R€omane mit Hintergrund MA/Renaissance


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1-14 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 26.03.2009 20:38:10 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.03.2009 20:39:24 GMT+01:00
C. Precht meint:
Kann mir jemand gute, also auch einwandfrei recherchierte, Romane empfehlen, deren Hintergrund das Mittelalter bzw. die Renaissance sind? Bitte möglichst nur solche Bücher, die auch wirklich von der Story, von den Charakteren und auch von dem historischen Hintergrund bzw. der Atmosphäre von Anfang bis Ende glaubwürdig sind!

Bin leider als (vorzeitig aufgrund Wohnort verhinderter) Living History-Mensch dementsprechend anspruchsvoll und leider sind ja viele Romane von der Story und eben auch vom "roten Faden" was die Recherche der Lebensumstände & Möglichkeiten dieser Zeit angeht sehr unter jeder Kritik und echt rein kommerziell!

Beispiel was ich garnicht suche: Peter Berling war für mich fast immer eine Enttäuschung, einfach zuviel Fantasie!
Bei den "Säulen der Erde" von Ken Folett ist vielleicht auch ein klein wenig Fantasie vorhanden aber einfach auch mit Fachwissen übers Leben des Mittelalters nachvollziehbar und glaubwürdig!
Oder auch das Buch (erinner mich nicht an die Autorin grad), die die Vorlage des Films "Die Schwester der Königin" war, also über die Boleyn-Schwestern, fand ich genialst!
Such also sowas in die Richtung und nicht den typ. Roman wie es viel zuviele gibt im Stil von: Kleine Bettlerin kommt plötzlich ganz groß raus und heiratet vielleicht noch den König!

hat jemand Tipps?

Veröffentlicht am 26.03.2009 21:59:49 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.03.2009 22:00:42 GMT+01:00
Ich kenne zwar ein paar Leute, die über die historische Genauigkeit bei Ken Folett so ihre Einwände haben (hab ihn selbst noch nicht gelesen) aber Dir könnte gefallen:

Der Name der Rose - Umberto Eco (Mittelalter/Italien)
Der Medicus - Noah Gordon (Mittelalter/England-Arabien)
Das Mädchen mit dem Perlenohrring - Tracy Chevalier (17. Jhd/Holland)

Und ultimative hervorragend recherchiert und spannend sind Dorothy Dunnett's Bücher um Das Haus Niccolò (15. Jhd, Band 1: Niccolòs Aufstieg) sowie ihre legendären Lymond Chronicles (16. Jhd, wurden leider schlecht und nur teilweise ins deutsche übertragen).

Viel Spass beim Stöbern! (Würd mich interessieren, ob und welche Vorschläge Du aufgreifst.) :)

Veröffentlicht am 26.03.2009 23:17:56 GMT+01:00
C. Precht meint:
hm Name der Rose hab ich vor Jahren mal gelesen; dass Ken Folett nicht ganz korrekt ist ist mir bewusst, aber die Athmosphäre überzeugt halt mehr als bei den meisten historischen Romanen die ich gelesen habe - aber kommen ja ständig neue raus, und die wenigsten kann man glauben was am Klappentext steht! Hab halt nen besseren riecher für gute fantasylektüre als gute historische romane :)

Glaub den Medicus werd ich mir mal geben; Dunnett`s empfiehlt sich also die englische variante besser? No prob! wenn du noch mehr Ideen hast nur her damit - bücher halten bei mir oftmals nur wenige tage oder gar nur stunden *lol*

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2009 05:48:35 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.03.2009 05:54:52 GMT+01:00
f meint:
Wenn Ken Follet in Ordnung war, dann könnte es auch Rebecca Gable sein!
"Das zweite Königreich"(Eroberung Englands durch William the Conquerer), "Der König der purpurnen Stadt"(14. JH, England unter Edward III.), "Das Lächeln der Fortuna"(14. JH, Aufstieg des Hauses Lancaster),"Die Hüter der Rose"(15. JH, Heinrich V.),"Das Spiel der Könige"(15. JH, Rosenkriege).
Gable ist in der Art ähnlich zu Follet, relativ gut recherchiert und eine plausible Geschichte, in der die fiktiven Personen überzeugend in Kontext zu historisch belegten Personen und Situationen gestellt werden.
Gruß
Klaudia
PS: Ein großartiger historischer Schriftsteller ist auch Lion Feuchtwanger! In die gefragte Zeit passen "Die Jüdin von Toledo"(Spanien,12.JH) und "Die häßliche Herzogin" (Margarethe Maultasch, Tirol, 14. JH)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2009 11:22:44 GMT+01:00
Hallo,
Fiktion und Wirklichkeit sind immer so eine Sache...........!
Tanja Kinkel recherchiert meiner Meinung gut, von ihr sind:
Die Schatten von LaRochelle
Die Puppenspieler
Die Löwin von Aquitanien
auch gut fand ich von Judith Merkle Riley - Die Stimme
LG

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2009 14:33:35 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.03.2009 14:41:32 GMT+01:00
<<bücher halten bei mir oftmals nur wenige tage oder gar nur stunden *lol* >>

Dann wirst Du mit den Lymond Chronicles besondere Freude haben.
Sie sind nämlich ziemlich anspruchsvoll und geben genügend "Gehirn-Nahrung". Zum Beispiel legt Dunnett dem wahren Renaissance-Mann Francis Crawford of Lymond schon mal Lateinische oder Französische Zitate in den Mund, wovon man sich aber nicht abschrecken lassen oder sich mit Hintergrundrecherche verzetteln soll. "Just go with the flow" war mein Motto und der Autorin zu vertrauen, dass schon alles seine Richtigkeit hat. :) So gibt es beim möglichen Wieder-Lesen immer etwas neues zu entdecken. Auch die Geschichte selbst ist voller Überaschungen und Wendungen und wenig ist so wie es auf dem ersten Blick erscheint.

Meine Lieblings-Kurzbeschreibung von "The Game of Kings" (dem 1. der 6-teiligen Lymond Chronicles), die die Faszination der Bücher etwas erklärt:

Like Patrick O'Brian, whose books have attracted a devoted following, Dunnett's work is timeless, an extravagantly imagined blend of fact and fiction. Although Dunnett's hero, Francis Crawford, is a fictional creation, many of her cast of supporting characters, from Mary, Queen of Scots on down, are based on historical figures.

Breathtakingly thrilling and meticulously researched, the Lymond Chronicles follow the adventures of the irresistible and indefatigable Francis Crawford, a 16th-century Scottish nobleman. Although her hero travels across Renaissance Europe, from England to Russia, he always returns to Scotland, where Mary, Queen of Scots is still a vulnerable child. With the Lymond Chronicles, Dunnett explains, she "wished to explore, within several books, the nature and experiences of a classical hero: a gifted leader whose star-crossed career, disturbing, hilarious, dangerous, I could follow in finest detail for ten years. And I wished to set him in the age of the Renaissance." The rest, as they say, is history.

:D

Veröffentlicht am 27.03.2009 22:55:14 GMT+01:00
C. Precht meint:
darcylover, lach nicht, aber ich verschlinge bücher echt - letzte bestellungen beinhaltete so rund 5000 Seiten und nach gut ner Woche hatte ich schon probs weil der Nachschub fehlte!!!

hab bereits dunnett auf die Wunschliste gesetzt. da wird da sicher bei der nächsten bestellung was mitgenommen zum testen - allein als ich die Menge an Büchern sah bei der autorensuche war ich begeistert ;) und auch von der Kurzbeschreibung wirkte es wirklich vernünftig inhaltlich! lateinisch und französisch ist kein problem, hab beides mal gelernt und verstehen tu ich somit das meiste eh noch!

von rebecca gable hab ich soweit so ziemlich alles schon durch, aber danke trotzdem für den Tipp und auch alle anderen!!! ;)

Veröffentlicht am 28.03.2009 07:41:18 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.03.2009 07:42:32 GMT+01:00
f meint:
Eine Möglichkeit wäre noch Edward Rutherfurd. Seine Romane spannen einen zeitgeschichtlichen Bogen, meist von der Urzeit bis in die Gegenwart und erzählen die Geschichte eines Landstrichs anhand einiger Familien und deren Nachkommen. Rutherfurd recherchiert sehr gut und bindet auch seine Protagonisten glaubwürdig in die offizielle Geschichte ein. Empfehlenswert sind "Sarum" (Das Gebiet um Salisbury und Stonehenge), "Der Wald der Könige" (Südengland) und "London". Außerdem sind es herrlich dicke Schmöker!
Gruß
Klaudia

Veröffentlicht am 01.04.2009 21:58:44 GMT+02:00
Hallo,

ich bin zu meiner eigenen Überraschung ein Fan von Sharon Kay Penman und kann sie sehr empfehlen. Historisch einwandfrei aber ehrlich beeindruckend in ihrer Gabe sich in ihrer Figuren zu versetzen und sie absolut lebendig werden zu lassen. ZUletzt erschienen eine Trilogie über England, Heinrich II., Eleanor v. Aquitanien. Der Devils Brood (3. Teil) hatte knapp 800S und war in 1 Woche aus obwohl ich wirklich selten dazukomme.
Und mein persönliche Favorit ist Susan Kay "Legacy" (sie ist eher für eine geniale Erzählung des Phantoms der OPer bekannt, dies hier ist über Elisabeth I.). Dies ist nicht nur historisch authentisch (ich habe danach auch Biographien Elisabeths gelesen) sondern auch ein Meisterwerk psycholog Einfühlungsvermögens.
LG
eva

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.07.2009 20:13:24 GMT+02:00
Historisch und Roman ist ja fast schon ein Widerspruch an sich. ;-)
"Baudolino" von Eco (Norditalien und Konstantinopel während des Lat. Kreuzzugs) wäre noch zu nennen sowie
"Tod und Teufel", ein Frühwerk von Schätzing (Dombau)

Veröffentlicht am 27.07.2009 15:41:20 GMT+02:00
Sommersprosse meint:
Ich empfehle dir von Margaret George "Heinrich VIII" oder "Maria Stuart". Das sind Romanbiographien, also Fakten und Tatsachen, welche in Romanform verpackt sind und damit leicht leserlich und nicht zu trocken sind. Beide Bücher sind seitenmäßig jedoch sehr umfangreich.

Veröffentlicht am 07.02.2010 19:18:02 GMT+01:00
Irving Stone: Michelangelo
Stefan Zweig: Maria Stuart

Veröffentlicht am 24.03.2013 12:31:57 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 24.03.2013 12:38:56 GMT+01:00
Sinaida meint:
Zwei Zufallstreffer, die mir gerade einfallen und die mir beide sehr gut gefallen haben sind:

The Sunne in Splendour von der auch von Eva Szigetvari empfohlenen Sharon Kay Penman. Es handelt sich um einen Roman um Richard III., Shakespeares Bösewicht-König, dessen Gebeine man kürzlich gefunden hat. Daher vielleicht recht aktuell. - Leider nur auf Englisch zu erhalten.

Die zweite Herzogin geht von einer Geschichte aus, über die Robert Browning eines seiner bekanntesten Gedichte geschrieben hat "My Last Duchesse". Einem Gerücht nach soll Herzog Alfonso II. von Ferrara den Tod seiner ersten Frau veranlasst haben. Im Buch versucht die zweite Frau des Herzogs die Wahrheit herauszufinden. Dass die Autorin hier ihre eigene Threorie umsetzt ist meiner Meinung nach legitim, denn nichts Genaues weiß man nicht. Der Hintergrund der Geschichte ist jedenfalls gut recherchiert - nur der Klappentext des Buches ist falsch: bei der ersten Frau des Herzogs handelt es sich nicht um Lucrezia Borgia (das war seine Großmutter), sondern um diese Dame: http://de.wikipedia.org/wiki/Lucrezia_di_Cosimo_de%E2%80%99_Medici

Veröffentlicht am 23.04.2013 18:58:11 GMT+02:00
Die Weingräfin-Saga ist in der gefragten Epoche angesiedelt. 2 Bände bisher. Suchwort: Weingräfin. Beschreibung jeweils bei Amazon sowie Leseprobe "Blick ins Buch".
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Erster Beitrag:  26.03.2009
Jüngster Beitrag:  23.04.2013

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