gebrauchte eBooks weiterverkakufen - Hab ich Eigentumsrechte?


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1-14 von 14 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.02.2012 14:18:31 GMT+01:00
Lesefreund meint:
Ich würde gerne gebrauchte eBooks kaufen oder verkaufen. Wenn ich ein Buch kaufe erwerbe ich doch Eigentumsrechte, die ich weiter veräußern kann, oder gehört mir ein gekauftes eBook etwa nicht?
Kann doch wohl nicht sein, dass ein eBook zwar nur ein oder zwei Euro weniger kostet als eine gedruckte, verpackt mit der Post gelieferte und wiederverkaufbare Buchausgabe ich für diesen geringen Preisnachlass aber kein Eigentumsrecht erwerbe.
Also, muss doch möglich sein ein einmal gekauftes eBook weiter zu verkaufen!

Veröffentlicht am 19.03.2012 13:36:57 GMT+01:00
Tim Krieger meint:
Die Frage finde ich auch sehr interessant. Ich habe sie auch schon mal an den Kundendienst gemailt, leider kam nie eine Antwort. Im Moment liegt dem Bundestag eine Gesetzesvorlage zu dem Thema vor. http://www.computerundrecht.de/20120207_1708377.pdf Vielleicht tut sich schon bald was in dem Bereich.
Grüße
Tim Krieger

Veröffentlicht am 20.03.2012 16:54:05 GMT+01:00
Tim Krieger meint:
Das Thema lässt mich nicht los - ich habe in meinem Blog mal ein paar Punkte zusammengetragen.
http://www.nerdizm.de/2012/03/18/gebrauchte-ebooks-verkaufen-warum-amazon-nicht-mitspielt/

Am spannendsten finde ich die Frage, warum man Software eigentlich gebraucht weiterverkaufen darf, eBooks aber angeblich nicht. Wo soll denn da der Unterschied sein?

Veröffentlicht am 20.03.2012 18:40:01 GMT+01:00
Lesefreund meint:
Bei all dem reden wir vom Recht am Text. Den hat sich ursprünglich mal ein Autor ausgedacht. Weil er in der Regel nicht in der Lage ist so einen Text selber zu vermarkten bedient er sich eines Verlages und dessen Händlerkontakten. Teuer machen die ganze Sache die Verlage und der Handel. Der geringste Teil des Buchpreises landet beim Autor. Der Autor ist der eigentliche Werteerschaffer, kommt aber am schlechtesten dabei weg. Bisher sah er sich abhängig von Verlagen und Buchhandel. Der hat sich mit dem Argument, der Deutsche Literaturlandschaft Vielfalt und hohes Niveau (was immer das sein mag) erhalten zu wollen als Grundbedingung dafür die Buchpreisbindung ins Gesetz schreiben lassen. Das Ergebnis dieses Systems sicherlich Masse. Ob dabei auch Klasse und Niveau entstehen mag jeder für sich selber entscheiden. Ob die Masse der Autoren bei wenig erfolgreichen Texten in diesem System leben können bezweifele ich. Also nutzt dieses System in erster Linie nur den Verlagen und dem Handel. Dem Kunden nutzt es nicht - wo sollte das geschenen?
Die Buchpreisbindung ist M.E. einer der wichtigsten Mitgründe, warum ebook-Preise in Deutschland höher sind als in anderen Ländern und dass Verlag und Handel sich mit allen Mitteln sträuben diese Schutzmauer löcherig zu machen, indem z.B. Bücher als gebrauchte ebooks zurück auf den Markt kommen.
Übrigens ist das Argument, nur durch Preisbindung kann die Autorenlandschaft geschützt werden nicht mehr zutreffend. Heute kann ein Autor über das Internet direkt publizieren und seine Texte verkaufen, ganz ohne Verlage. Kosten entstehen ihm dabei kaum. Es gibt sogar schon von Autoren gegründete Internetverlage, die dabei helfen. Selbst kleinste Auflagen können so noch einen Weg zum Leser finden. Ganz nebenbei wird dabei die Umwelt geschützt. Es müssen keine Bäume für diese Bücher gefällt werden, es wird keine Energie für Transport und das Heizen von Verkaufs- und Lagerräumen verbraucht und es entweicht auch kein CO2 in die Umwelt, wenn alte Bücher mal in der Müllverbrennungsanlage landen.
Wird die Buchpreisbindung abgeschafft, dann wird auch der Rest des Rechtesystems leichter zu händeln sein.

Veröffentlicht am 20.03.2012 21:49:37 GMT+01:00
Tim Krieger meint:
Ich finde da absehbar wird, dass in Zukunft physische Trägermedien wie Papier, CDs oder DVDs eine immer geringere Rolle spielen werden (siehe "Cloud"-Dienste und das Wegfallen des CD-Laufwerks bei den neueren Laptops) sollten mit dem Erwerb der digitalen Werkskopie die selben Kundenrechte (sprich Besitz und Recht auf Wiederverkauf) einher gehen wie beim Kauf eines "handfesten" Werks. Hier ist noch viel unklar, zum Beispiel auch warum eBooks mit 19% Umsatzsteuer besteuert werden, Papierbücher aber mit ermäßigten 7%. Wenn die Marktanteile an elektronischen Büchern wachsen, wird die Diskussion auch an Fahrt aufnehmen. Übrigens gibt es mit "redigi" bereits einen legalen Shop für gebrauchte MP3s.

Veröffentlicht am 06.04.2012 10:33:41 GMT+02:00
* meint:
Aus ökonomischer Sicht müsste Preis für ein E-Book etwas unter dem aktuellen Gebrauchtpreis für phyische Bücher liegen. Gerade Fachbücher, die realtiv teuer sind, verkaufe ich wieder. Und beim Ersterwerb berücksichtige ich schon meinen ungefähren Wiederverkaufswert. Außerdem verkennt Amazon die Einkommenslage der Leser. Viele, müssen/wollen ihre gesammelten Bücher eines Tages auch wieder verkaufen. Um Platz zu schaffen im Regal und/oder um wieder liquide zu werden. Das Kindle ist wohl eher was für sehr Wohlhabende, die es sich leisten können, x-hunderte Euro an Wert in einem Gerät unwiederbringlich zu haben. Ich persönlich denke bei fast jeder Neu-Anschaffung, dass ich es zur Not auch wieder verkaufen kann.

Veröffentlicht am 07.10.2012 14:25:06 GMT+02:00
mister_brown meint:
absolut richtig!
Ich würde mir sehr gern eine eBook-Reader kaufen und dann künftig auch eBooks.
Was mich davon abhält ist die Tatsache dass man nach dem erwerb des jeweiligen eBooks offensichtlich kein Widerverkaufsrecht hat. (wo hingegen man fakisch jedes gedruckte Buch auf Flohmärkten, bei Online-Auktionshäuser, Antiquariaten oder sogar bei amazon.de gabraucht verkaufen kann - und so noch mind. 20-40% des (Neukauf-)Preises erzeihlen kann.

M.M. nach ist ein eBook unter dem Strich sehr viel teurer als das geduckte buch (nicht widerverkaufbar + kosten für die Hardware - Reader etc.)

Veröffentlicht am 27.11.2012 16:01:19 GMT+01:00
... zumal bei allen anderen Artikeln der "Marketplace" einen sogar angeht, diese gebraucht wieder zu verkaufen. :)

Veröffentlicht am 05.01.2013 00:10:00 GMT+01:00
Anne Franz meint:
Ich verstehe auch nicht dass wir Kunden das so einfach über uns ergehen lassen. Aus protest "kaufe" ich nur kostenlose e-book Bücher bei Amazon. Ich finde es eine Frechheit dass e-books teilweise sogar teurer verkauft werden als Papier Bücher (Rita Falk Schweinskopf al Dente). 13 Euro für ein e-book wärend das paper book 10 Euro kostet! Ausserdem müsste es auch möglich sein e-bücher kostenlos in Bücherreien auszuleihen. Genau eben wie Papier Bücher auch und es müsste möglich sein das Buch Freunden zu leihen ohne den ganzen Kindle mit verleihen zu müssen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.01.2013 10:07:55 GMT+01:00
Mondschatten meint:
Auch ich, als Neu-ebook-Leser bin etwas irritiert, dass ich die gelesenen Bücher nicht weiter geben darf. Noch nicht einmal kostenlos. Ich habe das Teil gekauft, also kann ich doch, rein rechtlich, damit machen was ich will.
Ich weiß nicht, ob diese Art von Knebelung der Kunden mit unserem Rechtssystem vereinbar ist.

Veröffentlicht am 28.01.2013 09:39:53 GMT+01:00
A. Weninger meint:
Darf ich jetzt "gebrauchte" eBooks vekaufen oder nicht? Technisch ist es ja kein Problem!

Oder sollte man es einfach mal ausprobieren bei eBay und Co. und schauen was passiert!?

MfG. Weninger

Veröffentlicht am 10.02.2013 19:30:55 GMT+01:00
Alex S meint:
Tja, nachdem ich auf diesen Thread gestoßen bin, wird es wohl für mich kein Ebook geben. Das gute alte Buch ist doch immer noch am Besten, man hat etwas in der Hand, was einem auch gehört.

Grüße Alex S.

Veröffentlicht am 10.03.2013 21:38:35 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.03.2013 21:42:23 GMT+01:00
Astrid Rose meint:
Hab heute echt nicht schlecht aus der Wäsche geschaut, als in den Nachrichten kam, dass Apple und Amazon gerade planen, MP3, Videos und E-Books als gebrauchte Ware weiterzuveräußern.

Hierzu wird die Datei auf dem Gerät des Verkäufers wohl gelöscht und dem Erwerber ein Link zum Download einer (wohlgemerkt) neuen Datei übermittelt.

Nun frag ich mich ehrlich, wie weit die den Preis drücken wollen bei einem E-Book, was als Original gerade mal 2,49 Euro kostet.

Außerdem finde ich es grenzt schon an Diebstahl. Schließlich verdient weder Autor noch Verlag an diesem Weiterverkauf, der in Wirklichkeit ein Neuverkauf ist.

Und Nein: Für mich ist es nicht mit einem Buchkauf aufem Flohmarkt zu vergleichen. Die dortigen Bücher haben idR Gebrauchsspuren, einen höheren Sachwert (Papier- und Druckkosten) und sind etwas, was ich schlicht und einfach gesagt anfassen kann.

Mann oh Mann ... Ich krieg so langsam das Gefühl, dass die Shops sich die Selfpublisher vergraulen wollen.

lg Astrid

Ach, und auf die eigentliche Eingangsfrage nochmal einzugehen: Nein, es wird nicht das Eigentumsrecht am E-Book, sondern ein Nutzungrecht erworben. Sh: http://www.computerbild.de/artikel/cb-Ratgeber-Kurse-Internet-eBooks-Was-ist-erlaubt-und-was-nicht-7867389.html

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.04.2013 15:15:30 GMT+02:00
koi88 meint:
> Ausserdem müsste es auch möglich sein e-bücher kostenlos in Bücherreien auszuleihen.

Das geht schon in den meisten Büchereien, per "onleihe". Ich mache das ständig, es ist sehr bequem. Mit einem Klick ausleihen, einfach auf den Reader laden und lesen. Nach 2 Wochen wird das ebook dann automatisch "zurückgegeben", auf dem Reader ist es dann nicht mehr lesbar.

Einziger Wermutstropfen: die Büchereien unterstützen nur den epub-Standard, nicht Amazons proprietäres Kindle-Format. Damit geht das Ganze mit einem Kindle leider nicht.
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