Kinderbuch über Abgeben und Opferbereitschaft gesucht


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1-11 von 11 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.02.2012 08:44:33 GMT+01:00
Infodoktor meint:
Hallo,
ich suche ein Kinderbuch über Opferbereitschaft, also wo jemand etwas für jemand anders aufgibt oder tut, um dem anderen zu helfen. (das hört sich jetzt sehr verquer an, aber besser kann ich es nicht erklären ;) )

danke!

Veröffentlicht am 28.02.2012 13:59:55 GMT+01:00
Du schreibst leider nicht, für welches Alter.
Schau Dir dieses Buch mal an:

Fabian teilt mit Marie: Geschichten vom Behalten und Abgeben

Wenn Du jetzt in die Mitte der Seite gehst, gibts dort weitere Empfehlungen.
Vielleicht ist etwas dabei.
Viele Grüße
Antwort auf den Eintrag von Sylvia Schröder:
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Veröffentlicht am 28.02.2012 17:53:41 GMT+01:00
Sonja meint:
Ich habe als junges Mädchen eine tolle Geschichte von Wolfdietrich Schnurre gelesen, die mich sehr beeindruckt hat.
In der Kurzgeschichte geht es darum, wie ein allein erziehender Vater seinem achtjährigen Sohn nacheinander verschiedene Tiere mit nach Hause bringt, damit er Gesellschaft hat.

Leider führt diese gute Absicht fast immer zur Katastrophe. Der Laubfrosch Theodor erstickt, weil ihn der Junge in seinem Einmachglas mit ins Bett genommen hat. Herr Kuwalek, der Igel, nimmt seinen „Pflegeeltern“ übel, dass sie ihn durch ein Bad in einer Chemikalienlösung von seinen Flöhen befreien wollten. Die Schleiereule Hulda möchte sich nicht daran gewöhnen, sich ihr Futter selbst zu suchen, und die Kreuzotter Lilith jagt Vater und Sohn einen ordentlichen Schrecken ein, als sie sich kurzzeitig aus ihrem Terrarium entfernt und nicht aufzufinden ist. Der Stichling Heinrich springt vor Freude aus dem Aquarium, weil ihm eine Stichlingsdame hinzu gesetzt wurde. Der Sohn findet ihn in einer Dielenritze und es gelingt im letzten Moment, ihn im Aquarium zu reanimieren.
Daraufhin erklärt der Vater seinem Sohn, man müsse sich von Lebewesen, mit denen man sich verbunden fühle, auch wieder lösen können. „Lieben“, so sagt er, „heißt loslassen können.“
Ich habe die Geschichte jetzt nur noch in einer Ausgabe von Hans-Joachim Gelberg gefunden; sicher gibt es sie auch noch woanders. Aber das Buch scheint sich eh zu lohnen, ich werde es mal selbst kaufen und dann noch mal mehr berichten. Hier schon mal der Link:
Eines Tages: Geschichten von Überallher

Ansonsten kann ich Dir noch empfehlen:
Die Sterntaler (Märchen der Brüder Grimm)

Im Bau der Füchse (Avi)
Das eigensinnige, egoistische Stachelschwein Ereth kümmert sich widerwillig um drei verwaiste Fuchskinder. Langsam wird ihm klar, dass er durch sein Helfen viel glücklicher wird... eine sehr spannende, teils traurige, aber auch sehr amüsante Geschichte übers Zusammenleben und Mutigsein.
Im Bau der Füchse.

Dann gibt es noch den Regenbogenfisch, der seine Schuppen opfern muss, damit er nicht mehr einsam ist.
Der Regenbogenfisch

Und eine sehr schöne Erzählung über ein Mädchen, das sich selbst opfert, um seine Freunde froh zu machen:
Astrid Lindgren: Klingt meine Linde
Klingt meine Linde
Das wars erst mal von mir,
Gruß Sonja

Veröffentlicht am 29.02.2012 08:15:51 GMT+01:00
Infodoktor meint:
@Sylvia: Sorry, hab ich vergessen ;), so um die fünf - sechs Jahre.

sonja, danke für die vielen Tips, ist "Klingt meine Linde" so traurig wie sie sich anhört?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.02.2012 13:37:50 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.02.2012 13:39:24 GMT+01:00
Es passt zwar nicht in diese Jahreszeit, aber der nächste November kommt bestimmt:

alle Geschichten über St. Martin, die religiöse Teilungsgeschichte.
Hier im Rheinland ist es der Klassiker und die Mantelteilungsszene wird nach jedem Umzug nachgestellt.
ein Buchbeispiel: Die Geschichte von Sankt Martin

viele Grüße vom Christian

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.02.2012 15:09:10 GMT+01:00
Katrina meint:
Bei Astrid Lindgren gibt es noch mehr Geschichten zu diesem Thema, z.B. bei den Kindern aus Bullerbü das Kapitel "Inga und ich machen Menschen glücklich" oder in den "Erzählungen" die sehr traurige Geschichte "Märit", wo sich ein kleines Mädchen einem rollenden Stein in den Weg wirft, und so den Klassenkameraden, den sie verehrt, rettet, während sie selber stirbt. In "Madita" gibt es eine Geschichte, in der Madita ihre Nachbarin Tante Nilsson, die ihre Organe an den Arzt verkaufen will, von einem Lotteriegewinn "zurückkauft" ("Hilflosigkeit der Armut, was ist das?"). Und sehr selbstlos ist auch Pippi Langstrumpf, die ihren eigenen Geburtstag mit Geschenken für ihre Freunde Thomas und Annika feiert. Da kann man dann auch immer noch die eine oder andere Geschichte mit dazu vorlesen, dann kommt es nicht ganz so pädagogisch rüber (mein Sohn ist auch in dem Alter, der reagiert da sehr sensibel).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.02.2012 15:11:50 GMT+01:00
Katrina meint:
Nicht zu vergessen Michel, der mit dem Weihnachtsessen seiner Eltern ein großes Festmahl für die Bewohner des Armenhauses veranstaltet, denen die Armenhausleiterin alles weggegessen hatte.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.02.2012 15:29:11 GMT+01:00
Die "Maerchen" von Astrid Lindgren sind alle irgendwie herzzerreissend schoen und traurig zugleich. Ich kann mittlerweile kaum eine dieser Geschichten lesen (oder gar davon schreiben), ohne zumindest Traenen in den Augen zu haben, aber sie sind eben auch sehr empfindsam geschrieben. "Klingt meine Linde" ist sicherlich traurig, aber andererseits auch so schoen und hoffnungsvoll, dass es schwer ist, traurig zu bleiben.

Veröffentlicht am 29.02.2012 22:14:26 GMT+01:00
Sonja meint:
Ich kann Cornelia Muncke nur zustimmen. Meine Erfahrungen mit dem Vorlesen dieser Märchen sind aber durchweg sehr positiv. Meine beiden Söhne waren sehr angetan von den Märchen von Astrid Lindgren. (sie waren da auch in dem Alter Deines Kindes). Da gibt es ja nun auch ausgesprochen lustige Dinge. Was ich bei Lindgren (und besonders bei "Klingt meine Linde") so gut finde: dass die Menschen, die etwas opfern, damit ausgesprochen glücklich sind. Auch wenn sie damit etwas aufgeben (manchmal sogar ihr Leben), wissen sie im tiefsten Inneren, dass es so gut ist, dass es etwas bringt. Und die Opferbereitschaft ist keineswegs ein leidendes Opfer, sondern ein mutiges, frohes und hoffnungsvolles Opfer.
Und auch bei Klingt meine Linde ist das Ende sehr positiv. Den Märchenband von Astrid Lindgren kann ich ohnehin wärmstens empfehlen:
Märchen
Liebe Grüße
Sonja

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 10:26:43 GMT+01:00
Katrina meint:
Ja, das hatte ich gestern Abend ganz vergessen: die Märchen sind schon traurig, aber Kinder kommen damit klar. Das echte Leben ist doch auch nicht immer nur schön und lustig. Ich lese dieses Buch seit zwei Jahren immer wieder vor und es wird meinem Sohn irgendwie nie zu viel. Und ich erinnere mich noch genau, wie ich selber als Kind diese Geschichten entdeckt habe und es gar nicht glauben konnte, dass jemand so schön schreibt und sich so unglaubliche Sachen ausdenkt (da war ich so um die 8). Selbst als relativ ängstliches Kind habe ich alle diese Märchen und Geschichten von Astrid Lindgren gerne gelesen. Und man kann sich nach "Klingt meine Linde" oder - fast noch trauriger - "Sonnenau" immer schnell mit "Nils Karlsson Däumling" aufheitern.

Veröffentlicht am 04.03.2012 20:00:08 GMT+01:00
Sebastian und Phillip - Zwei ungleiche Freunde und ihre Abenteuer beschreibt in sechs spannenden, zusammenhängenden Geschichten, wie zwei Jungen, die sich zunächst bekämpfen, zu Freunden werden, die füreinander da sind.
Viel Freude beim Lesen Birgitt
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Erster Beitrag:  28.02.2012
Jüngster Beitrag:  04.03.2012

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