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deutsche Zitate in englischen Büchern - wieso so viele Fehler?


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1-25 von 67 Diskussionsbeiträgen
Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2013 15:13:10 GMT+02:00
Mein Lieblings-Übersetzungsfehler war ein Buch aus dem Bastei-Verlag. Da hatte ich besonders viele solche Hämmer gefunden:

Ein Typ hat eine Frau auf den Arm genommen und sie ist voll drauf reingefallen. Darauf meint er: "Da hab ich wohl das hübsche Bein ganz ausgerissen." Wer kein Englisch kann wird da wohl keinen Zusammenhang sehen. In Englisch sagt man aber statt "auf den Arm nehmen" "am Bein ziehen (pull your leg)". Da macht der Satz dann wieder Sinn.

Wenn man wortwörtlich übersetzt und nicht auf den Sinn hinter einem Satz achtet kommen solche Fehler einfach vor.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2013 09:25:34 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 19.02.2014 18:53:21 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 14.07.2013 17:56:05 GMT+02:00
F. Bluemel meint:
da die meisten amerikaner nur 1 oder hoechstens 2 jahre deutsch in der schule hatten, werden denen die fehler eh nicht auffallen. warum also jemanden mit deutschkenntnissen beyond schule anheuern, wenn es auch weit guenstiger geht? (-> google translate)

Veröffentlicht am 07.07.2013 09:28:01 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
@Annero: Naja, wenn ich in Amerika ein deutsches Buch kaufe, bei einem deutschen Händler, liegt die Vermutung nahe, dass der Käufer deutsch spricht, zumindest in Grundzügen (dennoch sollte, da sich ja beide in einem englischsprachigen Land befinden, auch so geantwortet werden). Genauso wie ich als Verkäufer aus Amerika oder GB von meinen Kunden, die ein englisches Buch kaufen, Englischkenntnisse vermuten könnte (und im Zweifel auch so antworten würde) auch wenn sich der Kunde in Japan oder Deutschland aufhält. Ansonsten hilft ein Blick in die AGBs des Verkäufers. Stehen dort sinnlose Wortreihen, weiss ich, ich habe es mit computerisierter Übersetzung zu tun und werde wohl auch bei Fragen auf eine solche hoffen können. Ist der Text deutsch oder englisch, und ist ein korrektes Impressum angegeben, kann ich ebenfalls Rückschüsse auf den Verkäufer ziehen. Dann Verkäufer schlecht zu bewerten, wnn ich alle möglichen Hinweise ignoriert habe, finde ich ehrlich gesagt etwas unverschämt. Es gibt auch große Anbieter, die in GB oder USA sitzen und deutschen Kundenservice bieten, wenn ich mich nicht in der Lage fühle, auf englisch zu reklamieren oder einfach eine Frage zu stellen.

Veröffentlicht am 06.07.2013 19:55:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.07.2013 02:08:07 GMT+02:00
falk meint:
1. Burns Verkaufen der Kraftwerk - Wikipedia, the free encyclopedia
Burns Verkaufen der Kraftwerk is the eleventh episode of The Simpsons' third
season. It first aired on the Fox network in the United States on December 5,
1991.
en.wikipedia.org/wiki/Burns_Verkaufen_der_Kraftwerk - 71k

2. in meiner kindheit gab es kowboy-comics in denen indianer "komisch-englisch" sprachen. zb: du kommen her. ich gehen. du stehen. was wollen du ? usw.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2013 18:52:25 GMT+02:00
annero meint:
Hallo,
na ja, diese Marketplace Verkäufer tummeln sich nun mal auf dem deutschen Markt und stehen in direkter Konkurrenz zu den deutschen Anbietern, die ebenfalls englischsprachige Bücher verkaufen. Als Verkäufer muss ich mich dem Markt anpassen und nicht umgekehrt.
Mich persönlich würde eine englische Beschreibung aber wesentlich weniger stören, als das grauenhafte deutsche Kauderwelsch, das teilweise auf Lieferscheinen zu lesen ist. So etwas ist einfach nur peinlich, besonders bei einem großen Anbieter, der 1000fach verkauft.
Können Sie sich vorstellen, dass deutsche Verkäufer in den USA erwarten würden, dass sie ihren Kunden auf deutsch antworten könnten wenn diese bei ihnen ein deutsches Buch gekauft hätten?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2013 16:37:34 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
@Annero: wobei man dann auch die Gegenseite sehen muss: Kunden, die in Übersee bestellen, und dann auf ihre deutschen Anfragen immer auch eine (deutsche) Antwort verlangen, und das dann direkt negativ bepunkten, wenn es eben keine Antwort gibt, oder eben eine englische....
Debei sind die Marketplace-Beschreibungen oft diese computerisierten Übersetzungen, die eben keinen Sinn ergeben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2013 15:05:41 GMT+02:00
annero meint:
I couldn't agree more!
Dabei gibt es nichts Schöneres, als eine wirklich gute Übersetzung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2013 14:59:46 GMT+02:00
annero meint:
Ich kann Ihren Ärger gut verstehen. Ich selbst suche noch nach dem ersten englischsprachigen Buch ohne Rechtschreibe- oder Grammatikfehler wenn Deutsch "gesprochen" wird. Sehr schön auch, wenn D. Benton Frank ("Palm Island") die böse deutsche Großmutter mit "Eastern European Accent" sprechen lässt.
Man braucht aber gar nicht in ein Buch zu sehen, um unfreiwillig komische Fehler zu finden: allein die Beschreibungen von englischen oder amerikanischen Marketplace Verkäufern, wenn sie sich selbst anpreisen sind lesenswert.
Woran es liegt? Schwer zu sagen. Selbstüberschätzung oder Gleichgültigkeit?

Veröffentlicht am 04.07.2013 21:21:31 GMT+02:00
evma meint:
Liebchen war früher die Kosebezeichnung für die Ehefrau in Großmutters Zeiten.
Vielleicht haben die Amerikaner das damals irgendwie als typisch deutsch wahrgenommen und gespeichert.
Meine Großmutter war für meinen Großvatter auch mit 80 noch sein Liebchen.

Veröffentlicht am 04.07.2013 20:18:06 GMT+02:00
"liebchen" sagt auch der inder dr. daruwalla in irving's "a son of the circus" zu seiner österreichischen frau. allerdings handelt es sich um leute, die sich in den 40-er jahren kennengelernt haben - vielleicht hat man das damals wirklich gesagt ...
sonst hab ich irving noch keine deutsch-fehler nachweisen können.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.07.2013 21:20:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.07.2013 21:21:15 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Ich hab neulich einen englischsprachigen Liebesroman entdeckt, der jugendliche Held hiess Helmut. ;)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.07.2013 20:53:38 GMT+02:00
M. Ellmauer meint:
Und seit dem letzten oder vorletzten Band der Mercy-Reihe sagt Zee nicht mehr dauernd "Liebchen" zu Mercy. Das ging mir echt auf die Nerven... :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.06.2013 18:08:41 GMT+02:00
Dodo meint:
Naja, einem Muttersprachler sollte man wenigstens glauben, dass er recht hat. ;-)
Wie gesagt, ich habe schon Leute erlebt, die ihr falsches Englisch eisern verteidigten. ;-)
Und manchmal erkennen nur Muttersprachler (oder eben Zweisprachige) Feinheiten in der Bedeutung.

Veröffentlicht am 13.06.2013 07:58:26 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
ich kenne die Geschichte der Rohstoffhändler, ich hatte das nur nicht mit dem Begriff "Venediger" zusammengebracht. Allerdings gehts mir um den Kontext des Buches, in dem ich den Ausdruck gelesen habe, und das war kein geschichtlich korrektes Werk.;) (insofern würde hier eher die fabelartige Auslegung passen, die gleiche, die aus (oft) kleinwüchsigen Mineraliensuchern aus Italien deutsche Zwerge mit Erzminen gemacht hat).
Ja, diese englischen satzbaufehler gibts oft in deutsch-versuchen, teilweise fehlen dann sogar ganze Verben...
Aber warum muttersprachler? Hauptsache einer, der die Sprache gut kann, völlig egal ob Muttersprachler oder nicht. Können sollte Bedingung sein, nichts anderes.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.06.2013 06:55:04 GMT+02:00
Dodo meint:
Halb, halb. Es gibt Erzählungen über die Schätze der Venediger usw., aber diese Händler haben zugleich wirklich existiert und sind vor allem im Harz unterwegs gewesen, um Rohstoffe einzukaufen.

Es wäre auf jeden Fall sinnvoll, wenn bei allen fremdsprachigen Stellen ein Muttersprachler gegenliest, egal, wie sicher man sich zu sein glaubt. Ich erlebe selbst oft mit Englisch, dass Deutschsprachige rigoros eine völlig korrekte englische Ausdrucksweise ablehnen, weil es "komisch" klinge - sie übertragen aber eigentlich nur ihr deutsches Sprachempfinden auf das Englische.
"He was died" - ich weiß nicht, wie oft ich das z.B. schon gehört haben. "Er war gestorben..." Oder "He was fallen from a tree..." oder "I want that you help" oder "You must know that..." ("Du musst wissen, dass...") ;-)
Und solche Sachen passieren anderen eben, wenn sie versuchen, Deutsch zu schreiben.

Veröffentlicht am 09.06.2013 17:12:55 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
@Dodo: Danke. Ich hab das gerade gegoogelt, es könnte tatsächlich aus diesem Kontext (der Sagengestalten in diesem Fall) kommen. Mea culpa. Das erhellt übrigens auch eine weitere Variante, die ein computerisierter Übersetzer nicht leisten kann: Anspielungen, Kontexte....

Veröffentlicht am 09.06.2013 11:47:48 GMT+02:00
falk meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 09.06.2013 11:45:45 GMT+02:00
falk meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.06.2013 11:13:56 GMT+02:00
Dodo meint:
@Pipidenfreund
Nur eine kurze Hilfe zu dem Wort "Venediger": so nannte man tatsächlich in der frühen Neuzeit italienische (oft aus Venedig stammende) Glashändler, die u.a. im Harz Material für Buntglasfenster einkauften. Ein anderer Name war "Walen".
Ich vermute, dass der Autor (wie auch immer das passiert ist) diesen veralteten deutschen Ausdruck für richtig hielt.

Aber generell: ich wundere mich auch oft, warum selbst in Büchern renommierter Autoren wie z.B. Ken Follett oder Hillary Mantel die paar schlichten deutschen Sätze oder Phrasen nicht von einem Muttersprachler durchgesehen werden. Dafür könnte man auch einfach einen deutschen Praktikanten oder Studenten nehmen, der sich doch sicher in Städten wie London oder New York usw. leicht auftreiben lässt.

Veröffentlicht am 05.06.2013 21:54:14 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
ich denke nicht, dass man dazu unbedingt Muttersprachler sein muss (auch die können unglaublich holzhackerisch mit Sprache umgehen) dagegen gibts Beispiele wie Tolkien, der ja bei der deutschen Übersetzung seiner Bücher von Frau Carroux half, oder meinetwegen Goethe, der auch in englisch dichtete... Ich denke, es geht in erster Linie um Talent.
Ansonsten stimme ich völlig zu. Pratchett ist ja auch sehr witzig und ironisch, das sind eben genau die Qualitäten, die ein guter Übersetzer übertragen kann und die ein Computer nie bringen wird...

Veröffentlicht am 05.06.2013 21:13:59 GMT+02:00
Hi,

eine ganz interessante Diskussion. Dazu möchte ich nun auch einige Dinge anmerken:

1.) Ich lese gerne Bücher im englischen Original (Verfügbarkeit, flüssiger Text...) wobei man bei manchen Übersetzungen gerne auch mal den Kopf schüttelt. Ein Problem dabei sind die Namen, mir wäre es oft lieber, wenn man die Namen nicht "eindeutscht", da dann oft ein seltsames Mischmasch entsteht (Bsp: Queenscove --> Königsbucht) - oder es werden andere Erklärungen beigefügt, die oft nur Vewirrung stiften. (Briar Moss --> der Name soll auf zwei Pflanzen hinweisen --> Erklärung für die deutschen Leser --> er änderte Moos in Moss, damit man ihn nicht für weich wie Moos hielt (Emelan Band 1) --> selbst bei einem Jugendbuch, sollte man sich an Regeln halten.

2.) Ja, oft liegt es am Übersetzer, dass muss man leider festhalten. Und es wäre sinnvoll, wenn man sich festlegt, bei Verwendung von Sätzer in einer anderen Sprache, sollten diese stets von Muttersprachlern überprüft werden.

3.) Oft gibt es ja auch Sätze, die wörtlich übersetzt keine Sinn ergeben, aber gerade darum sollten Übersetzer mit Muttersprachler zusammenarbeiten, denn davon können die Leser nur profitieren. Manches kann man auch nicht ohne weiteres übersetzen, weil dadurch der Sprachwitz verloren geht, insbesondere bei den Pratchettbüchern.

Veröffentlicht am 04.06.2013 19:42:24 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
ich wollte nichts über computerisierte Übersetzungen wissen. Es geht um die Gründe, warum nicht (bzw. falsch und unverständlich) übersetzt wird, und Ziel einer Übersetzung ist eben ein flüssiger, verständlicher Text. Ihr Bezug zum Thema ist ein anderer: Sie haben sich auf computergestütze Sprachübertragungsmöglichkeiten eingeschossen (die meiner Meinung nach das Problem verstärken, nicht lösen), mir geht es um Übersetzungen von Lyrik und Belletristik, für die man in der Regel nicht übermässig viel Vorbildung braucht (bei wissenschaftlicher Literatur wird aber meist ohnehin mit entsprechend gebildeten Beratern lektoriert), aber Sprachgefühl und Gefühl für Sprach- und textbedeutung und evtl. sogar Metrik. Wir reden aneinander vorbei.

Veröffentlicht am 04.06.2013 19:23:19 GMT+02:00
falk meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 04.06.2013 18:25:11 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
ich denke nicht- und deswegen bin ich über die Nicht_Weiter_Entwicklung der computerisierten Übersetzung eigentlich dankbar- dass ein Computer ein guter übersetzer ist. Ich denke, Sprache ist zu komplex, zu vieldeutig, zu komplex als das ein Computer mitkommen könnte.--- Was ist mit sprachlicher Schönheit, kleinen eigenheiten des Schreibers, Wortdoppeldeutigkeiten oder Ironie, die schon ein schlechter menschlicher übersetzer nicht hinbekommt? Ich liebe Sprache. Ein Computer kann all das nicht leisten, und eine Übersetzung eines Texts muss all das bringen. Die Fehlerwahrscheinlichkeit ist selbst, wenn man nur Gebrauchsanweisungen übersetzt, extrem hoch. Schon mal google Übersetzungen benutzt? Raus kommt ein völlig unverständlicher Wortsalat, der des Lesens nicht wert ist.
Die hands of a clock sind die Zeiger einer Uhr. Was würde ein Computer übersetzen? Hände einer Uhr? Lasst Menschen übersetzen, selbst wenn sie mehr kosten als ein Abendessen.
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