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Buch über Entstehung des Adels gesucht!


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1-15 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 24.12.2010 23:17:20 GMT+01:00
Farkas meint:
hi,
ich suche ein buch, das sich mit der Entstehung des Adels beschäftigt. kann mir jemand ein gutes empfehlen? -danke

Veröffentlicht am 28.12.2010 16:18:45 GMT+01:00
Madalgaud meint:
Einen nicht gleich buchdicken und dennoch 'erschlagenden' Einstieg geben die Stichworte "Adel" im Lexikon des Mittelalters Band 1 (http://info.ub.uni-frankfurt.de/info.html?db_id=616&fach_id=3&fach=germ&next_program=fach_liste.html) und im Reallexikon der Germanischen Altertumskunde Band 1 (http://www.degruyter.de/cont/fb/ge/geMbw.cfm?rc=16626). Populärer und auch den Adel in der modernen Welt einbeziehend ist der DuMont Schnellkurs Adel (http://www.dumont-buchverlag.de/sixcms/detail.php?id=610) - muß man aber kaufen (¤ 14,90) oder ausleihen, denn bei google.books gibt es das noch nicht :-)

Veröffentlicht am 28.12.2010 17:59:12 GMT+01:00
bbjohnes meint:
Solms, Reinhard zu
Beschreibung Vom Ursprung, anfang und herkhomen des Adels, Adelichen
underhaltungen und aufferlegtem gebürlichem bevelch, wie sich der Adel
seinem Tittel nach halten und herwiderumb solle gehalten werden Alles mit
berichtlichen ursachen angezeygt
Franckfurt am Mayn 1564
4 Herald. 156 f
Dieses Buch gibt es online in der BAyrischen Staatsbibliothek München. im Projekt VD16 Den link finde ich jetzt nicht.

Veröffentlicht am 11.01.2011 18:45:57 GMT+01:00
Gedengl meint:
Hallo, ich habe mich etwas mit dem Thema beschäftigt und höre immer wieder von Experten zu diesem Thema. Dementsprechend halte ich das Werk von Johannes Rogalla von Bieberstein für eine sehr gut zusammengefasste und zudem spannend beschriebene Geschichte der deutschen Adelsstände und -Familien. Hier erhältlich: http://www.weltbild.de/3/14542208-1/buch/adelsherrschaft-und-adelskultur-in-deutschland.html.
Lohnt sich.

Veröffentlicht am 11.01.2011 18:48:11 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 11.01.2011 18:54:51 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 11.01.2011 18:49:33 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 11.01.2011 18:55:06 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 14.01.2011 00:33:12 GMT+01:00
Hallo, Farkas,

in verschiedenen Regionen der Welt, ja selbst innerhalb des Reichs war die Entstehung mutmaßlich oder sicher verschieden, Auf- und Abstieg erfolgten anders. Zu dem Adel heute noch als Literaturtipp den teils bissigen, teils zahnlosen Artikel von Ijoma Mangold in der ZEIT.

Historische Grundlage war u.a. der Mythos vom Wehrstand, war Platos bizarre Schichtenlehre, waren Herrschaftsformen anderer Herkunft.
... "Als Adam grub und Eva spann, wo war denn da der Edelmann?"

Veröffentlicht am 14.01.2011 15:45:09 GMT+01:00
Gedengl meint:
Sicher, ein bemerkenswerter Artikel. Wenn auch bestimmt nur so repräsentativ wie ein Zeitungsartikel (da keine Literatur) dieser façon sein kann. Verstehe eigentlich nur nicht, wieso dieses Thema überhaupt weder bissig noch zahnlos behandelt werden müsste? Vielleicht als späte Heimzahlung für ein jahrtausendelang absolut legitimiertes System? Und mal ganz grundsätzlich, journalistische Feuilleton-Beiträge reichen wohl kaum für eine fundierte Meinungsbildung aus oder eignen sich gar als seriöse Quelle, nicht wahr? Vorausgesetzt natürlich man möchte sich wirklich sein eigenes Bild machen.

Veröffentlicht am 22.01.2011 00:33:24 GMT+01:00
Guten Tag,
dieser Artikel war eine reine Seitenbemerkung und kein Ersatz für Quellen im Original bzw. historische Längsschnitte, bewahre.
Ich hätte den als noch besser empfunden, wenn er einige unnötigen Spitzen auf Persönliches fortgelassen hätte ("bissig") und den Mythos dafür gründlicher analysiert hätte ("zahnlos").

"absolut legitimiert" wäre jetzt eine neue Diskussion. Wodurch? Durch die Bibel? Sicher nicht: Israel hatte Berufspriester im Erbgang, jedoch keinen Adel. Durch Gott höchstpersönlich? Auch da kenne ich keine Quellen, dass jemand das glaubte. Durch den Erfolg, wie manche es bei den diversen germanischen Mischstämmen ansahen? Das bezog sich auf ein Königsheil, nicht auf seine Rüstungsträger. Der Mythos musste also schon noch rasch geschaffen werden, da Panzerreiter mit Steigbügeln die militärische Machtprojektion der Merowinger und Karolinger deutlich vereinfachten.
Spätestens mit Luthers gleichmachender Theologie lag das Ende des Adels dann ideengeschichtlich in der Luft. Militärisch wurden Ritterheere da auch bereits von geschulten Lanzenknechten aufgespießt oder bald schon niederkartätscht. Die Verwaltung hatten die Minsterialen im Hochmittelalter im Schnitt schon besser hinbekommen. Die Frage wäre also eher, warum anschließend so lange noch an den Mythos Adel geglaubt wurde. Was uns einiges an Weiterentwicklung gekostet haben dürfte.

Veröffentlicht am 29.01.2011 12:36:13 GMT+01:00
panorama meint:
Empfehle das Buch "Die Aufsteiger" von Bernt Engelmann ISBN3-88243-119-9.Ein geschichts-und gesellschaftskritisches Werk, das dadurch, dass es auch private Feden,Schicksalsschläge und politische Umbrüche mit einbezieht, in anschaulicher Art und Weise die Entstehung von Herrschaftshäusern und Finanzimperien schildert. Es legt die Fakten für deren Erfolg offen.
Dabei spielen geschickte Heiratspolitik, kühne Strategien und die Auffassung das Treu und Redlichkeit nicht unbedingt hilfreich sind, eine entscheidende Rolle.
Der Zeitraum der Recherche beginnt mit der französischen Revolution und endet mit Herausgabe diese Buches 1989.

Veröffentlicht am 29.01.2011 13:33:46 GMT+01:00
der Wende meint:
Eines der besten Bücher, welches einen sehr tiefen einblick in die Entstehung des Adels vermittelt, ist das Buch vom emeritierten Theologie Professor Dr. Georg Baudler: «Ursünde und Gewalt, das Ringen um Gewaltfreiheit». Seite 167, Der Erobererkönig: Adelige und Leibeigene. Demnach ist der Adel in der Art wie wir ihn heute noch kennen, zur Zeit der Sesshaftwerdung (vor etwa 12tausend Jahren), durch Hirten, bzw. Hirtenkrieger, die sich über die Sesshaften Ackerbauern erhoben, entstanden.

Es ist endlich an der Zeit, in unserer Moderne, den Adel, diesem wahnsinnigen Banditentum, ein Ende zu setzen. (Meine persönliche Meinung).

Ich denke, die Katastrophe des Abendlandes in der jüngeren Vergangenheit, seit dem 3. Jahrhundert n. Chr., entstand durch den Zusammenschluss des Römischen Kaisertums unter Konstantin (272? bis 337) mit dem Christentum. Der Adel und die Kirchen, haben sich gegenseitig, zu einem grausamen Tötungs-Monster aufgebauscht.

Momentan lese ich das Buch von Stephan Malinowski: «Vom König zum Führer, Deutscher Adel und Nationalsozialismus».

Veröffentlicht am 29.01.2011 13:36:27 GMT+01:00
der Wende meint:
Eines der besten Bücher, welches einen sehr tiefen einblick in die Entstehung des Adels vermittelt, ist das Buch vom emeritierten Theologie Professor Dr. Georg Baudler: «Ursünde und Gewalt, das Ringen um Gewaltfreiheit». Seite 167, Der Erobererkönig: Adelige und Leibeigene. Demnach ist der Adel in der Art wie wir ihn heute noch kennen, zur Zeit der Sesshaftwerdung (vor etwa 12tausend Jahren), durch Hirten, bzw. Hirtenkrieger, die sich über die Sesshaften Ackerbauern erhoben, entstanden.

Es ist endlich an der Zeit, in unserer Moderne, dem Adel, diesem wahnsinnigen Banditentum, ein Ende zu setzen. (Meine persönliche Meinung).

Ich denke, die Katastrophe des Abendlandes in der jüngeren Vergangenheit, seit dem 3. Jahrhundert n. Chr., entstand durch den Zusammenschluss des Römischen Kaisertums unter Konstantin (272? bis 337) mit dem Christentum. Der Adel und die Kirchen, haben sich gegenseitig, zu einem grausamen Tötungs-Monster aufgebauscht.

Momentan lese ich das Buch von Stephan Malinowski: «Vom König zum Führer, Deutscher Adel und Nationalsozialismus».

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.01.2011 17:26:35 GMT+01:00
Gedengl meint:
Meinen Sie das wirklich alle ernst hier? Das kann gar nicht ernst gemeint sein! "Grausame Tötungs-maschinen", "Banditentum",was für eine hanebüchene Vorstellung, Sie scheinen wirklich ins geistigen Mittelalter gehetzt worden zu sein. Und die Weltkriege wären unter einer Diktatur des Proletariats, also das Gegenteil der Aristorkratie, wohl nicht geschehen? Himmel! Bei aufgeklärter Logik wirds dann wohl bei Ihnen wohl ganz dunkel. Naja, Ihre Meinung scheint sowieso schon festgetrocknet zu sein, was bringt da das Lesen, vor allem von politisch befeuerter "Propaganda"-Literatur? (Zu Malinowski, obwohl ich Ihn nicht gelesen habe: Natürlich gab es manche adelige Deutsche, die eine neue gesellschaftliche Rolle vor und während der Herrschaft der Nazis gesucht haben, vor allem durch Ihre traditionelle Rolle im Militär und der verlorenen Identität nach dem ersten WK. Aber bitte vergessen Sie doch nicht, um es einfach jetzt kurz zu fassen, Persönlichkeiteb vie Stauffenberg, Trott, York von Wartenburg etc.) Es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Zu Bernt Engelmann: Interessante Perspektive, aber meinen Sie nicht das seine Betrachtungsweise offenkundig etwas einseitig ist? Das Buch allein reicht dann wohl kaum für eine umfassende und dialektische - und grundsätzlich einfach mal neutrale- Beschäftigung mit dem Thema......

Veröffentlicht am 29.01.2011 20:04:29 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.01.2011 20:11:01 GMT+01:00
der Wende meint:
@Gedengl
Um auf die Anfangsfrage von Farkas zurück zu kommen (Entstehung des Adels): Georg Baudlers Werk, ist stark von René Girards Ansichten, «Das Ende der Gewalt», inspiriert. Die Frage, wie überwindet der aufgeklärte Mensch der Moderne, die archaischen Gewaltstrukturen oder, wie zumindest, bindet er diese (Tötungs) Gewalt in, vom Volk demokratisch gewählter und kontrollierter Staatsmacht.

Der Adel, der seit der Zeit der Sesshaftwerdung, also seit etwa zwölftausend Jahren, seinen Machtanspruch als Hirtenkrieger, auf das Töten und versklaven der sesshaften Bevölkerung stützt, hat als archaisches Relikt aus der Steinzeit, in unserer Moderne, endgültig ausgedient und die monotheistischen Religionen mit ihm. Das heisst, der Adel der mit Tötungsimponiergehabe, im Raubtierstatus (G. Baudler) den Rest der Bevölkerung, in den Beutetierstatus zwingt, entsprechend unterdrückt, versklavt und ausbeutet, gibt es heute nicht mehr; das heisst, allenfalls noch als folkloristische Tradition, während man die Synagogen, Kirchen und Moscheen als museale Objekte aus längst vergangenen, gewaltverseuchten Zeiten und höchstens noch als, von der aufgeklärten Gesellschaft, streng kontrollierten Institutionen, erhalten kann (möglicherweise für den Geschichtsunterricht). Diese Gottes und Adels-Banditen haben endgültig ausgedient.

Aber jetzt bin ich schon wieder von der anfangs gestellten Frage abgewichen.
Buchempfehlung:
Die Werke von René Girard und Georg Baudler
Wer sehr harte Kost verträgt:
Das grossartige Werk von Karlheinz Deschner

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.02.2011 14:02:50 GMT+01:00
Konrad Kugler meint:
@kypris

Nur fest weiterstudieren bis zur vollständigen Vertrottelung. Wieviel bornierter Haß bereits aus den paar Stichworten und dem Buchtitel ersichtlich wird!!!
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Erster Beitrag:  24.12.2010
Jüngster Beitrag:  01.02.2011

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