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Welche Band(s) seht ihr als Nachfolger für Maiden & Co.?


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1-25 von 105 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 16.08.2013 07:46:01 GMT+02:00
Alex Panz meint:
Da hast du natürlich Recht, dass der Begriff "Power Metal" in der heutigen Zeit für den europäischen Stil verwendet wird. Dann hatte ich Dich falsch verstanden :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2013 15:25:48 GMT+02:00
Frederick meint:
Das mag ja aus Musikgeschichtlicher Sicht alles stimmen, trotzdem wird der Begriff heute größtenteils für den europäischen Stil angewandt. Ich bezeichne aber eh soziemlich alles abseits von Death und Black als normalen Heavy Metal. Die Meisten der genannten Bands variieren in Tempo, Härte, Pop-appeal und kratzen dabei an Heavy Metal, Melodic Speedmetal, Thrash-, Doom-, Symphonic- und waß-weiß-ich-nicht-noch-Metal. Da macht es keinen Sinn allzu spezifische Bezeichnungen anzuwenden. Oder man kann im Endeffekt jeden Song einzeln in Schubladen stecken... ob die Musik dann noch Spaß macht ist eine andere Frage, aber zumindest wird vermutlich über kein anderes Genre so leidenschaftlich diskutiert wie über Metal! =)

Veröffentlicht am 15.08.2013 10:09:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.08.2013 10:13:43 GMT+02:00
Alex Panz meint:
"Happy Metal" sind für mich diese ganzen drittklassigen HelloGammaStratoWeen Clones und deren Clones die Mitte/Ende der 90er aufgetaucht und NICHT die Original Bands, welche zwar auch ab und an das Problem der Kinderlied-Melodien hatten (HELLOWEEN zB), aber damals zu keinem Zeitpunk in irgendeiner Art nervig waren.
Ich hab mir letztens ein Album von DRAGONFORCE geben müssen, danach wusste ich echt nicht ob ich Lachen oder Heulen sollte, ich fand das schrecklich; obwohl das Alles sensationelle Musiker sind, keine Frage. Aber musikalisch ist das an Cheesyness kaum zu überbieten. Das ist für mich Speed-Pop, aber hat mit Metal in meinen augen wirklich nicht viel zu tun. Und die Melodien....weia.
Egal, auch diese Band hat Ihre Fans, nur werde ich zu 100% nie einer von denen werden.

So gern ich das HAMMERFALL Debut auch mag, für mich ist das def. kein Power Metal. Klassischer HM oder Melodic Metal passt da eher. METAL CHURCH sind Power Metal, JAG PANZER sind Power Metal, VICIOUS RUMORS....die Liste könne man unendlich fortsetzen.

"und das ist bei Power Metal nunmal der schnelle, melodische Europäische Stil"
Falsch!
Obwohl Bands wie AGENT STEEL oder eben auch die ganz frühen HELLOWEEN als Power-Metal bezeichnet wurden, ist der Ursprung eben nicht im schnellen europäischen, sondern im US-Midtempo Metal verankert. Grad bei beiden genannten Bands ist der unterschied doch ganz erheblich, auch damals schon gewesen, man muss nur mal auf die instrumentalfraktion hören. Das was in Europa dann abging, wurde und wird immer noch als Melodic-Metal bezeichnet.
Eine deutsche Band, die das mit der "Power" meiner Meinung nach sehr gut hinbekommen hat, waren ENOLA GAY. Das ist deutscher US-Power-Metal wie er nicht besser sein könnte.

Veröffentlicht am 14.08.2013 23:53:05 GMT+02:00
Frederick meint:
Nach 30 Jahren, finde ich, spielt es doch eine größere Rolle wofür der Begriff generell angewandt wird und das ist bei Power Metal nunmal der schnelle, melodische Europäische Stil. Soll die "Power" jetzt für eine harte Rythmussektion oder melodischen Pathos stehen? Passt doch beides und ist eigentlich nicht besonders wichtig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.08.2013 23:24:53 GMT+02:00
Chili Szabo meint:
"Was heißt denn Happy Metal und wie definierst du das? Über die ironischen Texte? Musikalisch gesehen spielen gerade Gamma Ray und Helloween ganz traditionellen Heavy Metal. Hammerfall genauso, trotz der auf jedem Album vertretenen Radiosingle. Dann darf man auch nicht vergessen dass diese Bands nun auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben und (genauso wie Maiden, Metallica und Priest) nicht mehr exakt genauso klingen wie auf ihren Debütalben. Wenn ich mir ältere Nummern wie "Heading for Tomorrow" oder (die 10 Minütige Albumversion von) "Helloween", beide von Kai Hansen geschrieben, anhöre dann höre ich verspielte und tiefgründige Meisterwerke und keinen synthetischen Plastikmetal wie er in diversen Discos gespielt wird. "

Ich glaube auch nicht, dass Kritiker allzu große Probleme mit Hammerfall, Helloween, Stratovarius oder Gamma Ray haben. Die haben allesamt genug großartige musik geschrieben, um die Rohrkrepierer, die sie auch alle hatten, vergessen zu können.
Das Problem sind die Clones der Hammerfall-Clones. Diese ganzen seelenlosen 0815-Produktionen, die keine Sau braucht, die nichts zu sagen haben, die nichts anderes können als den markt zu überschwemmen.

Fröhliche oder sagen wir positive Melodien waren auch nie ein Problem. Die Refrains von zB Lost In The Twilight Hall oder How many tears - um mal 2 Klassiker zu nennen - sind einfach unsterblich und großes Kino. Ne tolle Melodie war schon vor 50 Jahren ne große Sache und es wird in 100 Jahren auch nicht anders sein.
Blind Guardian werden vllt. nicht von der kompletten Szene geliebt, aber wenigstens respektiert. Es kommt hat immer auf die Umsetzung und die Attitude an. Peinlich wirds doch immer dann, wenn es ungewollt billig, kitschig und aufgesetzt klingt. Und da gibts es im modernen "Power"Metal mehr Schund als Klasse.

Da man hier ohnehin bis zum Knie im Schlager-sumpf steht: Es gibt tolle Schlager von Udo Jürgens und den 0815-Schrott von den Flippers.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.08.2013 22:58:45 GMT+02:00
Chili Szabo meint:
"Speed Metal: Overkill bis inkl. Horrorscope (wobei die erste noch deutliche Punk, aber auch NWOBHM Roots hat, Anthrax bis inkl. Among (dann wurde die Band m.E. als Thrash umgedeutet), Ratt, "

Ratt?????? Die Amis???? Round and round????

Ok, da hab ich teilweise komplett andere Schubladen:

Overkill machten bis zur Years of decay reinrassigen PowerMetal - die Taking Over ist für mich noch immer DIE beste PowerMetal-Scheibe aller Zeiten! - auf der Horrorscope war's teilweise purer Thrash, später einfach Overkillscher PowerThrash, SpeedMetal kann ich da nicht raushören.

Anthrax starteten auf der Fistful mit US-Metal, auf der Spreading kamen Speed und Thrash-Elemente hinzu. Die Among gilt allerdings nicht ohne Grund zu den Big5 des Thrash. Sicher kein BayArea-Thrash, sondern deutlich vom Hardcore beeinflusst.

Die typischste und BESTE SpeedMetal-Band neben Agent Steel waren für mich immer die frühen Flotsam & Jetsam.

PowerMetal ist und BLEIBT für mich harte, aber melodische Mucke von Bands wie Jag Panzer, Metal Church, Nevermore, Vicious Rumors, Lizzy Borden, Riot, Omen oder heute eben Brainstorm oder Iced earth. Ich käme nicht mal im Traum auf den Gedanken bei Hammerfall und Co von PowerMetal zu sprechen. Das war und ist klassischer Heavy Metal

Veröffentlicht am 13.08.2013 08:46:03 GMT+02:00
Alex Panz meint:
IRON FATE, sorry, Schreibfehler :-):
http://www.youtube.com/watch?v=K_QKL79MC2k

INNERSIEGE:
http://www.youtube.com/watch?v=nl0A49YaJLA

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.08.2013 18:47:48 GMT+02:00
Gryphos meint:
Alex

Gut, Mißverständnis ausgeräumt
(Obwohl ich 4 Alben von White Skull bei mir stehen habe ;-)

Innersiege und Iron Fater kenne ich (noch) nicht, wird aber demnächst angetestet. Thx.

Veröffentlicht am 07.08.2013 18:13:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.08.2013 18:15:31 GMT+02:00
Alex Panz meint:
@ Solar
Da hast du natürlich grad die Bands genannt, die wirklich nicht schlecht waren. LABYRITHN und DOMINE gehören für mich def. nicht zu Happy Metal, genau wie die frpühen RHAPSODY oder die gaaanz frühen SKYLARK, SHADOWS OF STEEL, etc. WHITE SKULL haben 2 Gute Platten rausgebracht, danach wurden die langweilig. Mir geht's da auch weniger um die Texte, aber wenn ich einen Mist wie ARWEN höre, die stellvertretend für viele dieser Art Bands sind, die eine Lead-Keyboarderin und eine Rythm-Keyboarderin haben und "March Of Time" von HELLOWEEN dermassen missbrauchen, dass ich den Drang bekomm.....lassen wir das, haha! Die Platte hat für mich mit Metal mal garnix zu tun!

Das, was heute mit Melodic-Power-Metal gleichgesetzt wird, ist für mich leider zum Grossteil weder Power Metal, noch etwas, dass ich mir in die Sammlung stellen würde.
Hört Euch mal INNERSIEGE aus den USA oder IRON FATER aus D an, DAS ist Power Metal, melodisch und dennoch "arschtretend"

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.08.2013 16:54:37 GMT+02:00
muffy666 meint:
"Beim US-Metal trägt meistens der Sänger mit seiner Stimme die Melodie, wobei die Band oftmals relativ simple Riffs beisteuert."

Finde ich einen guten Ansatz. So auch bei Nevermore, wobei die Riffs da etwas komplexer sind. Aber da wird auch irgendwas auf der H-Saite geshredded und die Melodie kommt von Darrel.

Bei Melo-Power Metal bekomme ich eh Flatterschiss. :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.08.2013 16:05:04 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.08.2013 16:09:00 GMT+02:00
Gryphos meint:
Alex
Stimme dir nur teilweise zu.
>> das waren eher die ganzen Klone aus Italien, die Ende der 90er das komplette (Melodic)-Power Metal Genre fast im Alleingang an die Wand gefahren haben <<
Nun ja, sicherlich sind viele Texte von diversen italienischen Power-Metal-Bands eher schwach, keine Frage. Jedoch musikalisch, sind viele gut bis sehr gut. Und, mal Hand aufs Herz, wer achtet denn bei irgendwelchen Metal-Platten groß auf den Text...?? Also ich jedenfalls eher selten. Bei mir steht ganz klar die Musik im Vordergrund.
Betr. Helloween, gefallen mir die ersten drei Helloween Alben bis zur "Keeper of the Seven Keys Part 2", sehr gut. Auch die "Gambling With The Devil" von 2007 gefällt mir recht gut.

Hier einige musikalisch gute bis sehr gute Bands aus dem Spaghetti-Lande...:

ARTHEMIS, WHITE SKULL, DGM, LABYRINTH, DOMINE, THY MAJESTIE um nur einige zu nennen.
Wer interesse hat zum reinhören...:

Black Society
Tales from the North
Different Shapes
Return to Heaven Denied
Emperor of the Black Runes
Jeanne D'Arc

Veröffentlicht am 07.08.2013 15:04:18 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.08.2013 15:07:47 GMT+02:00
Alex Panz meint:
Nun ja, die frühen HELLOWEEN wie auch AGENT STEEL galten am Anfang als Power-Metal, als es die ganzen Unter-Genres noch nicht gab! Die "Walls Of Jericho" würde ich aber auch nicht mit den späteren, nicht minder schlechten Keeper Scheiben vergleichen.
Ich wurde letztens einmal nach dem grössten Unterschied zwischen Euro-Metal und US-Metal gefragt, der eigentlich total simpel ist:

Beim US-Metal trägt meistens der Sänger mit seiner Stimme die Melodie, wobei die Band oftmals relativ simple Riffs beisteuert. Natürlich ist das nicht immer der Fall und kann auch progressiv sehr anspruchsvolle Leads haben aber generell beim klassischen US-Metal hat man Instrumental nicht diese Variation, dass möglichst umfangreiche Melodien runtergezockt werden. Wie oft hat man es, dass ein Riff ewig auf dem tiefen C liegt und der Sänger dabei Melodien runterreisst, dass einem vor Freude die Tränen kommen.
Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=f28wIVPRp8M

Anders bei Euro Metal, wo die Melodie überwiegend von der Band getragen wird, was leider nicht nur selten zum Kinderlied-Metal führen kann. Der Sänger hier unterstützt dass, indem er oftmals mit der Instrumental Frakton, meist Keyboards, diese Melodien teilt.
Bsp, das bereits genannte Dr. Stein oder auch DRAGONFORCE

HELLOWEEN waren, was Kinderliedmelodien betrifft, garnicht mal SO schlimm, das waren eher die ganzen Klone aus Italien, die Ende der 90er das komplette (Melodic)-Power Metal Genre fast im Alleingang an die Wand gefahren haben

Veröffentlicht am 06.08.2013 22:21:06 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.08.2013 04:16:30 GMT+02:00
Frederick meint:
Klar sind das Stereotypen, aber wenn sie doch nuneinmal zutreffen: warum besteht denn die Metalszene überwiegend aus weißen und warum gibt es kaum Schwarze die etwas anderes machen als Hip-Hop, Rap, Soul, RnB oder eben Jazz? Da ist ja keine Wertung drin enthalten (Ich liebe Jazz, wie ich eben schon sagte), aber das verschiedene ethnische Gruppen sich zu unterschiedlich Strukturierter Musik hinngezogen fühlen lässt sich beobachten - und dass der Rythmus ein viel größeres Spielfeld ist als die Melodie weiß auch jeder der ein Instrument beherrscht - aber warum die Musik dann noch zusätzliche Härte in Form von E-Gitarre und Bass braucht verstehe ich nicht, gerade wenn man seine Songs so schreibt dass sie eigentlich komplex und dadurch intensiv seien sollen. Wer denkt bei diversen Black Metal Bands trennen sich Spreu und Weizen was Musikverständnis angeht der sollte sich mal Miles Davis oder Frank Zappa zu Glanzzeiten zu Gemüte führen. Aber das sind doch keine Attribute die ich von gutem alten Heavy Metal erwarte. Metal SOLL Spaß machen und mit allerlei Gefühlen spielen.

Und was denn für Kindermelodien? Aces High und soziemlich jeden anderen Maiden oder Priest Song kann auch jeder Idiot noch mit 2,5 Promille auswendig mittsingen und irgendwie kommen mir die Melodien ebenfalls "fröhlich" vor. Es gibt da wirklich keinen Punkt in dem man den alten Bands irgendeine Überlegenheit gegenüber den neuen attestieren könnte. Metal war früher weder härter noch innovativer oder technisch anspruchsvoller als heute. Alles was - bezogen auf die ursprüngliche Frage nach dem würdigen Nachfolger - bleibt ist zu behaupten dass der älteste immer der beste ist. Warum? Ja weils halt die ersten waren. Musik entwickelt sich aber mit der Zeit und klar gibt es Nachfolger. Nicht 3 oder 4 sondern 3- oder 400 weil die Szene so rapide angewachsen ist, und dazu zählen natürlich Bands wie Helloween, Gamma Ray, Hammerfall, von Pains verhasste Freedom Call, Blind Guardian, Nightwish, Avantasia, Primal Fear... keine weltweiten Megastars (weil es die eh nichtmehr gibt) aber alles Menschen die nach über 10 und teilweise über 20 Jahren im Showgeschäft noch Spaß an ihrem Job haben und Menschen durch Musik vereinen. Maiden haben nie etwas anderes getan und das die Maßstäbe sich verschoben haben muss man in so eine Frage nunmal miteinberechnen.

Dr. Stein ist ein ernst gemeinter Song und JBO schreiben lustigere Texte als Helloween? Also wenn irgendjemand nicht weiß wie Humor funktioniert dann JBO! Mehr als dumme Wortspiele über fremden Melodien kriegen die doch eh nicht auf die Kette, und das wirkt wirklich krampfhaft und ungekonnt. Dann schon lieber Knorkator. Aber mal im ernst: gerade das Songwriting auf den Keeper Alben ist doch mega stark. Die Jungs haben damals in astreinem Englisch geschrieben (für eine deutsche Metalband anno 88 heißt das echt was), haben das ganze total locker aussehen lassen und es immernoch geschaft sarkastische Kritik am damaligen Zeitgeist zu üben. Aber Sarkasmus ist eben nicht jedermanns Fall. Die Texte wären jedenfalls das letzte wofür ich die Band Kritisieren würde. Wenn man tatsächlich zuhört geht es auf den Alben nämlich genauso sehr um Außenseitertum, Druck, den Wahnsinn der Menschen, über Krieg, Tod und Verderben wie auf jedem Metallica oder Slayer Album. Nur halt mit dem Grundton "guckt mal wie bescheuert das alles ist" statt "alles ist scheiße"... ich finde das 10 mal cooler als gleich wie ein Irrer mit dem Zaunpfahl zu winken. Um was geht es denn in Dr. Stein? In erster Linie doch um einen Mann der es mit seinem Arbeitswahn so weit treibt das er letzten Endes von seinem eigenen Klon um die Ecke gebracht wird. Muss man jetzt Kunstwissenschaft studiert haben um da Parallelen zu sehr realen Mißständen zu ziehen? Natürlich braucht solche Analysen im Endeffekt kein Schwein, weder in der Musik noch im Museum aber der Schreibstil auf den Keeper Alben ermöglicht es einem zumindest. Das ist weitaus anspruchsvoller als, richtig Metal, 3 Minuten lang zu beschreiben wie der arme Doktor verblutet.

Veröffentlicht am 06.08.2013 20:48:38 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.08.2013 20:49:13 GMT+02:00
jengelson meint:
Auch wenn ich Helloween heut nicht mehr höre muss ich ehrlich sein sind sie nicht ganz unschuldig das ich nun seit 25 Jahren dem Metal zugeneigt bin, und da bin ich sicher nicht der Einzigste :)
Wer weiß ob ich sonst je auf die Idee gekommen wäre mir Kreator anzuhören und die hör ich heut noch gern.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2013 19:45:40 GMT+02:00
Stimmt, "Dr. Stein" ist eion Paradebeispiel für Happy Metal. Genrell haben Helloween viele Songs mit "Kinderliedmelodien". Noch schlimmer (ich benutze dierses Wort mal, da ich diese Sorte von Musik nicht mag) sind da teilweise Freedom Call. Es sind halt fröhliche Melodien mit den üblichen Dur-Akkorden.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2013 17:47:04 GMT+02:00
muffy666 meint:
Ein klassischer Fall von "Happy Metal" dürfte Dr. Stein von Halloween sein. Liebliche Melidien, affiger Text und ein schönes Comic Cover zur Single. Es gibt zwar diverse Bands mit "humoriger" Ausrichtung (JBO, Mucky Pup, mit Abstrichen auch S.O.D. / M.O.D.) aber im Falle von Halloween vermisse ich das Augenzwinkern. Will heissen: die meinen das ernst.

Die Ausführungen zu den unterschiedlichen Musikkulturen sind nicht zutreffend und streifen den Bereich ethnische Stereotype.

"Wir mit unserem klassichen Background" - ich bin jedenfalls nicht mit Klassik aufgewachsen, wenngleich das im Elternhaus regelmässig gespielt wurde. Ich fands doof und habe primär Radio mit vor allem englischer und US Mucke (Pop / Rock) gehört, bis mich das Metal Fieber erwischt hat.

Daher kann ich als Fan und auch Instrumentalist nicht wirklich behaupten, dass aus mir ständig der Klassiker herausbricht.

Dass die Amis tendenziell viel Jazz hören halte ich auch für ein Klischee. Was in USA tatsächlich mehr am Start ist, ist generell Live Musik, zB in Bars und Clubs.

Was ich auch nocht mitgehen würde ist, dass die US Musiker ihre Instrumente in der Regel gut beherrschen, da dies zB auf der High School (extracurricular activities) mehr gefördert wird als hier. Die generelle Ausrichtung auf competition tut ein Übriges.

Die Entwicklung populärer und rockiger Musik bzw. deren prägende Band ist mehrfach über den Atlantik hin und her geschwappt. In den USA wurde mit Blues und Jazz der Grundstein für Rock n Roll gelegt, der in den 50ern im großen Stil nach Europa kam. Dies wurde von Europäischen Bands zunächst adaptiert.

Die Gegenbewegung kam mit der British Invasion, Mitte der 60er, als den den Combos gelungen ist, das Rock n Roll Rezept zu modifizieren und eigenständige Stile daraus zu entwickelen (zb Beat oder Psychedelic). Wichtige Bands: Beatles, Stones, The Troggs, Yardbirds, Kinks, Tom Jones...

Ende der 60er / Anfang der 70er besannen sich Bands wie Led Zep und v.a. Black Sabbath wieder mehr auf die Blues Wurzeln und entwickelten im Falle Sabbath daraus einen reduzierten Proto-Metal Stil (v.a. der Song "Black Sabbath"). Ansonsten schimmern v.a. auf dem Debut sehr viele Blues-Vibes durch. Die meisten Riffs von Sab der Anfangszeit sind de facto Moll-Pentatoniken, angereichert um ein paar chromatische Fremdnoten.

Aus diesem Gebräu entwickelte sich schließlich - wiederum in England - die NWOBHM, die die Blues Wurzeln eindampfte.

Die Amis antworteten mit Pentagram (auf Sabbath) und mit Queensryche, Agent Steel, Fates Warning und Crimson Glory auf Iron Maiden.

Bis dahin ist in Deutschland mit den unglaublichen Klassikroots erstmal gar nix passiert. Allenfalls schale Bemühungen, von den Amis und Engländern abzukupfern. Ich sach mal: Peter Krauss.

Die Deutschen hatten das Vergnügen, aus der dynamischen Entwicklung auf beiden Seiten des Atlantiks, sich das beste rauszuziehen - und dann jedenfalls in meinen Ohren mit eher Schlagermelodien als mit Klassik anzufüttern. Würde man die Klampfen leiser machen, könnten Accept zB auch auf jedem Musikantenstadel auftreten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2013 16:35:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.08.2013 16:40:08 GMT+02:00
Frederick meint:
Die Europäischen Bands haben das Grundgerüst des US Powermetals sicher übernommen, aber wir haben hierzulande ein ganz anderes Gespür für Musik. Metal Church mag ich persönlich und die ersten Metallica Platten sowieso, aber ich mag den Amerikanischen Schreibstil was Metal angeht nicht - bezogen auf die Melodieführung. Das sind einfach zwei ganz andere Musikkulturen und ich liebe beispielsweise alten Blues und Jazz, aber wir mit unserem Klassik Background komponieren doch um längen besseren Metal. Was die Amis richtig gut können ist Prog, finde ich, oder eben gleich klassischen Jazz. Schwarze Musik eben.

Was heißt denn Happy Metal und wie definierst du das? Über die ironischen Texte? Musikalisch gesehen spielen gerade Gamma Ray und Helloween ganz traditionellen Heavy Metal. Hammerfall genauso, trotz der auf jedem Album vertretenen Radiosingle. Dann darf man auch nicht vergessen dass diese Bands nun auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel haben und (genauso wie Maiden, Metallica und Priest) nicht mehr exakt genauso klingen wie auf ihren Debütalben. Wenn ich mir ältere Nummern wie "Heading for Tomorrow" oder (die 10 Minütige Albumversion von) "Helloween", beide von Kai Hansen geschrieben, anhöre dann höre ich verspielte und tiefgründige Meisterwerke und keinen synthetischen Plastikmetal wie er in diversen Discos gespielt wird.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2013 15:55:25 GMT+02:00
muffy666 meint:
Stimmt, oder Nevermore, Iced Earth, Steel Prophet. Heute sickern in den Begriff Powermetal auch schon Combos wie Sonata Arctica ein...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2013 15:54:11 GMT+02:00
Die erste Helloween ("Walls Of Jericho") finde ich tatsächlich gar nicht schlecht. Was danach kam... na ja, Schwamm drüber.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2013 15:43:51 GMT+02:00
Gryphos meint:
Doc

Perfekt erläutert. Aber bitte nichts gegen die ersten Helloween und die ersten Gamma Ray Alben.... ;-))

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2013 14:46:09 GMT+02:00
Power Metal ist ursprünglich nicht dieser "Happy Metal" (Helloween, Gamma Ray, Hammerfall etc.), den man eben heute hauptsächlich in diese Schublade packt. Die ersten Bands, die unter dem Banner "Power Metal" losgezogen sind, klangen deutlich härter und nicht so fröhlich. Zum Beispiel Jag Panzer oder Metal Church. Die US-amerikanischen Vertreter, die unter diesem Begriff firmierten, machten diesen aber eben nicht so bekannt wie die später auftauchenden europäischen Bands.

Veröffentlicht am 06.08.2013 04:25:18 GMT+02:00
Frederick meint:
Powermetal ist melodischer Speedmetal, so verstehe ich es. Bei dem ganzen durcheinander wünscht man sich manchmal es einfach bei Hevy Metal als Oberbegriff belassen zu zu können, wobei die Genres heute tatsächlich sehr viel differenzierter klingen als früher. Die Walls of Jericho oder die ersten Blind Guardian Alben hatten noch einen richtig schönen Thrash Anteil und Gamma Ray klingen eigentlich heute noch so - aber was dann wiederum aus Metallica geworden ist um wieder auf das eigentliche Thema zurück zu kommen...

Zählt man nun zu den Urvätern des Metals wenn man Zeit seines Lebens denselben Stil beibehält oder muss man sich auf jedem Album erfolgreich neu erfinden? Ich halte das alles für Unsinn und denke: solange die Musiker mit Leidenschaft bei der Sache sind ist es scheißegal ob ein Album wie das andere klingt und ob die Band jemals eine rund 40 Jahre alte Musiklandschaft revolutioniert. Das ist absolut Nebensächlich verglichen mit der eigentlichen Funktion von Musik Gefühle zu Kanalysieren - und die großen Bands von früher hatten (und haben) es mega einfach verglichen mit den neueren. Die hatten ihre Weltweiten Hits und haben ausgesorgt... wenn ich dann aber sehe das überall auf der Welt kleine Bands ihren Idolen nacheifern und darum Kämpfen überhaupt festen Boden unter den Füßen zu haben, dann sehe ich ganz deutlich wo in der heutigen Musikindustrie die Leidenschaft steckt. Bestimmt nicht bei Maiden und Metallica deren größte Sorgen aufstrebende Geheimratsecken seien dürften. Wer diese Musik spielt, das von Herzen gerne tut, damit die Szene und sich selbst am Leben erhält der darf sich ohne mit der Wimper zu zucken als Nochfolger dieser alteingesessenen sehen, und das sind heute nunmal viele kleine statt wenige große Bands! Darum geht es, und nicht um den Musikalischen Urknall nach Sabbath.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.08.2013 03:46:37 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.08.2013 03:46:58 GMT+02:00
Frederick meint:
Diese Dubstep Geschichte fand ich auch Grausam, wobei es mich auch nicht wirklich enttäuscht hatt. Wenn ein Genre definitiv tot ist dann der NuMetal.

Veröffentlicht am 05.08.2013 19:04:46 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.08.2013 19:45:25 GMT+02:00
Gryphos meint:
Trance-Metal ist ein Mixgenre (Melo-Death-Metal/Dance/Trance mit diversen Metalcore-Elementen) das vor allen Dingen seit kurzem in Japan enorme Erfolge feiert. Ich kenne auch nur zwei Bands, die diesem Genre zugeordnet werden:

SILENT DESCENT - Mind Games
und
BLOOD STAIN CHILD - Epsilon

Dieses Genre ist noch sehr jungfräulich, aber ich kann dem nicht allzu viel abgewinnen. Wie gesagt, abwarten ob es von Japan zu uns rüberschwappen wird....
Dies nur zur Info.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.08.2013 15:36:01 GMT+02:00
muffy666 meint:
Stimmt, die Abgrenzung von Speed und Thrash war immer ein heisses Thema. Wahrscheinlich hat man deswegen den Begriff Speed Metal irgendwann auch ausgemustert.

Wobei meiner Ansicht der Begriff Speed Metal - analog zur Weiterentwicklung der meisten Bands - in den Begriff Power Metal übergeleitet wurde. Der Vorläufer von Speed Metal dürfte wohl der sogen. "US Metal" gewesen sein - also im Prinzip auch bei Maiden geklaut, nur härter... :-) (z.B: Sanctuary, die ersten Fates Warning, Crimson Glory, frühe Queensryche).

Meine persönliche Abgrenzung:

Speed Metal: Overkill bis inkl. Horrorscope (wobei die erste noch deutliche Punk, aber auch NWOBHM Roots hat, Agent Steel (ggf. noch späte "US Metal"), Anthrax bis inkl. Among (dann wurde die Band m.E. als Thrash umgedeutet), Megadeth galt in "meiner Zeit" immer als SpeedM, Ratt, Risk, Chroming Rose, frühe Rage (bis zu dem Zeitpunkt, wo er die Stimme tiefer gelegt hat), frühe Metallica liefen auch unter dem Begriff, Helloween (bis ca. inkl. Keeper II).

Thrash: Sodom, Kreator, Slayer, Dark Angel, Testament, Exodos, Sepultura, Heathen, Sacrosanct, Metallica ab Master, Megadeth so ab So Far... (wobei Megadeth per Definition zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd wie etwa Slayer geklungen haben).

Power Metal: Overkill (ab I Hear Black), Nevermore, Iced Earth... usw.
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