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Was würdet ihr gern in einem Fantasybuch lesen?


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1-6 von 6 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 17.01.2014 22:53:34 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 17.01.2014 23:08:02 GMT+01:00
Ich möchte bald mit meinem Buchprojekt (Portalwelten) beginnen, doch bevor ich mit meinem Worldbuilding-Monat anfange, möchte ich gern eine kleine Meinungsumfrage starten, um auf Gedanken zu kommen. Dabei gibt es einige Punkte, die mich besonders interessieren (Ihr müsst nicht alle beantworten! Sucht euch das heraus, worauf ihr Lust habt):

Protagonist/in und andere Charaktere:
Wessen Geschichte würdet ihr gern lesen?
Welche Schwächen oder Stärken mögt ihr in einer Figur?
Welche Schwächen oder Stärken findet ihr nervig?
Weiblich oder lieber Männlich? Liest du beides?
Aus der Sicht mehrerer Personen geschrieben oder aus der Sicht einer Person?

Rassen und Magische Wesen:
Über welche Rassen und magische Wesen liest du/würdest du gern lesen?
Welche gefallen dir überhaupt nicht?
Warum ist das so?

Magie und Setting:
Was für Arten von Magie magst du? (Blutmagie, Alchemie…)
Was für ein Setting möchtest du? (Mittelalter, Moderne, Altes Rom…)

Was hältst du von den folgenden Wesen, die ich gerne einbauen möchte? Was siehst du für mögliche Schwierigkeiten und Schwachstellen?
Nachtmahre (Ein Wasserdämon, der des Nachts aus dem Wasser kommt, um sich von den Träumen anderer Wesen zu nähren.)
Phönixe (Eine humanoide Art davon)
Kitsune (Gestaltwandler, die sich in weiße Füchse mit Eismagie verwandeln können)
Zentauren (Die traditionelle Form, jedoch in einer Wächterrolle mit Siegel-und Schutzmagie)

Handlung:
Was gilt deiner Meinung nach als Klischee? Was hast du noch nicht gelesen?
Was für Handlungsstränge magst du? (Romanze, Aktion, Rätsel,...)

Was sonst wichtig ist:
Was für Buchempfehlungen kannst du geben? Wer hat es richtig gemacht?
Fällt dir etwas anderes ein, das du unbedingt loswerden möchtest?

Ich würde mich sehr über eure Beteiligung freuen!

Veröffentlicht am 20.01.2014 09:06:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.01.2014 10:23:07 GMT+01:00
Breumel meint:
Was ich mag, sind Fantasy-Romane mit eigenen Ideen. Wenn ich da deine Frage lese 'Was hast du noch nicht gelesen?', scheint es dir etwas daran zu mangeln...
Du solltest dann ein Buch schreiben, wenn du lauter gute Ideen im Kopf hast. Es soll doch DEIN Buch werden, kein Auftragswerk. Schreiben ist kein Selbstzweck, jedenfalls nicht wenn du kein bekannter Autor bist und liefern mußt.

Veröffentlicht am 20.01.2014 14:56:33 GMT+01:00
@Breumel
Keine Angst, ich hatte nicht vor, ein Auftragswerk zu schreiben und einen Haufen an eigenen Ideen habe ich auch. ;) Mir ist nur eben klar, das auch andere Menschen Ideen, Vorstellungen und Wünsche haben, die man selbst vielleicht nicht berücksichtigt hat und die einem neue Denkanstöße geben, ohne dass man gleich am eigenen Prinzip zweifelt. Wer sich nicht mehr belehren lässt, ist arm an Vorstellungkraft. Genauso arm ist jemand, der seine Meinung ändert wie ein Fähnchen im Wind.

Die meisten Antworten auf die oben stehenden Fragen habe ich mir schon beatwortet und diese Entscheidungen stehen schon relativ fest.
Jedoch kann ich durch diese kleine Umfrage erfahren, warum genau andere zur selben Frage unterschiedliche Antworten geben. Unter Umständen kann ich dadurch sehen, wie ich die vorhandenen Ideen weiterentwickeln kann.
Es ist nie gut, wenn man sich in einem Denkmuster allzu wohl fühlt.

Außerdem steht meine Arbeit nicht still. Ich warte auch nicht mit klappernden Zähnen darauf, was man mir hier für "Aufträge" zukommen lässt.
Es tut mir leid, dass es in meinem ersten Beitrag anscheinend so rüberkam. Ich habe ein gutes Selbstbewusstsein und glaube an meine zahlreichen Ideen. :)
Aber es gibt immer eine andere Seite der Medaille, die man sich ebenfalls anschauen kann. Ich bin also einfach nur höllisch neugierig und lasse mich inspirieren (nicht diktieren). ;)

Veröffentlicht am 20.01.2014 21:56:43 GMT+01:00
Breumel meint:
Gib doch mal grob an, was für eine Art Buch du schreiben willst (also High Fantasy, Jugendbuch, Paranormal Romance o.a.). Dann kann ich dir eher positive Beispiele nennen sowie Dinge, die ich gar nicht mag.

Was ich überhaupt nicht leiden kann: Wenn der Autor vorgreift. So in der Art 'wenn er jetzt wüßte, was sich später daraus entwickelt, hätte er das nicht getan'. Stephen King neigt dazu - ich find's furchtbar, weil es mir oft die Überraschung nimmt.
Wichtig finde ich eine detaillierte Charakterentwicklung und Beschreibungen der Gefühle. Wenn z-B. jemand aus einer Ohnmacht aufwacht erwarte ich, dass die Person langsam zu sich kommt und erst mal lauscht, ihren Körper überprüft (wo tut's weh?), evtl. sogar schnuppert und dann langsam die Augen aufschlägt. Letztens hatte ich da ein Buch, da war nur 'Augen auf und weiter geht's'. Innenleben fehlte fast völlig, so dass ich mit den Personen einfach nicht warm wurde.
Zuviel Zufälle mag ich auch nicht, ich will einen logischen Aufbau. Das hat mich z.B. am vielgelobten Kuß des Kjer gestört - die Personen handelten nicht immer logisch und wenn die Autorin anscheinend nicht weiter wußte, gab es halt eine wundersame Wendung.
Die Hauptfiguren sollten auch nicht 'die schönste Frau des Ortes, der stärkste Kämpfer der Truppe' etc. sein. Erworbene Fähigkeiten wie Geschick, Waffenfertigkeiten o.a. sind in Ordnung und Intelligenz sollten sie schon besitzen, aber von Geburt an groß, stark und schön nervt (mich)...
Ebenso sind zu viel Selbstzweifel - Typ Weichei bzw. Jammerlappen - stark abtörnend. Eigeninitiative und Neugier erwarte ich von potentiellen Helden einfach, passive Figuren will ich ständig treten.

Veröffentlicht am 20.01.2014 23:03:15 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.01.2014 23:10:44 GMT+01:00
Ich würde das Genre als Alternate World bezeichnen. Es geht also um eine Welt, die parallel zu unserer eigenen Realität existiert. Meine Vorstellung war, dass der Leser durch die Protagonistin, die aus einer Kleinstadt in dieser Welt stammt, langsam in die Probleme der magischen Welt eingeführt wird. Zusätzlich war geplant, dass ihre Familie zum ganzen Konflikt beiträgt. Die sind nämlich alle (außer ihrem Onkel) noch am Leben und werden nicht einfach weiter ein ruhiges Dasein fristen können, nachdem alles ersteinmal begonnen hat. Ich mag es nicht, wenn Verwandte abgeschlachtet werden, nur damit sie aus dem Weg sind, desshalb will ich sie zu einem Teil der Handlung machen. (Mehr möchte ich noch nicht verraten).

Deine 'Augen auf und weiter geht's'-Figur muss eine dieser gemeinen Plotmarionetten sein! Auf die musst du besonders aufpassen, denn sie haben keinen eigenen Willen und gehorchen nur den Befehlen des heimtückischen Schreiberlings! Aber mal im Ernst, ich kann dich verstehen. Ich selbst habe in letzter Zeit das Problem mit diesen unecht wirkenden Protagonisten/ Charakteren in den Büchern, die ich lese. Kommt es dir nicht manchmal auch so vor? Als gäbe es nur, was die Geschichte verlangt und kein echtes Leben? Als hätten Nebenfiguren nur die Funktion, die "Lieblinge" der Geschichte in ein bestimmtes Licht zu rücken, ohne dabei eine Eigendynamik zu entwickeln? In letzter Zeit sehne ich mich danach, wieder in eine Geschichte einzutauchen, die es besser macht! Kennst du vielleicht soetwas?

Der Protagonist ist immer etwas heikel, da man mit ihnen das gesamte Buch verbringt. Ich habe mich gerade tierisch über den Protagonist namens Jay aus dem Buch "Zweilicht" aufgeregt, der immer wieder seine Meinung darüber änderte, welches der zwei Mädchen er denn nun nehmen sollte (Die natürlich absolut vernarrt in ihn waren) und zu viel über seinen toten Vater jammerte. Deswegen konnte ich auch nur wenig Mitgefühl aufbringen, als die Dinge wirklich schlimm für ihn wurden.
Du sprichst auf jeden Fall einen guten Punkt zum Thema Jammerlappen und Unentschlossenheit an.

Veröffentlicht am 22.01.2014 21:55:45 GMT+01:00
Breumel meint:
Ich kann es auch nicht leiden, wenn Nebenfiguren mal eben über die Klinge springen müssen, damit die Hauptfigur irgendwas kapiert. Und so viele Waisen wie in Romanen sind mir im realen Leben auch noch nicht begegnet...

'Augen auf und weiter' war leider die Hauptperson in Sheylah und die Zwillingsschlüssel (Neuauflage). In dem Buch war mir irgendwann jeder egal, weil keiner irgendwie Persönlichkeit hatte :-( Ich will nicht nur aus Erzählersicht auf die Figuren draufsehen, ich will - ob direkt oder indirekt - auch mit ihnen mitfühlen können. Und das mit etwas mehr Bandbreite als nur das ewige 'sie kaute auf ihrer Unterlippe' in Der Kuss des Kjer. Das ist ein Beispiel für ein eigentlich gut geschriebenes Buch, aber inkonsequente Figuren mit eindimensionalem Gefühlsleben. OK, zweidimensonal - ständig pendelnd zwischen 'will ich oder will ich nicht'. Da möchte ich irgendwann sagen 'entscheid dich und tu endlich was, ob nun dafür oder dagegen, aber hör auf zu jammern'. Und etwas mehr Intelligenz und Logik hätte der Geschichte auch nicht geschadet ;-)

Ein richtig gutes Buch und mal etwas völlig anderes ist Miss Peregrine's Home for Peculiar Children: (Miss Peregrine's Peculiar Children) (bzw. Die Insel der besonderen Kinder: Roman), welches ich gerade lese. Theoretisch ein Jugendbuch, aber mit einem ganz besonderen Zauber.

Buchtipps kann ich dir sicher geben, wenn du mir verrätst, was du sonst so magst. Klassische Fantasy? Paranormal Romance? Jugendbücher? In Richtung deines Buchs geht z.B. The Curse - Vanoras Fluch, welches ich besser als MondSilberLicht: MondLichtSaga: 1 fand.
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Erster Beitrag:  17.01.2014
Jüngster Beitrag:  22.01.2014

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