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deutsche Zitate in englischen Büchern - wieso so viele Fehler?


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26-50 von 67 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 31.05.2013 12:08:38 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
das geht mir auch so. Ich verfolge die Diskussion recht interessiert, als deutsche Muttersprachlerin lese ich viel englisch, aber ich muss ganz ehrlich sagen, es ist so mühsam, ihre Texte zu entziffern, Falk, dass ich denke ich nur die Hälfte verstanden habe.
Ich kann mir, zurück zum Topic, nicht vorstellen, das radegebrochene Sätze, wie ich sie beispielsweise bei Frau Harkness Büchern gelesen habe, von einem Muttersprachler verfasst worden sind. Wenn man sich Deutsche anhört, die lange in Amerika leben, dann können viele normal deutsch sprechen, auch wenn man ihnen die Anstrengung anmerkt, im Kopf zurückübersetzen zu müssen, oder ihnen das passende deutsche Wort nicht einfällt. In Interviews fällt das teilweise in Amerika bei Frau Klum auf, oder auch bei Diane Krüger: die können deutsch, aber spricht man sie überraschend in Amerika an, müssen sie nach Worten suchen. Ws in manchen Büchern steht, hat damit aber nichts zu tun. Beispielsweise las ich einmal in einem Buch über den "Venediger". Kein Deutscher würde das sagen, der mensch käme aus Venedig, oder wäre Venezianer. Die deutsche Regel: an die herkunftsstadt wird -er angehängt, ist aber richtig angewandt worden (Hamburg-er, Schleswig-er, Münch(e)n-er). Die Autorin hat auch deutsch studiert. Ich denke auch, es ist Selbstüberschätzung oder Sparerei, wegen drei Sätzen, die der Durchschnittsamerikaner nicht versteht, einen Übersetzer zu holen. Teilweise fällt das auch in Serien auf. So werden manchmal völlig unverständliche deutsche Sätze mühevoll von amerikanischen Schaupielern sehr sehr sorgfältig deutsch ausgesprochen. (den Schausoielern mache ich keinen Vorwurf, die versuchen meist, das sehr gut auszusprechen, auch wenn die amerikanische Zunge darüber stolpert).

Veröffentlicht am 31.05.2013 14:50:55 GMT+02:00
ich hab im zug einmal einen mann getroffen, der nach vierzig jahren im ausland wieder nach österreich zurückgekommen war. sein deutsch war wirklich entsetzlich!
wahrscheinlich waren die beiden damen von denen du sprichst, pipidenfreund, nicht so lang weg - oder haben nicht ausschließlich englisch gesprochen in dieser zeit.

Veröffentlicht am 31.05.2013 22:18:04 GMT+02:00
falk meint:
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Veröffentlicht am 31.05.2013 22:23:30 GMT+02:00
falk meint:
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Veröffentlicht am 31.05.2013 22:23:32 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Verständlicher wäre dann gleich Englisch.

Veröffentlicht am 01.06.2013 13:29:16 GMT+02:00
Dagmar Lind meint:
Hallo falk, sollen wir dich jetzt bewundern, weil du so viele Sprachen sprichst ("beherrschen" wäre wohl das falsche Verb), oder sollen wir dich dafür bedauern, dass du deine Muttersprache (Deutsch?) nicht mehr beherrschst?
In Sachbüchern suche und erwarte ich nicht unbedingt korrekte Rechtschreibung und Grammatik, in der Belletristik aber schon!

Und um wieder zum Thema zurückzukommen: Ich bin der Meinung, dass ein Autor, wenn er schon fremdsprachige Zitate und Einschübe in seine Bücher einbringt, sich selber um die Korrektheit dieser Zitate kümmern sollte. Denn die Lektoren sind hier offensichtlich überfordert und/oder machen sich nicht die Mühe, einen Muttersprachler zu kontaktieren. Oder ist es etwa so, dass die fremdsprachigen Zitate richtig eingereicht werden und dann vom Verlag irgendwie verhunzt werden - vielleicht von einem Korrekturleseprogramm?
Ich wundere mich beim Lesen englischer Bücher kaum noch über falsche Rechtschreibung deutscher Sätze, es fällt mir jedoch sofort positiv auf, wenn mal ausnahmsweise alles richtig geschrieben ist.
Leider finde ich auf die Schnelle weder positive noch negative Beispiele in meinen englischen Büchern.

Veröffentlicht am 01.06.2013 13:41:01 GMT+02:00
Su meint:
Das kann aber doch auch für Lektoren kein größeres Problem sein: Sie nehmen die fremdsprachigen Texte unter Angabe der Stellen, an denen sie sich befinden (für den Zusammenhang) in ein separates Dokument auf und lassen das dann einen kompetenten (!) Muttersprachler nachlesen, d. h. beispielsweise nicht irgendeinen Bekannten, der schon mal eine deutsche Freundin hatte, sondern einen Profi.
Ob die Prozedur in die Verantwortung des Autors, seines Verlages oder der Lektoren fällt, ist doch Nebensache.
Das fertige Produkt muss möglichst fehlerfrei sein.

Ich kann das Problem nicht erkennen. Das stellt eine kleine Mühe dar, hat aber großen Mehrwert.
Es zu unterlassen ist einfach nachlässig und ärgerlich.

Freunde, ich glaube, ich habe jetzt alles zur Diskussion geschrieben, was mir dazu einfällt.

Veröffentlicht am 01.06.2013 13:42:27 GMT+02:00
es wäre vielleicht ohnehin sinnvoll, diese diskussion auf englisch zu führen, weil uns dann vielleicht ein paar englisch-muttersprachler sagen könnten, ob das nicht doch andersherum genauso läuft. also mieses englisch in deutschen büchern.

dear english native speakers, please meldet euch now, euer input to this discussion könnte very wertvoll sein. and we all read english here, so don't be shy!

Veröffentlicht am 01.06.2013 15:57:17 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Perhaps it is the high competition between publishing houses. Giving texts to translators would have be added to the price of the books. So, for many publishing houses having problems to survive because of their selection of published boks or because of their very high quality books (which have to be even more costly edited, proofreaded and such) this could be a reason to choose, which of their books to have translated. Even Suhrkamp has money problems.....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.06.2013 16:07:32 GMT+02:00
Su meint:
I find this hard to believe.
You see, I AM a translator (not for English, mind) and I know what we charge and believe you me, the costs for proofreading the perhaps 100 words (from my example) would perhaps equate the price of a good meal for two (nothing fancy).

Veröffentlicht am 02.06.2013 02:27:37 GMT+02:00
Szazira meint:
Zitat User Falk:
"wir müssten statt computer buchhalter sagen zb. ist doch keks."

Dies ist falsch! Die deutsche Bezeichnung für den 'Computer' lautet 'Rechner' und nicht 'Buchhalter'!
Bevor Sie uns an Ihrer Weisheit teilhaben lassen, wäre eine genaue Recherche empfehlenswert. Ich empfehle weiterhin einen Duden oder Wahrig, da die Groß-/Kleinschreibung samt Zeichensetzung doch sehr im argen liegt. Eine Textgliederung ist nicht vorhanden und ihr Text an für sich schwer lesbar. Ihre Argumentation, warum Sie absichtlich die Sprache verhunzen, empfinde ich als unverschämt und schlecht kaschierte Faulheit.

Bei den Übersetzungen ist tatsächlich ein hoher Kostendruck auf den Verlagen. Entsprechend greift man im besten Fall auf schlecht geschultes Personal zurück. Viele derer, die Deutsch 'studiert' haben, haben die Sprache nie wirklich aktiv (zum Beispiel bei einem Auslandsaufenthalt) benutzt und gefestigt. Da kommt so manche Stilblüte her (Ich mag die Serie "Grimm" sehr, aber die deutschen Wörter sind mit Humor zu nehmen). Andererseits lese ich nach Möglichkeit die englischen Originale, weil Kosten- und Zeitdruck der Qualität der deutschen Übersetzung nicht zuträglich sind.

Veröffentlicht am 02.06.2013 11:28:54 GMT+02:00
M. Cohen meint:
Englische Texte werden ständig falsch zitiert in deutschen Büchern. Das ist nichts mysteriöses, es kommt ganz einfach beim Abschreiben aus einer Sprache, die man nicht oder nicht ganz beherrscht.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.06.2013 13:33:01 GMT+02:00
falk meint:
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Veröffentlicht am 03.06.2013 13:44:17 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
Übertragungsfehler liegen in der Natur der Sache (der übersetzung). Der orginaltext ist immer am Aussagekräftigsten in der Sprache, in der er erfasst wurde. Nun sind wir aber nicht alle Sprachgenies, und können jede Sprache der Welt dementsprechend gut sprechen, bzw. im Orginal verstehen. Insofern brauchen wir uns über Sinn und Unsinn der Übersetzung nicht zu unterhalten, sie ist nötig, solange wir nicht sprachutopien folgen und eine kulturungebundene Weltsprache einsetzen wie Esperanto nutzen, in der jedes Machwerk verfasst werden muss (Das wäre überdies sprachliche Diktatur, und es würde viel Schönes dadurch kaputtgehen, gerade in der Lyrik, die ja auch vom Wortreichtum und der Sprachmelodie lebt.). Das Übersetzungen trotzdem sowohl vom Sachlichen Inhalt als auch von der Auslegungsmöglichkeit weitgehend korrekt sein sollten, ist damit eigentlich Natur der Sache. Das auf korrekte Übersetzungen offensichtlich kaum Wert gelegt wird ist-unabhängig von den Gründen- eine Schande. Ich könnte mir aber vostellen, dass beispielsweise für Romane weniger auf korrekte Übersetzung wert gelget wird, als für (populär-)wissenschaftliche Bücher oder eben Lyrik...

Veröffentlicht am 03.06.2013 13:50:32 GMT+02:00
falk meint:
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Veröffentlicht am 03.06.2013 14:58:08 GMT+02:00
falk meint:
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Veröffentlicht am 03.06.2013 22:16:09 GMT+02:00
falk meint:
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Veröffentlicht am 04.06.2013 18:25:11 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
ich denke nicht- und deswegen bin ich über die Nicht_Weiter_Entwicklung der computerisierten Übersetzung eigentlich dankbar- dass ein Computer ein guter übersetzer ist. Ich denke, Sprache ist zu komplex, zu vieldeutig, zu komplex als das ein Computer mitkommen könnte.--- Was ist mit sprachlicher Schönheit, kleinen eigenheiten des Schreibers, Wortdoppeldeutigkeiten oder Ironie, die schon ein schlechter menschlicher übersetzer nicht hinbekommt? Ich liebe Sprache. Ein Computer kann all das nicht leisten, und eine Übersetzung eines Texts muss all das bringen. Die Fehlerwahrscheinlichkeit ist selbst, wenn man nur Gebrauchsanweisungen übersetzt, extrem hoch. Schon mal google Übersetzungen benutzt? Raus kommt ein völlig unverständlicher Wortsalat, der des Lesens nicht wert ist.
Die hands of a clock sind die Zeiger einer Uhr. Was würde ein Computer übersetzen? Hände einer Uhr? Lasst Menschen übersetzen, selbst wenn sie mehr kosten als ein Abendessen.

Veröffentlicht am 04.06.2013 19:23:19 GMT+02:00
falk meint:
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Veröffentlicht am 04.06.2013 19:42:24 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
ich wollte nichts über computerisierte Übersetzungen wissen. Es geht um die Gründe, warum nicht (bzw. falsch und unverständlich) übersetzt wird, und Ziel einer Übersetzung ist eben ein flüssiger, verständlicher Text. Ihr Bezug zum Thema ist ein anderer: Sie haben sich auf computergestütze Sprachübertragungsmöglichkeiten eingeschossen (die meiner Meinung nach das Problem verstärken, nicht lösen), mir geht es um Übersetzungen von Lyrik und Belletristik, für die man in der Regel nicht übermässig viel Vorbildung braucht (bei wissenschaftlicher Literatur wird aber meist ohnehin mit entsprechend gebildeten Beratern lektoriert), aber Sprachgefühl und Gefühl für Sprach- und textbedeutung und evtl. sogar Metrik. Wir reden aneinander vorbei.

Veröffentlicht am 05.06.2013 21:13:59 GMT+02:00
Hi,

eine ganz interessante Diskussion. Dazu möchte ich nun auch einige Dinge anmerken:

1.) Ich lese gerne Bücher im englischen Original (Verfügbarkeit, flüssiger Text...) wobei man bei manchen Übersetzungen gerne auch mal den Kopf schüttelt. Ein Problem dabei sind die Namen, mir wäre es oft lieber, wenn man die Namen nicht "eindeutscht", da dann oft ein seltsames Mischmasch entsteht (Bsp: Queenscove --> Königsbucht) - oder es werden andere Erklärungen beigefügt, die oft nur Vewirrung stiften. (Briar Moss --> der Name soll auf zwei Pflanzen hinweisen --> Erklärung für die deutschen Leser --> er änderte Moos in Moss, damit man ihn nicht für weich wie Moos hielt (Emelan Band 1) --> selbst bei einem Jugendbuch, sollte man sich an Regeln halten.

2.) Ja, oft liegt es am Übersetzer, dass muss man leider festhalten. Und es wäre sinnvoll, wenn man sich festlegt, bei Verwendung von Sätzer in einer anderen Sprache, sollten diese stets von Muttersprachlern überprüft werden.

3.) Oft gibt es ja auch Sätze, die wörtlich übersetzt keine Sinn ergeben, aber gerade darum sollten Übersetzer mit Muttersprachler zusammenarbeiten, denn davon können die Leser nur profitieren. Manches kann man auch nicht ohne weiteres übersetzen, weil dadurch der Sprachwitz verloren geht, insbesondere bei den Pratchettbüchern.

Veröffentlicht am 05.06.2013 21:54:14 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
ich denke nicht, dass man dazu unbedingt Muttersprachler sein muss (auch die können unglaublich holzhackerisch mit Sprache umgehen) dagegen gibts Beispiele wie Tolkien, der ja bei der deutschen Übersetzung seiner Bücher von Frau Carroux half, oder meinetwegen Goethe, der auch in englisch dichtete... Ich denke, es geht in erster Linie um Talent.
Ansonsten stimme ich völlig zu. Pratchett ist ja auch sehr witzig und ironisch, das sind eben genau die Qualitäten, die ein guter Übersetzer übertragen kann und die ein Computer nie bringen wird...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.06.2013 11:13:56 GMT+02:00
Dodo meint:
@Pipidenfreund
Nur eine kurze Hilfe zu dem Wort "Venediger": so nannte man tatsächlich in der frühen Neuzeit italienische (oft aus Venedig stammende) Glashändler, die u.a. im Harz Material für Buntglasfenster einkauften. Ein anderer Name war "Walen".
Ich vermute, dass der Autor (wie auch immer das passiert ist) diesen veralteten deutschen Ausdruck für richtig hielt.

Aber generell: ich wundere mich auch oft, warum selbst in Büchern renommierter Autoren wie z.B. Ken Follett oder Hillary Mantel die paar schlichten deutschen Sätze oder Phrasen nicht von einem Muttersprachler durchgesehen werden. Dafür könnte man auch einfach einen deutschen Praktikanten oder Studenten nehmen, der sich doch sicher in Städten wie London oder New York usw. leicht auftreiben lässt.

Veröffentlicht am 09.06.2013 11:45:45 GMT+02:00
falk meint:
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Veröffentlicht am 09.06.2013 11:47:48 GMT+02:00
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