Kunden diskutieren > fachbücher Diskussionsforum

Buch über Wissenschaft/Wissen Allgemein


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
76-100 von 125 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2012 17:45:29 GMT+02:00
Jay meint:
Danke für die Info! Hier scheint ja wirklich jemand Ahnung zu haben!!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2012 15:39:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.10.2012 15:42:19 GMT+02:00
Utimaus meint:
@ Jay

<<Was ist aber z.B. mit der "String-Theorie", der "Multiversum-Theorie" usw.?? Die sind doch noch nicht bestätigt --- tragen sie ihren Namen im "umgangssprachlichen" Sinn? >>

;-)

Ein berechtigter Einwand. Also betrachten wir diese beiden genauer:
Zunächst stellt sich die Frage, ob Sie mit "Multiversum-Theorie" Hawkings "M-Theorie" meinen. Das sind nämlich zwei verschiedene Sachen. Letzteres ist tatsächlich ein mathematischer Ansatz mit sehr vielen Freiheitsgraden, ersteres ist auch in der Naturwissenschaft bestenfalls nur eine Hypothese (also eine unbestätigte Annahme). Beides wird in populärwissenschaftlicher Literatur gerne verwurschtelt.

Betrachten wir also "M-Theorie" und "String-Theorie":

Die Eigenschaft "geschlossenes Erklärungsmodell" trifft für beide zu. Einverstanden?
(Auch wenn die exakte mathematische Formulierung dem Einzelnen nicht bekannt ist, genügt es, dass sie existiert.)

Es geht also offenbar um die Frage der Überprüfbarkeit. Richtig?
Die "M-Theorie" ist im Prinzip gemäß ihrer mathematischen Struktur eine Erweiterung der "String-Theorie", allgemeiner parametrisiert. Wir werden also zunächst nach einer Bestätigung der String-Theorie fragen müssen.

Tatsächlich liest man immer wieder: die String-Theorie gehöre mehr in den Bereich der Hypothesen, wenn nicht gar ins Reich der Metaphysik, weil sie angeblich grundsätzlich unbeweisbar sei. Seit Jahrzehnten hätte es keinerlei Bestätigung gegeben, vernünftigerweise sollten die Wissenschaftler so etwas also längst verwerfen, man sei eben nicht bereit sich die Blamage einzugestehen.

Jetzt sollte man fair bleiben: Sicher ist, dass Stringtheorie (und ihre Erweiterung, die M-Theorie) vorderste Front der Forschung innerhalb der theoretischen Physik sind. Es ist also nur natürlich, dass noch nicht alles fertig ist. Und: Es ist ein Unterschied, ob es grundsätzlich keine Überprüfung geben kann, ober ob sie aktuell außerhalb der technischen Möglichkeiten liegt. Letztere Situation ist in der Wissenschaft nicht ungewöhnlich - denken wir an Paulis Postulat des Neutrinos, Einsteins Vorhersage von Schwarzen Löchern und Gravitationslinsen und nicht zuletzt das Higgs-Boson: Alles hat Jahre, teils Jahrzehnte auf sich warten lassen zur Bestätigung. Die Ursache war nicht schlechte Theorie sondern unzureichende Technologie.

Bei der String-Theorie stehen zwar Bestätigungen aus, Theoretiker haben die letzten Jahre aber sehr wohl nutzen können, sehr konkrete Vorhersagen aus den mathematischen Formalismen abzuarbeiten. Die ersten davon werden in den nächsten Jahren am CERN überprüft werden.

Lesen Sie hierzu z.B. folgende Arbeit von Gordon Kane
http://arxiv.org/pdf/1112.1059v1.pdf

Oder - etwas allgemeinverständlicher seinen Artikel im "Spektrum der Wissenschaft" anlässlich der Entdeckung des Higgs-Bosons:
<<Erweitert man das Standardmodell in Richtung Supersymmetrie, wandeln sich auch die Eigenschaften des vorhergesagten Higgs-Bosons. Sein Verhalten in den Gleichungen ändert sich, und die Theorie deckt sich wieder mit der Erfahrung. In der Physik hat man lange vermutet, dass sich das Higgs in genau dieser supersymmetrischen Form zeigen würde.
Warum aber finden wir nun Hinweise auf dessen eigentlich unmögliche Standardmodellvariante? Die Lösung dieses Rätsels könnte uns einen großen Schritt näher an die zugrundeliegende Theorie führen, die eines Tages das Standardmodell erweitern wird. Ein Erklärungsansatz etwa kommt aus ganz unerwarteter Richtung: der Stringtheorie oder ihrer Erweiterung, der M-Theorie.
Anders als viele glauben, lassen sich doch konkrete Vorhersagen über die Welt aus der Stringtheorie ableiten, sofern man die 10- oder 11-dimensionale
Theorie zunächst auf vier Dimensionen »kompaktifiziert« - die übrigen sechs oder sieben werden dabei auf engstem Raum zusammengerollt. In den letzten Jahren hat es beträchtliche Fortschritte bei diesem Unterfangen gegeben; auch die Felder, mit denen sich die zusammengerollten Dimensionen beschreiben lassen, können immer besser stabilisiert werden. Gemeinsam mit meinen Kollegen habe ich die allgemeinere Stringtheorie und die M-Theorie in einer Form untersucht, die mit den Erkenntnissen der Kosmologie im Einklang steht und den Mechanismus enthält, mit dem Higgs-Teilchen Masse zu erzeugen.
Dabei konnten wir zeigen, dass sich das leichteste Higgs-Boson sehr ähnlich dem Standardmodell-Higgs verhält. Und mehr noch: Es hat eine Masse von rund 125 GeV - exakt so viel, wie am Cern beobachtet. (...). Laut derselben Stringtheorie - genauer gesagt handelt es sich um die M-Theorie -, die die Higgs-Masse korrekt vorhergesagt hatte, ist zu erwarten, dass demnächst eine ganze Anzahl von supersymmetrischen Partnerteilchen am LHC entdeckt werden.
Nach solchen Partikeln, zu denen beispielsweise die Gluinos - die Superpartner der Gluonen, die die starke Kernkraft übertragen - zählen, ist allerdings bislang in den Beschleunigerdaten noch gar nicht gesucht worden. Auch hier gäbe die Stringtheorie Anhaltspunkte, anhand welcher Zerfallsprodukte sich die Teilchen verraten müssten: Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Top und Bottomquarks. Bereits Mitte nächsten Jahres könnten die Wissenschaftler fündig werden.
Zwar werden sie damit gewiss weniger Schlagzeilen machen als die Higgsjäger unter ihren Kollegen. Doch die Auswirkungen auf die Physik könnten sogar noch größer sein. Vielleicht zeigt sich dann, dass die Stringtheorie mit der Zeit erwachsen geworden ist.>>

Fazit: Es ist richtig, dass wir im Moment streng genommen von String-Hypothese (und M-Hypothese) sprechen müssten, da es sich um Modelle handelt, die gerade erst den Prozess der Überprüfung durchlaufen. Die Verwendung des Begriffes "Theorie" ist hier also schlampig; Tatsache ist jedoch, dass genau an dieser Bestätigung seriös gearbeitet wird und dass man weiter ist und mehr mit den Formeln anfangen kann als das dem Laien geläufig ist.

Grüße

Edit: @ Stefan: Da hatten wir gleichzeitig ganz ähnliche Antworten verfasst, nur labere ich halt immer mehr ;-) Grüße!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2012 15:31:14 GMT+02:00
Erstmal ein Problem der Begrifflichkeit: der Begriff "viele Welten Theorie" stammt aus der Popkultur - wissenschaftlich korrekt heißt es "viele Welten Interpretation der Quantenmechanik." Eine "Interpretation" ist noch weniger als eine Hypothese, und schon gar keine Theorie. Die Stringtheorie dagegen ist eine mathematisch in sich konsistente Theorie die - ähnlich wie die Relativitätstheorie - einem geometrischen Ansatz zur Beschreibung des Universums folgt. Sie beschreibt dabei die beobachteten Phänomene, vereinigt die 4 Grundkräfte, und macht - allerdings derzeit nicht messbare - Voraussagen. Eine Theorie die nicht falsifizierbar ist, ist immer ein wenig fragwürdig, da stimme ich zu. Deshalb wird nach Möglichkeiten gesucht die Vorhersagen der String Theorie durch indirekte Nachweise zu untersuchen und neue Vorhersagen im Rahmen der Theorie zu machen, die mit aktuellen Methoden und aktueller Messtechnik überprüft werden könnten. Nicht falsifizierbare Theorien oder Vorhersagen sind allerdings nicht neu - das klassische Beispiel ist Paulis Postulat des Neutrinos. Es dauerte eine Weile bis man entsprechende Detektoren hatte. Und siehe da: es wurde gefunden! Higgs ist ähnlich. Mal schauen, ob es sich wirklich bestätigt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.10.2012 13:17:27 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 10.10.2012 13:18:05 GMT+02:00
Jay meint:
@ Utimaus:
<< "Theorie" in der Naturwissenschaft = geschlossenes Erklärungsmodell, das durch Experten (also Kollegen, die etwas von den Aussagen der Theorie verstehen) auf denkbar schärfste Weise an der Beobachtung (im Experiment) überprüft wurde - und diesen Test bestanden hat.>>

Was ist aber z.B. mit der "String-Theorie", der "Multiversum-Theorie" usw.?? Die sind doch noch nicht bestätigt --- tragen sie ihren Namen im "umgangssprachlichen" Sinn?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2012 19:35:30 GMT+02:00
Was ist Wissen?: Das Erste Tabu

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2012 12:23:00 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.10.2012 14:52:15 GMT+02:00
Utimaus meint:
@ Jay

Vielleicht genügt Ihnen statt Kuhn auch Bartley und sein pankritischer Rationalismus: rational ist, was kritisierbar ist....? ;-)

Und ja, natürlich sind Wissenschaftler immer auch Kinder ihrer Zeit. Das äußert sich aber mehr auf der Seite: In welche Richtung gehen unsere Spekulationen, unsere Ideen. Das überprüfende Element - das Experiment, die Beobachtung - ist nur abhängig vom Stand der Technologie (wie genau kann man messen), nicht aber vom soziokulturellen Ausgangspunkt: Die Überprüfung erfolgt in der _Natur_wissenschaft durch die Natur. Ob es dem Forscher ins Weltbild passt oder nicht.

Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2012 11:23:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.10.2012 11:27:16 GMT+02:00
Jay meint:
So sehr ich allen diesen Aussagen zustimme (kurz, knapp und exakt formuliert), so sehr hätte ich mit eine klitzekleinen relativierenden Zusatz gewünscht, wie ihn Thhomas Kuhn (Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)) formuliert hat. Sehr verkürzt gesagt: Wissenschaft fußt in kleinen Teile durchaus auf gesellschaftlichen & historischen Grundannahmen.
Daraus darf man nicht folgern, dass aus einem "vielleicht ist alles ganz anders" immer ein "SICHER wird sich zeigen, dass alles ganz anders ist" (@Gerda) wird. Die Beweispflicht liegt immer bei der Behauptung (siehe "Russells Teekanne")

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.10.2012 00:04:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.10.2012 12:25:47 GMT+02:00
Utimaus meint:
@ Gerda

<< dass auch anerkannte theorien nichts anderes als theorien sind>>

Ein Klassiker!
In der Naturwissenschaft bedeutet das Wort "Theorie" etwas anderes als in der Umgangssprache.
"Theorie" in der Umgangssprache = etwas, das man in der Praxis noch nicht ausprobiert hat
"Theorie" in der Naturwissenschaft = geschlossenes Erklärungsmodell, das durch Experten (also Kollegen, die etwas von den Aussagen der Theorie verstehen) auf denkbar schärfste Weise an der Beobachtung (im Experiment) überprüft wurde - und diesen Test bestanden hat.

Viele wissenschaftliche Laien sind sich dieses Unterschieds leider nicht bewusst: Eine wissenschaftliche Theorie hat also im Gegensatz zum allgemeinen Sprachgebrauch ihren Praxistest bestanden.

<< ich bin mir sicher, dass sich viele allgemein-bekannte dinge - der urknall, der aufbau der atome, was auch immer - irgendwann einmal als falsch herausstellen werden>>

Ja, spätere Beobachtungen können eine Theorie prinzipiell in die Krise stürzen: Eine Messung mit einer höheren Genauigkeit beispielsweise kann Unterschiede zur Theorie aufweisen. Oder eine Messung mit anderen äußeren Bedingungen (z.B. mit extrem hohen Geschwindigkeiten/hohen Massen...).

Aber: (Und das ist ein großes Aber): Das ändert nichts daran, dass die alte Theorie die alten Messungen gut beschrieben hat, nicht war?
Eine neue Theorie, die die neuen Messungen erklärt _muss_ außerdem erklären können, warum die alte Theorie das konnte.

Wir nennen das "das Korrespondenzprinzip": Die neue Theorie muss in dem Wertebereich, in dem die alte Theorie brauchbar war, die alte Theorie (in erster Näherung) enthalten. Das ist kein Postulat, kein Dogmatismus oder Engstirnigkeit; das ist ganz einfach der Beobachtung geschuldet. Wenn die alte Theorie gut zu Beobachtungen innerhalb eines bestimmten Wertebereiches passte, dann _muss_ die neue Theorie in diesem Wertebereich in erster Näherung (=mit der alten Messgenauigkeit) dieselben Werte vorhersagen. Die Natur kann ja nicht plötzlich neue Ergebnisse liefern...

Das heißt also, dass wir heute schon etwas über neue Theorien wissen: Wir kennen ihre "klassischen Grenzwerte". Und die Messmethoden in der Physik sind heute in manchen Bereichen sehr, sehr genau. Neuere Theorien haben also durch genauere Messungen immer schärfere Randbedingungen. Wir nennen das die "Konvergenz" der Wissenschaft. Ein Komplettbruch mit allem bisher gedachten ist also nicht möglich - dafür haben wir schon zu viele Messwerte!

Außerdem muss ich schon sagen: Die Beispiele, die Sie in ihrer Liste aufführen, z.B. der Aufbau der Atome: Können Sie sich entfernt vorstellen _wie viele_ Naturgesetze, Sie über Bord werfen müssen, damit wir ein anderes Atommodell haben können? Und was für "Nebenwirkungen" das hat? Bedenken Sie beispielsweise, dass die Quantenmechanik, die dieses Atommodell beschreibt, in diesem Moment auch in Ihrem Computer angewendet wird - dort funktioniert sie scheinbar gar nicht so schlecht, denn Sie können ja lesen, was ich schreibe... (Nur als Beispiel) Unser Atommodell kann aber auch Sternsprktren und Hyperfeinstrukturkonstanten überall im sichtbaren Universum erklären. Man kann ein Gesetz ja schlecht nur in einem bestimmten Kontext ändern. Je "tiefer" es also in der Physik liegt, desto gesicherter ist ein Ergebnis...

<<die sich bestimmt manchmal schwertun, das, was sie seit jahren als richtig wahrnehmen einmal hart zu prüfen>>
Dafür haben wir in der Naturwissenschaft die Kollegen, die das sehr gründlich tun, weil sie um dieselben Forschungsgelder buhlen. _Genau_ deshalb kam es mir gleich seltsam vor, dass es keine Fachveröffentlichungen zu Herrn Wolkers Buch gibt: Man veröffentlicht seine Arbeiten in einem Fachblatt, dort werden sie von Kollegen geprüft - wer Fehler macht oder Unsinn behauptet, fällt auf. _Genau_ deshalb ist Wissenschaft so erfolgreich: Sie ist selbstkorrigierend, weil wir skeptisch alle Veröffentlichungen der Kollegen hinterfragen. Ein berühmtes Zitat lautet "Science is about Doubt". ("In der Wissenschaft geht es nur um den Zweifel") Was Sie fordern, tun wir nicht _manchmal_, wir tun es dauernd. Eigentlich tun wir nichts anderes...

<< und vielleicht eine viel-bezweifelte außenseiter-theorie als richtig. (oder zumindest als richtungweisend für die weitere forschung)>>
Ein solcher "David-gegen-Goliath weckt bestimmt Sympathien, ist aber aufgrund der Komplexität der Themen sehr, sehr unwahrscheinlich - aber theoretisch möglich. Deshalb sind Spekulationen auch erlaubt. Auch in den Fachblättern. Aber (und wieder kommt ein niederschmetterndes Aber): Wenn Fehler gefunden werden, wenn die Aussagen der "Theorie" im Widerspruch zu bereits bestätigten Ergebnissen liegen - wie das im Falle von Herrn Wolkers Buch von hinten bis vorne der Fall ist - _dann_ muss man die Theorie verwerfen. _Das_ ist Wissenschaft: Widerlegtes verwerfen, auf Bestätigtes aufbauen. Erst durch dieses Verwerfen wird die Wissenschaft selbstkorrigierend.

Grüße

Veröffentlicht am 08.10.2012 18:39:58 GMT+02:00
Liebe Leute,
grundsätzlich bin ich ganz eurer meinung. aber ich wär ein bisschen vorsichtig mit grundsätzlicher verurteilung aller nicht-wissenschaftlichen ansätze. luther (oder hr. wolker) hat insofern recht, als er sagt, dass auch anerkannte theorien nichts anderes als theorien sind. und auch "echte wissenschaftler" sind nur menschen. menschen, die sich bestimmt manchmal schwertun, das, was sie seit jahren als richtig wahrnehmen einmal hart zu prüfen. ich bin mir sicher, dass sich viele allgemein-bekannte dinge - der urknall, der aufbau der atome, was auch immer - irgendwann einmal als falsch herausstellen werden. und vielleicht eine viel-bezweifelte außenseiter-theorie als richtig. (oder zumindest als richtungweisend für die weitere forschung). die dann wieder auf dem prüfstand zu landen hat - natürlich - no na. liegt mir fern, das zu bestreiten.
also, liebe physiker, bleibt skeptisch, aber bleibt auch fair.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.10.2012 14:03:59 GMT+02:00
Jürgen Beetz meint:
Dem kann ich auch nur zustimmen. Die Charakteristiken von "Wissenschaft" habe ich in meinem Buch Eine phantastische Reise durch Wissenschaft und Philosophie: Don Quijote und Sancho Pansa im Gespräch auf leicht lesebare Weise zu illustrieren versucht.

Veröffentlicht am 08.10.2012 10:21:45 GMT+02:00
Jay meint:
Sauber!!! Utimaus hat sehr präzise und sachlich den Unterschied zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft herausgearbeitet. Wäre schön, wenn es mehr so fundierte Skeptiker gäbe. Für manchen Autor gilt: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Klappe halten!"

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.10.2012 01:54:22 GMT+02:00
Will mich im Grunde nicht in so eine Diskussion einmischen (sich in jede Diskussion über pseudowissenschaftliche Bücher einzuklinken wäre die Aufgabe mehrerer Leben), aber alleine die wenigen Zitate belegen, daß der Autor nicht einmal einen entfernten Funken einer Ahnung selbst der Grundlagen etwa der Kernphysik mitbringt. Das ist nicht einmal Abiturniveau! Der Autor versteht ebenfalls den Wissenschaftsbetrieb nicht. Er hat nicht einmal den Ansatz einer Vorstellung davon wie weit er von wirklicher Wissenschaft entfernt ist! Ich habe Physik und Astronomie studiert, und bin in der industriellen Entwicklung gelandet. Bei dem meisten harten Fragen zur aktuellen kosmologischen Forschung (Strings, Branes etc.) muß ich weitgehend passen. Zumindest weiß ich, was ich nicht weiß, und ein Buch wie "Road to Reality" von Penrose verlangt mir alles ab - und großen Respekt obendrein. Der Peer Review Prozess ist einfach und transparent. Wer eine plausible Hypothese aufstellt und ein geniales paper abliefert das gute Fragen stellt, der bekommt seine Veröffentlichung. Kein Mensch fragt in der Regel nach der formalen akademischen Qualifikation, wenn die Arbeit fachlich korrekt ist. Aber DAS muß sie eben sein. Auf hohem Niveau.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.10.2012 23:14:08 GMT+02:00
Utimaus meint:
@ Stefan Thiesen

<<Modellbildung ist auch Abstraktion, dennoch machen Modelle oft erstaunlich präzise Voraussagen über das Verhalten der Wirklichkeit. >>

Genau!
Das ist Wissenschaft, denn in der Naturwissenschaft sind wir nicht an einer philosophischen _Wahrheit_ interessiert, sondern an vernünftigen Modellvorstellungen der Wirklichkeit, die diese erklären und mit deren Hilfe wir verlässliche Anwendungen und Prognosen erstellen können.

Eine naturwissenschaftliche Theorie ist genau das: Eine Modellvorstellung, die etwas erklärt, die überprüfbare (im Idealfall quantitativ überprüfbare) Voraussagen macht und die sich in dieser Überprüfung durch Experten (also durch Leute, die etwas davon verstehen und somit die denkbar härteste Überprüfung durchführen können) bewährt hat. Man braucht also die Messung zur Überprüfung.

Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.10.2012 23:05:14 GMT+02:00
Utimaus meint:
@ Jay

Ja! absolut richtig eingeschätzt. "Herr Pullman" macht in anderen Foren viel Werbung für das Buch, auch in einem Thread hier auf amazon, in dem ich regelmäßig poste. (Hier meine Antworten an ihn. Zur Erklärung: Bin Physiker)

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
@ Luther

<<Mir gefiel zudem, dass der Urknall ausgemerzt und eine völlig neue und in sich schlüssige Theorie aufgestellt wird. Der Urknall ließ mein Hirn schon immer rattern und ich war überzeugt, dass an der Idee etwas nicht stimmt.>>

Vermutlich liegt genau hier die Ursache, warum Ihnen Wolkers Buch gefällt und Sie überzeugt: Sie _wollen_ eine andere Erklärung finden.

Mir gefällt an Chris Wolkers ens-These nicht, dass Herr Wolker angeblich schon seit 8 Jahren an seiner Theorie arbeitet, Referenzen aber immer noch ausschließlich auf Diskussionsforen und religiösen Seiten zu finden sind. (Sprich: Es gibt _keine_ Erstveröffentlichung der These in irgendeiner Fachliteratur!) Warum - so die berechtigte Frage - tritt jemand, der ernsthaft (!) von seiner Theorie überzeugt ist, diese angeblich so gut durch Beobachtungen stützen kann, wie es im Buch heißt, innerhalb eines so langen Zeitraumes nicht einmal vor die Fachwelt?

Herr Pullman, Naturwissenschaft folgt "Spielregeln". Diese haben sich über Jahrhunderte als brauchbar heraus gestellt. Die Wichtigste: Stelle Deine Theorie _den Experten zur Überprüfung vor_. Nicht den Laien!!! Chris Wolker behauptet vor Laien - und seit Jahren ausschließlich dort - etwas _Beweisbares_ in der Hand zu haben. Er hält sich also in eklatanter Weise nicht an die Spielregeln. Warum sollte man ihn also ernst nehmen?

Wolker disqualifiziert sich selbst - nicht durch die Tatsache, dass er fachfremd ist (er ist gelernter Gamedesigner und interessiert sich ausschließlich privat für Astrophysik) oder eine Standardtheorie in Frage stellt - sondern durch sein permanentes Behaupten, er könnte etwas belegen/erklären in Kombination mit seiner permanenten Weigerung, quantitative (also mathematisch durchgerechnete) Ergebnisse zu zeigen!

Ähnlich haben es die Kollegen Chemiker mit der "kalten Kernfusion" gemacht. Und viele Andere. Bei allen handelt es sich nicht um Wissenschaft, sondern um Pseudowissenschaft. Wolkers Weigerung, in der Fachliteratur zu veröffentlichen, ist ein typisches Kriterium für Pseudowissenschaft.

Chris Wolkers Kapitel zur Prä-Astronautik in dem von Ihnen erwähnten Buch spricht in diesem Zusammenhang für sich...

Grüße

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
@ Luther

Ich kann mir einfach nicht verkneifen, noch einmal eine ausführlichere Stellungnahme zu Wolkers Buch zu posten, nachdem ich nun ein paar Seiten gelesen habe. Nun ist klar, was ich oben gefragt habe: Warum legt der Autor sein Werk lieber Laien vor als den Experten?

Ich beziehe mich dabei zunächst einmal auf einen Satz Ihrer Rezension zu diesem Buch:
<<Dieser Ansatz kann zig Fragen beantworten, die der Urknall nicht beantworten kann. Zig Beobachtungen, die das Fundament des Urknalls seit langem schon ins Wackeln brachten, kann die ens-These nicht nur erklären, sondern sie stützen diese These zudem.>>

Aha. Aber woher wissen wir das? Weil uns das der Autor so sagt. Aber: Der Autor bringt nirgends auch nur eine Formel. Das ist für den Leser schön einfach - aber Wolker kann halt überhaupt nichts mehr durchrechnen. Er kann keinerlei quantitativen Aussagen machen - und demnach: Nirgends (!) im Buch ist auch nur ein einziger Nachweis zu finden, dass die Behauptung überhaupt stimmt, die These würde die Beobachtungen erklären - sogar besser als der Urknall! Er behauptet es einfach. Beim schnellen Lesen mag das überzeugend wirken, aber: Wo gibt es ein _konkretes, belegtes, quantitatives _ Beispiel, dass das Modell mehr erklärt als der Urknall?

Bestätigungen einer Theorie sind ohne exakte Vorhersage nun einmal nicht möglich, wenn wir ehrlich sind: Überprüfbare Vorhersagen machen ist ein ganz wesentliches Merkmal wissenschaftlicher Arbeit. Nicht wahr? (Wozu sollte man sonst Wissenschaft betreiben?) Aber blättern wir doch einmal zur Seite 162, da kann man nachlesen, was der Autor von Vorhersagen hält:

"Einige Fachexperten sagen, dass ein Gluon kein Postulat, sondern vielmehr eine Vorhersage sei. Dem Begriff "Vorhersage" wird dabei viel Wert beigemessen. Von Wortklaubereien halte ich nicht viel, doch ich wollte es nicht unerwähnt lassen."

Oder anders ausgedrückt: Der Autor verwischt einfach den wesentlichen Unterschied zwischen Postulat (=unbeweisbare Grundforderung) und Vorhersage (= quantitative Überprüfungsmöglichkeit im Experiment). Das ist definitiv kein naturwissenschaftlicher Ansatz. Das ist Polemik.

Einmal ganz abgesehen davon, dass der ganze Abschnitt über das Gluon falsch ist: ein gutes Beispiel, wie der Autor wissenschaftliche Zusammenhänge in seinem Interesse falsch wiedergibt, ich zitiere von S. 159

"Gleichgeladene Teilchen, wie zum Beispiel Protonen, stoßen sich ab. (...) Da sich gleichgeladene Teilchen in den Atomkernen jedoch offensichtlich nicht abstoßen, was ein Widerspruch ist, musste ein Postulat her. Man nannte dieses postulierte Teilchen dann passend Gluon (...) Anstatt sich zu überlegen, ob nicht ein ganz gravierender Fehler im derzeitigen Atommodell bestehen könnte, wurde ein Klebstoff postuliert."

Also das ist völliger Unsinn! Googeln Sie einmal nach "Rutherford-Experiment" (falls noch nicht bekannt):
- Man hat _im Experiment_ herausgefunden, dass die positive Ladung konzentriert im Atomkern sitzt und bleibt und daraus die ersten Atommodelle entwickelt. (also von wegen Widerspruch!)
- Die Aussage, die Physik würde behaupten, dass sich die positiven Ladungen im Atomkern nicht abstoßen, ist schlichtweg falsch.
- Das Gluon/Quark-Modell des Kerns kam viel, viel später. Die ersten Modelle nach Rutherford hatten noch Protonen und Neutronen, als Austauschteilchen sah man Mesonen und Pionen, die man in Nebelkammern beobachtete; da wurde nichts postuliert.
- Als einzigen Kommentar zum Nachweis des Gluons erwähnt Wolker das PETRA 1979 - um diesen Nachweis gleich darauf ohne die geringste Nennung von Gründen anzuzweifeln. Neuere Bestätigungen der Theorie der starken Wechselwirkung (wie die vor kurzem erfolgte auf 1% (!) genaue Berechnung der experimentell gefundenen Protonenmasse) erwähnt Wolker erst gar nicht.

Noch einen Beleg? Googeln Sie doch mal nach "1a Standartkerzen" von denen der Autor spricht. Wenn da außer Herrn Wolkers Buch nichts kommt, probieren Sie es noch einmal unter "1a Standardkerzen". Wer nicht einmal weiß, wie man Fachausdrücke richtig schreibt, hat möglicherweise andere Gründe, die mathematische Seite seiner Betrachtungen weg zu lassen, als es dem Leser einfach machen zu wollen... (Es handelt sich _nicht_ um einen einzelnen Tippfehler, das Wort wird im ganzen Buch falsch geschrieben, ähnlich wie die "MINNI SCHWARZEN LÖCHER")

Und so zieht sich das durch das ganze Buch durch: Physik wird falsch wiedergegeben, Behauptungen aufgestellt - die man mangels konkreter Rechnungen nicht überprüfen kann, es werden längst wiederlegte Theorien zitiert (wie das "müde Licht"). Statt seriösen Quellen zitiert der Herr lieber Däniken. Wolker legt erheblich weniger Wert auf Korrektheit seiner wissenschaftlichen Aussagen als auf Ausführlichkeit des Vergleichs vage formulierter Vergleiche mit religiösen Aussagen. Ein Paradebeispiel von Pseudowissenschaft zum Beleg ideologischer Aussagen und zur Bereicherung eines freiberuflichen Künstlers und Aufstockers bei einem Job-Center. (Homepage des Autors).

Und zum Abschluss habe ich noch eine ganz persönliche Frage an Sie:

Wenn ich Ihr Profil ansehe:

- nahezu alle Ihre Rezensionen sind zu Büchern entweder von Chris Wolker, Saskia-Nene Wolker oder Ryan Elbwood (der von hinten eine erstaunliche Ähnlichkeit zu Chris Wolker und einen extrem ähnlichen Schreibstil aufweist - Hompages der beiden Autoren)
- alle diese Bücher werden von Ihnen mit 5 Sternchen (Höchstbewertung) gelobt und empfohlen.
- Eine "SaskiaNene" hat vor ein paar Tagen Wolkers Buch auf gutefrage.net in eine Frage über den Urknall geworfen und das Buch mit überraschend ähnlichen Worten positiv bewertet.

Herr Pullman, ehrlich: Sind Sie ein Bekannter/Verleger des Autoren und seiner Frau/Schwester/Tochter oder darf ich Herr Wolker zu Ihnen sagen?

Grüße

Veröffentlicht am 07.10.2012 18:25:34 GMT+02:00
nochmal zur sicherheit, damit es auch alle wissen: ich hab das buch nicht gelesen - geschweige denn, dass ich überzeugt bin von dem, was es sagt. und mit der aussage, dass auch unsere wahrnehmung abstrahiert, hast du natürlich recht.
aber: ich finde es immer interessant, zu einem gedanken (oder einer theorie, oder einem paradigma) auch alternativen zu denken. unabhängig davon, ob jetzt eine idee wahrer oder besser ist, als die andere. in diesem sinne finde ich, dass z.b. auch "selbstgebastelte außenseiter-theorien" ihren reiz haben können. .... zumindest manchmal, wenn sie gut durchdacht sind und neue ideen trigggern können. und gute modelle sind dafür auch immer willkommen - natürlich (manchmal ist sogar ein schlechtes modell ganz hilfreich :-)).
momentan komme ich leider nicht zum lesen, aber wenn ich mehr weiß, kann ich vielleicht noch besser argumentieren.
schönen sonntag noch!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.10.2012 11:29:39 GMT+02:00
Gut - aber nach dieser Definition gibt es natürlich nur Abstraktionen - auch unsere Wahrnehmung filtert massiv aus. Wenn ich den Durchmesser eines Aquariums ausmesse macht das natürlich keine Aussage über die Vermehrungsrate der Algen darin. Häufig geht die Naturwissenschaft aber anders herum vor und versucht durch Messung nicht nur zu abstrahieren und zu analysieren, sondern auch Synthesen zu schaffen. Gerade in der Astronomie werden Messdaten zusammengezogen, beispielsweise von Instrumente die in unterschiedlichen Wellenlängenbereichen arbeiten, um dann ein vollständigeres Bild der Eigenschaften eines Objektes zu erhalten. Auch in den Teilchenbeschleunigern wird vor allem Synthese von Daten betrieben. In gewisser Weise bleibt das natürlich dennoch immer "abstrahiert" von der Wirklichkeit. Damit müssen wir leben. Unser Blick auf das was in seiner Vollständigkeit ist bleibt zwangsläufig immer unvollständig. Modellbildung ist auch Abstraktion, dennoch machen Modelle oft erstaunlich präzise Voraussagen über das Verhalten der Wirklichkeit.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.10.2012 10:14:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.10.2012 10:15:31 GMT+02:00
Jay meint:
(Urknall versus ens-These): Das riecht aber sehr nach selbstgebastelter Außenseiter-Theorie!

Veröffentlicht am 06.10.2012 09:58:07 GMT+02:00
@stefan thiesen
danke für die tipps. bin mit dem anderen noch nicht recht weitergekommen - aber den obigen satz kann ich schon begründen:
messen IST abstraktion! dass man aus der wirklichkeit eine zahl macht, wird sicher der komplexität nicht gerecht. das kommt mir sehr logisch vor. mehr kann ich vielleicht sagen, wenn ich mehr gelesen habe.
liebe grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.10.2012 00:19:34 GMT+02:00
Hallo Toshi,

wenn Du Dich für Astronomie, Philosophie und Naturwissenschaften interessierst und ganz neue Blickwinkel kennenlernen willst, kann ich Dir das hier empfehlen:
Urknall versus ens-These
Viele spannende Stunden damit und nette Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.09.2012 10:09:58 GMT+02:00
"abstrahierende Wissenschaft des Messens und Beweisens"? "Messen und Beweisen" hört sich doch aber eher nach Empirie, und nicht so sehr nach Abstraktion an. Meine liebsten Bücher als Einführung in die Systemwissenschaften sind:

* Thinking in Systems (Donella Meadows) Thinking In Systems: A Primer
* The End of Certainty (Ilya Prigogine) The End of Certainty: Time, Chaos and the New Laws of Nature (das ist ein absolutes MUSS für jeden, der sich ernsthaft mit dem Gebiet beschäftigen möchte)
* The Quark and the Jaguar (Murray Gell-Mann) The Quark and the Jaguar. Adventures in the Simple and the Complex (schon etwas älter, aber dennoch auch heute der Zeit der Menschheitsmehrheit um Lichtjahre voraus).

Wer sich da durchgeackert hat, der hat eine neue Welt betreten...

Veröffentlicht am 27.09.2012 20:34:32 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.09.2012 20:39:59 GMT+02:00
ich lese gerade:
Eisenhardt/Kurth/Stiehl: Wie Neues entsteht. Die Wissenschaften des Komplexen und Fraktalen.. Ein Buch, das sich nicht so einfach erschließen lässt, für Laien wie mich schon grenzwertig in Bezug auf Anspruch und Vorwissen. Es geht um einen aktuellen Paradigmenwechsel in der Naturwissenschaft - weg von der abstahierenden Wissenschaft des Messens und Beweisens hin zu ... äh, das hab ich noch nicht verstanden ... bin erst am Anfang :-)
p.s. jetzt fällt mir noch was ein, das zum Thema "Wissenschaft allgemein" passt, aber auch nicht leicht zu lesen und verstehen war: ich hab mich damals nur durchgequält, weil es zum Prüfungsstoff gehört hat, aber bin im Denken sehr davon beeinflusst worden. Die Systemtheorie ist nicht nur für Soziologen interessant! Soziale Systeme: Grundriß einer allgemeinen Theorie (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)

Veröffentlicht am 25.09.2012 00:15:38 GMT+02:00
Ich schlage noch vor: DAS LÄCHELN DER MEDUSA von Peter Watson.
Watson war stellvertretender Herausgeber von "New Science" und arbeitete vier Jahre für die "Sunday Times". Studiert hat er an den Unis von Durham, London und Rom. Vorteil: Behandelt sowohl Geisteswissenschaften als auch Naturwissenschaften; Preis nur 20 ¤. Nachteil: 1184 Seiten (einschließlich gutem Schlagwortregister und umfangreichem Literaturverzeichnis) . Am Besten mal in ner Buchhandlung reinschauen oder bei Amazon bestellen und zurückschicken, wenn es dier nicht liegt. Leserurteile gibt es hier bestimmt auch.

Veröffentlicht am 20.09.2012 11:50:14 GMT+02:00
Jay meint:
1+1=10: Mathematik für Höhlenmenschen
Offensichtlich ist ein witziges und low-level (Abi-Stoff + einige höhere Bonbons) Mathebuch im Anmarsch: (s.o. link). Soll Ende Okt. erscheinen. Im (witzigen!) Blog des Authors (http://beetzblog.blogspot.de/) findet man jede Menge Vorab-Info + Links zum Verlag. Zwei Steinzeitmenschen bringen sich gegenseitig die Grundlagen der Mathe bei. Zusätzlich viele Beispiele aus dem täglichen Leben und grundsätzliche Philosophische Gedanken (was ist Mathe?, was kann sie und was nicht?, welche Bedeutung hat sie?). Für Einsteiger + Aussteiger (die das alles mal in der Schule gelernt und wieder vergessen haben). Habe es mir vorbestellt und bin schon schwer gespannt!

Veröffentlicht am 20.09.2012 11:27:01 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 20.09.2012 13:58:40 GMT+02:00
Die Propyläen Weltgeschichte in 10 Bänden ist eine Universalgeschichte der Menschheit und immer noch ein Meisterwerk nicht nur für Experten, trotz des Alters von fast vier Jahrzehnten immer noch von hoher Aktualität. - Karl Jaspers: Die großen Philosophen mit den Schlüsselthemen: Die maßgebenden Menschen: Sokrates, Buddha, Konfuzius, Jesus / Die fortzeugenden Gründer des Philosophierens: Plato, Augustin, Kant / Aus dem Ursprung denkende Metaphysiker: Anaximander, Heraklit, Parmenides, Plotin, Anselm, Spinoza, Laots, Nagarjuna. - Physik und Transzendenz: Die großen Physiker unseres Jahrhunderts über ihre Begegnung mit dem Wunderbaren (gemeint ist das 20. Jhdt) - s.a. meine Rezension zum letztgenannten Werk mit weitergehenden Empfehlungen

Veröffentlicht am 20.09.2012 10:21:11 GMT+02:00
Was zu bezweifeln war: Die Lüge von der objektiven Wissenschaft - hat mir zwar nicht gefallen, kann ich aber zum thema passend durchaus empfehlen (siehe meine rezension).
[Kommentar hinzufügen]
Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Diskussion
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Eingabe des Log-ins
 


Kürzliche Einträge in fachbücher Diskussionsforum (206 Diskussionen)

 

Zur Diskussion

Teilnehmer:  43
Beiträge insgesamt:  125
Erster Beitrag:  26.11.2010
Jüngster Beitrag:  03.10.2013

Neu! Bei neuen Einträgen eine E-Mail erhalten.
Von 13 Kunden verfolgt

Kundendiskussionen durchsuchen