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Die schlechtesten Bücher, die ihr je gelesen habt


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Veröffentlicht am 29.03.2013 21:39:43 GMT+01:00
Weil es mal jemand gewagt hat "Das Rad der Zeit" zu erwähnen. Auch ich halte es für ein schlechtes Werk und habe eine Menge Zeit reingesteckt, bevor es mir zu bunt wurde. Ich habe nur die ersten 20 deutschen Bände gelesen bevor ich Jordan abgeschrieben habe. Was mich tierisch genervt hatte waren die Wiederholungen in den ersten 6-7 Bänden, immer hatte ich das Gefühl, das habe ich doch schon mal gelesen. Dann hat man das Gefühl, um es mal mit einem Lied der Prinzen zu beschreiben, alles nur geklaut. Es war nichts neu in der Geschichte, die Charactere erinnern an eine Sitcom und sind irgendwie total daneben. Der Protagonist soll angeblich ein Antiheld sein, was sich mir überhaupt nicht erschliesst. Und irgendwann hat man nur noch das Gefühl eine Art Telefonbuch zu lesen, viel Namen, wenig Handlung. Meiner Meinung nach, hat sich Jordan einfach total überhoben mit dem Teil. Soweit ich weiss ist die Reihe immer noch nicht fertig, ich werde mir aber maximal eine Zusammenfassung antun, wenn überhaupt.

Auch ein, für mich, enttäuschendes Erlebnis ist Philip Jose Farmer. Der Mann hat tolle Ideen (Welt der tausend Ebenen, Flusswelt der Zeit) und macht dann irgendwie Grütze daraus. Der Anfang ist toll und dann schreibt der Mann sich in eine Sackgasse und tötet damit eine interessante Story, das passiert sowohl bei Welt der tausend Ebenen als auch Flusswelt der Zeit.

Veröffentlicht am 30.03.2013 15:34:41 GMT+01:00
Anna Cotty meint:
Also bei uns steht die Bibel tatsaechlich im Regal mit Kalevala und anderen Mythen. :-)
Aber ich muss Adam widersprechen und finde Teile der Bibel sogar sehr schoen und poetisch geschrieben. Vor allem Genesis klingt doch wie Poesie und ebenso das 'Hohe Lied der Liebe' oder wie es auf deutsch heisst.
Allerdings ist es ja nicht nur ein Buch mit interessanten Geschichten sondern auch voll mit Spruechen und merkwuerdigen Lebensregeln. Aber ich meine damit das alte Testament.
Wie man die Bibel literarisch beurteilen soll, weiss ich nicht. Die Sprache macht ja auch eine Menge aus und da kommt es wahrscheinlich auch auf die Uebersetzung an. Sie ist ja auch kein Roman und zudem von verschiedenen Menschen ueber einen laengeren Zeitraum geschrieben.

Veröffentlicht am 30.03.2013 18:58:36 GMT+01:00
adam davids meint:
Oh, "Rad der Zeit" wollte ich immer mal lesen! Wären da nicht zig andere Reihen/Serien ...

Das kann ich nachvollziehen, Anna, wenn jemand Teile der Bibel als poetisch oder schön beschreibt. Würde ich mich nicht gegen verwehren. Das Hohelied (irgendein Korintherbrief, oder?) mag ich nicht, weil ich dieses "Liebe ist die stärkste Macht und überlebt alles"-Gerede nicht leiden kann. Alles sehr sehr subjektiv von mir! Das beeinflusst dann sicher auch meine Analyse ;-)
In jedem Fall ist es ein wichtiges Buch. Oder war ein wichtiges Buch.

Was ich noch schlecht fand: Die Jahre des schwarzen Todes. Ein Zeitreise-Thriller der langatmigen Art. Minutiös bis in die unendliche Ödnis geschildert, ist dieses Buch einfach nur unfassbar vorhersehbar und altbacken. Man ist als Leser den Figuren stets um hunderte von Seiten voraus und wartet nur noch sterbensgelangweilt ab, bis endlich eintritt, was man eh wusste. Ganz schlimm für mich. Habe ich nach der Hälfte nur noch überflogen. (Flüssig geschrieben ist es aber, so ist's nicht.)

Veröffentlicht am 30.03.2013 19:21:45 GMT+01:00
Markus Frost meint:
@ Anna Cotty
"Die Bibel ... ist ja auch kein Roman und zudem von verschiedenen Menschen ueber einen laengeren Zeitraum geschrieben."
Das ist genau der Punkt. In diesem Thread geht es um Romane, Novellen, vielleicht auch Kurzgeschichten. Aber vielleicht bin ich ja auch zu puristisch ;-)

Aber wenn nun schon in vielen Beiträgen von dieser Regel abgewichen wird, kann ich mir einen Kommentar nicht verkneifen (selbst schuld, wenn ich jetzt eine "Bibeldiskussion" lostrete :-)))): Du schreibst: "... voll mit ... merkwuerdigen Lebensregeln."
Sind die denn so merkwürdig? Also erst einmal geht ein Großteil der zehn Gebote direkt in unser heutiges (!) Strafrecht ein: das Verbot zu morden, Falschaussagen zu machen, Diebstahl ... Bei weiteren Geboten wäre eine Befolgung hilfreich: Fände nicht eine (von gewissen Kreisen durchaus gewollte) zunehmende Entsolidarisierung (= Verlust an "Nächstenliebe") statt, stünde unsere Gesellschaft nicht davor, auseinanderzubrechen. Dass (häufiges) Fremdgehen (="Ehebruch") einer Beziehung nicht gerade förderlich ist, haben wohl die Meisten begriffen etc.

Aber vielleicht meinst du ja die unverständlicheren Regeln? Als da wäre zum Beispiel das Verbot, Schweinefleisch zu essen (steht nicht nur im Koran sondern auch im alten Testament). Betrachtet man dieses im historischen und lokalen Kontext, ergibt es durchaus einen Sinn. Im Nahen Osten (im weiteren Sinn) herrscht(e) damals wie heute Mangel an Wasser und damit an Vegetation. Schafe verbrauchen wesentlich weniger dieser Ressourcen als Schweine. Das ist der ganz banale Grund. Und wie sieht es heute aus? Um es vorweg zu nehmen, ich bin kein Vegetarier. Ich esse sogar sehr gerne Fleisch. Aber wenn man sich mal überlegt, was allein ein Stück Steak kostet (und ich meine damit nicht das Geld):
Der Verbrauch von Unmengen Litern Wasser (es gab da mal einen interessanten Artikel im Stern). Das Abholzen des Regenwalds und damit der Lunge der Erde für Viehzucht. Ganz zu schweigen von den grausamen Fleischfabriken. Auch wenn heute das Schweinefleischverbot vielleicht überholt ist, wäre es vielleicht generell nicht schlecht, darüber nachzudenken, wie wir mit Fleisch und anderen Lebensmitteln (z.B. Kinderarbeit für Schokolade) umgehen.
Das Arbeitsverbot am Sonntag? Wozu das denn? Wozu brauchen die Arbeitnehmer denn Freizeit? Und wenn sie schon glauben, unbedingt Urlaub machen zu müssen, sollen sie gefälligst das Diensthandy mitnehmen, damit sie der Chef rund um die Uhr erreichen kann.
Die Hygienevorschriften? Machen sich geradezu überschaubar aus im Vergleich zu den EU-Richtlinien, die kein Mensch mehr versteht.
Ja, ja, ich bin ja schon still. Ich wollte nur mal eine kleine Kostprobe abgeben zum Thema "merkwürdige Lebensregeln" in der Bibel.

LG Markus

Veröffentlicht am 30.03.2013 20:37:36 GMT+01:00
Anna Cotty meint:
Markus, mit den merkwuerdigen Regeln meine ich zum Beispiel, dass wenn eine menstruierende Frau ueber einen Bach steigt, dass das ganze Wasser abwaerts verunreinigt ist. Nun kann das mit Hygiene nicht allzuviel zu tun haben, denn selbst zur 'schlimmsten Zeit' waere damit kein Schaden anzurichten. Auch die Liste der Voegel, die man nicht essen darf, ist eher willkuerlich, auch wenn sich nicht alle appetitlich anhoeren. Ich sage nicht, dass da nicht etliche gute Lebensregeln drin sind, aber zum Beispiel die 'Sprueche' ( auf englisch: Proverbs) sind doch extrem frauenfeindlich . Zum Beispiel ( frei uebersetzt und aus meinem Kopf) wenn man einen Sohn bekommt, ist das ein Grund zu feiern und wenn man eine Tochter bekommt, ein Grund zu trauern. Oder : gluecklich ist der Mann, der eine Frau hat, die nicht redet usw. Und da ist etliches . Ich kann nachsehen und dir 'Chapter and Verse' geben. :-)

Ich muesste mich hinsetzen und die anderen Sachen heraussuchen, aber da sind noch ein paar 'feine' Sachen drin.

Adam, ich meine nicht den Korrinther Brief sondern das Hohelied Salomons. Das ist eher erotisch, aber sehr schoen.

Veröffentlicht am 30.03.2013 21:02:52 GMT+01:00
adam davids meint:
Ah, Anna. Okay. Das ist dann wieder etwas anderes. Gefällt mir auch nicht. Bin streng heute :-) Vielleicht sollte ich das jetzt mit ein paar Jahren Abstand alles erneut lesen und mir ein Neuurteil bilden.

Markus, ich glaube, es hat keiner angezweifelt, dass bestimmte Bibelaussagen auch heute noch ihre Gültigkeit haben und sinnvoll erscheinen. Das, was du "oben" gemacht hast, ist übrigens sehr selektiv ;-) und dagegen spricht nichts, weil man hier sicher nicht jeden Satz der Bibel umdrehen, analysieren (und wir wissen auch, was alles u.a. im Namen der Bibeldeutung im Laufe der Geschichte geschehen ist), auf heute anwenden kann - reicht der Platz nicht :-)

Ich wollte mit meinen Beiträgen keine religiösen Menschen angreifen. Warum auch? Ich bin selbst nicht religiös, glaube nicht an Gott oder etwas Allmächtiges oder eine Macht in jedem Sandkorn oder ein allumfassendes Etwas, aber dennoch akzeptiere ich den Glauben anderer. Gut, auch wieder nicht wahr, Fanatiker und Gläubige, die gegen "equality" sind, sind mir suspekt.

Ein weites Feld :-)

Veröffentlicht am 31.03.2013 01:03:38 GMT+01:00
Anna Cotty meint:
na ja , Adam, ist ja alles Geschmacksache! Ich lese in der Bibel auch nicht, weil es was mit Religion zu tun hat, sondern eigentlich, weil es oft erstaunlich wenig mit Religion zu tun hat. Aber ich glaube, dass ist eine ganz andere Geschichte :-)
Ich wuensche dir jedenfalls ein frohes Osterfest ( was fuer mich eigentlich auch immer ziemlich 'heidnisch' ist. Siehe Timing mit dem Fruehlingsvollmond, Hasen , Eier usw. )

Veröffentlicht am 31.03.2013 01:28:31 GMT+01:00
Markus Frost meint:
@ Anna Cotty,
"Ich kann nachsehen und dir 'Chapter and Verse' geben."
Nicht nötig, ich weiß, was du meinst ;-) Es gibt da noch weitere Stellen, die abstoßen, keine Frage (z.B. Abraham, der ohne zu zögern bereit war, seinen Sohn umzubringen ...)
@ adam davids
Dass ich selektiv positive Stellen herausgesucht habe, liegt daran, dass ich im Grunde ein positiv denkender Mensch bin ;-) Ich habe auch keine Probleme damit, woran du glaubst oder auch nicht glaubst (oder ganz allgemein andere Menschen). Worum es mir geht, ist: Kein anderes Buch hat unsere Kultur und unser Wertesystem so geprägt wie die Bibel. Das Wertesystem, so hoffe ich zumindest, in positiver Hinsicht (Solidarität, Gerechtigkeit, ...). Die Kultur hingegen - auch davon bin ich überzeugt - wurde sowohl positiv wie negativ geprägt (viel archaischer Spuk, der heute noch in unserem Unterbewusstsein herumgeistert). Wobei ich mir nicht mal sicher bin, ob es an den vielen Auslegungen / Übersetzungen der Bibel liegt oder an der Bibel selbst. Wie auch immer uns die Bibel geprägt hat, hat das kein einziges Fantasy-Buch getan. Gute Bücher (und nicht nur Fantasy) können mich tagelang beschäftigen, sie können auch meine Meinung beeinflussen. Aber mein Wertesystem völlig auf den Kopf zu stellen, wird keinem einzigen Buch gelingen. Und genau aus diesem Grund habe ich Probleme damit, dass die Bibel hier diskutiert wird, als wäre sie irgendein (Fantasy-)Buch. Das hat à priori nichts mit Glauben oder wie auch immer gearteter Spiritualität zu tun, sondern damit, dass diese Denkweise schlichtweg zu kurz greift. Zu unreflektiert ist. Und da sträuben sich mir einfach die Nackenhaare.

LG Markus

Veröffentlicht am 31.03.2013 10:19:21 GMT+02:00
Tante Li meint:
:-)
Frohe Ostern!
:-)

Veröffentlicht am 31.03.2013 11:32:36 GMT+02:00
adam davids meint:
Ich verstehe dich schon, Markus. Ich bin da meist nicht so positiv eingestellt, und halte die Werte und Normen, die die Bibel teilweise vermittelt, für schlichtweg wider die/meine (?) Menschlichkeit. Aber auch hier ist das wieder Auslegungessache und vor allem Sache derer, die sie auslegen. Die Bibel hat die Welt geprägt, ich glaube, das stellt keiner in Frage, aber wenn ich mir überlege, was im Vatikan oder in sehr christlichen Ländern noch für Vorstellungen von "Normalität" anzutreffen sind, will etwas in mir die Bibel mit ihren Auslegungen dafür verantwortlich machen. Alles Licht und Schatten, denke ich.
Was ich dir aber versichern kann, ist, dass hier - soweit ich unser Gespräch einschätze - keiner unreflektiert ist. Da kannst du deinen Nackenhaaren das Sträuben ersparen :-)

Ich weiß gar nicht, wer oder was mein Wertesystem auf den Kopf gestellt hat. Die Bibel war es nicht. Daran müsste ich mich erinnern. Es war wohl eine Vielzahl von Faktoren (wobei einige darunter vielleicht sogar von der Bibel angeregt wurden, keine Ahnung). Schwierige Frage. Zumal ich dann sagen können müsste, wie mein Wertesystem zuvor aussah. Dass du das mit Bestimmtheit sagen ist, finde ich gut und auch erstaunlich, wenn ich ehrlich sein soll.

Wünsche ebenfalls allen frohe Ostern! Lustigerweise war ich gestern stundenlang bei einem "Warten auf Ostern": Gebete, Andacht, Spiele, Essen, Stille, Einkehr, Zeitumstellung zelebrieren, Nachdenken. Das war sehr nett. Ich war aber nur eine Randfigur als kleiner Reporter ;-) Schönen Ostersonntag und erholsamen Feiertag morgen. Die Feiertage nehme ich übrigens auch als Nichtchrist sehr sehr gerne mit (obwohl ich dennoch arebiten muss)! ;D

Veröffentlicht am 31.03.2013 12:19:32 GMT+02:00
Markus Frost meint:
Ich denke, ich habe jetzt hinreichend argumentiert, warum die Bibel kein Fantasy-Roman ist, und um mehr geht es mir überhaupt nicht. Wie es scheint, ist es beim nutzlosen Versuch geblieben. Sieht so aus, als hätte ich bereits viel zu viel Zeit damit verplempert. Ich werde mich daher so lange nicht weiter an diesem Thread beteiligen, wie er off topic läuft. Vielleicht auch ein bisschen länger. Allmählich ermüdet er mich und raubt mir die Zeit für nutzbringendere Dinge: Zum Beispiel an meinen Fantasy-Geschichten weiterzuschreiben, und zwar solchen, die den Namen verdienen. Die Ruhe über Ostern kommt mir dafür gerade recht. Trotz alledem, auch von mir schöne Ostern allerseits.

@ Tante Li
Hallo Li, schön dass sich unsere Wege mal wieder kreuzen, wenn vielleicht auch nur ganz kurz. Dir ganz besonders schöne Ostern (einfach weil ich dich mal wieder gelesen habe ;-))

LG Markus

Veröffentlicht am 31.03.2013 12:33:59 GMT+02:00
adam davids meint:
Hm, Markus, ganz schön ernst. Dann muss ich ja nicht erneut versuchen, die Stimmung zu entschärfen, scheint ebenso nutzlos zu sein wie dein Kampf für die Bibel und gegen die Menschen, die in der Lage sind, sie von ihren religiösen Inhalten getrennt zu betrachten. Du hast argumentiert, schön und gut, das heißt aber nicht, dass andere nicht auch ihre Meinung hier vertreten dürfen. Aber wenn du so engstirnig und humorlos bist, lohnt sich das in der Tat nicht.
Viel Erfolg mit deinen Fantasy-Geschichten. Auf dass du deine Zeit dort nicht auch verplemperst :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.04.2013 19:31:58 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.04.2013 19:52:36 GMT+02:00
Tante Li meint:
Danke Markus!
:-)

Schön, dass Du Dich noch über mein Erscheinen freuen kannst.
Was schreibst Du denn derzeit?
:-?
LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.04.2013 19:52:09 GMT+02:00
Tante Li meint:
@ Adam
Wie zelebriert man denn eine Zeitumstellung?

Nimmt man für religiöse Veranstaltungen nicht vorzugsweise Reporter, die dergleichen eher positiv eingestellt sind?
LG
Li

Veröffentlicht am 01.04.2013 20:57:54 GMT+02:00
adam davids meint:
Bis zur Zeitumstellung war ich nicht mehr anwesend, Li. Die wurde wohl in die Andacht mit eingebaut, als verlorene/genommene Stunde. So genau wollte der Pfarrer nicht rausrücken, war sicher nur eine kleine Randnotiz in dieser Nacht.
Ich würde eher sagen, man nimmt gerade Leute, die nicht religiös sind :-) Bin aber eh neutral eingestellt bei allen Terminen, von daher ist's eigentlich egal. Habe auch keine Kritik an der "Veranstaltung" geübt ;-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.04.2013 20:59:35 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 02.04.2013 08:13:26 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.04.2013 21:00:04 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 02.04.2013 08:14:41 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 01.04.2013 21:14:48 GMT+02:00
P. Schulz meint:
Hallo Leute,

ich sehe es gibt eine menge heiße Diskussionen. Aber stellen wir fest: Jeder hat SEINEN Geschmack und auch SEINE Meinung. Und die sollte man akzeptieren.

Und hier mein Beispiel:

'Nur ein Hauch von dir' von Sue Ransom

Ich dachte am Anfang, dass es eine kleine Liebesgeschichte wird, mit Fantastik-Elementen. Was heißt, dass ich keine allso hohen Erwartungen hatte. Aber... oh mein Gott. Nachdem Alex diesen Armreif gefunden hat, und Callum sich gezeigt hat, hört sie gar nicht mehr auf an ihn zu denken, und nach 50 Seiten (ernsthaft jetzt) ist es DIE große Liebe, sie können gar nicht mehr voneinander, mal davon abgesehen, dass Callum ein Geist ist, und nur von Alex im Spiegel gesehen werden kann. Und nach der 20. Wiederholung vom dem Wort Backe (Was als Wange zu deuten ist) wollte ich das Buch schon weglegen, aber ich bin eine die Büchern eine Chance gibt. Also habe ich mich bis zum Ende aufgerafft. Und es werden tatsächlich nochmal schön alle Klischees der großen Liebe bedient... Achtung Spoiler: Callums Schwester taucht noch auf, und erzählt Alex irgendwelche Lügen, die sie natürlich glaubt, und Alex stirbt dann, und nur die Verbindung zu Callum rettet sie, außerdem hat Callum allerhand Geheimnisse, und um das Ende perfekt zu machen: Sie schwören sich unsterbliche Liebe... zum ungefähr 10. Mal. Fazit: Als ich gelesen habe, dass die Autorin es für ihre Tochter zum Geburtstag geschrieben hat wusste ich wieso das Buch so rosig und klebrig wie Zuckerwatte ist. Der schreibstil ist zwar flüssig, allerdings nerven die ewigen Wiederholungen, und diese unglaublich unsterbliche Liebe.

Liebe Grüße

Veröffentlicht am 01.04.2013 22:23:19 GMT+02:00
Was mir auch gerade noch einfällt, ist weniger ein Buch als ein Author, sind verschiedene Sachen von Robert Heinlein. Hat der manchmal einen harten Tobak verbrochen. Kann mich gar nicht mehr an direkte Einzelheiten erinnern aber "Die Zahl des Tieres" und "Die Leben des Lazarus Long" dämmern da gerade so im Hinterkopf herauf mit gar grausigen vernebelten Erinnerungen. Ich weiss nur, das ich sowas nicht mehr lesen möchte. Ich kann mich allerdings auch noch dumpf daran erinnern, dass nicht alles so schlimm war, manches war auch recht nett aber nie mehr.

Veröffentlicht am 02.04.2013 01:06:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.04.2013 01:12:23 GMT+02:00
Markus Frost meint:
Hallo Li,
... sooooo gemein! Eigentlich wollte ich mich hier ein wenig zurückhalten. Aber wenn du mich so nett fragst ;-) (du weißt, wie man jemanden hinter dem Ofen hervorlocken kann ;-)) Und dann war da noch die Erinnerung an den guten (?) alten BoD-Thread. Wie ich höre, lebt der alle paar Monate mal wieder auf?

Zu deiner Frage (da bin jetzt einfach ich mal off topic, und du bist schuld ;-)) Aaaaalso, ich hatte ein sehr produktives Ostern. Es gibt da eine Ausschreibung eines kleinen Verlags namens Burgenwelt-Verlag zum Thema "Phantastische Geschichten des Mittelalters". Zu diesem Thema schrieb ich eine Kurzgeschichte. Sie war eigentlich letzte Woche schon fertig. Eigentlich ... Unglaublich, wie viel Schlacke von so einer Geschichte noch herunterbröckelt, wenn man mal kräftig dagegentritt. Nun ja, jetzt ist dieses Teil ganz o.k, und ich denke, ich werde es diese Woche einreichen. Drück mir die Daumen, dass das wird. Wenn nicht, kann ich sie ja immer noch unter dem Thema "die schlechtesten Geschichten" einbringen :-)))) Ansonsten? Ich habe da eine Anthologie mit Kurzgeschichten (Fantasy im engeren und weiteren Sinn + eine SciFi) in der Pipeline. Hätte schon Anfang letzten Jahres herauskommen sollen, aber du kannst dir gar nicht vorstellen, wie viele persönliche Rückschläge ein Mensch verkraften muss und auch kann. Das gehört jetzt allerdings nicht hierher. Wie auch immer, ich habe ein Buch mit Kurzgeschichten brach liegen, das ich, so hoffe ich zumindest, dieses Jahr noch veröffentlichen kann. Es stimmt übrigens, was Eschbach auf seiner Homepage schreibt: Man soll eine fertige Geschichte möglichst ein paar Monate liegen lassen, und sie dann noch einmal ansehen. Ich tat das wie gesagt zwangsweise, und siehe da: neben ein paar Geschichten, die bis auf ein paar stilistische Korrekturen ganz okay sind, gibt es auch einige, die ich jetzt erst mal mit dem Skalpell sezieren muss. So viel dazu. Ich hoffe, ich bin jetzt nicht zu ausufernd geworden. Aaaaach, waren das noch Zeiten mit dem BoD-Thread. Da konnte man reden, wie einem der Schnabel gewachsen war: Klönen über den HdR, Dan Brown, Zweig und so ganz nebenbei über die eigenen Schreibereien sowie die der anderen Teilnehmenden. Leider hat sich die Kultur geändert. Die Leute tauchen auf wie ein Flashmob, platzieren ihre Eigenwerbung und verschwinden wieder, ohne sich für die Leute am Thread zu interessieren. Wie soll man sich denn da noch ruhigen Gewissens outen als jemand, der schreibt?

@ P. Schulz
Nur ein Hauch von dir, Nur ein Blick von dir, Nur ein Kuss von dir. Ganz schön vielseitig, die verschiedenen Titel von Sue Ransom, hm? ;-) Eine Bitte allerdings an dich und auch an alle anderen Teilnehmer/innen: Es wäre irgendwie schön, einen Produt-Link einzufügen. Das erleichtert es ungemein, auch mal diese Titel aufzusuchen.

@ Detlef Marschall
Hmm. Heinlein also ... Ich gebe zu, ich habe nicht allzu viel von Heinlein gelesen. Woran ich mich erinnern kann, ist, Fremder in einer fremden Welt. Roman und Gestrandet im Sternenreich. Hätte ich Gestrandet im Sternenreich zuerst gelesen, wäre ist vielleicht dabei geblieben. Die Geschichte ist gar nicht mal soooo schlecht. Aber sie wirkt aus heutiger Sicht einfach ziemlich antiquiert. Irgendwie muffig. Gibt zu extrem die amerikanischen Verhältnisse aus dieser Zeit wieder. Abgesehen von der Sache mit den Gilden, in die man nicht so ohne Weiteres hereinkommt. Ist eine unfreiwillige Vorhersage der heutigen Zeit. Wenn man mal aus einem Job (=Gilde) z.B. wg. Elternteilzeit herausgefallen ist, hat man enorme Schwierigkeiten, in diese Gilde wieder hineinzukommen. Falls man überhaupt erst einmal in diese Gilde hineingekommen ist ... Natürlich wirkt auch Lem ein wenig antiquiert, aber bei ihm ist es nicht halb so schlimm wie bei Heinlein. Ich persönlich lese durchaus auch heute noch Lem, im Gegensatz zu Hweinlein

@ adam davids
"... wie dein Kampf für die Bibel und gegen die Menschen, die in der Lage sind, sie von ihren religiösen Inhalten getrennt zu betrachten."
Da ist es schon wieder! Du nimmst überhaupt nicht wahr, was ich schreibe. Dass ich für die Bibel kämpfe, ist eine pure Unterstellung. Wie das Meiste, was du in meine Aussagen hineininterpretierst. Ich sag dir was: Bei der nächsten Diskussion über die Bibel werde ich mich fein säuberlich heraushalten. Ich werde stattdessen die Straßenverkehrsordnung ins Feld führen. Ist auch ein Buch, und wenn man die Inhalte vom Rest trennt, bleibt richtig schöne Fantasy übrig. Lauter bunte Bilder. Und erst die tollen Geschichten! Stählerne Ungeheuer auf metallenen Schienen, vor denen nur der Zauber des blinkenden Lichts schützt. Stärkere Magie trennt sogar die Wege der Monster von den gefährdeten Menschen mit einem Schrankenzauber.
Solltest du aber bereit sein, sachlich zu diskutieren, bitte gerne. Nur nicht über die Bibel. Du weißt schon: StVO. Naja, es gibt auch noch das BGB oder das Steuerrecht (ganz üble Poesie das, übrigens).

Euch allen wünsche ich eine schöne Woche
Markus

Veröffentlicht am 02.04.2013 09:02:01 GMT+02:00
@Markus Frost
Heinlein ist nicht wegen seiner Geschichten schlecht, sondern wegen seiner Ansichten die er mit seinen Geschichten transportiert. Er hat auch recht nette Sachen geschrieben aus denen er seine verqueren Ansichten herausgehalten hat, die sind mir allerdings erst gar nicht im Gedächtnis geblieben, da halt recht uninteressant. Mit Produktlinks kann ich nicht dienen, bei Amazon gibt es, wenn ich nach Authoren suche, so gut wie nichts deutsches und gerade "Die Zahl des Tieres" und "Die Leben des Lazarus Long" waren, für mich, absolute Negativbeispiele von dumpfem Patriotismus und seltsamen Machtphantasien. Über Sexismus brauchen wir nicht reden, das ist teilweise der Zeit geschuldet, war aber auch ziemlich extrem bei Heinlein.

Aus der Diskussion über die Bibel habe ich mich wohlweislich herausgehalten, das kann nur zu Streit führen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2013 10:55:16 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.04.2013 11:01:33 GMT+02:00
Tante Li meint:
@ Markus Frost
Ja, das waren noch Zeiten und ich vermisse diesen lockeren Austausch auch hier. Ich war zwar nie BoD-Autor aber in diesem Thread dort konnte man auch noch über andere interessante Themen sprechen.
Leider lief ja auch das extra dafür eingerichtete Autorenforum ziemlich schnell an die Wand.

Hier off-topic zu schreiben habe ich kein Problem. Das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe, ist wahrscheinlich mein Tagebuch aus den Teenager-Zeiten ;-)

Auf die Provokation mit der Bibel bzw. Koran bin ich gar nicht eingestiegen. Nebenbei, es heißt hier in der Überschrift "Bücher" und nicht "Literatur" - insofern würden auch die Heiligen Schriften hier herein passen, wenn man sie denn wirklich nur als Bücher sehen wollte. Dazu lässt sich ewig fruchtlos streiten. Ich verfolge seit einiger Zeit die entsprechenden Threads im Pop-Forum. Da geht es richtig rund! Und es kommt auch überhaupt nichts dabei heraus.

Natürlich drücke ich Dir sämtliche Daumen für Deinen Wettbewerb. Gibt es dann auch etwas zu gewinnen bei diesem Verlag oder soll es eine Anthologie werden?

Herzliche Grüße
Li

Veröffentlicht am 02.04.2013 11:33:48 GMT+02:00
adam davids meint:
Mit etwas Humor kommt man doch schon viel weiter, Markus, oder? Zum Glück hast du damit nicht die Bibel verteidigt. Puh, Gott sei Dank, sonst wären meine ganzen Beiträge implodiert. Ich gehe auf deinen Beitrag nicht weiter ein, Worte wurden genug verdreht. Von beiden Seiten. Vielleicht wollen wir uns auch nicht verstehen. Müssen wir eh nicht :-)
Bis zum nächsten Mal.
Adam.

Veröffentlicht am 02.04.2013 13:33:55 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.04.2013 13:43:43 GMT+02:00
Der Mann der starb wie ein Lachs - Mikael Niemi

war sehr langweilig und wäre ohne die Zwangsnutzung (:-)) öffentlicher Verkehrsmittel vermutlich nie zu Ende gelesen worden.

Ich hatte einen halbwegs interessanten Krimi erwartet und wurde bitter enttäuscht.
In dem Buch passiert eigentlich nichts von Belang und der "Fall" wird - wenn überhaupt - durch Zufall "gelöst".
Absoluter Tiefpunkt waren seitenlange Ausführungen zu ~100 Jahre alten Verhandlungen über irgendwelche Landkarten oder Grenzstreitigkeiten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2013 13:36:15 GMT+02:00
Hihi, da hört sich ja schon der Titel langweilig an, es sei denn der Mann wöre von einem Bär gefressen worden, da könnte man was draus machen :-).
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