, drei, Vibrato, eins, zwei, drei, Vibrato... und die Brei, die dabei entsteht... es gab einmal alle Tchaikowsky Sinfonien mit ihm auf Mezzo, ich habe mich ganz verwundert gefragt, ob man sie noch schlechter machen kann.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.03.2012 19:43:08 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Hallo IP,

"Der russische Stil ist emotionaler als der deutsche,-auf andere Art allerdings.
Die Deutschen gehen in die Tiefe,sie sind intensiv,die Russen expressiv und offenherzig."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012 04:15:09 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.04.2012 01:55:31 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012 09:25:42 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
Geschmack, Sie sagen es, Herr Jäger! Ihr Statement klang für mich ein bisschen arg apodiktisch; ich hätte mit Solti wahrscheinlich nie das Attribut akademisch assoziiert. Schon interessant, wie weit die Auffassungen auseinander liegen können. Ich lege Ihnen trotzdem - vielleicht vergebens - seinen Zarathustra aus Chicago aus den 1970ern ans Herz. Ist vergriffen, gibt's aber bestimmt billig auf dem Marktplatz. Bei der Oper, da gehen wir konform. Wagners Ring aus den 1960ern beispielsweise.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012 10:04:43 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.03.2012 10:10:14 GMT+01:00
Was lehrt uns diese Geschichte? Ein guter Operndirigent muss nicht ein ebenso guter Orchesterdirigent sein und umgekehrt. Die Diskussion lässt aber auch die Größe von Karajan vor Augen treten, wonach der oft genug Gescholtene in beiden Metiers Großes leistete (mit einem enormen Repertoire). Sein Name ist mit der Schallplattengeschichte im Bereich der Klassik eng verwurzelt. Bei ihm wäre das undenkbar gewesen, was ich gestern im Wiesbadener Kurier lesen musste: Das Royal Philharmonic Orchestra hatte unter ihrem (ständigen) Gastdirigenten Dirk Joeres in der Alten Oper Ffm ein Konzert gegeben, das vom Publikum freundlich aufgenommen wurde trotz einer scheinbaren Lustlosigkeit (unsaubere Einsätze, schwacher bzw. matter Streicherklang usw.). Als der Dirigent eine Zugabe spielen wollte, wurde dies vom Konzertmeister abgelehnt. Einen solchen Affront habe ich noch nie erlebt. Scheinbar benötigt ein solches Orchester einen musikalischen Dompteur.

Die Oper mag aufgrund erforderlichen Aufwandes ein besonders schwieriges Geschäft sein (sie ist jedenfalls im Bereich des Musiktheaters die anspruchvollste Gattung), indem dramatische wie auch komische oder fröhliche Handlungen mit unterschiedlichem geistigen Gehalt, aber auch einfachen wie komplizierten musikalischen Linien zu einer gemeinsamen Wirkung gebracht werden müssen, die nicht minder kostenträchtig sind. Schauspielerische wie musikalische und choreographische und bühnenbildnerische Mittel gesungener, teils auch gesprochener Texte mit fließendem oder unterbrechendem Charakter bedürfen der Einbettung in das Ganze. Der Dirigent hat zwar letztlich die Gesamtleitung, ist aber auch auf die Arbeit technischen Personals (Regisseur, Chorleiter, Ballettmeister, Beleuchter usw.) angewiesen.

Selbst bei ernsten Opern können die Lachmuskeln auf höchste angespannt werden, etwa wenn bei "Gott, welch Dunkel hier" das Bühnenbild in gleißendes Licht getaucht wird und bei "welch grauenvolle Stille" ein Sandsack auf die Bühne poltert, wie das schon vorgekommen ist und ein Sänger einmal berichtet hat, der am liebsten Sch.....gerufen hätte (Ich bitte die kleine Anekdote zu entschuldigen). Als musikalische Kunstform würde ich die Oper allerdings mitnichten über die Sinfonie stellen wollen, die ein wesentliches anderes Anforderungsprofil hat und nicht zuletzt konzentrischer sein dürfte und für die Vorstellungskraft Aussagen treffen muss, ohne auf die Hilfsmittel der Oper zurückgreifen zu können - von gesungenen Teilen als Ausnahme abgesehen.

Ich habe meine Schwierigkeiten mit Lieblings- und Ranglisten nicht nur in der Kunst, wie mir überhaupt Abstimmungen suspekt sind, die auf ein Daumenrauf- und -runter hinauslaufen. Auch wenn ich mich daher in Schweigen hülle, soweit es sich um persönliche Präferenzen im Sinne von Aufnahmen für die einsame Insel handelt, möchte ich doch Ihr Plädoyer, liebe Frau Mart, im Grundsätzlichen unterstreichen. Soweit es sich um Rameau mit William Christie handelt, gefällt mir außerdem die Aufnahme "Les Indes Galantes" ausgezeichnet. Gefreut hat mich auch Ihr Eintreten für Valery Gergiev, zumal die Produktion russischer Opern mit enormem Aufwand verbunden ist. Über Pique Dame hinaus möchte ich noch folgende Aufnahmen lobend erwähnen: -Moussorgsky: Chowanschtschina / -Prokofiev: Krieg und Frieden / -Rimsky-Korsakov: Sadko / -Borodin: Prinz Igor. Aber wie schon zum Ausdruck gebracht: Meine Lieblingsliste hat keinen Anfang und kein Ende.

Veröffentlicht am 08.03.2012 11:41:03 GMT+01:00
Brasier meint:
Guten Tag, lieber Herr Kaiser,

Nachdem aus ihrer Tastenfeder erneut der besondre
(nicht etwa Schluss) Punkt gesetzt wurde
möchte ich ihnen versichernd zupflichten, meine Präferenzen für die Insel,
jedes Geschlecht der Musikwelt umschlingen, dessen einzelner Inhalt,
im Falle seiner Abstinenz seiner Mitnahme, zu tiefster Traurigkeit, führen würde.
Deswegen würde der Einsame Ort sicher kein winziger Hort sein....

Die Kunstbedürftigkeit zum Seelenausgleich,
alles umfassend ohne Diskriminierung einer Gattung oder Art
sicher zum Elysischen Schluss kommen würde.

Was sie Über Karajan sagen, ist insofern absolut teilbar,
und sollte vorherige Matadoren
in früheren Dirigentenschlachten aufhorchen,
wenn nicht nachdenklich machen,
denn ein so vollkommener Künstler, der nicht nur scheinbar,
alles was er anfasste meist adelte
(ja ich weis - böse Zungen würden jetzt sagen zu Geld machte)
Der nicht nur Musikalische Dramaturg besaß ein feines Gespür für,alles, was er inszenierte
(auch geschickt sich selbst) gleiches wuchs nicht nach, ich wüsste derzeit niemanden
der gleiches in einer Person, Im Konzertsaal, oder im Orchestergraben, wie auf der Bühne....

Aus eigener Erfahrung lege ich meine Präferenzen nur in meinen Korb,
freue mich aber wenn ich andere entdecke
die das gleiche mit sich herumtragen.
Wobei als Antikonformist der Respekt für jeden's Geschmack
und Gefühlen zur Kenntnis genommen werden,
die Diskussion darüber ebenso, regt sie doch zum Nachdenken an.

Deswegen, weil in den letzten Monaten der Partiturenstaub,
Interpretatorisch in der Sinfonik
gebührend abgeklopft wurde,
das eigentlich keiner mehr darüber zu niesen vermag,
endstand ein bisher nur am Rande beschnüffeltes Thema
das noch für manche Überraschung gut sein könnte.

wünsche einen Guten Tag

H.B.

Veröffentlicht am 08.03.2012 12:33:58 GMT+01:00
Peter Rieger meint:
Charles Mackerras. Extrem breites Repertoire, symphonisch wie bei Bühnenwerken, unschätzbar wichtig für die Rezeption der Opern Janaceks, bis ins hohe Alter außerordentlich flexibel, gut für wirklich neue Hörerlebnisse bei den Standards, fleißig, wenig bis kein Rummel.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012 12:47:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.03.2012 12:47:38 GMT+01:00
Brasier meint:
Zu Charles Mackerras,
Habe den Engländer in unterschiedlichen Opernaufführungen seiner Zeit in Der Deutschen
Oper erlebt, besonders ein Verdi Don Carlos, bleibt als eine sehr Lebendige Erinnerung.
Der Maestro hatte dabei Orchester und Bühne perfekt im Griff, besonders die Sängerdarsteller
waren bei ihm sehr gut aufgehoben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012 18:23:05 GMT+01:00
Liebe Frau Mart
Ich respektiere Ihre Replik auf meinen Beitrag sehr, weil er ausschliesslich sachbezogen ist. Trotzdem bleibe ich der Meinung, dass das Komponieren und Spielen eines Streichquartetts genau so schwierig ist, wie das Komponieren einer Oper, und zwar gerade wegen der auf vier Stimmen beschränkten Mittel. Lassen wir das Vergleichen, wie jemand weiter unten schreibt. Schubert schrieb unvergleichliche Kammermusik. Seine Opern sind zwar wunderschön, aber es fehlt ihnen wohl die dramatische Kraft. Nicht jeder Opernkomponist wäre fähig gewesen, ein Streichquartett zu schrieben. Verdi konnte es. Und wie! Zum Glück gibt es Kammermusik und Oper und all die wunderbare "kleine" und "grosse" Musik.

Veröffentlicht am 08.03.2012 18:45:01 GMT+01:00
Brasier meint:
@Mühlemann Beat

Die Kammermusik, die in meiner Sammlung einen wichtigen Platz einnimmt,
ist eigentlich, sie werden es nicht für möglich halten,
mit der Oper in Einklang zu bringen
nemen zie das Septett aus dem Letzten Akt der Rossinischen Oper Aschenputtel
in dem 7 Solisten (Sänger) zusammen einen Kanonmusizieren,
genauso wie in der Petite Messe Solanelle die Solisten auf sich angewiesen sind,
den Dirigenten so wie wir ihn heute kennen, gibt es gerademal
180 jahre.

Vorher um es grob zu sagen, war alles auf sich selbst beschränkt
gab die ersten Geige den Ton an.Wenn nicht der Komponist.
(und hat heute, immer noch einen wichtigen machtvollen
Platz wie doch Herr Kaiser es von dem Konzert erzählte)

Können wir uns so einigen....eigentlich ist jede Musikalische Qualitätsvolle Darbietung
mit dem selben Positiven Stress behaftet der für alle beteiligten nur in Konzentration
zum Erfolg führt?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.03.2012 19:23:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 08.03.2012 20:00:50 GMT+01:00
Isolina Mart meint:
Guten Abend allerseits,lieber Herr Mühlemann,

.....sicher ist mir bewusst,dass eine hervorragende Kammermusik ebenfalls sehr hohe Anforderungen an das Talent eines Komponisten stellt,der das Wesentliche seiner Aussage in komprimierter Form herausstellt. Genau wie ein Buch von 70 Seiten mehr Substanzielles und Zusammengefasstes enthalten kann als eines von 400 Seiten.

Wenn nun unser Herr Brasier schrieb,dass das Schwierigste der Klassik die Oper sei,für die Dirigenten,aber auch zu komponieren,stellte ich mir eine vierstündige Händeloper vor. Aus wievielen Millionen Noten muss so eine Partitur bestehen,wenn alle Stimmen,die des Orchesters,der Sänger und eines mehrstimmigen Chores aufgeschrieben sind!

Deshalb frage ich mich oft,-um bei Händel zu bleiben,-pardon Herr Brasier,nun weiche ich etwas vom Thema ab,-wie es ein einzelner Mensch zeitlich schafft über 127 Opern,dazu Oratorien ud sonstige Kompositionen in seinem Leben selbst zu schreiben? Das ist geradezu unvorstellbar!

Noch in keiner Händel-Biographie habe ich etwas Genaues darüber gefunden.

Von Michelangelo beispielsweise ist bekannt,dass er mitnichten auf bis zur Decke reichenden Gestellen auf dem Rücken liegend die Sixtinische Kapelle ausgemalt hat,sondern seine begabten Schüler,die er sich dazu ausgesucht hatte. Er machte den Entwurf,der im entsprechenden Massstab auf die Mauer und Decke übertragen wurde,-in Quadraten-,-dann ordnete er nur noch die letzten Korrekturen an,was Farbe und Ausdruck betraf.

So,nur auf Kompositionen übertragen, stelle ich mir das auch bei Händel vor! Weiss den einer unserer Teilnehmer etwas Genaueres darüber?

Viele Grüsse
I.M.
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