Kunden diskutieren > jazz Diskussionsforum

Was haben die Empfehlungen von AMAZON zu JAZZ mit JAZZ zu tun?


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-21 von 21 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.09.2010 15:58:11 GMT+02:00
BMBUSS meint:
FRAGE? Das meiste ist Barmusik.

Veröffentlicht am 28.09.2010 23:41:22 GMT+02:00
Eddi S meint:
Ist das nicht bei anderen musikalischen Genres ähnlich?

Veröffentlicht am 29.09.2010 01:52:38 GMT+02:00
Daniel K. meint:
Ist JAZZ denn etwa keine Barmusik?

Nicht direkt mein Genre, aber im Musikunterricht kann ich mich dunkel erinnern davon gehört zu haben, dass Jazz aus den Tanzkellern und Bars von u.a. New Orleans stammt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.10.2010 11:53:34 GMT+02:00
BMBUSS meint:
Mit Barmusik meinte ich dieses Chillout-Zeug/Kaufhaus-Gedudel. Das hat natürlich nichts mit den Ursprüngen des Jazz zu tun. Ausserdem beginnt der "richtige" Jazz erst mt John Coltrane ....

Veröffentlicht am 03.10.2010 00:48:23 GMT+02:00
Dizrhythmia meint:
wenn wir bei dem zweifelhaften Ausdruck bleiben, der "richtige" Jazz beginnt bereits bei Charlie Parker (etwa 1943)
wenn du die richtigen Sachen dir anschaust, und die auch anklickst, hast
du in deinem persönlichen empfehlungen dann ne bessere auswahl

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.10.2010 13:49:22 GMT+02:00
BMBUSS meint:
Ich bleibe natürlich bei John Coltrane + Miles Davis, McCoyTyner.... - ab 1961– Die Impulse!-Jahre
Ich habe übrigens keine Empfehlungen. Wenn, sind sie von Amazon. Eigentlich erwarte ich beim Besuch von Amazon (wenn man denn so etwas überhaut haben will) bei den Empfehlungen, Neuvorstellungen keinen solchen Blödsinn, wie diese Woche wieder einmal, sondern Hinweise auf neue, interessante Künstler und Wiederveröffentlichungen - bestimmt nicht James Cullum oder Melody Gardot.

Veröffentlicht am 04.10.2010 21:47:24 GMT+02:00
Dizrhythmia meint:
der jetzige Begriff von Jazz wird immer verwaschener, der Smooth-Jazz wird sehr gepusht, und diese unübersehbare Menge von durchschnittlichen
Jazzsängerinnen.
Um wirkliche Infos zu bekommen, musst du dir wahrscheinlich einen guten
Jazz-Internet-Radiosender suchen.

Veröffentlicht am 06.10.2010 18:51:41 GMT+02:00
Steffen Frahm meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.10.2010 23:30:09 GMT+02:00
Eddi S meint:
@Steffen Frahm

Hahaha, jetzt willst du aber alles hier aufmischen!

Da ist einer Drogenabhängig, hier sind Puristenferkelchen.
Jetzt weiß ich was du meintest als du mir gepostet hast das du auch nicht immer nur und so...hahaha.

Veröffentlicht am 06.10.2010 23:36:24 GMT+02:00
Eddi S meint:
Kommt hier jetzt die gewisse Jazz-Arroganz zum tragen, oder was?

So wie in anderen Genres gibt es im Jazz eben auch Unterschiede - deswegen macht doch die Melody Gardot keinen Hardrock und James Cullum keine Volksmusik, oder was ist es was die machen?

Möglicherweise tragen solche Leute dazu bei dass sich ihre Fans später mal in weitere Jazztiefen vorwagen!

Hat doch auch was für sich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.10.2010 10:21:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.10.2010 10:53:27 GMT+02:00
Azumi meint:
Als Charlie Parker zusammen mit Dizzy Gillespie, Thelonious Monk und Kenny Clarke in den legendären Sessions im Minton's Playhouse zu dem experimentelleren Bebop fand, meinten Kritiker damals auch, das sei kein reiner Jazz mehr (im Vergleich zum modalen New Orleans Jazz etwa eines Jelly Roll Morton). Monk hat wiederum den Free Jazzern aus den 60ern jede Legitimität abgesprochen. Mingus hat seinen eigenen Platten die Jazz-Tauglichkeit verweigert und hat sein Label damals gebeten vor allem seine 60er Werke mit dem Slogan "Ethnic Folk Dance Music" zu bewerben. Mingus ging sogar soweit, dass für ihn alles was unter europäischem Einfluss stand, kein Jazz ist. Er hat den Begriff also eng mit dem Kulturkreis verknüpft.

Also diese Diskussion ist schon so alt wie das Genre, obwohl es eigentlich eine klare Definition gibt. Spätestens die Fusion-Sachen aus den 70ern sind kein purer Jazz mehr. Obwohl man natürlich einem Genre auch immer eine gewisse musikevolutorische Fortentwicklung zugestehen sollte. Aber heute wird zweifellos zu inflationär mit dem Begriff Jazz umgegangen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2010 12:10:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.10.2010 12:17:43 GMT+02:00
Daniel K. meint:
Diese Ansichten hängen wohl auch immer sehr stark davon ab, an welcher Stelle jemand in eine bestimmte Musikrichtung eingestiegen ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2010 19:55:37 GMT+02:00
Eddi S meint:
Erstens das und dann kommt noch dazu dass fast jeder den seinigen Geschmack für den absolut anspruchvollsten oder besten hält!

Ich habe im Jazz mit Earl Klugh angefangen, da nehmen mich die meisten Jazzer auch nicht ernst ;o))

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.10.2010 10:26:25 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 12.10.2010 10:32:42 GMT+02:00
Azumi meint:
Nee, was Jazz ist, hat nichts mit Geschmack zu tun oder wann ein Hörer in das Genre eingestiegen ist. Wäre ja noch schöner. Der Begriff ist klar definiert und kann an diversen Aspekten festgemacht werden. Synkopierte Polyrhythmen, antiphonische Struktur, Improvisation mit ausgeprägter/lyrischer Tonsprache zum Publikum und den anderen Instrumentstimmen, Off-Beat-Rhythmik, Swing, Blue Notes u.s.w. Unmittelbarer Vorläufer war der Ragtime im 2/4-Takt, der eine ähnliche Form wie das Rondo oder das Menuett hatte. Der Ragtime eines Scott Joplin baute sich meistens aus 4 Motiven mit je 16 Takten Länge auf und besaß auch schon diese Polyrhythmik, die beim Ragtime aus zwei kontrapunktischen Rhythmen innerhalb eines Schemas entsteht. Aus der Ragtime entstand in den 1910er Jahren der Stride-Piano, aus dem sich dann der New Orleans Jazz eines Jelly Roll Morton herauskristallisierte. Jetzt können Sie ja mal schauen, ob das auf Ihren Earl Klugh alles so zutrifft. Und wenn Sie mal den Artikel zu Earl Klugh auf Wikipedia nachlesen, dann finden Sie ein Zitat, wo er selbst sagt, dass es zwar Elemente von Jazz in seiner Musik gibt, sie aber weitgehend auf Popschemen basiert. Das ist dann eben das Problem mit der musikevolutorischen Fortentwicklung eines Genres. Es vermischt sich mit der Zeit mit anderen musikalischen Strömungen und mit diesen genrefremden Einflüssen wird dann die Defintion immer schwieriger. Ich würde zu der Musik von Earl Klugh eher Jazz-Pop sagen. Purer Jazz ist das auf keinen Fall.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.10.2010 18:25:50 GMT+02:00
Eddi S meint:
Tja Azumi,

das könnte schon hinkommen - Jazz-Pop, hat zumindest für mich nichts negatives!

Meine Lieblings Alben von ihm sind die "Finger Paintings" und die "Cool".
Kam da nie auf den Gedanken es wäre Pop, Jazz-Pop aber... jo, kann schon sein.

Unterm Strich ist es mir eh egal, gefallen muss es mir!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.10.2010 19:12:03 GMT+02:00
Azumi meint:
Das ist auch nichts Negatives, Eddi. Das sind eben die modernen Spielarten und Abwandlungen des Jazz. In den 60ern hat man ihn mit Bossa Nova gekreuzt, dann kam in den 70ern die Verbindung mit dem Rock und heute verschmilzt man das mit ambienter Electronica oder irgendwelchen Dubstep-Sachen. Das spricht ja auch für den Jazz und hilft ihm in einer neuen Form zu überleben. Und für manche ist das dann ja der Einstieg, um sich dann aus Neugier retrospektiv zu den Wurzeln zurückzukämpfen.

Der große Bill Evans hat übrigens mal einen schönen Vergleich gezogen. Das steht glaub ich, wenn ich mich nicht irre, in den Liner Notes zu Kind Of Blue von Miles Davis. Da vergleicht er den richtigen Jazz mit asiatischer Kalligrafie. Weil sich das improvisierte Werk wie bei der Kalligrafie schon im Moment der Entstehung vollendet. Es ist zwar nicht so vielschichtig komponiert und texturiert wie ein richtiges Gemälde (klassische Musik), aber wenn man es betrachtet, kann man das Besondere des Augenblicks erkennen. Also diese Analogie umreißt den Jazz und seine spontane gestalterische Kreativität glaub ich sehr gut :-)))

Na denne Ciao

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.10.2010 20:28:37 GMT+02:00
Eddi S meint:
Hut ab Azumi,

wie du das immer formulieren kannst.
Ich mag ohnehin den zu stark improvisierten Jazz nicht so. Insofern bin ich ohnehin schon nur bedingt Jazz tauglich!
Habe mir letztens eine CD von Bugge Wesseltoft geholt, das Album "Moving". A new Conception of Jazz - steht auf dem Cover. Hat schon irgendetwas, sind aber sehr starke Bass Drums im Hintergrund die mich stören!
Ich fahre ja keinen Golf GTI mit Woofer statt Reseverad ;-))

In diesem Sinne...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.10.2010 00:35:16 GMT+02:00
Dizrhythmia meint:
Buggie Wesseltoft ist ja auch so ein würger, Jazz mit Woofer
ja toll. Puristenschwein hin oder her.
Ich mag diese Mischungen von Stilen ned es haut ja ned
hin ausnahme Jazz und Latin das funktioniert.
Jazz mit Pop, Klassik, Rock oder anderen Zeugs funktioniert nicht, oder ist peinlich (siehe Funk und so Zeugs).
Improvisation ist der Kern des Jazzes, hör dir Blue-Notes mal an , auch hier wird improvisiert, und das war im
New-Orleans-Jazz auch schon so (den Swing lassen hier
mal zu seite, der hat anders funktioniert).

Irgendwie weiss heute kaum mehr wer, was Jazz is,
bis auf ein paar alten deppen (wie micht halt).

Jeder Mix ist ein Wixx....grüsse

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.10.2010 17:53:00 GMT+02:00
Eddi S meint:
@Dizrhythmia

Sorry, hatte tagelang hier nicht reingeschaut - tobt ja nicht gerade das Leben hier!

Also, diese Wesseltoft "Moving" ist an für sich nicht schlecht, auch improvisatorisch ok - wunderschöne Pianopassagen, auch abwechsungsreich und durchaus spannend.

Nur wie halt erwähnt, diese lästigen Rap oder HipHop Beats - die hätte er sich wirklich sparen können und ich glaube auch nicht dass er damit "solche" zum Jazz bekehren kann!

Möglicherweise liegt es auch an meiner ganz persönlichen Abneigung gegenüber Rap oder HipHop, ich halte diese Beats nur für stumpfsinnig zumal meist rein elektronisch erzeugt.

Ansonsten ist das Album der krasse Gegensatz zu zum Beispiel "It's snowing on my Piano".

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.10.2010 18:02:06 GMT+02:00
Steffen Frahm meint:
Diz, hast Du schonmal THE CINEMATIC ORCHESTRA gehört? Ich empfehle zum Reinhören die "Everyday" [2002]: Große Jazz-Anteile, dazu runtergefahrene Tempi wie bei Massive Attack, soulige Vocals und elektronische Elemente; erschienen bei NINJA TUNE - nur ein Beispiel für eine sehr gelungene Fusion verschiedener Stile. "Jeder Mix ist ein Wixx..." - nicht schlecht, aber zu dogmatisch. Bin insgesamt kein lückenloser Anhänger der Reinheitsleere, obwohl es natürlich auch Vermischungen gibt, die mir nicht zusagen; Rock & "Klassik" z.B., das ist eigentlich immer prätentiöser Sch*#!.

Veröffentlicht am 31.10.2010 00:18:09 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.10.2010 00:44:23 GMT+02:00
Hallo zusammen, hi Eddi,
Die Empfehlungen von Amazon würde ich, wie meistens, wenn es ums Verkaufen geht, vielleicht lesen und dann beiseite legen.
Entscheidend für mich wären meine Ohren, sprich, was ich höre. Habe sicherlich 10oder 15 mal die Berliner Jazztage besucht, seit 1969 oder 70 und die Diskussion ist so alt wie die Festivals. Hab Anfang der 70er mal Fela Anikolapo Kuti gesehen und es gab eine heftige Diskussion darüber, ob das denn wohl Jazz sei. Für mich war es eher Afro-Beat, aber sein Sax-Spiel war sicherlich eher dem Jazz zuzuordnen.
Die Definition von Azumi trifft es ziemlich genau, aber Jazz ohne Grenzüberschreitungen, der sich immer fein säuberlich an die Regeln hält, nur damit er in die Schublade xy passt, wo zum Teufel bleibt da die Kreativität?
Ich bin immer gern in Konzerte gegangen und fand es eigentlich meistens dann am spannendsten, wenn die Musiker ihre Schublade verlassen haben.
Es war unglaublich faszinierend, den 90-jährigen Eubie Blake zu sehen,den damals (1970 oder 1971) wohl letzten lebenden Ragtime-Pianisten. Trotzdem spielten, glaube ich, im gleichen Jahr Weather Report, die eine vollkommen andere Musik machten. Beides lief für mich vollkommen zu Recht unter Jazz, wie vieles andere auch.
Für mich ist nicht "jeder Mix ein Wixx", manchmal sind Mischungen einfach gut, und das beste Beispiel ist ganz sicher, wie oben erwähnt Latin und Jazz.
Ich finde, es gibt auch gute und sehr gelungene Verbindungen von Rock und Jazz. Hör Dir das Live-Album von Colosseum von 1971 an, ich finde das ist kein "Wixx". Habe die Band 1971 live gesehen und denke, ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das Statement trifft nicht immer zu.....
Grüße an alle, A.
‹ Zurück 1 Weiter ›
[Kommentar hinzufügen]
Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Diskussion
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Eingabe des Log-ins
 


Kürzliche Einträge in jazz Diskussionsforum (78 Diskussionen)

 

Zur Diskussion

Diskussion:  jazz Diskussionsforum
Teilnehmer:  7
Beiträge insgesamt:  21
Erster Beitrag:  24.09.2010
Jüngster Beitrag:  31.10.2010

Neu! Bei neuen Einträgen eine E-Mail erhalten.
Von 1 Kunden verfolgt

Kundendiskussionen durchsuchen