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Tierfotografie unter erschwerten Bedingungen


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1-25 von 31 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 10.04.2012 13:29:11 GMT+02:00
S. Franke meint:
Ich suche für die Tierfotografie eine Spiegelreflex. Hauptsächlich für Aufnahmen im freien, durchaus aber mit Gegenlicht und in der Dämmerung. Ich brauche eine sehr schnelle Verschlusszeit und möglichst wenig Blitz. Das ganze noch mit Tele (prakisch nicht möglich) und im Preissektor bis 1500,-

Die Nikon 40D wurde schon mehrfach empfohlen .... die Canon 1100D scheidet meiner Meinung nach völlig aus....habt Ihr noch einen Rat?

Veröffentlicht am 10.04.2012 13:44:03 GMT+02:00
Bilbo Beutlin meint:
Moin aus Flensburg,

Schau mal hier. Es handelt sich um die 7D. Echt ein hammer Arbeitsgerät. Super schneller AF mit 19 Kreuzfeldsensoren. Technisch ein wenig ausgereifter als die 5DMk2. Allerdings APS-C. MIt der Kombi 70-200 L USM von Canon oder der ein oder anderen Festbrennweite echt Bombe für Tiere:

Canon EOS 7D SLR-Digitalkamera (18 Megapixel, 7,6 cm (3 Zoll) LCD-Display, LiveView, FullHD-Movie) Gehäuse

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2012 14:56:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.04.2012 15:02:54 GMT+02:00
Llewellyn709 meint:
Preislimit 1500¤ incl. Objektiv für diesen Anwendungszeck? Dann würde ich empfehlen, an der Kamera zu sparen und beim Objektiv ordentlich hinzulegen. Was nützt ein zweifellos toller Body für 1300¤ (7D), wenn man dann ein billiges 70-300mm Zoom für 150¤ dranklatschen muß, weil kein Geld mehr übrig ist?

Du brauchst ein 70-200er Telezoom mit durchgehender Lichtstärke von 2.8. Oder, falls mit längerer Brennweite, zumindest so lichtstark wie preislich möglich. Ich persönlich würde eine Sony DSLR oder SLT vorziehen, weil die einen Stabilisator im Gehäuse haben (und preiswertere 2.8er Telezooms ohne Stabi sind), aber das ist Geschmackssache. Wenn sehr kurze Verschlußzeiten tatsächlich realisierbar sind (in der Dämmerung eher fraglich), dann ginge es auch ohne Stabi.

Plane mal rund 1000¤ für das Objektiv ein. Sehr gut soll das Sigma 70-200mm F2,8 EX DG OS HSM sein, es kostet praktischerweise etwa soviel (Vorsicht, nicht mit den billigeren Modellen von Sigma verwechseln, die Varianten ohne OS [=Stabilisator] haben schlechtere Optiken und sind kaum mit Offenblende nutzbar).
Damit blieben 500¤ Spielraum für die Kamera.

Vergiß bei einem derart hochwertigen Objektiv die D40 und alle älteren Kameras mit wenig Megapixeln, 12MP Minimum sollten es sein, sonst hast Du zuwenig Spielraum für Ausschnittvergrößerungen. Mit einem sehr guten Objektiv könntest Du im Prinzip sogar die 24MP der Sony A65 nutzen, aber die liegt mit 900¤ weder im Budget, noch ist sie optimal für low light. Also als Alternative eine solide, rauscharme Kamera der 12-18 MP-Klasse.

Empfehlung: Sony A35 oder A55 (16MP), Nikon D5100 (16MP), Canon 550D oder 600D (18MP) oder Pentax K-r (12MP).
Die beste Bildqualität dürften die beiden 16MP-Modelle bieten, sie haben die modernsten Sensoren. Der Unterschied zur Konkurrenz ist aber nicht wirklich groß - es macht also mehr Sinn, nach den äußeren und inneren Werten der Kamera zu entscheiden. Welche liegt am besten in der Hand (wichtig!), welche hat die nützlichsten Zusatzfunktionen usw.

Viel Erfolg bei der Suche! :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2012 15:34:07 GMT+02:00
S. Franke meint:
Vielen Dank für Deine Empfehlung. Mir schwirrt schon echt der Kopf. Das ist ja keine anschaffung die man später bereuen möchte....

Veröffentlicht am 10.04.2012 15:38:03 GMT+02:00
S. Franke meint:
Wenn ich könnte wie ich wollte...dann würde ich glatt das 10fache Ausgeben....seufz. Analog war früher einfach alles einfacher und das ganze Equipement dazu ist vorhanden.....aber nicht nutzbar....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2012 23:21:41 GMT+02:00
Bilbo Beutlin meint:
Canon EF 70-200mm/ 2,8/ L IS USM Objektiv, bildstabilisiert

oder

Canon EF 70-200mm 1:2,8L IS II USM Objektiv (77 mm Filtergewinde)

auf jeden Fall hat die D7 die modernere Technik verbaut als die 5DMkII. Vollformat hin oder her. Wenn man nicht gerade Tapeten belichten will.. EIn weiterer kleiner Vorteil ist, das man sich keine Gedanken über Vignettierung machen muss und alle EF sowie EF-S-Objektive nutzen kann.

Veröffentlicht am 10.04.2012 23:48:46 GMT+02:00
Llewellyn709 meint:
Deine Empfehlung kostet unterm Strich mindestens 2600¤ und überschreitet das Budget damit um 1100¤. Du bist nicht zufällig Politiker? :)

Veröffentlicht am 11.04.2012 00:07:03 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.04.2012 00:10:18 GMT+02:00
Bilbo Beutlin meint:
Dann 550 D und das

Canon EF 70-200mm 1:4,0L IS USM Objektiv (67 mm Filtergewinde)

oder das

Tamron AF 70-300mm 4-5.6 Di SP VC USD digitales Objektiv für Canon für den schmalen Taler. Beides super Kombis für entsprechende Tierfotos.

Veröffentlicht am 11.04.2012 01:06:34 GMT+02:00
Llewellyn709 meint:
Beide Objektive sind zu lichtschwach. Da möglichst kurze Verschlußzeiten gefragt sind, eher das 70-200 2.8 L ohne IS - wenns schon unbedingt Canon sein muß. Aber andere Hersteller machen ebensogute Kameras.
O.g. Variante mit dem Sigma hätte den Vorteil eines Stabilisators für die Dämmerung.

Veröffentlicht am 11.04.2012 11:44:16 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.04.2012 20:11:00 GMT+02:00
enmbf meint:
Sigma AF 150-500mm 5.0-6.3 DG APO HSM OS, gibts für alle kameras,
um die 850 ¤,
da bleibt genug für ein gehäuse deiner wahl.
ich selber würd ja die eos 60d nehmen,
liegt dann aber schon leicht über dem budget. (ebenfalls um die 850)
oder die nikon d90, dann kommts wieder hin, die wird im moment sehr günstig angeboten.

kuckst du im dslr-forum.de ob du was gebrauchtes günstig kriegst.
die 600d hat den gleichen sensor wie die 60d, ist günstiger und dürfte in vielem das gleiche leisten.

oder, such dir selber was aus:

http://www.kenrockwell.com/canon/lenses/index.htm

http://www.kenrockwell.com/nikon/nikkor.htm

http://www.photozone.de/all-tests

gruss enmbf

Veröffentlicht am 11.04.2012 13:26:36 GMT+02:00
Tierfotografie - Aufnahmen im Freien -Dämmerung - sehr schnelle Verschlusszeit - wenig Blitz - Tele - im Preissektor bis 1500,-

Um es einfach zu beantworten:

Tierfotografie bedingt, mit der Ausnahme von Insekten ;)), immer Tele. Im Telebereich kannst du im Normalfall auch den Blitz vergessen aufgrund der Entfernung zum Objekt (Fluchtdistanz).

Wenn du eine schnelle ( Kurze) Verschlusszeit benötigst, gehe ich stark von Vögeln / Fledermäusen aus die du fotografieren möchtest.

Beides ist mit dem angegebenen Budget nicht zufriedenstellend möglich, geb dich keinen Illusionen hin. Fang am besten mit einer guten Linse an und kaufe dazu eine gebrauchte, ältere Kamera dazu und schieß dich ein. Wenn wieder etwas mehr Geld da ist, die ältere Kamera (geringer Wertverlust) wieder abstoßen und dafür eine, dann aktuelle, Kamera mit guter ISO Verträglichkeit kaufen. Grund: Höhere ISO, kürzere Verschlußzeiten ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 11.04.2012 21:37:28 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.04.2012 21:38:04 GMT+02:00
S. Franke meint:
Danke für Eure zahlreichen Antworten.....es geht primär um Fluchttiere wie Hasen und Rehwild. Herstellermässig bin ich im digitalen Sektor auch nicht festgelegt. Im analogen Bereich war es Nikon, hat m.M. aber im digitalen stark nachgelassen. Leider fällt mir absolut keine möglichkeit ein um verschiedene Kameras oder Hersteller zu testen. Nicht nur das es nun x beliebige Optionen an der Kamera gibt, sondern das Objektiv eben eine ganz besonders wichtige Rolle spielt. Da gebe ich Euch uneingeschränkt recht.

Veröffentlicht am 12.04.2012 11:13:14 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.04.2012 11:27:17 GMT+02:00
MacY meint:
Hallo S. Franke,

Nun, ich bin auch leidenschaftlicher Tierfotograf und viel im Dämmerlicht unterwegs. Das letzte was man da gebrauchen kann ist eine DSLR! Das Geräusch des Schwenkspiegels jagt so alles auf, was in unmittelbarer Nähe ist, incl. entfernter Gefolgschaft. Oder man investiert in extreme Brennweiten, Fotozelt... Ich bevorzuge eine Bridge auf lautlos gestellt. Um außerhalb der Fluchtdistanz zu bleiben schraube ich einen Raynox DCR-2025 Pro vor und stelle das "Gespann" auf ein massives Marken-Stativ. Der Raynox ist sehr lichtstark und beeinflusst die Lichtstärke des Glases nur unwesentlich. Damit die Tiere nicht die Optik als "Riesenauge" eines Feindes verkennen, habe ich ein Hosenbein einer Tarnhose über das Objektiv gezogen und an der riesigen Streulichtblende des Raynox mit Tesa fixiert. Das Stativ ist mit "zerlumpte" Fransen aus gleichem Stoff getarnt. Dann hilft warten... Auch etwas Zeit zur Gewöhnung ist oft sehr hilfreich. Krähen bei der Brut zu fotografieren war meine größte Herausforderung. Die greifen sofort an und man wird nie wieder Freunde. Bei derartigen Angriffen bringen sie dann noch obendrein die ganze Sippe mit. ;o) Da habe ich Wochen investiert um ganz langsam in die Nähe des Nestes zu gelangen, dann ganz vorsichtig erst die Kamera zeigen und nach weiteren Tagen dann endlich der "Schuß". Noch heute kann ich mich in deren Revier bewegen ohne attackiert zu werden und es gelingen immer noch schöne Fotos der sehr intelligenten Tiere. Auch bei dem Sprung Rehe in "meinem" bevorzugtem Revier lief es ähnlich ab. Auch da dauerte es, bis man mich samt Hund akzeptierte und meine Anwesenheit nicht als störend empfunden wurde.
Welche Bridge Sie letztlich wählen, ist Ansichtssache. Sehr positiv war ich von der Fuji X S-1 überrascht, die ich ausgiebig testen durfte. Deren Low-Light-Modus liefert recht rauscharme Bilder bei wahrlich bescheidenem Dämmerlicht. Der AF ist recht flink. Mit Raynox Pro liegt sie auch gerade noch im Budget. Das Stativ sollte aber wirklich massiv sein und einen guten Kopf haben, denn mit dem Raynox davor wird sie leicht frontlastig.
Selbst die preislich sehr interessanten Panasonic-Modelle oder auch die preiswerteren Fuji HS20/30 leisten im Gelände saubere Arbeit. Auf A0 vergrößert hat man immer noch eine ansprechende Qualität. Obendrein sind gerade Bridge-Modelle bestens für Makro-Aufnahmen geeignet.
Man bedenke auch, was passiert, wenn man mit einer selbst wassergeschützten PENTAX-DSLR mal so richtiges Sch..wetter erwischt... oder die Tasche umkippt und das Glas nebst sonstiger Zubehör in der Pampe liegt.
Sollten die großformatigen Fotos für Fachmagazine sein, reicht das Budget um Welten nicht! Dann währe meine Empfehlung eine wasser- und staubgeschützte Pentax K640D mit min. 500'er wetterfestem Tele (Festbrennweite) zusammen zum Preis eines sehr guten Kleinwagens. ;o)

Hier der irre Vergleich zwischen der HS20EXR und einer DSLR - wie sieht eine DSLR mit gleicher Optik aus...

http://www.youtube.com/watch?v=rfnv9pRUJrU&feature=results_main&playnext=1&list=PLE9F01139E071D980

Schmunzeln nicht vergessen!

Gute Tips zum Thema gibt es auch hier:

http://www.safari-guide.co.uk/
...mit passenden, ansehnlichen Beispielfotos.

Machen wir halt das Beste draus...
Gute Bilder

Veröffentlicht am 12.04.2012 12:08:21 GMT+02:00
Niels Nübel meint:
Moin aus Buchholz in der Nordheide,

der Trend bei neuen Kamera ist eine ansteigende Anzahl an Megapixel und auch die Lichtempfindlichkeit der Sensoren geht hoch. Beides ist wichtig bei der Tierfotografie.
Um schnelle Bewegungen einzufrieren, braucht man Zugriff auf höhere ISO-Bereiche, um Verschlusszeiten zu senken. Damit du ein brauchbares Foto hast, sollte das deine neue Kamera leisten.
Das zählt aber nicht alleine, es kommt oft vor das man nicht nah genug an das Motiv kommt und später zwingt ein die größere Entfernung einen in der Nachbearbeitung, auf interessante Bildbereiche zuzuschneiden.
Hier ist es von Vorteil wenn die Aufnahme mit einer höheren Anzahl an Megapixeln aufgenommen wurde. Bei APS-C Kameras kommt hier der Crop-Faktor zum tragen. Nachteil ist das Bildrauschen bei einem APS-C SENSOR.
Sind immer Vor- und Nachteile die entstehen. Aber bei 1500¤ Budget kommt sowieso keine Vollformat Kamera in Frage.

Zum Objektiv:
ein 70-200 Millimeter-Telezoom ist ganz gut zum Einsteigen im Zoo oder wenn man Hunde, Pferde fotografieren will die nicht so scheu sind.
Bei Hasen oder Rotwild brauchst du aber schon was ordentlicheres ein 200- bis 500- Millimeter-Telezoom wäre da was vernünftiges. Hier wirst du aber nicht unter 4000 ¤ eins mit einer 2.8 Blende bekommen, was dir aber auch schon klar ist.

Aber wie gesagt eine Blende von 5 ist eigentlich schon das höchste aller Gefühle, da sonst die Verschlusszeiten zu lange werden oder der ISO-Wert so steigt das das Bild unbrauchbar wird.
Das Tamron SP AF 200-500mm f/5-6,3 Di LD sollte vielleicht für dich was sein, kostet aber auch schon 930¤ für Nikon oder 950¤ für Canon, da bleiben dann nur noch 550¤ übrig. Für Kamera/Stativ/Zusatz-Akkus wenig Geld.
Das Objektiv hat aber kein Stabi und auf kein Fokussiermotor. Der Stabi kann vernachlässigt werden bei so hohen Verschlusszeiten ab 1/500s das Bild nur bei sehr unruhigen Händen verwackelt.

http://geizhals.de/112157 ohne Stabi
http://geizhals.de/317558 Sigma mit Stabi
http://geizhals.de/212802 Nikon 70-300 durch den Crop-Faktor wäre es ein 105-450mm auf einer Kamera mit APC
mit einem VR II Stabi und sowohl für DX oder Vollformat geeignet

Konverter kommen hier nicht in Frage, da sie zu viel Licht schlucken, es sei denn man hat eine Festbrennweite und einer Blende von max 4.

Ich besitze eine Nikon, deswegen Sachen für Nikon.

Es gilt hier wie so oft "Es reicht eine gute Kamera, aber nimm ein sehr gutes Objektiv".

In der Natur geht man mit dem Gerät nicht immer so um wie man es sollte, achte bei der neuen Kamera auf das Gehäuse ( Magnesiumlegierung, Staub- und Feuchtigkeitsschutz) sind von Vorteil.
Die Kamera sollte ein vernünftigen AF haben, von Vorteil wäre ein extra Display wo du die Blende und die Verschlusszeit ablesen kannst und jeweils ein Einstellrad über das die jeweiligen Werte steuerbar sind.

Hinzu kommt noch ein Einstellfeld für die Kreuzsensoren die den Fokuspunkt im Bild erfassen sollen. Nichts ist blöder als wenn ein Motiv so fotografiert wird, das der Blick vom Tier schön am Bildrand klebt oder das Tier nicht ganz drauf ist, weil der Fokuspunkt links war und das Tier von links kam, aber die Augen fokussiert werden sollten. Bei Tieren müssen immer die Augen scharf sein ;-)

Ach ja Serienbilder auch ein Punkt der beachtet werden sollte.

Wenn man im Wald sitzt ist es auch wichtig ein Stativ zu haben, damit das Gerät optimal auf eine Lichtung ausgerichtet werden kann und das Gerät in der Hand nicht zu schwer wird mit der Zeit .
Im Wald kann man schlecht Auto fahren, für den Transport wäre ein Rücksack was feines, am besten mit Stativ-Halterung.

Man kann sowieso nicht alles auf einmal, außer man hat Geld wie heu, was in der heutigen Zeit selten vorkommt. Kauf erst mal eine Kamera die für längere Zeit etwas ist.
Vielleicht willst du ja nicht nur Hasen oder Rotwild fotografieren sondern auch Privat, da würde dann nämlich auch ein Objektiv für den Nahbereich 24-70mm in Frage kommen, sowie ein Biltz etc.

Mein Tipp bei Flickr mal in Gruppen gucken die von Bestimmten Kameras oder Objektiven handeln und nach persönlichen Empfinden entscheiden.
Kamera Nikon D90 oder D7000.
Canon 60D oder 7D
ist eine Preisfrage.
Sigma 150-500 mm F5,0-6,3 DG OS HSM-Objektiv (86 mm Filtergewinde) für Nikon Objektivbajonett
Nikon AF-S Zoom-Nikkor 70-300mm 1:4,5-5,6G VR Objektiv (67mm Filtergewinde, bildstabilisiert)

Mich würde interessiere für was du dich entschieden hast.

Mit freundlichen Grüßen
Tierfotograf Nordheide

Veröffentlicht am 12.04.2012 13:38:44 GMT+02:00
MacY meint:
@Niels Nübel
"Bei Hasen oder Rotwild brauchst du aber schon was ordentlicheres ein 200- bis 500- Millimeter-Telezoom wäre da was vernünftiges. Hier wirst du aber nicht unter 4000 ¤ eins mit einer 2.8 Blende bekommen, was dir aber auch schon klar ist."
...genau DAS ist ja auch mein Problem! Lösung eben eine Bridge. Die fängt mit Blende 2.8 an und hat ausreichend Zoom. Damit ich die leichten Verzeichnungen am langen Ende umgehe, schraube ich bei mittlerer Brennweite (ca. 400mm) den Raynox vor. Der ist so lichtstark, dass eine Korrektur der Belichtung nicht notwendig wird (kostet ja auch entsprechend). So lande ich bei ca. 800-900mm Brennweite - die möglichen 1400mm sind inakzeptabel, weil die leichten Verzeichnungen des "Superzoom" sich zunehmend eben auch verdoppeln ;o) Statt die ISO-Werte hochzukurbeln, schalte ich die Fuji in LowLight und lande dann bei 8MP. Von den ursprünglich 16MP werden Pixel-Paare gebildet und somit die Empfindlichkeit erhöht. Im Extremfall gibt es noch den Adv.-Modus, wo 4 Bilder mit unterschiedlicher Belichtung als HighSpeed-Serie aufgenommen werden und zu einem Bild verrechnet werden. Rein statistisch ist so das Überlagern eines rauschenden Pixels recht gering. Man bekommt im Dämmerlicht recht rauscharme Bilder - für Raritäten noch brauchbar. Nur bewegte Motive sollte man damit meiden. Äsende Rehe geht noch!
Abzüge bis A0 zeigen bei mir aber keine Schwächen. Nachgezählt habe ich die Pixel aber nicht...:o)
Bei meiner wetterfesten Pentax fängt das 55-300 mit Blende 4 an - ich greife lieber zur Bridge. Zumal der Motiv-Verfolgungs-AF der Bridge wieselflink ist. Gerade der Autofokus bei so manchem langen Reisezoom ist da recht gemächlich im Direktvergleich oder man muss permanent fokussieren - kostspielige Ultraschall angetriebene mal ausgenommen. Letztlich waren aber die Verschlußgeräusche für mich das KO für die DSLR im Gelände. Das ganz leise "razsch, Blob" reicht, dass alle Vögel in der Nähe aufsteigen und dann eben im Gefolge auch das Damm- und Rotwild vergrämen. Man sitzt dann ziemlich allein auf dem Acker - Schnecken gehen noch, ja Käfer, Spinnen, schöne Landschaft heute, man sitzt ja erst eine Stunde im Niesel-Regen... ;o)
Die lautlosen Systemkameras schieden eben wegen der exorbitanten Preise bei guten Gläsern aus. So folgte ich den Tips von Safari-Guide und bin doch durchaus Glücklich mit den Ergebnissen. Bei "Dreckwetter" darf's dann schon mal die Pentax mit dem 55-300'er oder die 200'er Festbrennweite sein. Bei Wind oder Regen stören die Verschlußgeräusche eben weniger und sie ist ja weitgehend wasser- und staubdicht - bis jetzt zumindest. Das Fluchtverhalten mancher Tiere bei schlechtem Wetter ist (so meine Erfahrung) auch ein Anderes, als bei feinstem Sonnenschein oder gar Windstille.

...und beste Grüße vom Rand Berlin's

Veröffentlicht am 12.04.2012 14:44:37 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 07.05.2013 18:50:55 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 12.04.2012 15:32:54 GMT+02:00
MacY meint:
@Niels Nübel
Sind wir uns ja einig ;o)
Man beachte auch das Risiko, wenn einem die geliebte DSLR mal eben in freier Wildbahn in Matsch, an Tautropfen gerät oder an einen "harten Gegner" stösst.
Ich würde da bitterlich weinen...
Die preiswertere Bridge ist da schon verschmerzbare Alternative. Gerade eben die neu Fuji X S-1 ist da schon verdammt nahe an der DSLR rangekommen. Letztlich bedient sich ja Fuji auch bei Nikon.
Ja, der professionelle Fotograf, der von den Fotos leben will wird's naturgemäß nicht ganz so relaxt sehen. Mir reicht die Immerdrauf-Bridge im Normalfall vollkommen. Die Pentax ist für's nicht Alltägliche.
...und noch spare ich fleißig um meinen Park an Festbrennweiten (Pentax lässt sich gerade die neueren WR auch gut bezahlen) langsam voran zu bringen. Die 50er, 100er und 200'er Festbrennweiten stehen im Schrank - Traum noch das 300'er WR und ein feines Fischäugelein zum "spielen". Das 15-55 WR und 55-300'er leisten aber auch jetzt schon doch Beachtliches.
Ein neuer Body muss noch lange warten. ;o)
...und Ihr Fotostream - eh, hallo - echt KLASSE!

Möge also der Fragesteller das Beste aus den Posts machen.
Neugierig währe ich schon auch, wie er sich entscheidet ;o)

Veröffentlicht am 15.04.2012 12:55:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.04.2012 14:45:41 GMT+02:00
enmbf meint:
@ S.Franke

hi,
du sagst, dass du noch alte nikon-linsen hast?
wie alt sind die denn?
willst du nicht kucken, ob die nicht doch noch kompatibel sind?

kompatibilität
für d90: (sehr gute kamera und grade sehr günstig zu haben):
http://www.kenrockwell.com/nikon/d90.htm#comp
für d300:
http://www.kenrockwell.com/nikon/d300/compatibility.htm
für d300s:
http://www.kenrockwell.com/nikon/compatibility-lens.htm
für d7000:
http://www.kenrockwell.com/nikon/d7000.htm#lens

nikon lens technology (1959-2008):
http://www.kenrockwell.com/nikon/nikortek.htm

gruss enmbf ^^

ps: ob die von dir erwähnte nikon d40 kompatibel ist zu deinen objektiven
kannst du hier sehen:
http://www.kenrockwell.com/nikon/d40.htm
und hier:
http://www.kenrockwell.com/nikon/d40/d40-performance.htm#lenses

nach allem, was ich aus dem kopf heraus jetzt weiss, ohne nachzuschlagen: die d40 hat die gleiche kompatibilität wie die d3000, d5000, d3100 und d5100.

was für objektive du hast, steht immer auf den objektiven vorne drauf:
z.b af-s, af-d, af-i, usw.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.04.2012 19:51:38 GMT+02:00
SB meint:
"Nun, ich bin auch leidenschaftlicher Tierfotograf und viel im Dämmerlicht unterwegs. Das letzte was man da gebrauchen kann ist eine DSLR!"

Tut mir leid - aber die Aussage kann man so nicht stehen lassen.

99% aller Tierfotografen arbeiten seit Jahrzehnten mit SLR - analog als auch digital.

Zur Tierfotografie gehört eben auch das Ansitzen und Anschleichen. Übrigens ist sollte man nicht die Brut am Nest fotografieren... und wenn dann nur aus Tarnung ohne dass die Tiere einen bemerken die greifen nicht ohne Grund an.

*kopfschüttel*
Wieder jemand, der vermutlich interessante Fotos macht, aber uns Naturfotografen das Leben durch sein Verhalten schwer macht!

Veröffentlicht am 21.04.2012 12:56:18 GMT+02:00
MacY meint:
@Stefan Betz
Ich teile Ihre Meinung, ja. Nur habe ich nicht das Budget und auch nicht die Mannschaft um Fotos zu machen, die dem National Geographic gerecht würden.
Mein Anliegen ist die Bestandsaufnahme eines Naturschutzgebietes, was vom Aberwitz der Baubranche gierig beäugt wird.
Das Problem ist teils relative Platzenge (ich kann nicht so weit weg). Stelle ich ein Tarnzelt auf, habe ich das Ordnungsamt an der Backe...selbst Sonntags schläft der deutsche Beamte nicht!
Windrichtung und Licht setzen obendrein Grenzen. Der Zoombereich einer Bridge ist da schon dienlich. Man hat halt alle Linsen an Bord.
Mit dem Hintergrund der mangelten Distanz ist eben das Geräusch eines Schwenkspiegels sehr oft hinderlich. Steigt ein Schwarm Spatzen auf, sind alle Tiere weg.
Mein Weg an die Tiere zu kommen, führt nur über Gewöhnung und beginnt mit lautlosem Verhalten. Das kann Wochen und Monate dauern, der Erfolg ist nicht garantiert. Es ist richtig, ein Nest mit Brut zu fotografieren bedarf reichlich Erfahrung und Hintergrundwissen zum jeweiligem Tier. Letztlich soll ja die Brut auf keinem Fall gestört werden. Ich bin seit 1987 hier unterwegs.
Richtig sauer werde ich aber, wenn Sonntags Koffer angeschleppt werden, die "Profis" ausschwärmen und bäuchlings im nassen Gras Rehe fokussieren (oder gar Modeaufnahmen in der Natur machen) und dabei nicht merken, dass sie mit den Füßen in einem Fasanengelege rühren! Ich bin täglich 2-3 Stunden (bei jedem Wetter) im Revier unterwegs und kenne zumindest die meisten "Location" für gute Aufnahmen. Richtig, auch ich mag keine "Tierfotografen", die durch die Landschaft tapsen und dabei nicht bedenken was sie anrichten können. Diese "Fotografen" machen auch mir das Leben schwer. Das sind obendrein nicht nur Amateure. Genau deshalb stelle ich auch nie Fotos ins Netz, wo der Ort erkennbar ist oder gar GPS-Daten dran hängen.
Werde ich von "meinen Lieblingen" als Teil akzeptiert bzw. auch einfach ignoriert, die Fluchtdistanz nahe Null, dann glaube ich mich auf dem richtigem Wege.
Fotos in fremder Umgebung mache ich nie abseits von Wegen... und wenn, dann in Begleitung eines ortskundigen Guide.
Habe ich eine Aussichtsplattform, gesicherten Unterstand etc. dann liefert die DSLR mit einer Festbrennweite selbstverständlich die besseren Bilder. Diese Ausrüstung, möchte ich aber nicht täglich schleppen... die hat auch obendrein mal richtig Geld gekostet.
Sorry, ich habe verallgemeinert... ICH kann keine DSLR für meine Zwecke gebrauchen. Zumindest bei meinen täglichen Beobachtungen setze ich da mehr auf Bridge. Die Beobachtung steht dabei im Vordergrund.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.01.2013 19:30:51 GMT+01:00
K. Rolf meint:
ich habe eine Canon 400D und würde gerne Hunde ablichten, die schon sehr schnell rennen.....gibt es für meine relativ alte Kamera auch eine Objektiv Empfehlung, oder ist da der Zug abgefahren?:-)) Danke für einen guten Tipp

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.01.2013 16:38:51 GMT+01:00
Alle Canon EF-Linsen. s.o.
Für bessere Tips bräuchte man ein paar Hinweise auf Aufnahmeentfernung/ Lichtverhältnisse/ Budget.

Veröffentlicht am 07.01.2013 19:44:28 GMT+01:00
S. Franke meint:
Sooooooooooooooooooooo viele Antworten.....und natürlich....DIE Empfehlung oder DAS Patent Rezept gibt es einfach nicht. Wenn ich mein alten Objektive benutzen könnte wäre das super, nachteil ich weiß nicht ob ich die bewegten Objekte schnell genug scharf gestellt bekomme. Wie machen andere das?

Veröffentlicht am 08.01.2013 03:27:44 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.01.2013 17:29:33 GMT+01:00
falk meint:
o habe viel gelernt hier. was Sie wollen kostet 5000 euro. als referenz ist die 1er klasse von nikon und canon anzusehen. da warten reporter vor dem hotel 12 stunden und der artist kommtplötzlich raus und sagt etwas. die lippen müssen scharf abgebildet sein und die kamera muss 12 stunden eingeschaltet warten und schnell schiessen und fokussieren und grosse linse braucht man weil schnellschuss wenig licht bedeutet. das ist mit tierfotos vergleichbar oder stabsprung hier koennen Sie noch groessere objektive nehmen, weil Sie nicht im gedraenge herumlaufen müssen.

meine empfehlung: nehmen Sie sony slt a77 oder die brüder. erfüllt vieles nicht aber ist der beste kauf um 1000 dollar (kann nicht 12 stunden an bleiben glaube ich). aber ich sah einen referenzfilm mit einem hinter dem ball herumlaufenden hund, die kamera stellte so schnell scharf, so dass der hund immer scharf blieb.

die refenzfotos sehen Sie in jeder zeitung. und slt heisst ja ohne klappspiegel. es gibt inzwischen auch kompakte um 300 euro mit 40 facher vergrösserung (galileo galilei hatte 32 fach, damit haetten sie auch einen teleskop wenn das licht ausreichend waere )habe leider nicht getestet. lumix für 200 euro mit 5 fachem tele reicht für störche auf daechern nicht aus schon getestet, aber das licht war in ordnung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.01.2013 09:49:39 GMT+01:00
MacY meint:
@S. Franke
Ich nutze für Tierfotografie eine Pentax K200D und eine K30.
Beide Modelle haben Catch-In-Fokus. Da wird bei manuellen Objektiven ausgelöst, wenn die optimale Schärfe im gewähltem Fokuspunkt erreicht ist. Man drückt den Auslöser durch, fokussiert und ist das Motiv scharf, löst die Kamera aus.
Ob diese Funktion Ihre Kamera/Marke unterstützt kann ich nicht beurteilen.
In Verbindung mit Serie ist der Ausschuss aber so recht gering.
Leider erreichen meine älteren M42-Linsen nicht mehr die erhoffte Bildqualität. Die Farben wirken etwas arg ausgewaschen.

@K. Rolf
Ein Objektiv mit Stabilisator und Ultraschall-Fokus reicht da vollkommen. Bei Zoom-Objektiven nehme ich immer die Faustregel Endbrennweite=Anfangsbrennweite x 3. Ist der Stabilisator gut, darf die größte Blende auch 3,5 sein. Lichtriesen (Blende 2,8 und größer) haben im Nahbereich wegen der geringen Schärfentiefe nicht nur Vorteile... es soll ja nicht immer nur die Nasenspitze des Hundes scharf sein, ergo abblenden und gerade preiswertere "Lichtriesen" sind bei Offenblende oft "schwammig".;o)
Recht gute Objektive kann man hier preiswert als Warehousdeal oder als gutes Gebrauchtgerät ergattern.
Kurze Belichtungszeiten kann die 400D und darauf kommt es an.
Ein neuer Body mit noch mehr MP ist nicht immer DIE Lösung, gerade bei älterem Glas.
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Erster Beitrag:  10.04.2012
Jüngster Beitrag:  20.01.2013

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