Kunden diskutieren > fachbücher Diskussionsforum

Emanizipation der Frau vor der Sowjetunion


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.10.2012 22:04:20 GMT+02:00
Helena meint:
Hallo,

Ich suche ein Buch zum Thema: Komunismus: Emanizipation der Frau in den 20-er bis 30-er Jahren in Verbindung zu Marksismus-Lenismus und der sozialen Frage!

Kann mir jemand etwas empfehlen?

MfG Helena

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 24.10.2012 18:42:49 GMT+02:00
CdB meint:
Ich empfehle einen Lexikoneintrag zu "Marxismus" und "Leninismus"...

Veröffentlicht am 09.01.2013 18:20:11 GMT+01:00
Marie3063 meint:
Ist vielleicht schon zu spät, aber schau in das Buch von Ingeborg Gleichauf: "Ich will verstehen - Geschichte der Philosophinnen"!

Veröffentlicht am 23.01.2013 20:27:51 GMT+01:00
emanzipation der frau in der sowjetunion?? ich glaube sie verkennen die realität, in russland gibt es bis heute keine emanzipation der frau..

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.01.2013 11:13:24 GMT+01:00
Maria meint:
Da irren Sie sich aber gewaltig.

1. Das Problem "Emanzipation der Frau" in Deutschland habe ich als ex "SU-Bürgerin" zuerst, soft ausgedrückt, für etwas überflüßig gehalten. Dann holte auch mich die Realität allmählich ein. Mit Verlaub, von dem SUnionischen Stand der Dinge (KiTa-Infrastruktur, 3-jähriger Mutterschutz, Karierechancen - und das ohne das Familienleben und Erziehung der Kinder zu vernachlässigen-, finanzielle Unabhängigkeit vom Ehemann) können die Frauen in Deutschland heutzutage, leider, nur noch träumen. Ich habe es mir nicht einmal vorstellen können, dass eine Frau respektlos behandelt oder auf irgendeiner Weise benachteiligt werden könnte allein aufgrund der Tatsache, dass sie eine Frau ist. Bis ich zuerst nach Österreich,und dann nach Deutschland kam. Gott sei Dank, habe ich den Minderwertigkeitskomplex, das viele Frauen in deutschsprachigen Raum zu haben scheinen, nicht. Das erleichtert mir das Leben in Deutschland, und erschwert etwas die Situaition für einige Männer, die mit mir arbeiten müssen.

2. In Rußland gibt es viel mehr selbstbewußte und erfolgreiche Frauen als sich einer in Europa vorstellen könnte ("Emanzipiert" wäre hier nicht das richtige Wort, da es vielen Frauen in der ehemaligen SU-Ländern tatsächlich geligt, den Erfolg und das Ewigweibliche erfolgreich zu vereinbaren). Diskriminierungen gibt es hier schon, und teilweise gehen sie bis in das Unmenschliche hinein. Aber diese gelten für beide Geschlechte gleichermaßen. Und Frauen erweisen sich manchmal eben als hartnäckigere und verantwortungsvollere Profis und haben ein stärkeres Durchsetzungsvermögen als ihre männliche Kollegen. Und doch am besten klappt es, wenn Mann und Frau zusammen halten, sowie familienmäßig als auch finanziell. Dieses Verständnis entgeht in Deutschland immer noch zu vielen Männern, aber auch den Frauen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.01.2013 22:01:28 GMT+01:00
Irina meint:
Bravo Maria! Dem kann ich nur zustimmen!

Dass man solche Probleme haben kann wie: unterschiedliche Bezahlung für den gleichen Job, Diskriminierung aufgrund der Frau-Sein, drohender Arbeitsplatz-Verlust, wenn man sich für das Kinder-kriegen entscheidet etc. - habe ich auch als "Zugereiste" erst in Deutschland kennengelernt!
Antwort auf den Eintrag von Irina:
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
 

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.01.2013 10:36:16 GMT+01:00
CdB meint:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Minister_(DDR)

Verhältnis Männer-Frauen in polit. Führungspostionen in der DDR war etwa 12:1. Glückwunsch zur gelungenen Gleichberechtigung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.01.2013 11:42:46 GMT+01:00
Maria meint:
Danke für dieses Info. Diese Statistik ist allerdings, wie eigentlich jede andere, ziemlich einseitig.

Erstens, will nicht jeder Frau in die Politik gehen. Und schon gar nicht in der SU - die Frauen waren vernünftig. Außerdem zählt nicht immer die Quantität, sondern die Qualität.

Zweitens, dafür hatten es Frauen leichter in anderen Bereichen Führungspositionen zu erreichen, unter anderem in der Wissenschaft. Wenn sie gute Ausbildung (das war z.B. nicht leicht, vor allem für Landleute) und die Qualifikationen hatten. Und die Lust dazu. Das hatte auch nicht jede Frau.
Viele Frauen aus unserem Familien- und Bekanntenkreis machten in der SU tolle Karrieren, meine weiblichen ex-Kommilitonienen machen das jetzt erfolgreich in den ehemaligen SU Ländern. Nur ich musste mich in Dtsch zuesrt als eine Arbeitskraft mit Migrationshintergrund ohne anerkannte Berufsqualifikation, da im nicht-EU Ausland erworben, und dann noch als eine weibliche Arbeitskraft definieren. Das letztere empfinde ich schlichtweg als entwürdigend. Genauso wie der Wunsch von vielen im Beruf erfolgreichen Frauen, bewußt auf eine vollwertige Familie zu verzichten.
Drittens, behaupte ich auch nicht, dass die SU ein Idealmodel war. Aber eins steht für mich fest: für Frauen vieles war und fühlte sich an einfach besser. Egal ob für Mütter, Verkäuferinnen oder eben für Führungskräfte. Übrigens viele Männer waren gute Leader eben weil sie eine kluge Frau an ihrer Seite hatten und wußten das auch zu schätzen und richtig einzusetzen. Das Familienmodel war, aus meiner bescheidenen Sicht, auch diesbezüglich um einiges besser.
‹ Zurück 1 Weiter ›
[Kommentar hinzufügen]
Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Diskussion
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Eingabe des Log-ins
 


 

Zur Diskussion

Teilnehmer:  6
Beiträge insgesamt:  8
Erster Beitrag:  22.10.2012
Jüngster Beitrag:  31.01.2013

Neu! Bei neuen Einträgen eine E-Mail erhalten.
Von 2 Kunden verfolgt

Kundendiskussionen durchsuchen