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deutsche Zitate in englischen Büchern - wieso so viele Fehler?


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51-67 von 67 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 09.06.2013 17:12:55 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
@Dodo: Danke. Ich hab das gerade gegoogelt, es könnte tatsächlich aus diesem Kontext (der Sagengestalten in diesem Fall) kommen. Mea culpa. Das erhellt übrigens auch eine weitere Variante, die ein computerisierter Übersetzer nicht leisten kann: Anspielungen, Kontexte....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.06.2013 06:55:04 GMT+02:00
Dodo meint:
Halb, halb. Es gibt Erzählungen über die Schätze der Venediger usw., aber diese Händler haben zugleich wirklich existiert und sind vor allem im Harz unterwegs gewesen, um Rohstoffe einzukaufen.

Es wäre auf jeden Fall sinnvoll, wenn bei allen fremdsprachigen Stellen ein Muttersprachler gegenliest, egal, wie sicher man sich zu sein glaubt. Ich erlebe selbst oft mit Englisch, dass Deutschsprachige rigoros eine völlig korrekte englische Ausdrucksweise ablehnen, weil es "komisch" klinge - sie übertragen aber eigentlich nur ihr deutsches Sprachempfinden auf das Englische.
"He was died" - ich weiß nicht, wie oft ich das z.B. schon gehört haben. "Er war gestorben..." Oder "He was fallen from a tree..." oder "I want that you help" oder "You must know that..." ("Du musst wissen, dass...") ;-)
Und solche Sachen passieren anderen eben, wenn sie versuchen, Deutsch zu schreiben.

Veröffentlicht am 13.06.2013 07:58:26 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
ich kenne die Geschichte der Rohstoffhändler, ich hatte das nur nicht mit dem Begriff "Venediger" zusammengebracht. Allerdings gehts mir um den Kontext des Buches, in dem ich den Ausdruck gelesen habe, und das war kein geschichtlich korrektes Werk.;) (insofern würde hier eher die fabelartige Auslegung passen, die gleiche, die aus (oft) kleinwüchsigen Mineraliensuchern aus Italien deutsche Zwerge mit Erzminen gemacht hat).
Ja, diese englischen satzbaufehler gibts oft in deutsch-versuchen, teilweise fehlen dann sogar ganze Verben...
Aber warum muttersprachler? Hauptsache einer, der die Sprache gut kann, völlig egal ob Muttersprachler oder nicht. Können sollte Bedingung sein, nichts anderes.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 13.06.2013 18:08:41 GMT+02:00
Dodo meint:
Naja, einem Muttersprachler sollte man wenigstens glauben, dass er recht hat. ;-)
Wie gesagt, ich habe schon Leute erlebt, die ihr falsches Englisch eisern verteidigten. ;-)
Und manchmal erkennen nur Muttersprachler (oder eben Zweisprachige) Feinheiten in der Bedeutung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.07.2013 20:53:38 GMT+02:00
M. Ellmauer meint:
Und seit dem letzten oder vorletzten Band der Mercy-Reihe sagt Zee nicht mehr dauernd "Liebchen" zu Mercy. Das ging mir echt auf die Nerven... :)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.07.2013 21:20:34 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.07.2013 21:21:15 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Ich hab neulich einen englischsprachigen Liebesroman entdeckt, der jugendliche Held hiess Helmut. ;)

Veröffentlicht am 04.07.2013 20:18:06 GMT+02:00
"liebchen" sagt auch der inder dr. daruwalla in irving's "a son of the circus" zu seiner österreichischen frau. allerdings handelt es sich um leute, die sich in den 40-er jahren kennengelernt haben - vielleicht hat man das damals wirklich gesagt ...
sonst hab ich irving noch keine deutsch-fehler nachweisen können.

Veröffentlicht am 04.07.2013 21:21:31 GMT+02:00
evma meint:
Liebchen war früher die Kosebezeichnung für die Ehefrau in Großmutters Zeiten.
Vielleicht haben die Amerikaner das damals irgendwie als typisch deutsch wahrgenommen und gespeichert.
Meine Großmutter war für meinen Großvatter auch mit 80 noch sein Liebchen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2013 14:59:46 GMT+02:00
annero meint:
Ich kann Ihren Ärger gut verstehen. Ich selbst suche noch nach dem ersten englischsprachigen Buch ohne Rechtschreibe- oder Grammatikfehler wenn Deutsch "gesprochen" wird. Sehr schön auch, wenn D. Benton Frank ("Palm Island") die böse deutsche Großmutter mit "Eastern European Accent" sprechen lässt.
Man braucht aber gar nicht in ein Buch zu sehen, um unfreiwillig komische Fehler zu finden: allein die Beschreibungen von englischen oder amerikanischen Marketplace Verkäufern, wenn sie sich selbst anpreisen sind lesenswert.
Woran es liegt? Schwer zu sagen. Selbstüberschätzung oder Gleichgültigkeit?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2013 15:05:41 GMT+02:00
annero meint:
I couldn't agree more!
Dabei gibt es nichts Schöneres, als eine wirklich gute Übersetzung.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2013 16:37:34 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
Hallo,
@Annero: wobei man dann auch die Gegenseite sehen muss: Kunden, die in Übersee bestellen, und dann auf ihre deutschen Anfragen immer auch eine (deutsche) Antwort verlangen, und das dann direkt negativ bepunkten, wenn es eben keine Antwort gibt, oder eben eine englische....
Debei sind die Marketplace-Beschreibungen oft diese computerisierten Übersetzungen, die eben keinen Sinn ergeben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.07.2013 18:52:25 GMT+02:00
annero meint:
Hallo,
na ja, diese Marketplace Verkäufer tummeln sich nun mal auf dem deutschen Markt und stehen in direkter Konkurrenz zu den deutschen Anbietern, die ebenfalls englischsprachige Bücher verkaufen. Als Verkäufer muss ich mich dem Markt anpassen und nicht umgekehrt.
Mich persönlich würde eine englische Beschreibung aber wesentlich weniger stören, als das grauenhafte deutsche Kauderwelsch, das teilweise auf Lieferscheinen zu lesen ist. So etwas ist einfach nur peinlich, besonders bei einem großen Anbieter, der 1000fach verkauft.
Können Sie sich vorstellen, dass deutsche Verkäufer in den USA erwarten würden, dass sie ihren Kunden auf deutsch antworten könnten wenn diese bei ihnen ein deutsches Buch gekauft hätten?

Veröffentlicht am 06.07.2013 19:55:30 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 07.07.2013 02:08:07 GMT+02:00
falk meint:
1. Burns Verkaufen der Kraftwerk - Wikipedia, the free encyclopedia
Burns Verkaufen der Kraftwerk is the eleventh episode of The Simpsons' third
season. It first aired on the Fox network in the United States on December 5,
1991.
en.wikipedia.org/wiki/Burns_Verkaufen_der_Kraftwerk - 71k

2. in meiner kindheit gab es kowboy-comics in denen indianer "komisch-englisch" sprachen. zb: du kommen her. ich gehen. du stehen. was wollen du ? usw.

Veröffentlicht am 07.07.2013 09:28:01 GMT+02:00
Pipidenfreund meint:
@Annero: Naja, wenn ich in Amerika ein deutsches Buch kaufe, bei einem deutschen Händler, liegt die Vermutung nahe, dass der Käufer deutsch spricht, zumindest in Grundzügen (dennoch sollte, da sich ja beide in einem englischsprachigen Land befinden, auch so geantwortet werden). Genauso wie ich als Verkäufer aus Amerika oder GB von meinen Kunden, die ein englisches Buch kaufen, Englischkenntnisse vermuten könnte (und im Zweifel auch so antworten würde) auch wenn sich der Kunde in Japan oder Deutschland aufhält. Ansonsten hilft ein Blick in die AGBs des Verkäufers. Stehen dort sinnlose Wortreihen, weiss ich, ich habe es mit computerisierter Übersetzung zu tun und werde wohl auch bei Fragen auf eine solche hoffen können. Ist der Text deutsch oder englisch, und ist ein korrektes Impressum angegeben, kann ich ebenfalls Rückschüsse auf den Verkäufer ziehen. Dann Verkäufer schlecht zu bewerten, wnn ich alle möglichen Hinweise ignoriert habe, finde ich ehrlich gesagt etwas unverschämt. Es gibt auch große Anbieter, die in GB oder USA sitzen und deutschen Kundenservice bieten, wenn ich mich nicht in der Lage fühle, auf englisch zu reklamieren oder einfach eine Frage zu stellen.

Veröffentlicht am 14.07.2013 17:56:05 GMT+02:00
F. Bluemel meint:
da die meisten amerikaner nur 1 oder hoechstens 2 jahre deutsch in der schule hatten, werden denen die fehler eh nicht auffallen. warum also jemanden mit deutschkenntnissen beyond schule anheuern, wenn es auch weit guenstiger geht? (-> google translate)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2013 09:25:34 GMT+02:00
[Von Amazon gelöscht am 19.02.2014 18:53:21 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2013 15:13:10 GMT+02:00
Mein Lieblings-Übersetzungsfehler war ein Buch aus dem Bastei-Verlag. Da hatte ich besonders viele solche Hämmer gefunden:

Ein Typ hat eine Frau auf den Arm genommen und sie ist voll drauf reingefallen. Darauf meint er: "Da hab ich wohl das hübsche Bein ganz ausgerissen." Wer kein Englisch kann wird da wohl keinen Zusammenhang sehen. In Englisch sagt man aber statt "auf den Arm nehmen" "am Bein ziehen (pull your leg)". Da macht der Satz dann wieder Sinn.

Wenn man wortwörtlich übersetzt und nicht auf den Sinn hinter einem Satz achtet kommen solche Fehler einfach vor.
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