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Philosphisches Wöterbuch


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1-20 von 20 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 14.08.2008 17:34:33 GMT+02:00
R.D. meint:
Mein Vorhaben ist es privat ein wenig Philosophie zu studieren, allerdings wurde mir zur unbedingten Anschaffung eines Nachschlagewerks bzgl. der philosophischen Terminologie geraten und auch mir erscheint dies sinnvoll.
Allein, welches ist der Empfehlung wert?

Ich grüße euch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.08.2008 20:11:27 GMT+02:00
Klaas meint:
Philosophisches Wörterbuch von Georg Klaus und Manfred Buhr. Das Buch ist unschlagbar und meiner Meinung nach Pflicht für jeden Haushalt mit intellektuellem Anspruch.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.08.2008 15:28:41 GMT+02:00
Rauhnacht meint:
Klaus/Buhr ist wirklich gut, aber auch schon sehr alt. Standard ist das "Wörterbuch der philosophischen Begriffe" aus dem Meiner-Verlag. Hände weg hingegen von Alois Halder, Walter Brugger, Alexander Ulfig, die lohnen einfach nicht. Zu ersten Informationen über einzelne Philosophen siehe das Philosophenlexikon aus dem Metzler-Verlag. Letzteres muss man aber nicht unbedingt im Regal stehen haben, Bibliothek reicht auch. Nebenbei gesagt, wenn Du die Möglichkeit hast, Vorlesungen an einer Uni zu besuchen, dann mach das. Systematik ist in jeder Wissenschaft das A und O, und alleine kann man in dieser Hinsicht ziemlich aufgeschmissen sein.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.08.2008 01:46:22 GMT+02:00
Owlet meint:
Hallo R.D.

Mein Ratschlag an dich: Vergiss die Philosophienachschlagewerke in gedruckter Form. Auf meinem Büchergestell stehen zwei solche Nachschlagewerke (u.a. The Cambridge Dictionary of Philosophy), die ich kaum gebrauche. Viel relevanter und nützlicher sind die Online-Nachschlagewerke. An deiner Stelle würde ich mich direkt auf diese fokussieren.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.08.2008 14:49:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.08.2008 15:01:44 GMT+02:00
Ich rate dir zu dem Philosophie Lexikon von Hügli/ Lübcke (Hg.). Dies wird uns an der Uni empholen. Selbiges gilt auch für das Oxford Dictionary of Philosophy, jedoch ist letzteres etwas anspruchsvoller. Ich rate dir dagegen von Internetseiten ab, denn Philosophie ist keine Hobbywissenschaft und du kannst im Web als Anfänger schnell auf falsche bzw. mangelhafte Interpretationen stoßen. Als Einstieg in die Materie kann ich dir "Einführung in die Philosophie" von Anzenbacher ans Herz legen.
Aber wenn du dich alleine an die großen Werke trauen willst, wirst du meistens nicht auf Erläuternde Literatur verzichten können. Es gibt für die großen Teilgebiete sehr gute Einführungen vom Verlag Klostermann Seminar und von UTB (vor allem Einführung in die praktische Philosophie von Herlinde Pauer Studer), sie sind äußerst verständlich geschrieben und auch für den interessierten Laien mehr als geeignet.

Viel Erfolg noch

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.09.2008 13:21:16 GMT+02:00
Dirk Huppertz meint:
Dieses Wörterbuch ist im Stil einer rein marxistisch-leninistischen Ideologiekritik gehalten und nicht geeignet, um einen einigermaßen objektiven Einblick in die Philosophie zu bekommen.

Als ERGÄNZUNG oder als Möglichkeit, die marxistisch-leninistische Sichtweise kennenzulernen, sicherlich sehr gut und richtig, aber der ganze Habitus des Buches ist von einem derartig dogmatischen Stil getragen, dass er dazu verführt, sich mit anderen philosophischen Richtungen nur noch mit Vorurteilen zu nähern oder gar nicht mehr zu beschäftigen.

Sehr gut für einen ersten Überblick ist das "DTV-Lexikon Philosophie".

Wer richtig einsteigen will in die Philosophiegeschichte, sollte tatsächlich auch irgendeinen empirischen Bezug zur Geistesgeschichte haben. Dieser dürfte dann auch auch über die eigenen eingeschlagene Richtung entscheiden. Wer intellektuelle Redlichkeit anstrebt oder ein Freigeist ist oder ein Wahrheitssucher, der wird ohnehin nur einen WEG beschreiten, der ein gestaltetes Spannungsverhältnis zwischen der philosophischen Sprache und der Struktur eines geistigen Gebildes herstellt.

Niemand gebe sich der Hoffnung hin, man könne sich Philosophie als ein geistig-erbauliches Besitztum einverleiben, dass man bei Bedarf aus der Tasche zieht, um zu zeigen, dass man es sowieso schon wisse. Ein wahrer Philosoph ist jemand der "den Wind der Geschichte in Segeln hat" (Walter Benjamin), wobei die Segel die eigenen Begriffe sind, die man verwendet, um die Wirklichkeit zu beschreiben.

Mir hat als Einstieg die "Philosophische Terminologie" von T.W. Adorno sehr geholfen.

LG

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.09.2008 16:59:32 GMT+02:00
Mnemosyne meint:
Hallo,

ich würde auch sagen, dass wenn man Philosophie studieren will, man die Sekundärliteratur sich zunächst schenken und die Originale lesen sollte. Aktuelle Begriffswörterbücher sind sicherlich ganz nütlich. Vom Meiner rate ich ab, da das nun wirklich völlig veraltet ist (Ursprung 1886, das jetzt erhältlich von 1954).
Also Metzlers Philosophie Lexikon Begriffe und Definitionen o.ä. oder den Georgi Schischkoff vom kröner Verlag, wobei letzeres auch schon recht alt ist.

Eins noch: Mit Adorno würde ich nicht anfangen wollen ... ;-) da muss immer ein Fremdwörterbuch parat liegen! Auch schreibt der doch recht hermetisch.

Lange Rede kurzer Sinn: Lies die Originale und denke Dir deinen Teil!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.09.2008 20:55:54 GMT+02:00
Blondeau meint:
als guter einstieg wie auch vertiefung, kann ich empfehlen:
die rätsel der philosophie von R. Steiner
erfrischend und dennoch tief greifend, eine art objektiviertes subjektivität des philosophierenden menschen.
grüsse
d.b.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.09.2008 21:59:43 GMT+02:00
Chris meint:
Wenn Du "privat ein wenig Philosophie" studieren möchtest, könnten vielleicht die beiden folgenden Bücher in Betracht kommen:
Jostein Gaarder, Sophies Welt,
Luciano De Crescenzo, Geschichte der griechischen Philosophie.
Beide Titel lesen sich leicht und vergnüglich, das kann man von der Mehrzahl der Fachbücher nicht behaupten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.09.2008 00:23:28 GMT+02:00
CdB meint:
1. Die beiden Titel die O.Malek empfiehlt, halte ich auch für sehr gut.
2. Internet: Primär die stanford encyclopedia of philosophy nutzen. alles andere kostet geld oder man braucht schon gewisse einblicke, um zu entscheiden, ob etwas seriös ist oder nur so tut.
3. Nur Primärliteratur lesen ist Quatsch. Philosophiegeschichten sind nette Näherungen, wenn auch nicht der Weisheit letzter Schuss. Systematische Einführungen gerade für aktuelle Debatten absolut unerlässlich, leider liegen die meisten richtig guten hier nur auf englisch vor.
4. rudolf steiner ist vom niveau her nicht mit dem zu vergleichen, was an der uni gelehrt wird, sondern 3 klassen niedriger anzusiedeln. das weiß auch jeder, der "richtige" philosophen gelesen hat.
5. mit adorno würde ich auch nicht anfangen - zu schwer, zu arrogant, zu engstirnig geht die kritische theorie in ihrer frühzeit an die philosophie und ihre geschichte heran.
6. der dtv-atlas ist furchtbar. bilder mögen naturwissenschaftlern helfen, aber kants kritiken oder die analytische ethik sind nur sehr mangelhaft in bilder zu fassen.
7. anzenbacher ist theologe, und sein buch sprüht nur so vor theologie im kleide des kritischen denkens. würde ich nicht lesen. als einstiege geeignet: platons mittlere und späte dialoge, humes "enquiry", descartes' "meditationen", bieris "handwerk der freiheit"

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.09.2008 10:47:56 GMT+02:00
HR meint:
Hallo R.D.,

meine Empfehlung zum Einstieg in ein Philosophiestudium:

Buschlinger/Conradi/Rusch: Philomat - Apparat für weltanschauliche Diagnostik.

Das Buch besteht aus 12 Selbsttests, mit denen man ermitteln kann, was für ein Typ Philosoph/in man selbst ist. Das Buch verfügt außerdem über ein wunderbar leicht verständliches Glossar, das die relevantesten philosophischen Begriffe sehr anschaulich erklärt. Dazu gibt's dann noch kommentierte Literaturhinweise zu diesen Begriffen...

Grüße!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.09.2008 15:20:17 GMT+02:00
Sven Lüders meint:
Das Metzler-Lexikon hat mir immer gute Dienste geleistet. ist natürlich nichts großes, aber wisenschaftlich fundiert mit ausreichend Literaturempfehlungen zur Vertiefung.
Ich persönlich würde die Finger von Philosophiegeschichten lassen. Das ist eher was für Leute, die mitreden wollen und sich über Kants krummen Zeh unterhalten wollen. Ich würde stattdessen zu thematischen Einführungen raten. Entscheide, was dich an der Philosophie interessiert und lese dementsprechend. Bei bestimmten PhilosophInnen empfehle ich den Gang zu den Quellen, eventuell begleitet von einer Junius-Einführung...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.09.2008 23:06:42 GMT+02:00
sommerklang meint:
S. Wilhelm empfahl - nicht zu Unrecht - Gaarders "Sophies Welt". Ich wage mich noch einen Schritt weiter:
"Das Cafe der toten Philosophen" (Taschenbuch) von Vittorio Hösle. (http://www.amazon.de/Das-Cafe-toten-Philosophen-philosophischer/dp/3406475744/)

Kurzbeschreibung: Dieser philosophische Briefwechsel besteht aus authentischen Briefen zwischen einem Erwachsenen und einem Kind. Der Erwachsene, Vittorio Hösle, ist von Beruf Philosoph. Das Kind, Nora K., war zu Beginn des Briefwechsels elf Jahre, am Ende dreizehn Jahre alt. Die Kinderfragen Noras sind große Fragen der Philosophie: Ist die Seele ewig? Haben Tiere ein Bewußtsein? Ist das Weltall unendlich? Vittorio Hösle lotst Nora in seinen Antworten mit sicherer Hand durch die Labyrinthe philosophischen Denkens.

Ich bin selbst Geisteswissenschaftlerin und mir hat's wirklich gefallen ...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.10.2008 14:23:07 GMT+02:00
MIr ist persönlich kein gutes, aktuelles, deutsches Nachschlagewerk bekannt. Persönlich kann ich nur das Oxford Companion to Philosophy empfehlen von Ted Honderich. Sehr aktuell. Besonders die Überischten über die verschiedenen Ströumungen am Ende des Buches sind höchst empfehlenswert.
Jedoch ist die Frage welches Themengebiet der Philosophie studiert werden soll. Wer sich ausschließlich mit den Vorsokratikern beschäftigt, solltet sich auch ein Lexikon anschaffen, welches den speziellen Bereich abdeckt.
Ansonsten kann ich den Honderich jedem wärmstens empfehlen.

PS: an das (zu gegebener Maßen) schwere Englisch gewöhnt man sich, vor allem wenn man sich mit aktueller Philosophie beschäftigt. Immerhin ist diese fast ausschließlich angelsächsisch und Übersetzungen liegen kaum vor, so dass man gezwungen ist die Werke im Original zu lesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.10.2008 21:52:30 GMT+02:00
Hallo,

zu diesem Beitrag würde ich das gleiche sagen, was Dirk Huppertz am 4. September 2008 13:21 MEST zu einem bestimmten Buch meint:

Dieses Wörterbuch ist im Stil einer rein marxistisch-leninistischen
Ideologiekritik gehalten und nicht geeignet, um einen einigermaßen
objektiven Einblick in die Philosophie zu bekommen.

Als ERGÄNZUNG oder als Möglichkeit, die marxistisch-leninistische
Sichtweise kennenzulernen, sicherlich sehr gut und richtig ...

Auch hier geht es nicht um objektive Beschreibung der Philosophie, sondern eine absolut anthroposophische. Zum Einstieg ist es m.E. darum sicher nicht zu empfehlen, da seine Art, sein Stil, seine Art so ist, wie Dirk Huppertz weiterhin am 4. September 2008 13:21 MEST zu einem bestimmten Buch sagte:

dass es dazu verführt, sich mit anderen philosophischen Richtungen
nur noch mit Vorurteilen zu nähern oder gar nicht mehr zu beschäftigen.

Gruß

Râhib

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.10.2008 17:09:03 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 07.10.2008 17:09:19 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.10.2008 17:16:11 GMT+02:00
O. Cosmus meint:
Wichtiger als die Auswahl der Texte - Primärliteratur, Sekundärliteratur, Wörterbücher, Popularphilosophie - ist das Gespräch darüber mit anderen Interessierten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.10.2008 18:34:42 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.10.2008 18:35:53 GMT+02:00
Tante Li meint:
Wie wäre es zunächst mit "Die philosophische Hintertreppe" von Wilhelm Weischedel ?
Da bekommt man eine kleine Übersicht, was es für verschiedene Philosophen und Philosophien überhaupt gab.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.10.2008 00:31:34 GMT+02:00
Schneller meint:
Hi,
nicht zur Anschaffung aber zum gelegentlichen Kopieren ist unabdingbar G.Ritter (Hg.): Das historische Wörterbuch der Philosophie (12 Bände)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.10.2008 01:19:28 GMT+02:00
Lola rennt, ne kein Plan wollte mal was schreiben!!!
Machste schon und immer daran denken Gehirn ist Trumpf!!!
Hauste nei Alta Bildungsvernatiger
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Erster Beitrag:  14.08.2008
Jüngster Beitrag:  08.10.2008

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