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Was sollte man von einem E-Buch unter 1 ¤ erwarten ?


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1-12 von 12 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 19.06.2012 09:26:05 GMT+02:00
Mir ist zum wiederholten Male aufgefallen, dass sich ein Rezensent über
die Länge des E-Buches negativ äußerte, dass z.B. nur 10 Kapitel eines Romanes in Teil 1 zu 0,99¤ zu lesen sind, oder dass es nur eine Geschichte ist, die in einer halben Stunde ausgelesen war.
Ist 0,99¤ für eine halbe Stunde Unterhaltung zu viel gezahlt?
Ich mag die billigen Stücke bei mir unbekannten Autoren gern kaufen um zu schauen, ob dessen Art zu erzählen mir Lesevergnügen bereiten kann. Ganze Geschichten sind aussagefähiger als der kurze Blick ins Buch, der informiert mich eigentlich nur darüber, ob der Autorin, der Autor über die Fähigkeit verfügt, Rechtschreibung und Grammatik annähernd normgerecht zu verwenden .

Veröffentlicht am 19.06.2012 09:38:38 GMT+02:00
O. Engelke meint:
Moin,
wer sich darüber aufregt, sollte einfach vorher schauen, um wieviele Seiten es geht, das wird ja immer häufiger angezeigt. Ich für meinen Teil lade mir Kurzgeschichten nicht mal herunter, wenn sie gratis angeboten werden, andere wiederum stehen vor allem auf solche.
Ärgerlicher finde ich es eigentlich nur, wenn irgendwas zum Anfüttern angeboten wird, das auch noch interessant genug ist, dass man die Fortsetzung kaufen würde, diese aber auf absehbare Zeit nicht angeboten wird. Oder wenn die Preise der Folgebände exorbitant aus dem Ruder laufen.

Veröffentlicht am 19.06.2012 09:43:51 GMT+02:00
Femme meint:
Ich mag Kurzgeschichten auch nur in Ausnahmefällen, ich mag eigentlich eher dicke Schmöker

Am Anfang (als mein Kindle noch neu war) hab ich auch sehr viele günstige bis kostenlose Bücher neuer Autoren runtergeladen. Und mich dann leider zu oft über die Zeit geärgert, die ich für solche Bücher "verschwendet" hatte.

Jetzt schaue ich weitaus weniger auf den Preis und kauf mir lieber ein etwas teureres (und umfangreicheres) Buch mit entsprechend guten Rezensionen. Ist zwar auch keine Garantie, dass es auch für mich "gut" ist, aber die Wahrscheinlichkeit ist höher ;-)

Veröffentlicht am 19.06.2012 09:57:46 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.06.2012 10:25:11 GMT+02:00
Robert meint:
@Femme -

genau zu diesem Ergebnis bin ich auch gekommen, wobei es bei den kostenlosen Kurzgeschichte auch Treffer gibt, aber die sind selten.

Veröffentlicht am 19.06.2012 10:11:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.06.2012 10:20:05 GMT+02:00
Rezi-Tante meint:
Ich bin ein ausgesprochener Kurzgeschichten- und Novellenliebhaber. Kurzgeschichten, also gute, berühren mich, wenn sie mich berühren, stärker als Romane, die mich berühren und steigen mir dadurch auch öfter als Erinnerung wieder auf. Da ist irgendwie alles "auf den Punkt" gebracht, die Sprache ist präziser und der Autor legt in den geschilderten Augenblick weit mehr als diesen, nämlich das Gestern, Heute und auch das Morgen des Protagonisten.
Borchert : Draußen vor der Tür - grandios; oder Peter Bichsel: Ein Tisch ist ein Tisch - macht mich sprachlos vor Bewunderung. Nicht zu vergessen Poe, E.T.A. Hoffmann ect.

Was erwarte ich von einem E-Buch bis 1¤?

Dass der Autor etwas erzählen wollte; dass mir das Erzählte nicht weh tut; also etwas Stil hat und R+G passen; dass ich wenigstens eine Pausenzeit damit unterhalten werde, damit sich das Runterladen überhaupt gelohnt hat.
Wenn ich für ein "richtiges" Buch 10 ¤ bezahlen würde, sollte das also ein zehntel eines solchen Buches sein.
Ich hab hier bei den unbekannten Autoren durchaus Gutes gefunden und gern gelesen. Anfangs hatte ich Mitleid mit denen, die sich als Autor berufen fühlten und Schlechtgemachtes einstellten und habe sie nicht zensiert. Doch das falsche Mitleid schadet den guten Autoren, weil somit gleich das Stigma auf alle fällt.

Veröffentlicht am 19.06.2012 10:18:27 GMT+02:00
Breumel meint:
Wenn ich für 3 ¤ ein Taschenbuch-dickes EBook bekomme, daß auch noch gut ist, erwarte ich für 0,99¤ auch mehr als 10 Seiten. Es gibt diverse EBooks im 3¤ Bereich, die mir gefallen haben, und ab und zu kaufe ich den Kindle Deal des Tages für 0,99¤ und habe ein ganzes Buch. Warum sollte ich also für 16 Seiten genauso viel ausgeben?

Abgesehen davon - ich bin auch kein Fan von Kurzgeschichten, ich möchte mindestens einen Abend lang beschäftigt sein. Ich möchte die Hauptpersonen kennenlernen, nicht nur eine Momentaufnahme ihres Lebens.

Veröffentlicht am 19.06.2012 12:17:46 GMT+02:00
ElaHü meint:
Ich bin ein ausgesprochener Krimiliebhaber. Kurzkrimi sind aber überhaupt nicht nach meines Geschmack, weil da nur wenig Facetten ausgeleuchtet werden und der Leser auf direktem Weg zur Lösung geführt wird.
Einmal habe ich einen Krimi für 3 ¤ von einer noch nicht so bekannten Autorin gekauft, der gar nicht schlecht geschrieben war, aber nur 64 Seiten hatten. Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen, bevor ich 3 solcher Krimis zu je 3 ¤ kaufen, nehme ich lieber einen 300 Seiten langen von einem bekannten Autoren für 9 ¤.

Veröffentlicht am 19.06.2012 14:05:17 GMT+02:00
Primel meint:
Wir sind doch alle in der Lage nachzusehen, wie umfangreich ein Buch ist. Mit der Zeit bekommt man schon anhand der Dateigröße einen guten Anhaltspunkt. Ich habe schon kostenlose oder seht günstige Bücher gehabt, die ganz nett waren. Allerdings waren auch einige sehr schlechte dabei. Da wimmelte es von Rechtschreibfehlern, es fehlten ganze Wörter oder die Namen waren falsch zugeordnet. Schlecht oder gar nicht lektoriert.

Grundsätzlich bin ich der Ansicht, das die guten Bücher als Kindl-Ausgabe zu teuer sind. Sie müssten rund 20 % günstiger sein; und dürfen auf gar keinen Fall mehr als die Taschenbuch ausgabe kosten.

Veröffentlicht am 19.06.2012 14:29:31 GMT+02:00
Ich_aus_Bonn meint:
Nichts - erwarte ich!
Und leider werden diese dann auch zumeist so erfüllt. Schlechte Rechtschreibung, von Ausdruck und Grammatik mal garnicht zu reden. Meine Deutschlehrerin hätte mir mehr als 80% dieser angeblichen Literatur um die Ohren gehauen und es als nicht lesbar deklariert.
Und ob das nun ein angeblich bekannter Schriftsteller (kurz: AB) von dem selbst oder seinen 35 (Schätzung) Synonymen fast jedes zweite Billigbuch ist, oder ein völlig unbekannter Schreiberling der sich nur mal ausprobieren will, ist, es ist in der Regel schade für jede Minute die man daran verschwendet.
Nicht umsonst haben zu Vor-Ebook-Zeiten, solche Leute keinen Verlag gefunden, da jeder Verlag gewinnoptimiert arbeiten sollte. Und Bücher die sich nicht verkaufen brauchte man auch garnicht erst zu drucken, da wäre jeder Baum für schade gewesen, den man da hätte fällen müssen.

Fazit:
Jeder der solche Bücher herunterlädt sollte sich hinterher nicht aufregen.
Und ansonsten empfehle ich es einmal mit dem umgewandelten Werbespruch: "Geiz ist nicht immer geil!", sondern manchmal ganz schön doof. Wer gute Literatur, die auch ordentlich lektoriert wurde, lesen will, muss halt ein paar Euros in die Hand nehmen. Dafür lohnt sich dann auch meist das lesen.

Veröffentlicht am 19.06.2012 14:31:39 GMT+02:00
ElaHü meint:
Du hast vollkommen recht, Primel. Aber ich hatte vergessen nachzuschauen, wie umfangreich das eBook ist. Jedenfalls habe ich daraus gelernt, dass ein eBook, was günstig erscheint, nicht unbedingt wirklich günstig ist (64 Seiten für 3 ¤ versus 300 Seiten für 9 ¤ vom Bestsellerautoren)

Veröffentlicht am 19.06.2012 14:49:29 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.06.2012 14:54:09 GMT+02:00
Robert meint:
Ich rate immer wieder dazu vor dem Kauf einen Blick in die Leseprobe zu werfen, um nicht alle E-Books über einen Kamm zu scheren (was ja hier auch niemand tut).

Da weiß man dann als erfahrener Leser ziemlich schnell, ob das Buch gefällt oder nicht, und wenn ich in der Leseprobe riesige Abstände wzischen den Dialogen sehe, zwei Kommafehler im ersten Satz und "SIe badete Ihr Kind" - dann ruckzuck auf zum nächsten Buch.

Bei Amazon-USA gibt es seit einiger Zeit eine Sonderabteilung mit lesenswerten E-Books, die gewisse Kriterien erfüllt haben. Vielleicht kommt das auch bald zu uns, dann fällt die Auswahl bei selbst verlegten E-Books leichter.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.06.2012 16:41:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.06.2012 16:42:01 GMT+02:00
O. Engelke meint:
Stimmt, die "Werke" von diesem AB nehme ich inzwischen nicht mal mehr geschenkt. Ist wirklich verschwendete Zeit.
Andererseits gibt es auch wirklich lesenswerte Bücher im Preiswert-Bereich, wo das Handwerkliche und der Inhalt weitgehend stimmig sind.
Einzelne Fehler passieren immer mal, als Mitautor mehrerer IT-Bücher weiss ich das nur zu gut. Das Auge liest, was es lesen will, und nicht, was da wirklich steht, insbesondere beim eigenen Geschreibsel. Allerdings sprangen die Fehler einem erst beim gedruckten Werk richtig ins Auge, und das tat weh. Beim E-Book ließe sich sowas mit etwas gutem Willen korrigieren, vorausgesetzt, der Autor ist dazu fähig.
Viele Grüße
Olaf
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Beiträge insgesamt:  12
Erster Beitrag:  19.06.2012
Jüngster Beitrag:  19.06.2012

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