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Zitierfähigkeit von Kindle E-Books


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1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 15.02.2012 23:04:04 GMT+01:00
JR meint:
Mir ist klar, dass das Thema in dem Forum schon mehrfach behandelt wurde und habe die entsprechenden Beiträge auch gelesen, würde aber trotzdem gerne nochmal nachfragen:
Wer mit einem Buch wissenschaftlich arbeitet, muss es zitieren können, und dafür braucht es feste Seitenzahlen, ohne wenn und aber. Was teilweise im Forum zu lesen war, dass es angesichts verschiedener Ausgaben bestimmter Bücher ohnehin keinen Sinn habe, auf Seitenzahlen zu bestehen, ist nicht richtig: Man zitiert dann eben unter Angabe von Ausgabe und Auflage. (Bei den meisten Fachbüchern taucht dieses Problem auch gar nicht auf.)
Nun schreibt Amazon in der Produktbeschreibung:
"Durch Seitenzahlenangaben können Sie leichter auf gelesene Passagen Bezug nehmen und aus einem Buch zitieren oder ein Buch mit anderen in einem Buchclub oder im Unterricht besprechen. Mittels des Computing Fabric von Amazon Web Services wurden Algorithmen erstellt, die bestimmte Stellen eines Kindle-Buches den entsprechenden Abschnitten eines gedruckten Buches zuordnen, um die tatsächliche Seitenzahl des gedruckten Buches zu ermitteln, die angezeigt werden soll."
Hat schon jemand Erfahrungen mit diesem Tool? Wenn es tatsächlich so ist, dass man sich zu jedem Kindle-Book ohne größere Schwierigkeiten die Seitenzahlen der entsprechenden gedruckten Ausgabe anzeigen lassen kann (wenn es eine gibt), sind die Kindle-Books für mich benutzbar und ich kaufe mir so ein Ding. Wenn nicht, nicht.

Veröffentlicht am 16.02.2012 06:52:17 GMT+01:00
Garfield67 meint:
Du mußt schon alles Relevante zitieren :-)

"...In mehreren Zehntausend der beliebtesten Kindle-Bücher lassen sich die Seitenzahlen einblenden, unter anderem in den 100 Bestsellern des Kindle-Shops, von denen entsprechende Druckausgaben vorliegen. Angezeigt werden die Seitenzahlen nur dann, wenn die Menü-Taste gedrückt wird."

Das heisst, dass es kein Tool ist (Computing Fabric ist ja nur der allgemeine Begriff a la Cloud computing) sondern das die Seitenzahlen mit Hilfe dieses Algorythmus berechnet werden. Ob dann die Seitenzahlen angezeigt werden oder "nur" die Locations, muß das Buch unterstützen - oder man muß die Option beim Upload aktivieren - keine Ahnung.

Auf alle Fälle hast Du als Leser damit nichts zu tun :-(

Veröffentlicht am 16.02.2012 07:23:03 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 20.02.2014 11:24:01 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 16.02.2012 13:26:23 GMT+01:00
JR meint:
@Garfield: Vielen Dank, ich habe diese Rede von "Computing Fabric" falsch interpretiert. Ich kann da also gar nichts machen, und wahrscheinlich wird amazon nach und nach, von oben nach unten in der Bücher-Beliebtheitsskala, Seitenzahlen mithilfe dieses Algorithmus nachliefern, weil das ja nun schon einige Leute gewünscht haben. Ich warte dann erstmal ab. Auch das Problem, was in dem Forum früher aufkam, dass angeblich einige Buchklassiker arg gekürzt sind, ohne dass das deutlich gemacht wurde, hat mit den fehlenden Seitenzahlen zu tun. Sonst würde so etwas viel leichter auffallen.
@Helmut: Okay, sehe ich im Prinzip ein. Das wäre dann nur eine Frage der allgemeinen Akzeptanz dieser Form der Zitation, die im Moment noch nicht gegeben ist. Es gibt aber jedenfalls keinen Grund, die Standardform des Zitierens durch Weglassen von Seitenzahlen unmöglich zu machen. Mehrere Ausgaben oder Auflagen sorgen immer für Ärger beim Zitieren, weil man sich dann halt genau die bestimmte besorgen muss, um ein Zitat nachzuprüfen, und das Problem hätte man dann grundsätzlich bei allen Büchern, die parallel als Print-Ausgabe und e-Book erscheinen.

Veröffentlicht am 16.02.2012 13:48:30 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 20.02.2014 11:23:17 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 23.12.2012 02:57:54 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.12.2012 02:59:03 GMT+01:00
AMV meint:
Das bisher Gesagte berücksichtigt ein weiteres Problemfeld nicht, dass es bei Büchern nicht gibt:

Amazon nimmt nachträglich via DRM ein Buch zurück.

Dies könnte beispielsweise bedingt sein, durch fehlende Rechte von Amazon, ein Buch auf dem Kindle zu veröffentlichen.

Dadurch entstehen zwei Probleme:
1. Das Buch kann von einem Dritten (z. B.: Prüfer) nicht mehr herunter geladen werden und die zitierte Stelle nicht mehr gefunden werden.
2. der Autor einer wissenschaftlichen Arbeit kann selbst nicht mehr nachweisen, dass er diese Quelle tatsächlich benutzt hat, da die Kindle-Ausgabe des Buchs auf seinem Computer gelöscht wird.

Daher sind Kindle-Ausgaben (wie auch alle anderen durch DRM geschützte Dateien) grundsätzlich nicht zitierfähig.

Allerdings wird sich in Zukunft auch die Wissenschaft diesen Formaten nochmals befassen müssen, und Zitierregeln erstellen müssen, da Bibliotheken vor allen Dingen neu erscheinende Literatur ebenfalls nur über Lizenzen elektronisch erwerben. Das Nachweisproblem muss dann in irgendeiner Form gelöst werden.

Veröffentlicht am 23.12.2012 08:45:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.12.2012 08:54:26 GMT+01:00
Grummel meint:
2. der Autor einer wissenschaftlichen Arbeit kann selbst nicht mehr nachweisen, dass er diese Quelle tatsächlich benutzt hat, da die Kindle-Ausgabe des Buchs auf seinem Computer gelöscht wird.

Woher hast du denn dies rausgekramt? Jetzt kommt bestimmt wieder die Sache, die Amazon einmal zu Beginn gemacht hat und die längst überholt ist. Außerdem kann Amazon auf meinem Computer nix löschen... Absoluter quatsch

Veröffentlicht am 23.12.2012 08:53:06 GMT+01:00
Grummel meint:
Und bevor solch ein Schwachsinn weiter verbreitet wird, hier mal die Infos aus 2009, auch selber bei Heise nachzulesen:

Beitrag vom 18.7.2009!!!
Amazon löschte ausgerechnet die beiden Orwell-Romane "1984" und "Animal Farm".

Amazon hat gestern legal erworbene eBooks von den Kindle-Geräten seiner Kunden gelöscht. Betroffen waren ausgerechnet die Romane "1984" und "Animal Farm" des britischen Schriftstellers George Orwell.
Wie Amazon gegenüber der New York Times erklärte, seien die Bücher von einer Firma namens MobileReference in den Kindle-Store eingestellt worden, die die dazu nötigen Rechte nicht besaß; Amazon habe auf Hinweis des tatsächlichen Rechteinhabers Houghton Mifflin Harcourt gehandelt und die Synchronisierungsfunktion des Kindle zum Löschen der verkauften Bücher genutzt. Die Kunden haben den Kaufpreis zurückerstattet bekommen.

Offenbar hat der E-Commerce-Riese schnell begriffen, dass er einen PR-GAU gelandet hat; gegenüber der NYT beteuerte ein Amazon-Sprecher, dass man künftig auf solche Löschungen verzichten werde. Amazon vermarktet eBooks als moderne Entsprechung von gedruckten Büchern, die sich nur durch das Trägermedium unterscheiden – schließlich würde ein Händler auch nicht die verkauften Exemplare eines illegal hergestellten Buches wieder einsammeln. Die Käufer reagierten erstaunt und wütend, Blogger mit hämischen Kommentaren. Ob Amazon überhaupt das Recht hatte, die illegal angebotenen eBooks nachträglich zu löschen, ist umstritten – schließlich gewähren die Kindle-AGB ein dauerhaftes Nutzungsrecht.
Auch Apple hat bei seinem iPhone-AppStore die Möglichkeit, installierte Anwendungen nachträglich zu löschen, hat davon aber offenbar trotz mancher umstrittener Anwendung noch nie Gebrauch gemacht. Amazon musste schon öfter illegal in Umlauf geratene eBook-Versionen von Büchern (etwa aus der "Harry Potter"-Reihe) aus dem Kindle-Store entfernen, doch ob die bereits verkauften Exemplare dabei gelöscht wurden, ist unklar. Kindle-Anwender haben die Möglichkeit, ihre gekauften Bücher mit dem PC zu synchronisieren und damit dem Zugriff von Amazon zu entziehen. Eine legale Version von "1984" ist im Kindle-Store verfügbar, nicht aber von "Animal Farm". (Herbert Braun) / (heb)

Veröffentlicht am 23.12.2012 09:00:51 GMT+01:00
Grummel meint:
Und damit das nicht überlesen wird, nochmal im extra Beitrag:

Kindle-Anwender haben die Möglichkeit, ihre gekauften Bücher mit dem PC zu synchronisieren und damit dem Zugriff von Amazon zu entziehen.
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Erster Beitrag:  15.02.2012
Jüngster Beitrag:  23.12.2012

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