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Suche "Harte"/"bombastische"/"hymni... Klassikkomponisten


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1-25 von 97 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 18.03.2009 18:37:00 GMT+01:00
J. B. meint:
Hallo!
Erstmal vorweg: Ich habe keine Ahnung von Klassik (normalerweise höre ich Rock, Heavy Metal und Electro) - jetzt fragen sie sich sicher "was will der hier?"
Nun ich habe in erinnerung, dass ich einmal ein Klassisches Stück genossen habe welches unglaublich mächtig war.
Nun suche ich eben solche Musik, kann aber einfach nichts finden - das meisste was ich klassisches zu Ohren bekam war eher so Fest- oder Tanzmusik. Ich will etwas richtig, richtig mächtiges!
(Wagner war es wohl nicht, habe ich schon gehört dass der es sein könnte, aber ist er nicht - zumindest nicht was ich gehört habe...)

über hinweise welcher Komponist das sein könnte wäre ich sehr dankbar!

Veröffentlicht am 18.03.2009 19:41:03 GMT+01:00
Manuel Rivera meint:
Ein paar Tipps ohne längere Überlegung anbei, wobei man sagen muss dass in grade in der wirklich GUTEN 'klassischen' Musik die "Mächtigkeit" oft stellenweise aus einer bestimmten ENTWICKLUNG resultiert und dann nicht notwendigerweise für die volle Länge des Stückes oder auch nicht isoliert gilt.

Strawinsky: Sacre du printemps
Wagner: Gralsritterchöre aus dem "Parsifal"
R. Strauss: Elektra (z. B. instrumentale Stelle beim Auftritt der Klytämnestra oder das Finale)
ders.: Also sprach Zarathustra
Mahler: VIII. Sinfonie, Erster Teil ("Veni, creator spiritus")
Schönberg: Gurrelieder, Zweiter Teil
Berg: Orchesterstücke

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.03.2009 20:14:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.03.2009 20:18:08 GMT+01:00
haydnfan meint:
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Veröffentlicht am 18.03.2009 20:20:16 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.03.2009 20:22:52 GMT+01:00
J. B. meint:
Vielen dank für die tipps

Strawinsky: Sacre du printemps --> bis auf die letzten paar sekunden gar nicht meins
Wagner: Gralsritterchöre aus dem "Parsifal" --> hm nich schlecht aber auch nicht das, was ich suche
R. Strauss: Elektra (z. B. instrumentale Stelle beim Auftritt der Klytämnestra oder das Finale) --> JA! Sowas habe ich gesucht!
ders.: Also sprach Zarathustra --> was auch immer ders. ist - von Strauss hab ich diesen titel gefunden - ich glaube langsam ich habe Strauss gesucht!
Mahler: VIII. Sinfonie, Erster Teil ("Veni, creator spiritus") --> zu viele "ruhige" phasen
Schönberg: Gurrelieder, Zweiter Teil --> naja geht so
Berg: Orchesterstücke --> konnte ich nicht finden

also ich glaube Strauss war der den ich gesucht habe - gibt es ähnliche wie der?

edit: haydnfan: naja 24 stunden am stück die nationalhymne... ne danke und einen herrn M.P.S. kenne ich nicht

Veröffentlicht am 18.03.2009 22:47:54 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.03.2009 22:49:35 GMT+01:00
Sabs B meint:
Hallo
Ich bin kein großer Experte, aber ich mag auch "bombastische" Klassik oder Orchestermusik! (Das ist ja nicht immer Klassik) Falls Du auch Orchestermusik oder Musik mit klassischen Instrumenten suchst, hier:
Mein Liebling ist Hall of The Mountain King von Edward Grieg. Es gibt auch eine genaile Version von Apocalyptica. Falls Du Apocalytica nicht kennst, die spielen meistens Metal auf Cello (z.B. Enter Sandman von Metalica).
Carl Orff: Carmina Burana - O Fortuna
Vivaldi Sommer - III Presto
Bach: Toccata und Fuge

Veröffentlicht am 18.03.2009 23:17:53 GMT+01:00
Hallo,
wie wärs mit Gustav Holsts Planeten, insbesondere der 1. Satz (Mars, der Kriegsbringer), Ottorino Resphigi (Römische Pinien, 4. Satz; Römische Feste, 1. + 4. Satz) oder mal was ganz anderes: sinfonische Filmmusik von John Williams (Star Wars) oder Bernard Herrmann (Der Mann, der zuviel wusste; Der unsichtbare Dritte). Ein weiterer Tipp ist die CD "Earquake-The loudest classical" mit verschiedenen "Krachern" der klassischen Musik, eingespielt vom Helsinki Philharmonic Orchestra, Leitung Leif Segerstam (Ondine), die auch bei amazon erhältlich ist.

Veröffentlicht am 19.03.2009 01:03:25 GMT+01:00
ziegenpeter meint:
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Veröffentlicht am 19.03.2009 11:14:20 GMT+01:00
Manuel Rivera meint:
Lieber J. Breithaupt:

mit Strauss (von dem der "Zarathustra natürlich stammt; "ders." meint: derselbe) sind Sie also fündig geworden, schön. Allerdings möchte ich Ihnen/Dir auch den Tipp geben, bei diesen bestimmten Stellen vielleicht nicht stehen zu bleiben sondern zu versuchen zu hören, wie das "Eruptive" auch immer wieder aus bestimmten Logiken (bei den Opern oft aus der textlich fixierten Situation) RESULTIERT - diese Art, Entwicklungen zu hören, führt nämlich näher an die klassische Musik überhaupt heran. Strauss ist ein atypisches Beispiel insofern, als sich bei ihm (ähnlich und doch natürlich ganz anders als bei dem hier genannten Varèse) oft weniger was entwickelt als einfach "zufallsmäßig" und als Überraschungskalkül herbeigezaubert wird. Und trotzdem: hören Sie mal z. B. in die (insgesamt gar nicht in Ihr Konzept passende, da kammerorchestral besetzte und sehr sehr fein ziselierte) "Ariadne auf Naxos" rein, da gibt es in all dem sanf-säuselnd-nuancierten Spiel der Oper eine Stelle, bei der ersten Begegnung von Ariadne und Bacchus, wo dieses 36-Mann-Orchester geradezu "unerhört" auf-rauscht, mit einem fast brutalen Gestus wie bei einem afrikanischen Kult (Tamburin!) --> wenn man versteht, WARUM das an DIESER Stelle passiert, dann hat man denke ich einen guten Zugang gefunden was "Wildheit" und "Mächtigkeit" in der klassischen Musik zu sagen haben und was eben auch nicht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2009 11:30:58 GMT+01:00
warum holst`s "mars" aus den "planeten" "dumme kriegsmusik" sein soll möchte ich mal bitte erklärt haben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2009 11:51:02 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.03.2009 12:09:24 GMT+01:00
Lieber Armin Dilchert,

machen Sie sich nichts daraus ("dumme Kriegsmusik"). Im Forum gibt es leider/Gott sei Dank Leute, die durch besonders pointierte Formulierungen Eindruck/Gelächter/Kopfschütteln erzeugen wollen/müssen.
Nur nebenbei: Die "Planeten" von Holst sind ganz großartig, naürlich auch die Kriegsgott-Musik zum "Mars"!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2009 12:39:20 GMT+01:00
Hallo Herr Gumpert,
ich bin ganz Ihrer Meinung. Nach dem Motto: "Nicht aufregen, nur wundern...."

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2009 13:35:43 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 24.03.2009 09:10:50 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.03.2009 22:16:03 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.03.2009 22:19:25 GMT+01:00
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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2009 01:42:18 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.03.2009 01:59:36 GMT+01:00
ziegenpeter meint:
lieber armin, gerne erklär ich das. war eher ein wortwitz, da in deinem beitrag mars der kriegsbringer u star wars vorgekommen sind. so wollte ich eben die "planeten" der - auf ganz andere weise - lauten u beeindruckenden musik von varese gegenüberstellen, den find ich spannender als holst u gar nicht schwieriger.
ich muß gestehen, ich bin voreingenommen - schätze laute wilde musik durchaus bin aber skeptisch gegenüber bombastik. aber es hat wohl alles seine berechtigung. ja, gegenüberstellung. es lebe der unterschied!
(und... etwas humor u pointierte formulierungen machen die diskussion ja spannend... nicht?)

Veröffentlicht am 20.03.2009 02:20:56 GMT+01:00
ziegenpeter meint:
lieber j breithaupt,
auf anregung von kollegen diesmal ein etwas ernsthafterer beitrag ;-)
1. wenn du's heftig rhythmisch u etwas schräg willst, empfehl ich dir nach wie vor edgard varese. das ist wirklich harte musik. ein anderer machtvoller hymnischer moderner komponist ist olivier messiaen, obwohl da auch viele ruhig-stimmungsvolle stellen vorkommen.
2. du könntest's aber auch mit prunkvoller barockmusik versuchen, etwa johann sebastian bachs 3. u 4. orchestersuiten mit schallendem trompetenklang, manchmal spritzig, manchmal hymnisch visionär (vor händels feuerwerksmusik würd ich dich warnen, die ist viel weniger spannend)
3. oder noch prachtvoller ist eine sehr günstige cd, die heinrich ignaz bibers "litaniae de sancto josepho" und georg muffats "missa in labore requies" enthält. das ist spirituelle musik mit toller klangentfaltung von vielen trompeten und posaunen, fast durchgehend laut und prunkvoll. du wirst erstaunt sein!
4. beethovens siebente, seine wohl wildeste symphonie könnte dir auch gefallen. und auch der beginn von liszts erstaunlicher dante-symphonie (aber eben nur der beginn)
diese vorachläge klingen sicher etwas anders als richard strauss, aber vielleicht gefällt's dir. die klassik ist ein feld in dem es viel viel zu entdecken gibt. seit 20 jahren ist mir dabei nicht langweilig geworden. viel spaß!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2009 05:49:55 GMT+01:00
hallo,
ist ja alles schön und gut und gegen humorvolle und pointierte Formulierungen habe ich auch nichts aber ich reagiere allergisch auf solche Äusserungen wie "das finde ich dumm....." klar man muss nicht alles mögen und gut finden nur habe ich mir angewöhnt, dann lieber den mund zu halten, um nicht anderen, denen das betreffende werk gefällt, mit einer leichtfertigen Äusserung vor den Kopf zu stoßen.
Im übrigen finde ich die Gegenüberstellung von Holst und Varese so sinnvoll wie den Vergleich von Äpfeln und Birnen.
Um mal bei Holst zu bleiben, er hat auch anderes als "Die Planeten" geschrieben. Empfehlenswert ist die Doppel-CD mit dem LSO Chorus und Orchestra mit Richard Hickox (Chandos), die u. a. die Kantate "The Cloud Messenger" enthält. Dieses Werk oder "The mystic trumpeter", ebenfalls von Holst (erschienen z. b. auf Naxos mit dem Royal Scottish National Orchestra unter David Lloyd-Jones), sind meiner Meinung Musterbeispiele für hymnische, teilweise ekstatische und vitale Musik.
Andere Beispiele für "harte" Musik wären Serge Prokofievs "Skythische Suite" (z. B. Chicago Symphony Orchestra, C. Abbado, DG) oder Alexander Mossolovs "Eisengiesserei" (+ Varese "Arcana", Prokofievs 3. Sinfonie; Royal Concertgebouw, R. Chailly, Decca)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.03.2009 13:06:20 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.03.2009 13:13:45 GMT+01:00
Eusebius meint:
Holsts Orchestersatz "Mars, the bringer of war" als "dumm" zu bezeichnen, ist vollkommen unangebracht und unzutreffend. Wer möchte auf diese Weise wohl behaupten, Holst würde mit seiner Musik den Krieg verherrlichen wollen, worauf diese Fehldeutung schliessen lässt? Absicht seiner Komposition "The Planets" war die musikalische Darstellung einer Auswahl von Planeten und ihrer mythischen Bedeutung. Wenn Holst bei der Darstellung des "Mars" ein klanggewaltiges Tongemälde kriegerischen Aufmarsches gelungen ist, so wollte er seinerzeit kurz vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs eher vor den technisch hochentwickelten militärischen Auseinandersetzungen, die in der Tat in verheerendem Maße stattgefunden haben, warnen. Aus heutiger Sicht wird diese Schlacht der Blechbläser gern zu Demonstrationszwecken für gute Lautsprecher verwendet, vor etwa hundert Jahren empfand man dieses Orchesterstück im Konzertsaal jedoch als äusserst beängstigend und bedrückend. Daher ist die abwertende Position bezüglich dieser absolut treffend dargestellten Musik nur als eine Verkennung der musikgeschichtlichen Zusammenhänge zu sehen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.03.2009 12:48:07 GMT+01:00
Karsten Meyer meint:
Also bombastische Klassikkompositionen, da fällt mir "Das große Tor von Kiew" aus "Bilder einer Ausstellung" von modest Mussorgsky ein. "Eine Nacht auf dem Kahlen Berge", auch von Mussorgsky, empfinde ich ebenfalls als bombastisch. Oder wie wäre es mit dem "Zauberlehrling" von Paul Dukas? Der beginnt zwar leise, steigert sich dan aber hoch.
Ach ja, von Gustav Holst "Die Planeten", und daraus das Stück "Mars".
Zuletzt noch "In dem Hallen des Trollkönigs" aus den "Peer Gynt-Suiten". Auch das beginnt leise, wird dann relativ schnell laut.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.03.2009 12:49:28 GMT+01:00
Karsten Meyer meint:
Stimmt, die Fortuna aus der Carmina Burana ist schon ziemlich heftig!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.03.2009 16:53:17 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 22.03.2009 13:30:38 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.03.2009 22:41:35 GMT+01:00
Jaydee meint:
Habe mit großem Interesse Ihre Beiträge gelesen und wundere mich, dass bisher keiner die Werke von Schostakowitsch empfohlen hat. Speziell das 2. Cellokonzert könnte Ihnen als Rock/Heavy Metal gefallen

Veröffentlicht am 22.03.2009 00:57:10 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 22.03.2009 13:14:52 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 22.03.2009 03:26:50 GMT+01:00
Rivi meint:
Hola, Bruder im Geiste!

Bomastisch/machtig etc. klingt fuer mich nach Tonmalerei, also z.B. Dvoraks Symphonien (besonders 8 und 9) und Tondichtungen (dirigiert von Harnoncourt), Smetana "Ma Vlast", Tchaikovsky "Pathetique", aber auch die Beethoven-Symphonien 3-9.

Muss man laut hoeren, dann kann man aber auch durchaus Schweissausbrueche dabei haben.....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.03.2009 04:01:23 GMT+01:00
Hallo,
stimmt in Schostakowitschs Werken finden sich auch zahlreiche Beispiele für "harte, bombastische oder auch hymnische" Musiken: Balletsuiten zu "Der Bolzen" und "Das goldene Zeitalter", die expressive 4. Sinfonie oder die beiden sog. "Kriegssinfonien" Nr. 7 + 8 (ach herrje: schon wieder "Kriegsmusik"...).
Ein weiteres Beispiel ist Witold Lutoslawskis "Konzert für Orchester" und von Leos Janaceck die "Sinfonietta" und "Taras Bulba".
Oder auch von John Adams z. B. "Short ride in a fast machine" und "Lollapalooza" usw........

Veröffentlicht am 22.03.2009 10:24:49 GMT+01:00
Wi wär's mit Hanns Eisler's ANTI-Kriegsmusik: Deutsche Symphonie? Man kann bombastisch sein ohne platt zu werden.
Alles Gute,
C.J.
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