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Regie bei Hörbuch-Aufnahmen


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1-3 von 3 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 12.06.2014 14:43:28 GMT+02:00
JK meint:
Es mag ja kleinkariert klingen, aber immer mal wieder fallen mir in verschiedenen Hörbüchern Fehler in der Aussprache auf...das reicht von einzelnen Aussetzern (z.B. wird da der Vorname "Hugh" wie das Adjektiv "huge" ausgesprochen, der Name der ehemaligen israelischen Premierministerin Golda Meir wird wie "Meier" statt korrekt "Meh-Ir" gesprochen usw...) bis hin zu sehr eigenwilligen Interpretationen der Namen der kompletten Romanfiguren, wie beim "Lied von Eis und Feuer", was mich persönlich am meisten ärgert, da in der Hörbuchfassung die alte Übersetzung mit den englischen Eigennamen zum Tragen kommt, die Namen aber derart gekünstelt "germanisch" ausgesprochen werden, daß das ganze "Flair" verloren geht...Gibt es eigentlich bei der Aufnahme keinen Regisseur, der dafür sorgt, das da gewisse Richtlinien eingehalten werden, oder kann jeder Künstler nach eigenem Gusto vortragen? Es erfordert ja im Zweifel nur wenige Minuten Recherche, um die korrekte Aussprache festzustellen, oder bin ich einfach nur zu pingelig?

Veröffentlicht am 14.07.2014 16:54:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 14.07.2014 17:21:18 GMT+02:00
Hörbuchproduktionen sind heutzutag oftmals qualitativ minderwertig produziert. Einige Verlag gehen auf Masse und die Aufnahmen werden einfach von Tontechnikern durchgeführt denen die Regie vielleicht nicht so liegt oder die aufgrund der spärlichen Bezahlung nicht wirklich motiviert sind. Wobei nicht nur die geringe Bezahlung als Grund für "Regiefehler" herangezogen werden kann. Fehler passieren vor allem dann, wenn man sich ihrer nicht bewusst ist. Ich selber bin Produzent von Hörbüchern und -spielen und spreche zudem auch selbst ein. Das zumeist allein, ohne Regie. In dem Fall nehme ich mir aber so viel Zeit wie nötig um ein für mich schönes Hörbuch zu produzieren. Um solchen Fehlern vorzubeugen sollte vor der Produktion zumindest alles uneindeutige mit dem Autor besprochen und kurz skizziert werden. Damit hat man schon viele Klippen umschifft. Neben den sprachlichen Mängeln an Hörbüchern stösst mir oftmals die fehlende tontechnische Qualität von Sprachaufnahmen auf den Magen. Bei einem MP3-File schaukeln sich Fehler beim Aufnehmen und Mastern unter Umständen hoch und das Ergebnis ist oft fürchterlich.

Veröffentlicht am 15.07.2014 07:47:32 GMT+02:00
Tedesca meint:
Was ich persönlich sehr wichtig finden würde, ist, dass man sich bei Büchern, die in anderen Ländern spielen, mit der jeweiligen Sprache beschäftigt bzw. zumindest Rücksprache mit einem Native Speaker hält.

Ich seh ja ein, dass nicht jeder Sprecher fünf Sprachen spricht, aber wenn Chiara, was ja nun wirklich kein seltener Name ist, zu "Tschiara" wird (Daniel Brühl in "Die Einsamkeit der Primzahlen") und statt Talleyrand und Murat (beides Franzosen) "Tallyrand (englisch ausgesprochen) und Murat (wie der Türke)" am Tisch sitzen (Detlef Bierstedt in einer der Drachengeschichten von Naomi Novik), da krieg ich einen Schreikrampf. Das ist einfach nur peinlich. Und DAS sind nur meine beiden Lieblingsbeispiele, die anderen merk ich mir zum Glück nicht.

In meinem Umfeld sagen viele Leute "Ach, das ist mir garnicht aufgefallen", somit dürfte das wohl kein großer Qualitätsmakel sein, aber für sprachsensible Menschen ist es jedes Mal ein Faustschlag in die Magengegend. Dies nur als kleine Anregung für alle Produzenten, die sich je hierher verirren sollten.

Mit der Tonqualiät hatte ich bisher bei neuen Produktionen eigentlich kaum Probleme. Ich kaufe ausschließlich über audible.de, und auf meinem iPod kommt alles relativ gut rüber, aber da bin ich jetzt auch nicht SO kritisch wie bei Musik. Apropos Musik: ich hasse Hörbücher mit musikalischer Untermalung, und viele meiner Freunde tun das ebenfalls! Die Produzenten mögen das als Bereicherung ansehen, aber ich empfinde es als extrem störend, wahrscheinlich auch, weil mir die Musik in den seltensten Fällen gefällt. Dazu kommt noch - und das ist nun doch ein tontechnischer Mangel - dass sie oft viel lauter ist als der Text und es einem jedes Mal das Trommelfell einschlägt, wenn's losgeht.
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Erster Beitrag:  12.06.2014
Jüngster Beitrag:  15.07.2014

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