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Suchen Quellen: Woran erkennt man verdorbene Lebensmittel? Helft uns gegen Lebensmittelverschwendung


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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.01.2013 18:52:35 GMT+01:00
 bunyip meint:
Einfach "Pollmer, Grimm" in Google eingeben!
Dann wird das Verhalten des Ritters und Boxers verständlich :-(

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2013 09:37:53 GMT+01:00
CdB meint:
Na, Herr Schettler, so richtig gesichert ist das sichere Wissen wohl nicht, dass sie da anführen. Stattdessen lamentieren sie 7 Zeilen darüber, warum meine Ausführungen es nicht wert sind, mit Quellen beantwortet zu werden. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

"Damit ist in dieser Diskussion zweifelsfrei belegt, daß ich anbringen kann, was ich will, Sie würden immer nur das Gegenteil sehen, so wie Ihr Vorredner auch."

Nein, das ist nicht belegt. Ich wollte vom 2. Beitrag an Belege für Ihre Thesen. Die haben sie bis jetzt nicht in angemessener Form gebracht. Oder soll ich jetzt dicke Bücher danach durchwühlen, an welcher Stelle was belegt wird?

"Normalerweise in derart absurden und einseitigen Webdiskussionen müßte jetzt noch ein Kommentar von Ihnen, von Ihrem Freund oder einem weiteren Pseudonym kommen, in dem es heißt "Siehste! Wußte ich doch! Jetzt kneift er.""

Erstens ist Bunyip nicht mein Freund, ich kenne ihn nicht und glaube seine Thesen ebenso wenig unbelegt wie die Ihren. Ihm würde es natürlich genauso gut zu Gesicht stehen, seine Thesen zu belegen wie Ihnen. Zweitens haben sie natürlich die Wahrheit bereits vorweg genommen. Wissenschaftlich Haltbares zu ihren Ausführungen haben sie einfach nicht geliefert. Punkt. Auch wenn sie da jetzt eine Runde lachen.

Und die ersten kurzen Recherchen weisen Pollmer tatsächlich nicht als jemanden aus, dessen Thesen man einfach mal als DIE WAHRHEIT präsentieren kann. Aber ich mutmaße, dass sie das wissenschaftlich-kritische Denken (zu dem auch das Belegen von Thesen gehört, btw.) nicht gelernt haben und da einigen Propheten folgen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.01.2013 18:29:09 GMT+01:00
Kennen Sie Google? Ich habs gerade mal probiert, ist ganz simpel. Aber ich mutmaße, daß es Ihnen weder um Aufklärung noch um wissenschaftliche Ergebnisse geht, sie wollen einfach recht behalten... Und wer die berühmte, jedem ausgebildeten Koch bekannte, "2-Minuten"-Regel als These bezeichnet, der hat offenbar eine verzerrte Fremdwortwahrnehmung.
Und wen das Thema "krank durch Supermarktessen" interessiert, der wird im Internet nicht hinreichend fündig. Der muß sich schon bemühen und ein paar hundert Seiten Literatur bewältigen.
Sie schreiben einen respektlosen, arroganten Ton, der es mir verbietet, weiter auf Sie einzugehen.
Sie mutmaßen übrigens völlig falsch, mit Pseudonym ist das aber auch egal, da kann man großen Blödsinn schreiben.
Deshalb schreiben Sie gerne weiter - ohne mich :) wie ich bereits sagte: Ich fechte nicht im Dunkeln.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.01.2013 17:10:45 GMT+01:00
J. Wieland meint:
Auf Grund deiner Sprache scheinst du eine intelligente Person zu sein. Ich verstehe nicht, was so schwierig sein soll, zu diesem Thema verlässliche Quellen zu finden?
Bücher kannst du meistens in die Tonne treten, da diese kein Peer Review haben.
Schau doch mal nach Journalen, da wirst du 100% sehr viel zu deinem Thema finden. Suche am besten auf Englisch.
Solltest du dann interessante Artikel gefunden haben, so gebe mir doch einfach Bescheid. Ich komme an zu ziemlich viele Fachjournale und Artikel kostenlos ran.
Die erste Anlaufstelle um eine generellen Überblick zu bekommen könnte Google Scholar sein, oder PubMed, oder Ebscohost.
Also.
Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.01.2013 22:03:31 GMT+01:00
 bunyip meint:
Bücher gibt es viele, Fachjournale noch viel mehr, nur muss man die auch verstehen!
Ich jedenfalls verstehe so etwas nur auf dem untersten Level, also etwas mehr als Abiturstandard!
Auch dürften Privatleuten schon die einfachsten Analysemöglichkeiten fehlen.

Der Mensch ist sehr unterschiedlich; was der Eine problemlos wegsteckt, bringt einen Anderen schon um. Da man sich an der sicheren Seite orientieren muss, wird man, fürchte ich, genau da landen, wo wir heute sind.

Sinnvoller als die Frage, welchen Gammel man noch essen kann, ist die Optimierung der Lagertechnik, denn da lassen sich leicht verständliche Anleitungen formulieren. Dabei gerät man, dachte ich jedenfalls bis vor einigen Tagen, auch nicht zwischen ideologische Fronten.

Gerne können wir hier Listen zusammenstellen, was wie lange in welcher Klimazone eines Kühli aufbewahrt werden kann, mit welchen Tricks man die Feuchtigkeit im Kühlschrank herunterbringt.
Meine Erfahrung kommt allerdings aus begehbaren Kühlschränken der Gastronomie, ist nicht unbediungt auf 100l-Moppel übertragbar.

Das ist nicht der Topic, aber da wäre vielleicht etwas Sinnvolles zu machen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.01.2013 13:56:24 GMT+01:00
Tim Tuerk meint:
Hallo zusammen,

bei diesem Thema kann ich empfehlen einmal eine Anfrage an die 'Hoogeschool Van Hall Larenstein' zu richten, welche sich in Wageningen, NL befindet. An dieser sehr grün angehauchten Uni, die u.a. die Studiengänge Lebensmitteltechnologie und 'Food Innovation Management' anbietet, sollte man euch definitiv weiterhelfen können. Sei es nun mit Tips zu zuverlässigen Quellen oder dass dort eure Quellen in Laborversuchen ausgearbeitet worden sind.

www.vanhall-larenstein.nl ; da müsst ihr euch dann im Orangenen Bereich weiter durchklicken. Hab selbst da studiert, mich allerdings eher auf Nachhaltigkeit im Anbau fokusiert.

Weiterhelfen könnten euch evtl auch Auszüge aus dem deutschen Lebensmittelrecht. Dadrin ist so einiges definiert was euch mit Sicherheit interessiert und zumindest für eine interessante Gegenüberstellung (..."lt. Gesetz muss das entsorgt werden, obwohl die Ware eigentlich noch genießbvar ist..."bzw. "das Produkt wird im Laden entsorgt, obwohl dies lt. Gesetz erst zu einem späteren Zeitpunkt nötig wäre?" - Ist es sinnvoll für Supermärkte (moralisch, wirtschaftlich, im Interesse der Kunden) strenger mit Lebensmitteln zu sein als der ohnehin schon strenge Staat. Im Supermarkt werden Produkte, die 2-4 Tage vor dem MHD liegen entsorgt, was sinnlose Kosten verursacht, bzw. im besseren Fall, wenn der Gesetzgeber das noch zulässt (auch da gibt es absolut strenge Richtlinien!), gespendet, was für den Betrieb nicht nur den Vorteil von Kostenersparniss für die Vernichtung hat, sondern der Gegenwert der Spende sogar noch von der Steuer abgesetzt werden kann. An sich eine win/win situation für den Betrieb. Dies hat jedoch teilweise zur Folge, dass Artikel, die nicht gespendet werden können, aus welchem Grund auch immer, teilweise noch früher in die Vernichtung wandern als sie es ohnehin schon täten und damit das Gesamtvolumen der vernichteten Lebensmittel noch zusätzlich unnötig in die Höhe schrauben.

Hauptgrund für das 'nicht-annehmen' von Spenden ist lt. einer Umfrage unter den entsprechenden Karitativen Organisationen, die ich mal gelesen habe, allein die Optik des Produkts. "Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul" gilt zumindest in Deutschland bei so etwas definitiv nicht.

Private Haushalte verhalten sich da ganz ähnlich. "Was nicht lecker aussieht kann auch nicht gut sein". Dieser Wandel innerhalb der Gesellschaft hat sich übrigens innerhalb der letzten Generation vollzogen und gilt als ein absolutes "Luxusproblem", dass aus dem schieren Überfluss entstanden ist, der in der Folge des Wirtschaftswunders Einzug gehalten hat und seitdem aus Deutschland und seiner Konsumgesellschaft nicht mehr weg zu denken ist.
Bestes Beispiel 1945: Übliches Bild, dass sich Menschen wegen eines schimmliges Stückes Brot geprügelt haben, dass schon einige Jahre später kein Bürger mehr mit dem Allerwertesten betrachten würde.

Zussamengefasst: Warum schmeissen wir so viele Lebensmittel Weg??? Weil wir es können.
Wir können es uns leisten nur das Schönste und Ästhetischste zu kaufen, obwohl das äussere eines Produkts häufig nicht aussagekräftig ist, was die Genießbarkeit des Produkts angeht wird dem alles andere untergeordnet, sogar wenn es darum geht die Ware zu verschenken. Deswegen stecken Lebensmittelentwickler heute nicht unbedingt viele Ressourcen in die Entwicklung von Produkten die länger frisch bleiben, sondern viel mehr in Produkte, die viel länger frisch und makellos aussehen. Frisch bleiben tun sie ja meistens schon von allein, auch wenn es niemandem auffällt weil das Konsumverhalten von den Händlern durch das immer frische und reichlich vorhandene Warenangebot suggeriert, dass es gar keine schlechten Lebensmittel gibt. Im Laden ist fast alles makellos, dann sollte das zu Hause auch so sein. Deswegen lieber früher wegschmeissen und mehr Platz für neues, frischeres Essen haben.

Ich hoffe ich konnte euch ein bißchen weiterhelfen oder zumindest ein paar Anstöße in die richtige Richtung geben. Falls ihr noch Fragen habt oder ich euch sonst noch weiterhelfen kann schreibt einfach eine Mail.

MFG,

Tim

Veröffentlicht am 05.03.2013 22:53:56 GMT+01:00
lara croft meint:
Das die Weltwirtschaft und Börse ein Hauptproblem in Sachen Lebensmittelverschwendung sind, muss man wohl nicht mehr erwähnen.
Um mich kurz vorzustellen: Ich bin Gelernte Gärtnerin und belesen in Sachen gesunder Ernährung.
Es sind sehr viele Faktoren, die die Lebensmittelverschwendung begünstigen.
Der Hauptfaktor ist aber die Psychologie der Masse. Die Wirtschaft braucht den laufenden Kreislauf, er darf nicht stagnieren, das Volk soll nicht sparsam sein, deshalb wird der Masse der Glauben vermittelt, das alles Makellos sein muss.
Das man es lieber früher wegwirft, als zu spät.
Neu kaufen ist das Zauberwort, nicht nur bei IPad und Co, sondern auch beim täglichen Bedarf. Dort muss man ansetzen um was zu ändern.
Klärt lieber auf, was eine Marketingabteilung anrichtet.

Oder eine weitere Befürchtung zur Haltbarkeit: zB: Jogurt in Kunststoffbecher: Kunststoffe "dunsten" nach einer Zeit aus, was vielleicht mit zur Unverträglichkeit beiträgt!? Die Zahlen der Unfruchtbaren Frauen und Männer nehmen nicht zufällig zu, genau wie die Krebsraten! Du bist, was du ißt.

Zum zweiten muss mal erwähnt werden, das ich es als Gärtnerin katastrophal finde, wenn die Lebensmittel auf dem Großhandel mit Plastikverpackung in den Müll fliegen, anstatt es anständig zu kompostieren, das wäre nur halb so schlimm.
Allein die Tatsache, das man Biobananen in Plastik verpackt im Regal findet ist ja schon der Beweis einer Lüge- Bio in Plastik zu hauf, "BIO" ist einfach nur Marktreif und hat mit dem Ursprung nichts mehr gemein.

Zur Ursprünglichen Frage:
Holt ein Gärtnerbuch- dort steht über Lebensmittel viel drin, dazu noch "Großmutters beste Haushaltstipps"(-Buch bei Amazon!) und vieleicht noch: "Das kommt mir nicht auf den Teller"- Birgit Frohn. Vielleicht noch einige Küchenlexikon oder Kochratgeber, Frauenzeitschriften, etc.

Viel Erfolg/ Viel Spaß

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.03.2013 10:37:08 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 06.03.2013 10:37:45 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 15.03.2013 12:36:51 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 15.03.2013 12:38:37 GMT+01:00
Julja888 meint:
Ich würde auch gern etwas zum Thema sagen, weil vielleicht dieser oder jener Interessierte diesen Thread liest:

Was man nicht essen sollte:
- Angeschimmelte Lebensmittel mit einem hohen Feuchtigkeitsgehalt (nicht Fettgehalt, wie es weiter oben zu lesen ist). Obst, Gemüse, Milchprodukte etc. mit sichtbarem Schimmel (manchmal verrät es auch nur der Geruch) lieber entsorgen oder sehr großräumig abschneiden. Tomaten immer wegwerfen.
- Angeschimmeltes Brot. Wegen der Struktur breiten sich Schimmelpilze gut aus. Und es gibt sehr giftige.

Was man essen kann:
- Marmelade, von der man den Schimmel abgenommen hat. Wegen des hohen Zuckergehalts kann sich der Schimmel nicht ausbreiten (daher gilt dies auch nicht für zuckerreduzierte Marmeladen und Brotaufstriche).
- Stark fetthaltige Nahrungsmittel. Von Käse kann man selbstverständlich den Schimmel abschneiden. Gerade an abgepackten Käsescheiben bildet sich nach dem Öffnen schnell etwas Schimmel an den Rändern, innen ist der Käse noch völlig in Ordnung. Wenn Fett verdirbt merken wir das schnell, weil es dann ranzig wird. Und selbst dann ist es noch nicht unbedingt gesundheitsschädlich, sondern einfach nur eklig.
- Streichwurst oder Dauerwurst, die in einer Hülle steckt bildet manchmal aussen einen schmierigen Belag durch das Kühlschrankklima. Wenn man den unter fliessendem Wasser abwäscht, findet man in der Hülle meist völlig unveränderte Wurst (findet man Veränderungen in Farbe oder Geruch vor, kann man sie immer noch entsorgen).

Fleisch, Fisch:
Immer ordentlich durcherhitzen (100°C und drüber. 70°C finde ich nur dann akzeptabel, wenn man es einen Tag lang im Ofen läßt ;) ). Achtung mit Mikrowellen, oft sind die Lebensmittel nicht richtig durcherhitzt, sondern nur Stellenweise heiss!
Möchte man Fleisch/Fisch roh verzehren, dann natürlich gleich nach dem Kauf vom Fleischer/Sushi-Händler seines Vertrauens...

Bei stark eiweisshaltigen Lebenmitteln wie Fleisch , Fisch, Eier merkt unsere Nase eigentlich ziemlich schnell, wenn da was nicht stimmt. Wenn man sich mal nicht sicher ist, kann man es mit Durchbraten versuchen und spätestens dann ist der Fall klar, ob das noch schmecken wird. Und selbst dann ist es wieder nur eklig und nicht gleich gesundheitsgefährdend (nach Durcherhitzen).

Besondere Vorsicht sei geboten:
- Wenn Lebensmittel Tage vorher zwar durcherhitzt worden waren, dann aber tagelang im Kühlschrank lagen. (Dann muss vor dem Verzehr natürlich wieder durcherhitzt werden)
- Im Ausland (neue Keime, die unser Immunsystem noch nicht kennt)
- Kleine Kinder, sehr alte Menschen, Menschen, die Kortison nehmen und alle anderen Menschen, die aus irgendwelchen Gründen kein belastbares Immunsystem haben...

Ich erwähne noch, dass es mir und meiner Familie gut geht. Und ich eigentlich noch nie eine Lebensmittelvergiftung gehabt habe (Montezumas Rache mal ausgenommen).

Ich hoffe, ihr könnt euer Projekt umsetzen!
LG

Veröffentlicht am 19.03.2013 09:08:04 GMT+01:00
Ameise meint:
Der Beitrag der Vorrednerin bestätigt meine Erfahrung. Die basiert auf der Erfahrungsschatz meiner überaus sparsamen Großmutter, Küchenchefin im großen elterlichen Hotel zu einer Zeit, als das Eis für den Eisschrank noch aus den Alpen an den Mittelrhein geschafft wurde.

Meine Oma ist weit über 80 Jahre alt geworden. Sie hatte einen angeborenen Herzfehler und als Kind Rachitis gehabt, aber von Verdauungsbeschwerden und/oder Lebensmittelvergiftungen ist mir nichts bekannt. Sie hat sehr ernährungsbewußt gelebt, war z.B. Stammkundin im Reformhaus. Sie hat immer alles Essbare gegessen und ist dabei sehr weit gegangen. Das mach ich auch - nicht zuletzt aus Trotz gegen meine über-pingelige Mutter - und gehe jeden Tag ein bisschen weiter. Magen-Darmkrank werden wenn, dann die andern (toitoitoi), und von anderem Essen. Von der Oma fallen mir neuerdings immer neue alte Tricks wieder ein. Viele Zeitgenossen würden sich sehr wundern, was man alles doch noch essen kann.

Hier ist die große Herausforderung für Euer Projekt: Sobald einer krank wird, ist damit zu rechnen, dass er/sie Euch zur Verantwortung und möglicherweise vor Gericht zieht. Viele excellente Oma-Tipps sind daher vom Aufschreiben ausgeschlossen.

Kleinere Herausforderung sind die kolossalen Unterschiede zwischen den Menschen; von Natur aus und von der Körper-Erfahrung.

Veröffentlicht am 02.04.2013 19:53:48 GMT+02:00
sonnewirt meint:
Wenn's schmeckt ist es gut!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.04.2013 00:01:21 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 09.04.2013 00:09:56 GMT+02:00
Lesartist meint:
Um von den ganzen verletzten Eitelkeiten mal wieder zum Thema zurückzukehren: Es ist nach meiner Erfahrung (mit sehr viel Selbstversuchen) sehr wohl und sehr einfach möglich, den Zustand von Lebensmitteln zu jedem Zeitpunkt sicher festzustellen, wenn man sich auf pflanzliche Lebensmittel beschränkt und auf denaturierte Fertigprodukte verzichtet.
Fleischnahrung ist an sich AAS und von daher immer in einem toxischen Verfallsprozeß, der einfach nur so lange wie möglich rausgezöget wird. Lebendige Pflanzennahrung lebt auch nach der "Schlachtung" bei angemessener Lagerung munter weiter, und zeigt weiteres Wachstum teilweise sogar im Kühlschrank (z.B. neue Blätter bei Wurzelgemüsse, größere Erbsenschoten u.a. )oder bei Obst setzt sich die Reife fort mit Entwicklung von mehr Duft- und Geschmacksqualitäten, essentiellen Zuckermolekülen u.ä.), selbst wenn Du ein größeres Stück davon abschneidest und nur einen kleineren Teil weiterlagerst.
Da diese Nahrung eben LEBT, kannst Du ihre Lebenskraft über die Sinne erfahren , über Aussehen, Festigkeit, Geruch, Geschmack und so weiter, wobei sich das meiste schon bei einem kurzen dran-riechen erschließt. Die Fahigkeit, diese Qualitäten zu erkennen. ist instinktihaft in jedem Menschen vorhanden , sie ist nur übertönt von den Anbetungsritualen der Mindesthaltbarkeit und der Angstmacherei der Nahrungs- und Hygieneindustrie mit ihren abstakter Festlegungen, die die Lebendigkeit ignorieren.
Ebenso wird der natürliche Nahrungsinstinkt, der über Geruch, Geschmack und taktile Reize funktioniert, durch künstliche Salzung und Zuckerung von Nahrung (insbesondere mit raffinierten Leer-Produkten) verdorben. Er kann aber jederzeit zurückgewonnen werden und dann sind die Fertigkeiten, gesunde von ungesunder Nahrung zu unterscheiden, in wenigen Stunden bei jedem reaktivierbar.
Die weitere "Ausbildung" dieser Fertigkeiten erfolgt dann durch eigene Erfahrungssammlung in Versuch und Irrtum, was aber eben bei vergammelten Tierprodukten definitiv nicht zu empfehlen ist... (Fingerweg von hochgewölbten Joghurtbechern u.ä. !)
Bei Pflanzen dagegen ist es ganz einfach, z.B. das ausgesonderte Obst und Gemüse in Brauchbares und Unbrauchbares zu scheiden und das Brauchbare, da es lebt, durch richtige Lagerung u.ä. sogar noch weiter zu regerieren.
Bei uns läuft es aber stattdessen nach dem Motto. Alles, was vergammeln KÖNNTE, dürfen die Menschen nicht mehr haben, sondern nur noch die Schweine. Und wenn die Schweine dann dieses Vergammelte und Nichtvergammelte lange genug gleichzeitig in sich reingeschlungen haben und noch lebendig genug sind, um getötet zu werden, dann essen die Menschen diese Schweine. mit einem Pharmacocktail als Aperitif!
Wohl bekomms!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 10.04.2013 14:29:26 GMT+02:00
Das Anliegen finde ich toll, aber - ich fasse zusammen:
Es wird kaum jemand die Haftung übernehmen wollen für Anleitungen zur Frischebeurteilung / Essbarkeitsbeurteilung, die über das vom Hersteller angegebene MHD hinausgeht.
Ein Restekochbuch bzw. eine Inversliste für Rezepte (=welche Zutaten sind gerade da, was kann ich also kochen/backen/zusammenschnibbeln) fände ich toll, der Link von einem der Diskussionsteilnehmer hat bei mir leider nicht funktioniert.
Wenn man die juristischen Risiken einmal ausschließen könnte: Für die fachliche / sachliche Beurteilung wären Tierärzte erste Ansprechpartner als Beurteiler von Lebensmitteln (nicht nur tierischer Herkunft). Im Studium der Tiermedizin lernt man die Beurteilung von Lebensmitteln. Es wird auch alles Mögliche zur Lebensmittelhygiene abgeprüft, z.B. wielange man was auf wieviel Grad erhitzen muß, damit Salmonella oder Campylobacter sterben, welche Warmhaltetemperatur die reine Freude für Bacterium ist, um sich in Reisgerichten exponentiell zu vermehren, und welcher Käseschimmel als krebserregend gilt und welcher nicht. Die Tierärzte haben hier leider ein Imageproblem, vielleicht weil Lebensmittelchemiker und Co das Wort "Lebensmittel" schon im Namen tragen. Was die gesundheitlichen Effekte auf den Menschen betrifft (Spätfolge Krebs oder Unfruchtbarkeit z.B) sollte naturgemäß ein Humanmediziner Auskunft geben können.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.05.2013 02:02:24 GMT+02:00
dsidderahl meint:
Woher haben Sie denn Ihre Tomatenerfahrungen??
"Industrie"-Tomaten halten bei mir nie lange. Die werden dann matschig oder beginnen am Ansatz zu schimmeln. Aus dem eigenen Garten - im gesunden Boden - gezogene habe ich schon monatelang aufbewahrt (sogar in der warmen Küche!) und die im Herbst geernteten waren sogar zu Weihnachten (!) nur leicht runzlig, aber im Geschmack noch vollwertig und unverdorben!
Allerdimgs weiß mein Gartenboden nicht was Kunstdünger ist... Ob das der Grund ist?
MfG ein Gartenfreund

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.05.2013 03:57:22 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.05.2013 04:04:03 GMT+02:00
Lesartist meint:
Tomaten im Geschäft müssen beim Kauf schon eine gewisse Reifewirkung zeigen, d.h. schon etwas richtige rote Farbe haben (nicht mehr das wässrige hellrot), zumindest auf Druck ein ganz bißchen nachgeben und wenigstens etwas nach Tomate riechen. Tun sie das nicht, sind sie so früh geerntet worden, daß sie keinen Zucker mehr bilden können und dadurch auch nicht konservierbar sind (Ihre eigenen Dauer-Tomaten werden sicherlich süß schmecken).
Man darf sich bei Tomaten aber niemals allein auf die Optik verlassen, denn sie werden sie oft so heftig chemisch behandelt und/oder bestrahlt, daß sie noch wochenlang äußerlich unverändert herumliegen können, obwohl sie nichts Lebendiges mehr an sich haben - ich nenne so etwas "Tomatenzombies" und gebe ihnen den "Gnadenschuß" (Komposthaufen).
Ein weiteres Problem der Kauftomaten ist die Schwächung der Tomaten durch Anti-Schimmel-Mittel; wenn der Schimmel trotzdem stärker ist als diese, sind sie in kurzer Zeit absolut ungenießbar (aufschneiden und dran riechen genügt), während Bio-Kauf-Tomaten ohne Schimmelmittel vielleicht eine kleine Schimmelstelle bekommen, diese aber isoliert auf der Schale bleibt, und die Tomate selbst noch wohlriechend, wohlschmeckend und lagerbar ist.
Also Finger weg von Tomaten, die nach längerer Zeit immer noch hellrot und knallhart sind, aber her mit Tomaten, die erkennbar an Farbe zunehmen, auf leichten Druck etwas nachgeben und nach Tomate riechen (oder gar duften).
Finger absolut weg von Tomaten, die zwar rot-reif aussehen, trotzdem knallhart sind und nach gar nichts riechen = auch Tomatenzombies, vorzugsweise aus Holland, wo jetzt süße Geruchs-Tomaten imitiert werden .
Reife Tomaten dürfen durchaus runzelig sein (das heißt nur, daß weniger Wasser drin ist, aber mehr Zucker) solange sie gut riechen und tiefrote Farbe haben.
Aber auch hier wieder Finger weg von Tomaten, die zwar rot, aber knallhart sind, während eine kleine Ausbuchtung sehr, sehr weich ist(da schwimmt Schimmel im Wasser).
Im Hinblick auf Schimmel gibt es noch ein besonderes Problem mit geschlossenen Plastikpackungen: besonders Babytomaten darin sind oft schon im kompletten Zombiestatus, obwohl sie aussehen, als habe gerade ihre Reife begonnen: wenn man sie probiert, haben sie einen leicht bitteren Nachgeschmack, der um so stärker ist, je verdorbener sie schon sind, und natürlich riechen sie wieder überhaupt nicht nach Tomate, aber manchmal nach ganz seltsamen Dingen.
Ein weiteres ziemlich sicheres Merkmal ist, daß der winzige "Nabel" vom Stilansatz dunkel bis schwarz ist und nicht grün (oder grüngelb-ähnlich) Um ganz sicher zu gehen, ob sie Zombiestatus haben, gibt es einen speziellen "Elchtest": beim Erhitzen einer solchen Tomate im Backofen oder auf dem Grill tritt beim Garen ein ekliger weißer Schaum aus = Zombie-Innereien. Alle Tomätchen bei denen das passiert, wegschmeißen, die anderen können gegessen werden (sofern sie lecker nach Tomate und nicht bitter schmecken!).
Besonders bei REWE ist es immer wieder zu erleben, daß sie, im Gegensatz zu ihren sonstigen hohen Preisen, kleine Tomatenpackungen plötzlich als Aktion billig anbieten, weil die Lagerzeit bald abläuft. Diese Tomaten haben immer bitter geschmeckt und den Elchtest nicht bestanden. Eine Ausnahme gab es zuletzt mit Bio-Babytomaten, diese hatten tatsächlich einen Reifeprozeß vollführen können, waren superbillig und superlecker - und auch blitzartig ausverkauft ... Es ist geradezu grotesk, daß REWE sonst überlagerten Tomaten-Schrott anbietet, während die reif und etwas weich gewordenen Geschmackstomaten aus dem Regal genommen und weggeschmissen werden, weil sie dem Kunden nicht mehr zugemutet werden sollen- Selige Einfalt ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.05.2013 17:55:29 GMT+02:00
Winkelmann meint:
Versucht es mit dem Wissen der Haushaltsbücher aus der 'schlechten Zeit' zwischen den und nach dem 2. Kriege: Brotsuppe, Arme Ritter, Apfelmus aus Falläpfeln, Dicke-Milch-Speisen, ...
Benutzt Eure fünf Sinne und das Gehirn. Gesunder Menschenverstand kann den Mindesthaltbarkeitshokuspokus leicht überflüssig machen.
Ältere Wurst schmeckt gebraten prima, älterer Käse gibt noch eine gute Lauchsuppe, braune Flecken können aus den Äpfeln geschnitten werden ... keine Angst wenn es mal schiefgeht: eine 'flotte Verdauung' ist keine Katastrophe, sondern eine gute 'innere Reinigung' und bietet Zeit und Muße, auf dem WC Bildzeitung, Süddeutsche oder Spiegel, ... zu lesen.
Rohe Zwiebeln, ab und zu etwas Hochprozentiges und kritische Distanz zu den Horrormeldungen der 'Wssenschaftler' in den Medien halten Geist und Körper gesund und ein fitter Körper verträgt viel mehr, als man denkt.
UND: mein Gott ... Geht nicht auf jeden Leim, den die politisch Korrekten, ihre Mitläufer und Nutznießer überall und ständig ausschmieren.
In Afrika (und nicht nur dort) verdirbt 1/4 bis 1/3 der Ernte noch auf dem Feld oder im Lager, weitere Mengen werden von regionalen Häuptlingen für Waffen und Machterhalt verschachert ...
Ihr müßt schon sehr lange vernünftig sein, wenn dieser Wahnsinn in Europa, etc. ausgeglichner werden soll.
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Jüngster Beitrag:  17.05.2013

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