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Bridge-Kamera für Einsteiger (ca. 200€)


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.06.2014 14:43:52 GMT+02:00
Shay meint:
Hallo ihr Lieben,

nachdem ich mich in den letzten Tagen durch das komplette Internet gegooglet, gefühlte eintausend Testberichte gelesen habe und mich immer noch nicht wirklich schlauer fühle, dachte ich, ich probiere es mal hier. Vielleicht kann mir ja jemand helfen.

Und zwar bin ich auf der Suche nach einer nicht zu teuren Bridge-Kamera für Anfänger. Bisher fotografiere ich mit einer uralten (2005 gekauften) Kompaktkamera von Kodak und bin an sich auch zufrieden, aber so ganz langsam gibt sie einfach ihren Geist auf. Ich brauche also etwas Neues und da ist es natürlich gut, sich gleich mal zu verbessern. Da ich jedoch für eine DSLR weder das Geld noch das Talent/die Geduld/die Kenntnisse habe, dachte ich mir, dass ein Mix aus automatischen und manuellen Funktionen für den Anfang eine gute Lösung wäre.

Ich benutze meine Kamera hauptsächlich für Produkt- bzw. Blog-Fotografie, manchmal für Natur-Aufnahmen oder Schnappschüsse. Die neue Cam muss also demnach keinen tausendfachen Zoom haben, ein guter Makro-Modus und vernünftige Aufnahmen bei Zimmerlicht (auch wenn ich oftmals mit Tageslichtlampe arbeite) wären wesentlich praktischer. Ich will keine Profi-Karriere starten, sondern möchte einfach gute "normale" Fotos schießen können.

Das Problem: ich habe eigentlich kein Geld über. Ich habe mittlerweile gelesen, dass es ganz gute Bridge-Kameras für unter 200¤ geben soll, aber die Testberichte, die ich zu den verschiedenen Exemplaren gelesen habe, waren sich nie wirklich einig ;-)

Deshalb: kann mir hier jemand etwas empfehlen, was für mich Einsteiger ausreicht und mich nicht in den Ruin treibt? Ich danke euch für jeden Tipp und Hinweis!

Viele Grüße
Saskia

Veröffentlicht am 05.07.2014 21:25:28 GMT+02:00
noels meint:
Hallo Saskia,
schade, daß sich noch keiner eine Antwort für Dich abgerungen hat. Ich hoffe, Du schaust hier noch mal rein ;-)
Das Problem der aktuellen Bridge- Cams liegt in der hohen MP- Zahl bei den kleinen Sensoren. Gerade Aufnahmen innen und ohne "Fotolicht" kann man damit praktisch vergessen.
Früher hatte ich eine Canon A610 mit 6 MP Auflösung. Damit war ich zufrieden. Als ich sie vor 2 Jahren durch eine neue Canon mit 12 MP ersetzte, bekam ich einen Schock: Alle Bilder, außer bei schönem Wetter draußen, waren völlig verrauscht. Das kannte ich mit der alten A610 nicht. Meine Frau machte mit einer Panasonic Lumix die gleiche Erfahrung. Woran liegt das?
Ausgang für die Sensoren ist das klassische Kleinbildformat von ca. 35 x 25 mm. APSC- Sensoren gängiger DSLR und System- Kameras haben etwa 2/3 dieser Abmessungen (Cropfaktor =1,5). Der Sensor der von Dir gesuchten Cams haben nur etwa die Größe von 1/10 des Kleinbildformats. Wenn man nun darauf ebenfalls 12 - 20 Mio Pixel unterbringt passiert folgendes (stark vereinfacht): Die einzelnen Lichtsensoren sind extrem klein und dicht gepackt. Die Signaltrennung ist extrem schwer. Bei einer Lichtempfindlichkeit von ISO 100, also draußen bei schönem Wetter, geht das noch. Will man nun drinnen und ohne Blitz knipsen, muß man den ISO- Wert erhöhen. Das bedeutet aber nicht, daß die Lichtempfindlichkeit der Sensoren steigt - das geht nicht. Dafür werden die Signale verstärkt, damit aber leider eben auch die Störsignale und die Signalüberläufe zum Nachbar- Lichtsensor. Die Folge sind stark rauschende Bilder. Die JEPEG- Engine in der Cam versucht, das zu reduzieren. Mit dem Entrauschen gehen dann aber die Details im Bild verloren. Dazu kommt, daß bei diesen billigen Cams die Objektive nicht sonderlich Lichtstark sein können. Das sieht man an Blendenwerten von f= 3.5 - 6.3 auf den Objektiven. Dieser Effekt schlägt beispielsweise auch voll bei dem aktuellen Angebot von Aldi durch -> Finger davon lassen.

Eine praktikable Lösung für Dich:
Für die Freudin meines Sohnes habe ich kürzlich eine gebrauchte Sony Alpha 350 für 150 ¤ gekauft. Das ist eine DSLR, ca. 5 - 6 Jahre alt. Das klingt abschreckend, aber:
- Bei diesen Cams sind die empfindlichen Teile (Verschluß und Klappspiege) für etwa 100.000 Auslösungen definiert
- Es sind zwar echte Spiegelreflexen, aber sie bieten auch schon "Liveview" auf dem LCD, also Bildvorschau auf dem Display. Aber man lernt schnell den tollen optischen Sucher zu schätzen.
- Die Cam bietet für den Einstieg auch eine brauchbare Automatik und gute Szene- Einstellungen. Aber man kann sich in Teilschritten in die manuelle Einstellung einarbeiten.
- Wenn die eigene Entwicklung weiter geht, kann man mit besseren Objektiven aufrüsten. Bei DSLR ist der "Body" nämlich zweitrangig. Nach dem Fotografen bestimmt vorrangig das Objektiv die Bildqualität. Zuerst wirst Du aber bei Deinen Vorgaben mit dem Standard - Objektiv gut zurecht kommen.

Vielleicht kommst Du dadurch auf den Geschmack, Dich mehr mit der Fotografie zu beschäftigen. Bei mir war das so und bei meiner "Schwiegertochter" auch.

Aber ich würde Dir empfehlen, nicht in der Bucht zu kaufen, sondern in den Kleinanzeigen der Markenforen. So habe ich mit meinen Käufen im sonyuserforum nur gute Erfahrungen gemacht. Die Forenuser kennen ihre Sachen und sie haben im Forum ein "Gesicht", das man nicht verlieren möchte.

VG
Heiko

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.07.2014 22:06:29 GMT+02:00
Shay meint:
Hallo Heiko,

und vielen herzlichen Dank für deine Antwort. Ich habe schon nicht mehr damit gerechnet, dass sich noch jemand meldet.

Und noch mehr Dank für deine ausführlichen Erklärungen, auch wenn ich nicht alles verstanden habe ;-) Ich habe mich bemüht habe und denke, das Wichtigste verstanden zu haben. Die 'heutigen' Bridge-Kameras können bei schlechtem Licht (in Räumen) nur schlechte Bilder machen, weil sie zu klein sind. Oder so...

Habe ich es richtig verstanden, dass die vorgeschlagene Sony-Kamera (die ich auch schon gegooglet habe) sowohl Automatik- als auch manuelle Programme hat? Ich möchte nämlich schon ein bisschen spielen und lernen, aber im Notfall (oder eher Normalfall) auf automatische Einstellungen zurück greifen können, bis ich es eben gelernt habe.
Was mich auch noch ein wenig von DSLR abschreckt, sind die verschiedenen Objektive, die ich kaufen müsste. Ich möchte ja vorrangig gute Fotos für einen Blog machen (brauche also viel Makro und möchte gerne mit Blendeneinstellungen spielen), würde da das Standardobjektiv ausreichen?

Ich habe auch schon einmal nach Verkäufen geguckt, z.B. bei Ebay Kleinanzeigen, und da sind die preislich meist vertretbar. Viele haben auch noch weitere Objektive dabei, wobei ich dann wieder nicht weiß, was für mich praktisch/sinnvoll ist. Ja, ich kenne mich mit dem Thema wirklich nicht aus, aber das will ich ja ein wenig ändern ;-)

Vielleicht kannst du mir ja noch einmal zur Seite stehen!

Vielen Dank und liebe Grüße
Saskia
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