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Buch über Wissenschaft/Wissen Allgemein


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1-25 von 125 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 03.10.2013 17:48:53 GMT+02:00
servus, "allgemein" ist sehr ungenau, auch "Psychologie" ist noch sehr ungenau... - ich habe ganz konkret ein Sachbuch zum Thema Verhandeln im Alltag geschrieben, das ist ein Wissensbuch, das das komplette Spektrum des Verhandelns abdeckt, von ganz einfachen Prinzipien bis sehr anspruchsvoll, mit Übungen usw.

Jede/r kann sich da einklinken, wo es jeweils passt...

(habe gerade dieses Forum entdeckt und weiß nicht sicher, ob es OK ist hier eigene Sachen zu erwähnen, falls nicht, bitte ich um Nachsicht)Souverän verhandeln: Psychologische Strategien und Methoden. Mit 20 Übungen zum Selbstlernen

Veröffentlicht am 06.04.2013 10:04:21 GMT+02:00
[Vom Autor gelöscht am 04.10.2013 07:58:28 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2013 22:58:10 GMT+01:00
lara croft meint:
Also mit einem Buch kommt man nicht so weit. Gib bei amazon mal unter" Bücher: Allgemeinwissen" ein!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2013 12:48:27 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.03.2013 13:00:46 GMT+01:00
Utimaus meint:
@ Paul Z.

<< Ich halte die Schulmedizin für keine gute Instanz, die Wirksamkeit alternativer Heilmethoden zu beurteilen, weil hier ein Interessenskonflikt besteht.>>
Definieren Sie bitte "Schulmedizin".
Nur deshalb, weil die Definition von "Medizin" eigentlich alles umfasst: (ich zitiere von Wiki): Medizin, von lateinisch ars medicinae, „ärztliche Kunst“ die „Heilkunde“, ist die Lehre von der Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Krankheiten und Verletzungen bei Menschen und Tieren.
Daher ist es bei allen Verfahren üblich, zu prüfen, ob diese wirksam gegen Krankheiten und Verletzungen helfen.
(@ Jay: Danke, Ihre Antwort geht ja genau in diese Richtung...) Falls dies der Fall ist, wird es Teil der Medizin, falls es nicht hilft, ist es _keine_ Alternative!
Ihr Satz führt sich also eigentlich selbst ad absurdum.

Die "Alternativmedizin" (ich bevorzuge aus genanntem Grund die Bezeichnung _Glaubensmedizin_) stellt sich selbst ins Abseits, indem sie in pseudowissenschaftlicher Weise ihre Überprüfung und kritische Hinterfragung ihrer Denkmodelle verweigert, trotz wissenschaftlicher Widerlegung einiger Grundannahmen (siehe Wassergedächtnis) an diesen Denkmodellen festhält und stattdessen lieber den Brunnen vergiftet, indem sie Kritiker (gemeint ist damit der gesamte Medizin- und Pharmabetrieb) mit Verschwörungsmodellen überzieht.
3 grundlegende Kennzeichen von Pseudowissenschaften, wenn wir schon in Richtung Erkenntnistheorie argumentieren.

<<Es sagt aber etwas über die Standards der Schulmedizin aus. Offenbar ist es dort möglich, Forschungsergebnisse auf der Grundlage völlig falscher Grundannahmen zu erzielen, solange sie nur den kommerziellen Erfolg sichern.>>
Medizin ist keine reine Naturwissenschaft, Medizin ist in weiten Teilen eine Anwendungswissenschaft. Sie überprüft in Studien. Studien sind aber kein geeignetes Verfahren, Naturgesetze zu überprüfen, sondern lediglich Wirkungen und Nebenwirkungen verschiedener Verfahren zu vergleichen. Allein die Tatsache, dass Studienverfahren immer mehr verfeinert werden, zeigt aber, dass Ihre Anschuldigung der Unwissenschaftlichkeit medizinischer Arbeit nicht haltbar ist.

<<""Warum sollten Pharmaunternehmen/Politik/Krankenkassen _kein_ Interesse an preiswerten Medikamenten haben, die wirken?""
Eindeutig ja. Pharmakonzerne sind beispielsweise kaum an Wirkstoffen interessiert, für die kein Patentschutz besteht.>>
Sie überschätzen die Rolle der Pharmaunternehmen im Gesundheitswesen. Ich fragte bewusst auch nach Politik und Krankenkasse. Ein Verschweigen der Existenz solcher Mittel durch alle Beteiligten (auch konkurrierender(!) Unternehmen) ist einfach offensichtlich nicht mehr als eine Verschwörungstheorie, besonders da sich ja als weiteres Argument der Widerspruch der diskutierten Verfahren zu den Naturgesetzen darstellt.

<<Hat man bei der Atkinsdiät auch eine zeitlang behauptet: Es mache keinen Sinn, eine Diät zu untersuche, von der behauptet wird, man würde unter ihr abnehmen, ohne dass man auf die Kalorienzahl achten müsse. Dies würde den Naturgesetzen widersprechen. >>
Mir wäre kein entsprechendes Naturgesetz bekannt. Die Anwendung des Energieerhaltungssatzes ist ja erst möglich, wenn bekannt ist, welcher Teil der Energie vom Körper aufgenommen und verwertet wurde. Der Vergleich mit esoterischen Verfahren wie Homöopathie et. al. hinkt also gewaltig, denn dort werden echte Naturgesetze, sowie Erkenntnisse der Grundlagenforschung (Physik, Chemie) ignoriert. Ein Einwand, auf den Sie bisher nur mit dem Galileo-Gambit geantwortet haben... ach, ja, wenn wir schon dabei sind...

<<Erstens hieß der Mann Galilei und nicht Galileo!>>
Nun darf ich auch einmal sagen: "Habe ich auch nicht behauptet".
Der von Ihnen vorgetragene rhetorische Fehlschluss trägt trotzdem den Namen "Galileo-Gambit", siehe: http://rationalwiki.org/wiki/Galileo_gambit

Und mir war klar, dass Sie den Galileo Gambit auch benutzten, um auf Ihrer Meinung nach vorhandene Machtinteressen innerhalb der Wissenschaft hinzuweisen, die korrekte Ideen unterdrücken. Mein Hinweis ""Galileos Aussagen wurden von der Kirche abgelehnt und gerade durch Kepler und Newton, also durch die Wissenschaft rehabilitiert."" deckt diese Aussage aber mit ab.
Gerade in der Wissenschaft haben sich die Beobachtungsfakten gegen die vorherrschende Meinung durchsetzen können.

Auch Ihr neues Kuhn-Zitat geht in diese Richtung:
<<Wissenschaftlern geht es nicht nur um die wissenschaftliche Wahrheit (wenn überhaupt). Sehr eindrucksvoll wurde das im wissenschaftstheoretischen Standardwerk von Thomas S. Kuhn Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) dargelegt. Sie kennen es?>>

Da muss ich Ihnen sagen, dass Sie dem verbreiteten Fehlverständnis von Kuhns Aussagen aufliegen. Es geht hier um den von Kuhn in obigem Werk manchnal etwas unglücklich verwendeten Begriff des "Paradigmas".
Viele Laien und Wissenschaftskritiker glauben nach Einführung dieses Begriffs in die Wissenschaftstheorie durch Kuhn nun argumentieren zu können, wie Sie: Wissenschaftliche Aussagen entstünden immer unter einem bestimmten Paradigma, einer vorgefestigten Weltanschauung. Diese erschwere es neuen Erkenntnissen, sich durchzusetzen. Letztlich könne man aber unter Berufung auf in der Wissenschaft stattgefundene Paradigmenwechsel heute schon mal davon ausgehen, dass sich die eigenen - heute von der Wissenschaft abgelehnten - Ansichten schon noch durchsetzen werden. Zumindest könne man sie aber ebenso rational vertreten, wie die Aussagen der Wissenschaft, denn es sei ja eh alles nur eine Frage der Weltanschauung.

Das ist aber _nicht_ das, was Kuhn eigentlich mit seinem Werk sagen wollte. Und so wird er in der heutigen Wissenschaftstheorie auch nicht verstanden. Im Gegenteil: Das Problem mit dem von ihm verwendeten Begriff "Paradigma" wurde Kuhn selbst bewusst und er versuchte es zunächst selbst mit einer Fußnote in späteren Auflagen zu korrigieren, entschied sich später aber lieber, ein eigenes Werk zur sicheren Klarstellung zu verfassen:
"Neue Überlegungen zum Begriff des Paradigma" von Thomas S. Kuhn, Suhrkamp, 1978 (Bei amazon habe ich es leider nicht gefunden)
Kennen Sie es?

Es geht hier darum, zu betonen, dass Kuhn mit Paradigma nicht "Weltanschauung" oder "Dogma" meinte.
Kuhn meinte vielmehr das, was er später als "disziplinäre Matrix" bezeichnete: Gemeinsame Grundannahmen, Begrifflichkeiten, Modelle, Theorien, Ansätze und Methoden, die bestimmen, was in einer Disziplin als gute Wissenschaft und Erklärung gilt. Konkret kann der Begriff bei Kuhn auch für eine Problemlösung stehen, die in einer wissenschaftlichen Gemeinschaft als besonders vorbildlich anerkannt wird.

Mit dieser eigentlichen Definition wird klar, warum Kuhn Ihrer Argumentation nicht dienen kann: Als disziplinäre Matrix verstanden, rückt auch Kuhn mit seinen Begriffen in den Vordergrund, dass es dem Wissenschaftler um Erklärung und Überprüfbarkeit der Erklärung geht. Sein Begriff des Paradigmas definiert die Disziplin und belegt nicht die Engstirnigkeit ihrer Vertreter.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2013 11:48:24 GMT+01:00
Jay meint:
@ Paul Z. meint zu @Utimaus

"Es sagt aber etwas über die Standards der Schulmedizin aus. Offenbar ist es dort möglich, Forschungsergebnisse auf der Grundlage völlig falscher Grundannahmen zu erzielen, solange sie nur den kommerziellen Erfolg sichern. Ich halte die Schulmedizin für keine gute Instanz, die Wirksamkeit alternativer Heilmethoden zu beurteilen, weil hier ein Interessenskonflikt besteht."

Die medizinisch-statistischen Standards für Arzneitests sind genau dieselben, egal, ob man Aspirin oder Nux Vomica D30 untersucht. Interessenskonflikte gibt es überall, und sie müssen durch die passenden Überprüfungen ausgeschaltet werden.

"Erstens hieß der Mann Galilei und nicht Galileo!"

Utimaus duzt ihren Physiker-Kollegen, wussten Sie das nicht?

"Wissenschaftlern geht es nicht nur um die wissenschaftliche Wahrheit (wenn überhaupt)."

Der letzte Zusatz ist sehr arrogant (um auch mal ein Argument ad personam zu verwenden)

"Sehr eindrucksvoll wurde das im wissenschaftstheoretischen Standardwerk von Thomas S. Kuhn Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) dargelegt. "

Der hat das sehr viel objektiver und zurückhaltender formuliert.

"Meine Empfehlung: Erst vom hohen Ross herunterkommen und dann weitersehen."

Das kann man sich in einem wissenschaftlichen Diskurs sparen

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2013 11:43:14 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.03.2013 11:48:22 GMT+01:00
Utimaus meint:
@ Jay

??
Deswegen sage ich ja, dass in dem Zeug nichts mehr drin ist außer Zucker...?!?
Zum Vergleich: C4 = D8 entspricht dem zulässigen Grenzwert von Arsenik in unserem Trinkwasser.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2013 11:34:53 GMT+01:00
Jay meint:
@ Utimaus
Wo er Recht hat, hat er Recht!
NB.: C12 = D24 > Avogadro-Zahl (6 x 10^23 Moleküle/Mol) 1 Mol Wasser = ca. 18 Gramm. Richtig?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 05.03.2013 02:05:42 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 28.06.2013 18:35:21 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 19:27:59 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.03.2013 19:28:34 GMT+01:00
Utimaus meint:
@ Jay

Für alle bereits überzeugten Esoteriker: Absolute Zustimmung!

Nur gibt es eben auch eine große Masse an Gelegenheitsnutzern, die von Arzt oder Apotheker nur etwas Sanftes, Homöopathisches (halt ein Placebo) kriegen. Laut Umfragen kennen z.B. 70% der gelegentlichen Nutzer weder Simileprinzip noch Potenzierung; ich denke deswegen durchaus, dass man mit ein wenig sachlicher Aufklärungsarbeit (darüber, dass in dem Zeug ab C12 wirklich nix mehr drin ist und eine angenommene Wirkung daher den Naturwissenschaften widerspricht) im Sinne des Verbraucherschutzes seinen Beitrag leisten kann, dass Esoterik ein wenig aus unserem Gesundheitswesen zurückgedrängt werden kann. ;-)

Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 19:02:49 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.03.2013 19:03:25 GMT+01:00
Jay meint:
Wirklich wacker, Utimaus!!! Aber vergebene Liebesmüh... Rufer in der Wüste... Don Quichotte gegen die Windmühlen.
Es ist _Glaube_, Utimausi. Und der ist nicht rational zu bekämpfen. :(

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 17:16:11 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.03.2013 17:23:15 GMT+01:00
Utimaus meint:
@ Paul Z.

Ich denke, hier ist nicht der richtige Platz für eine Grundsatzdiskussion über alternative Medizin. Ein guter Platz wäre hier:

http://www.amazon.de/Hom%C3%B6opathie-Segen-oder-Aberglaube/forum/Fx2DM187FGFO42M/Tx85B3CFJYLW6M/1/ref=cm_cd_dp_ef_tft_tp?_encoding=UTF8&asin=3492055362

Wer Lust hat, kann gerne mit rüber kommen.

Dennoch kurz zu Ihrer Antwort, weil sie ein paar "Standardfehlschlüsse" der "Alternativen" enthält.

1) Achim Peters oder Wolfgang Lutz. Weder Werke noch Bücher beider Autoren sind mir bekannt. Das ist für die Frage, ob an anderen, esoterischen (!) Verfahren aber etwas "dran" ist, komplett irrelevant.
Jedes Verfahren muss für sich Belege für seine Richtigkeit bringen. Bzw. Widersprüche eines Verfahrens zu den Erkenntnissen der Naturwissenschaften führen genau dieses Verfahren ad absurdum, kein anderes.
Wenn Ihnen also (und das will ich hier gar nicht beurteilen) fachliche Irrtümer aus der Forschung bekannt sind, so sagt das dennoch _nichts_ über diejenigen Verfahren aus, in denen es in den von mir verlinkten Büchern geht, allen voran die Homöopathie.
Diesen logischen Fehlschluss nennt man "falsche Analogie".

2) << Im Mittelalter lag die bei der Kirche, und so sorgte sie dafür, dass die Auffassungen Galileis diskreditiert wurden. Heute werden oft alternative, gutbegründete Auffassungen bekämpft, die im Widerspruch zur Mehrheitsmeinung in den Wissenschaften (von denjenigen, die sich im Besitz der Deutungshoheit wähnen) stehen.>>
Dies ist ein wunderbares Beispiel für den logischen Fehlschluss, den man "Galileo Gambit" nennt: Ein Paradebeispiel für einen doppelt falschen Ansatz:
- Galileos Aussagen wurden lange verkannt, später aber als richtig erkannt. Daraus zu folgern, dass alles korrekt ist (oder zumindest wahrscheinlich korrekt ist), was wir heute als absurd ablehnen, ist schlichtweg falsch. Wir haben hier wieder eine falsche Analogie.
- Galileos Aussagen wurden von der Kirche abgelehnt und gerade durch Kepler und Newton, also durch die Wissenschaft rehabilitiert. Als Schlussfolgerung zu ziehen, die Wissenschaft würde sich andauernd selbst widersprechen ist daher doppelter Unsinn.

3) <<Es besteht deshalb durchaus der begründete Verdacht, dass weite Teile der Medizin nur das ernsthaft verfolgen, das sich in ihrem Sinne wirtschaftlich nutzen lässt. Das fängt schon bei den Studien an. Für die gelten heute hohe Anforderungen: Multicenter, placebo-kontrolliert, randomisiert, doppelblind etc. Man muss eine Menge Geld in die Hand nehmen, um so etwas durchführen zu können. Meist sind nur die Pharmakonzerne dazu in der Lage.>>
Wir haben hier das "Vergiften des Brunnens". Man könnte es auch das Verbreiten einer Verschwörungstheorie nennen.
Die arme Alternativmedizin kann angeblich _nur_ deshalb ihre Wirksamkeit nicht beweisen, weil sie die finanziellen Möglichkeiten nicht hat, saubere Studien durchzuführen. Wie bei allen Verschwörungstheorien fallen die Irrtümer auf, sobald man etwas genauer hinsieht. Ich nehme das Beispiel Homöopathie:
- Wenn es wirkt, ist es Medizin. Warum sollten Pharmaunternehmen/Politik/Krankenkassen _kein_ Interesse an preiswerten Medikamenten haben, die wirken? Man sollte bedenken, dass etliche Konzerne heute sowohl als auch produzieren!
- Studien sind hervorragend geeignet und notwendig, Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten aufzuzeigen. Die Naturgesetze widerlegen können sie nicht. Es macht also keinen Sinn, Verfahren überhaupt erst in Studien zu untersuchen, von denen man - wie im Falle der Homöopathie - bereits weiß, dass ihre Prinzipien den Naturgesetzen widersprechen. Simileprinzip, Potenzierung und Wassergedächtnis widersprechen sämtlichen(!) naturwissenschaftlichen Erkenntnissen der letzten 200 Jahre. Wären Homöopathika wirksamer als Placebos, müsste man die gesamte Chemie, Physik, Pharmazie und Teile der Biologie umschreiben - und gleichzeitig miterklären, was bisher in der Natur von diesen Disziplinen erfolgreich erklärt wurde - und warum das Ganze bisher niemandem auffiel...
- Allein der pseudowissenschaftliche Betrieb, den Homöopathen durchziehen (z.B. Vergewaltigung der Quantenmechanik,...), die angeblich sauber durchgeführten Studien, die in schöner Regelmäßigkeit die Öffentlichkeit beeindrucken sollen und die sich bei genauem Hinsehen als esoterischer Humbug herausstellen, all das sollte jeden echten Skeptiker sofort aufhorchen lassen.
- Was es den Pharmaunternehmen kostet, ein Medikament zur Marktreife zu bringen, ignoriert Ihre Darstellung komplett. Homöopathika sind übrigens von allen diesen Kontrollmechanismen befreit. Sie würden die Hürden niemals nehmen, weil ihre Wirksamkeit sich nicht von denen eines Placebos unterscheidet.
- Im Übrigen erhält ein Arzt für ein einziges homöopathisches Anamnesegespräch über 5x mehr, als im ganzen Quartal für medizinische Beratung eines Kassenpatienten. Und auch Apotheken verdienen am rezeptfreien Verkauf mehr als an den Rezepten. Diesen Beteiligten also finanzielles Interesse an der Homöopathie abzusprechen, argumentiert an der Realität vorbei.

<<Dabei fällt auf, dass zunehmend Bücher mit alternativen Auffassungen oder Theorien kritisiert und bekämpft werden, bevor sie gelesen wurden.>>
Falsch, wieder ein "Vergiften des Brunnens".
Die Homöopathie und etliche andere Verfahren wurden genauestens betrachtet. Sie widersprechen (wie bereits gesagt) den Erkenntnissen der Naturwissenschaften. Von "nicht gelesen" kann also keine Rede sein.
Naturwissenschaft ist aber aus gutem Grund nicht pluralistisch: Wenn Beobachtungen, Messungen und konkrete Ergebnisse _gegen_ eine Behauptung sprechen, so ist es rational, diese zu verwerfen. Etwas anderes zu fordern, entspricht falschem Verständnis von Toleranz oder Demokratie.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 14:48:27 GMT+01:00
Jürgen Beetz meint:
@ Stefan
>> Und jawohl: wir Autoren MÜSSEN unsere Arbeiten selber vorstellen! <<
Na dann!! Hier ist mein Buch: Denken - Nach-Denken - Handeln: Triviale Einsichten, die niemand befolgt
Mehr dazu (u.v.a.m) auf meinem Blog: http://beetzblog.blogspot.de (Rubrik/Menü "Denken & Nach-Denken", dort auch Inhaltsverzeichnis)

Veröffentlicht am 04.03.2013 14:05:01 GMT+01:00
Jay meint:
@ Paul Z.
"Heute werden oft alternative, gutbegründete Auffassungen bekämpft, die im Widerspruch zur Mehrheitsmeinung in den Wissenschaften (von denjenigen, die sich im Besitz der Deutungshoheit wähnen) stehen.

Dabei fällt auf, dass zunehmend Bücher mit alternativen Auffassungen oder Theorien kritisiert und bekämpft werden, bevor sie gelesen wurden. Das finde ich unschön. "

Das ist auch --- mit gebotenem Nachdenken ("gutbegründete") --- meine Meinung.
Zum letzten Satz ist zu sagen: Wenn von Heilsteinen, Geistheilen und ko(s)mischen Energien die Rede ist, braucht man wirklich nicht weiterzulesen!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 13:43:59 GMT+01:00
Petra meint:
Eine kurze Geschichte von fast allem
Universum / Sonnensystem
Erde / Erdgeschichte
Einstein & Aufbau der Materie
Evolution
usw usw.
Leicht verständlich, Spannend, Größtenteils zuverlässig und zuverlässiger als sehr vile andere Bücher dieser Art.
M.fr.Gr. PE

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 13:40:21 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.03.2013 13:41:37 GMT+01:00
Genau! Zumindest zum Teil ist der schlechte Ruf des Selsbtverlegertums ja ein riesiger Propagandaerfolg der Verlagsindustrie! Daß verlegerisch betreute Veröffentlichungen grundsätzlich höherwertiger sind gilt es zudem zu beweisen - auch die Verlage produzieren eine phänomenale Menge an Schund, und bisweilen schaffen es sogar übelste Machwerke auf die Bestsellerlisten. Vergessen wird auch häufig: der Großteil der akademischen Abschlussarbeiten (Dissertationen) erscheint im Selbstverlag, und in der Regel folgen diese Veröffentlichungen sehr viel rigoroseren Standards, als z.B. populärwissenschaftliche Bücher in etablierten Verlagen. Auch sonst ist man in guter Gesellschaft: Alexander von Humboldt hat seine Werke selber veröffentlicht. Bücher von Herta Müller sind bei BOD erschienen. Ich selber (ohne mich jetzt mit den beiden Giganten auf eine Ebene stellen zu wollen) war erst bei ECON und bin dann wegen Differenzen zunächst mit meinem Buch Trek Science zu BOD gewechselt - inzwischen seit letztem Jahr gibt es das auch als Kindle, und insgesamt habe ich sehr viel mehr Einnahmen aus dem Selbstverlag als aus Verlagstantiemen.) Der Markt wandelt sich. Die Verlage fürchten sich. Und jawohl: wir Autoren MÜSSEN unsere Arbeiten selber vorstellen! Sonst macht es erstmal niemand. Wir wollen informieren, Fachwissen teilen, wir wollen Menschen unterhalten. Und wir wollen und müssen wie jeder andere mit unserer Arbeit etwas verdienen. Soll man sich dafür etwa schämen? Soweit kommts noch! :-).
Trek Science - mit Warpgeschwindigkeit in die Zukunft?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 13:38:27 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 28.06.2013 18:35:20 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 13:17:04 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 28.06.2013 18:35:19 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 13:14:10 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 28.06.2013 18:35:18 GMT+02:00]

Veröffentlicht am 04.03.2013 12:17:32 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.03.2013 12:18:10 GMT+01:00
Utimaus meint:
Meines Wissens hat Feyerabend zwar einen Abschluss in Astronomie erworben, jedoch nie naturwissenschaftliche Bücher veröffentlicht. Seine Publikationen sind - soweit ich weiß - alle philosophischer Natur.
Darf ich fragen, warum man Ihrer Meinung nach "ideologisch" ist, wenn man _kein_ Kritiker der Wissenschaften ist? Oder verstehe ich Sie hier falsch?

Ach ja, auch ein paar Buchtipps von mir:
Urknall, Weltall und das Leben: Vom Nichts bis heute Morgen
Fauler Zauber
Die Physik des Unmöglichen: Beamer, Phaser, Zeitmaschinen
Irrt die Physik?: Über alternative Medizin und Esoterik
Der große Bluff: Irrwege und Lügen der Alternativmedizin
Die Homöopathie-Lüge: So gefährlich ist die Lehre von den weißen Kügelchen

Grüße

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.03.2013 01:06:08 GMT+01:00
Ralph Kray meint:
Schau Dir mal die Bücher von Paul Feyerabend an. Ein glänzender Naturwissenschaftler, Wissenschaftsgeschichtler und Kritiker der Wissenschaften. Bildend und nicht ideologisch. Gruss Ralph

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.03.2013 19:28:09 GMT+01:00
Auf jeden Fall! Vor allem wenn man sich vor Augen hält von wann diese durchaus bahnbrechende Erkentnnis stammt. Es ist in der westlichen Wissenschaftsgeschichte eine der ersten konkreten Einsichten in Komplexität und Nichtlinearität. Man könnte - wie neben vielem anderen - Aristoteles auch noch als den ersten Systemwissenschaftler bezeichnen. In der "Metaphysik" schrieb er

"Das was aus Bestandteilen so zusammengesetzt ist, dass es ein einheitliches Ganzes bildet, nicht nach Art eines Haufens, sondern wie eine Silbe, das ist offenbar mehr als bloss die Summe seiner Bestandteile. Eine Silbe ist nicht die Summe ihrer Laute: ba ist nicht dasselbe wie b plus a, und Fleisch ist nicht dasselbe wie Feuer plus Erde."

Veröffentlicht am 02.03.2013 16:35:55 GMT+01:00
Jürgen meint:
Zum Thema WISSEN passt auch mein neues ebook ganz gut, glaub ich.

Da ich keine unpassende Werbung machen möcht empfehl ich es ausschließlich politisch interessierten Personen, die sich über neue Theorien zum Thema Demokratie informieren wollen und an vereinfachten volkswirtschaftlichen Fallbeispielen Interesse haben:

Österreich. Ein unpolitischer Staat?

Liebe Grüße,
Matthias

Veröffentlicht am 01.03.2013 16:51:20 GMT+01:00
Jay meint:
Yarrrr... Absolutely!
Bei "Holismus" kann man auch gleich eine Empfehlung ankoppeln: Ken Wilber Eine kurze Geschichte des Kosmos

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2013 16:39:26 GMT+01:00
Der Andi halt meint:
Die Platitüde "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile" ist erkenntnisreicher als man vermuten will. Eine ganze philosophische Denkrichtung - Der Holismus - basiert auf diesen Kerngedanken: Ferner geht auch systemtheoretischens Denken vom Holismus aus.
Und Systemtheorie ist geil! Yarrrr!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2013 15:48:29 GMT+01:00
Jay meint:
Ganz gruselige Zusammenstellung unverständlicher Sätze voller Fremdwörter. Was will uns der Author damit sagen?
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Jüngster Beitrag:  03.10.2013

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