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Haben ebooks Zukunft?


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1-25 von 29 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.03.2013 18:26:25 GMT+01:00
Leseratte meint:
Wenn die Bedingungen so bleiben: Nein! Ich habe jetzt ein Jahr Erfahrung. Schön ist, wie wenig Platz gebraucht wird. Aber: Ich kann das Buch nur auf meinem PC und Reader lesen. Ein gedrucktes Buch kann ich ausleihen an Freunde, Bekannte. Und der Preis ist derselbe, das kann nicht sein! Und können ebooks mithalten mit Büchern in meinem Bücherschrank, die z.T. fast 200 Jahre alt sind? Hinzu kommt, dass Probleme mit dem PC immer auch mein ebook betreffen. So war durch Wechsel zu Windows 8 erst einmal alles auf dem PC verschwunden. - Ich verwende jetzt mein ebook nur noch für eigene Dokumente, die ich so platzsparend aufbewahren kann. Gekauft werden nur noch Bücher aus Papier.

Veröffentlicht am 22.03.2013 19:42:27 GMT+01:00
Mrs Lecter meint:
Ich will doch schwer hoffen, dass Ebooks Zukunft haben!!!

Zu den Themen: Ebooks kann man nicht ausleihen bzw. Ebooks sind zu teuer gibt's hier schon mehr als genug Jammer-Threads (gäääähn), hab' keine Lust, dazu groß was zu schreiben, nur soviel: ich hab den Kindle nicht aus Ersparniserwägungen gekauft, sondern weil ich täglich 2 Stunden in öffentlichen Nahverkehrsmitteln unterwegs bin und es satt hatte, fette Schwarten mit mir herumzuschleppen - gibt ja so 1000-Seiten-Schmöker, die nicht mal als "Taschen"-Buch halbwegs komfortabel lesbar sind. Da ist der Kindle - oder überhaupt ein Ebook-Reader - unschlagbar praktisch. Außerdem lese ich auf dem Kindle bevorzugt englische Bücher und schlage durch die praktische Wörterbuchfunktion jetzt wirklich öfter mal ein unbekanntes Wort nach - habe ich bei englischen Papierbüchern praktisch nie gemacht, weil ich eben nicht ständig ein Wörterbuch (oder meinetwegen Internetzugang zum Googlen:-)) zur Hand hatte. Gerade englische Ebooks sind übrigens oft sehr günstig, vor allem im Vergleich zu Papierbüchern, die noch so neu auf dem Markt sind, dass sie in deutscher Übersetzung bisher nur als Hardcover zu haben sind.

Mit antiken Bücherschätzchen kann ein Ebook nicht mithalten - muss es auch nicht, wenn ich die Gutenbergbibel haben will, kauf' ich die Gutenbergbibel, ein Ebook hat andere Qualitäten (s. o.; und den nicht zu unterschätzenden Grund der Platzersparnis hast Du ja selbst schon genannt, Leseratte).

Ich kauf' auch noch Bücher aus Papier, aber seltener, und wähle sorgfältiger aus, mein diesbezügliches Beuteschema hat sich verschoben. Und ich suche nach wie vor meine öffentliche Bücherei heim - warum auch nicht? Ich sehe meinen Ebook-Reader als ungemein praktische Ergänzung, auf die ich nicht mehr würde verzichten wollen.

Veröffentlicht am 22.03.2013 19:45:03 GMT+01:00
Mrs Lecter meint:
Kleine Ergänzung: die von mir angeführten "Jammer-Threads" finden sich nicht im Ebook-Forum, aber im Kindle-Forum, da findest Du eine schier unüberschaubare Menge an Diskussionen zu den Ebook-Preisen und zur fehlenden Verleihmöglichkeit.

Veröffentlicht am 23.03.2013 13:41:44 GMT+01:00
corman meint:
Sicher haben die Zukunft!
Ich habe jetzt über ein halbes Jahr meine Kindle und würde nie im Leben wieder zurück zu den Papierbüchern gehen.
Warum?
- kein Platz mehr im Bücherregal
- wesentlich komfortableres Lesen
- meine Lieblingsbücher sind immer und überall dabei
- viele kostenlose Bücher und Klassiker (ich mag auch sehr gerne die Selbstverleger)
- viele günstige englische Bücher und die Nachschlagfunktion am Kindle
- ich muss nicht mehr auf die Post warten, Buch ist in wenigen Sekunden auf dem Reader

Und das sind nur die Hauptgründe. Verleihen spielt für mich ohnehin keine Rolle, zur Not muss halt der Reader verliehen werden.
Ich habe fast meine komplette Bibliothek seitdem aufgelöst, im Regal stehen nur noch gebundene Ausgaben.
So viel wie mit dem Kindle habe ich übrigens vorher nicht gelesen.

Und wo sollte man die Bücher denn sonst noch lesen können, außer am PC oder Reader? Abgesehen davon, dass es auch am Handy und Tablet geht :-)
Irgendwas davon ist immer einsatzbereit.
Und Papier kann man schließlich auch nur auf Papier lesen :-)

Die Diskussion mit den Preisen find ich übrigens total überflüssig. Für mich überwiegen hier die Vorteile der ebooks, da zahle ich gerne den Preis dafür....

Veröffentlicht am 24.03.2013 09:15:37 GMT+01:00
ich habe ein ebook zu weihnachten geschenkt bekommen…..klar, man hätte nicht mehr zig bücher im schrank stehen und es hat auch sonst den einen oder anderen vorteiö…aber im verhältnis preis/leistung finde ich das schon arg - mal unabhängig von viel weniger kosten, die ein ebook in der herstellung und vertrieb verursacht, kann ich mein gekauftes buch nicht mehr verleihen, es sei denn , ich verleihe den reader gleich mit und ich kann es auch nicht weiter veräußern…oder kann ich mein buch an jemand anderes schicken ? diese funktion wäre mir dann bisher entgangen ...

Veröffentlicht am 24.03.2013 09:26:49 GMT+01:00
MaHa meint:
Susanne Reitel meint:
"ich habe ein ebook zu weihnachten geschenkt bekommen….."

ein eBook oder einen eBook-Reader?
*****************
Susanne Reitel meint:
"mal unabhängig von viel weniger kosten, die ein ebook in der herstellung und vertrieb verursacht,"

und immer wieder das selbe Märchen, das auch nicht wahrer wird nur weil man es oft schreibt ...
Das teuerste an einem Buch (egal ob Papierbuch oder eBook) sind nicht die Druckkosten. Der Autor will sein Geld, egal in welcher Form das Buch erscheint. Lektorat/Korrektorat will Geld, egal in welcher Form das Buch erscheint. Der Layouter will Geld, egal in welcher Form das Buch erscheint. usw ... Oder sollen die plötzlich alle für weniger oder kein Geld arbeiten?
Und warum verursacht ein eBook keine Kosten im Vertrieb? Wer stellt den kostenlos Server und alles weitere was benötigt wird zur Verfügung?
Ich glaube, da hast du nicht zu Ende gedacht ...

Verleihen oder verkaufen kann man eBooks nicht, das stimmt, aber innerhalb einer Familie (einem kleinen Lesekreis mit Freunden) kann man sich einen eigenen "Kindle-Account" anlegen auf dem können beliebig viele Reader und Leseapps angemeldet werden. Und 6 Geräte können gleichzeitig auf ein Buch zugreifen, kannst du das bei einem Papierbuch auch? ;-)
Diesen Account kann man mit Gutscheinen füllen, so muss auch niemand seine Bankdaten hinterlegen.

Für mich persönlich überwiegen die Vorteile bei weitem, und Papierbücher kommen nur noch als Kochbücher, Bildbände und Reiseführer ins Haus :-)

Veröffentlicht am 24.03.2013 17:20:33 GMT+01:00
chris meint:
"Und können ebooks mithalten mit Büchern in meinem Bücherschrank, die z.T. fast 200 Jahre alt sind?"
Ich habe auch noch viele alte Bücher, bspw. einen Brockhaus in der 13. Auflage.
Aber das macht Bücher für mich keinen Tick besser, nur weil sie alt sind.

Ich nutze auch nur noch Bücher in Papierform, die ich aktiv benötige.
Darunter sind eben auch Kochbücher, Grillbücher, ...

Moderne Bücher auf Papier habe ich gelesen, in der Familie und an Freunde verliehen und dann?
Lagern? Verkaufen? Für erstes habe ich nicht bei jedem Buch den Platz, letzteres lohnt sich nicht.
Also entweder Altpapier oder gerne auch den heimischen Ofen.

Wir nutzen die Kindle Bücher mit oftmals mehr Personen, als früher die Papierbücher.
Und das dann auch noch zeitgleich mit mehreren Kindle und den Apps.

Veröffentlicht am 26.03.2013 18:46:18 GMT+01:00
Femme meint:
Warum bekomme bei solchen Diskussionen immer den Eindruck eines "etweder - oder"?

ICH möchte kein einziges meiner ebücher missen, ich lese so gut wie keine anderen Bücher mehr, weil mir das Lesen auf dem Kindle schlicht und ergreifend viel mehr Spass macht. Und es ist um Längen bequemer in der U-Bahn mit einer Hand einen Kindle zu halten als mit 2 Händen ein dickes Taschenbuch offen zu halten und zu lesen.

Trotzdem kaufe ich durchaus noch gebundene Bücher zum Verschenken. Weil sich in ebücher so schlecht die Widmungen reinschreiben lassen :-) Dito bei Kochbüchern, Bildbänden, Reiseführern.

Ich hab hier auch noch uralte Bücher. Und was mache ich damit? Nix. Die stehen schick im Regal, wirklich gelesen hab ich davon kein einziges. Das sind Sammler- und Sammelstücke, mehr nicht. Und kein Reader erhebt doch den Anspruch, SOWAS ersetzen zu wollen. Andererseits kauft sich aber doch keiner einen Fitzek oder die "50 Shades Trilogie" als "Wertanlage", damit die Ururenkel in 200 Jahren noch was davon haben :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2013 08:13:27 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.03.2013 11:22:42 GMT+01:00
Jan meint:
Mit der Preisgestaltung sehe ich es genau so,nur sollten sie aber nicht teurer sein, was sie manchmal leider sind ( Wobei da dank an Amazon das sie mir auf Nachfrage Rabatt gegeben haben)

Nun ja, Papierbücher kommen bei mir auch nur ins Haus wenn es keine Ebook Version gibt, oder wenn man mal für 1-2 Euro beim vorbei gehen eins sieht,
denn die hab ich dann lieber auf der Arbeit liegen als einen 2ten Reader. Und in den Pausen lese ich seltener ....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.03.2013 08:27:43 GMT+01:00
MaHa meint:
Jan meint:
"So oder so sollten sie aber nicht teurer sein, was sie manchmal leider sind ( Wobei da dank an Amazon das sie mir auf Nachfrage Rabatt gegeben haben)"

Um welches eBook/welche eBooks geht es denn die wirklich teurer sind als das Papierbuch?
Meistens ist das mit dem "teurer" ein Versehen. Entweder ist zwar in der Liste das günstigere Taschenbuch schon aufgezeigt aber noch nicht erschienen dann orientiert sich der eBook-Preis solange an der teureren Hardcoverausgabe. Oder der Preis wurde noch nicht angepasst, dann reicht meist eine kurze Rückfrage beim Kundenservice bzw. Verlag.
Rabatt auf Bücher darf man doch gar nicht geben wegen der Buchpreisbindung ...

Veröffentlicht am 27.03.2013 08:35:54 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.03.2013 11:10:32 GMT+01:00
Jan meint:
Ok dann nennen wir es Preisanpassung anstatt Rabatt oder wie auch immer,war wahrlich was unglücklich gewählt von mir aber ich denke schon das du weisst was ich meinte....

Veröffentlicht am 27.03.2013 10:41:15 GMT+01:00
MaHa meint:
Auch eine Preisanpassung für einzelne Personen ist lt. Buchpreisbindungsgesetz nicht zulässig.

Veröffentlicht am 27.03.2013 11:02:04 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 27.03.2013 11:28:31 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 27.03.2013 18:55:50 GMT+01:00
chris meint:
Vielleicht kommen ja endlich mal als "Mängelexemplar" markierte ebooks.
Einfach ein passendes Logo auf das Titelbild und dieses unsinnige Buchpreisbindung wäre umgangen.

Mehr als den Taschenbuchpreis würde ich nie für ein ebook zahlen, auch wenn man dann oftmals etwas warten muss.

Veröffentlicht am 27.03.2013 19:36:41 GMT+01:00
Ich find es ja komisch das man auf eBooks 19% Mehrwertsteuer zahlen muss, irgendwie bleibt Buch doch Buch.

Veröffentlicht am 27.03.2013 22:02:46 GMT+01:00
Mrs Lecter meint:
*winsel* Na schön, wenn die Diskussion unbedingt wieder in diese Richtung gehen muss...

Zur Mehrwertsteuer s. auch folgenden Thread: http://www.amazon.de/forum/kindle/ref=cm_cd_search_res_rm?_encoding=UTF8&cdForum=Fx2GSZQCKNBOV5W&cdPage=1&cdSort=oldest&cdThread=Tx121W5SSI3D7X7#Mx2ZSVWIDVX8GMR

Zur Buchpreisbindung einfach mal ins Kindle-Forum gehen, rechts bei "Kundendiskussionen durchsuchen" das Stichwort "Buchpreisbindung" eingeben und gefühlte 2.387.627 Threads finden:-D

Veröffentlicht am 28.03.2013 13:02:33 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.03.2013 13:06:45 GMT+01:00
Frank meint:
Manchmal hilft die Statistik:

http://www.boersenblatt.net/552663/

Vergleicht man diese Daten mit den prognostizierten Zahlen, dann sieht das echt bescheiden aus.
2012 war das Jahr der Stagnation.

Veröffentlicht am 29.03.2013 19:34:56 GMT+01:00
Ott Michael meint:
Print Ausgaben kaufe ich mir nur noch bei Fachliteratur, möchte dort aber auch kein EBook nutzen. Es ist einfach besser damit zu arbeiten, Kommentare hinzuzufügen, stellen farblich zu markieren und wichtige Stellen sind auch schneller zu finden.

Für Romane usw. nutze ich nur noch EBooks. Einmal bekommt man Zugriff auf Indi Autoren und kann so echte Schätze entdecken. Zum Anderen kann man englische Bücher schnell und einfach erwerben und das Wörterbuch funktioniert per Klick.

Zum Thema Preis seinur gesagt das ich "Song of ice and fire" in Englisch komplett für 15¤ kaufen konnte während der selbe Umfang als deutsches Ebook ~90¤ und als Print ~135¤ gekostet hätte und ich kann mir nicht vorstellen das die US Verlage kein Geld verdienen wollen.

Veröffentlicht am 01.04.2013 16:14:43 GMT+02:00
Jan Grunow meint:
Also wenn Ebooks keine Zukunft haben, weiss ich auch nicht. In einem Zeitalter, in dem alles auf immer flachere, handlichere Monitore schaut, ist das doch ideal. Und es ist sicher nur keine "Trend", dafür ist das doch zu weit verbreitet. Und es wird ja auch trotzdem immer Printausgaben geben. Die Vorteile liegen einfach auf der Hand und daran wird sich doch auch nichts ändern. Wer jetzt schon Ebooks benutzt und sie bevorzugt, der wird das auch in 20 Jahren tun. Denn das Medium selbst wird sich nicht ändern. Sonst müsste ja die große Rückkehr zur Printausgabe einsetzen, von wegen: "Ebooks waren mal cool und praktisch, aber ich stell mir jetzt wieder die Bude mit Büchern voll." Glaub ich nicht dran.

Was sich allerdings ändern wird, sind die Reader. Dass es in 10 Jahren noch reine Lesegeräte gibt, die nicht alle schon verkappte Tablets sind, glaube ich nicht. Und auch diese Amazon-Geschäftsmodelle (Ausleihen etc.) werden sich wandeln, der Markt entsteht ja erst. Und dass Amazon seine Exklusivität ewig verteidigen kann, glaube ich auch nicht. Aber mal sehen...

TOM - Zeitreise einmal anders

Veröffentlicht am 13.04.2013 23:38:05 GMT+02:00
Dr. T. meint:
Ich besitze und verwende seit Weihnachten einen Kindle der Standard Edition, die Entscheidung für diese Version fiel bewusst aus, denn dieses Modell ist mit 170 Gramm das Leichtgewicht der Kindle Familie, wenn auch immer noch schwerer als ein übliches Taschenbuch.
Nach bisherigen Erfahrungen hält das Gerät, was es versprach, Handlichkeit, eine klares, gut lesbares Schriftbild, und der Akku hält tatsächlich ca. einen Monat durch.
Das sind optimale Voraussetzungen für für seine Alltagstauglichkeit, insbesondere wenn fast täglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist; unter diesen Voraussetzungen kann man auch gern auf 3G verzichten, denn unterwegs, will ich jedenfalls, möglichst ungestört, LESEN, das Nachladen von Lesematerial ist da wirklich zweitrangig.

Damit ist auch schon die Hauptstärke dieser Geräte umrissen – sie sind wunderbar zum Lese von aller Arten belletristischer Werke geeignet, das Hauptaugenmerk liegt wirklich beim SCHMÖKERN.
Geeignete, sogar kostenlose oder preisgünstige, eBooks gibt es zunächst auch genug, wenn man gern nochmal Werke der Klassik – also Homer, Goethe, Heine etc. – liest; auch die amazon eBook Leihbücherei ist eine feine Sache, man darf nur nicht erwarten, jedes aktuelle Buch dort zu finden.

Interessiert man sich aber auch für Fachbücher, bringt man den Kindle leicht an seine Grenzen, wenn der Text dann auch noch komplexe Formel enthält, wird die Darstellung schnell ärmlich. Hier wirkt sich vor allem störend aus, dass es keine Möglichkeit gibt, direkt in bestimmte Kapitel oder Abschnitte zu springen; sogar das Inhaltsverzeichnis besteht in der Regel aus reinem Text, ohne Verlinkung zu den Kapiteln. Da muten die Möglichkeiten, Textkommentar einzufügen, oder Begriffe in Wörterbüchern nachzuschlagen, eher als Spielerei an.

Genauso chancenlos ist es, Papers mit dem Kindle zu lesen, zwar ist es ganz einfach, Dateien – z.B. PDFs – auf das Gerät zu kopieren, die sind dann auch lesbar, aber nur im Seitenformat, da die Texte aber in der Regel im A4 oder Letter Format verfasst sind, muss man entweder sehr scharfsichtig sein oder auf eine lesbare Größe skalieren, dann passt aber aber eine Zeile nicht mehr vollständig in das Display, d.h. man muss bei jeder Zeile hin und her srcollen, und gibt spätesten nach einem Absatz genervt auf.
Natürlich gibt es auch freie Konverter- Programme – wie calibre –, die PDF und andere Dateiarten in eBook taugliche Formate umwandeln, allerdings kommen diese wiederum mit Formel nicht gut zurecht, selbst recht harmlose Ausdrücke mit Exponenten oder Indices, werden zerstückelt, die Exponenten oder Indices tauchen dann in vorigen bzw. folgenden Zeile – in der Regel auch noch ganz m Zeilenanfang – auf, ergo, die Sache wird völlig unleserlich.

Dementsprechend halte ich die Zukunft des eBooks eher als völlig unabsehbar, sie sind immer noch eher addons; man schaue sich nur einmal die Anzahlen von Büchern an, die man bei amazon in der Kategorie Fachbücher (Mathematik) findet: in gebundener Form sind das mehr als 15000 (engl. sogar 83000), aber als eBook gibt es nur ca. 800, in anderen naturwissenschaftlichen Rubriken sind die Verhältnisse ähnlich.

Zum anderen stellt sich für mich die Frage nach der Stabilität des Mediums eBook. Was fängt man in 5, 10 oder gar 20 Jahren mit den eBooks an? Zum Vergleich – vor gerade einmal 20 Jahren, waren Disketten noch das Medium, um Dateien aufzubewahren, heute haben Computer üblicher Weise nicht einmal mehr ein Diskettenlaufwerk, mal abgesehen davon, inwiefern die damaligen Dateiformate noch verständlich wären. Auf der anderen Seite brauche ich nur an mein Bücherregal zu gehen und nach – nur um ein konkretes Beispiel zu nennen: das Göschen Büchlein K. Doehlemann: Projective Geometrie. Leipzig 1898., herauszunehmen und aufzuschlagen – kein booten, kein Konvertieren oder Re- formatieren, man kann einfach los lesen... An der Erfindung des gedruckten Buches ist eben kaum etwas zu Verbessern.

Was wird also in ein paar Jahren mit den, z.T. für stolze Preise (im Vgl. zu den gedruckten Ausgaben) erworben eBooks, sind die dann noch lesbar, müssen sie eventuell in neue Formate konvertiert werden – und wer möchte das dann vielleicht für einige Hundert tun. Hinzu kommt, dass die Lebensdauer elektronischer Geräte im Verhältnis zu einem einfachen Buch stark limitiert ist – selbst wenn man das Phänomen geplanter Obsoleszenz beiseite lässt.

Summa: der Kindle ist eine nette Ergänzung zur traditionellen Art des Bücherlesen, wenn man damit in erste Linie lineares Schmökern im Sinn hat, und es sich ersparen möchte, Stapel von mehrhundertseitigen „Schwarten“ mitzuschleppen; allerdings ist er in KEINER Weise ein Ersatz zum gedruckten Buch.

Veröffentlicht am 08.05.2013 08:24:14 GMT+02:00
Frey Andreas meint:
Gleich vorweg, ich habe gar keinen reader. Werde mir aber einen anschaffen, denn zwei Vorteile haben die ebooks auf jeden Fall: Die, bereits mehrfach genannte, Handlichkeit und es kommt für mich noch ein Aspekt dazu: Ich kann die Schriftgröße einstellen, für Leute mit gelegentlichen Augenproblemen ein unschätzbarer Vorteil. Aber Fachbücher und meine ganzen anderen Papierbücher werde ich trotzdem weiter als Druckbuch nutzen und kaufen/leihen. Ich denke, es wird einfach beide Formen nebeneinander geben, und jeder von uns wird die jeweils für ihn in diesem Moment sinnvollste Form nutzen ( Urlaub, S-Bahn - ebook, auf der Couch oder im Arbeitszimmer meist Druckbuch ).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 14.05.2013 08:21:44 GMT+02:00
Hal Wilkerson meint:
Wieviele wissenschaftliche Texte werden denn als Buch oder gleich als anderes Medium veröffentlicht? Wissenschaftlich wird vielleicht noch nicht mit den ebook-Formaten gearbeitet, weil die Darstellung ein Problem darstellt. Aber viele wissenschaftliche Texte gibt es zum Großteil in elektronischer Form. Mal ernsthaft, wo ist der Vorteil eines Buches? Man kann leichter zwischen Kapiteln springen oder Anmerkungen machen. Da will ich aber mal sehen, wie lange so ein Buch noch nutzbar ist. Als elektronisches Medium funktioniert das doch viel einfacher. Wer hat denn bitte heute noch große Lexika zu Hause stehen? Eine elektronische Suche in einem Medium funktioniert immer schneller als eine manuelle. Die Technik ist noch am Anfang und natürlich ist es nicht in allen Bereichen ein Ersatz für das Buch. Aber es wird genauso kommen, wie es bei Vinyl und CD kam. Wer dem widerspricht ist für mich eher ein Technikverweigerer.

Veröffentlicht am 19.05.2013 19:17:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.05.2013 19:19:12 GMT+02:00
Eine Vision könnte ich mir schon vorstellen: Unsere Schulkinder könnten in einem E-book Lesegerät sämtliche Schulbücher geladen haben und im neuen Schuljahr geht es an die "Ladestation" und die neuen Bücher werden heruntergeladen.

Nur, ob da die Verlage mitmachen werden? Der Staat könnte sich das wirklich überlegen, denn somit könnte auch eine Lehrmittelfreiheit gewährleistet werden. Vielleicht einigt sich der Staat mit den Verlagen?

Veröffentlicht am 19.05.2013 22:26:31 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 19.05.2013 22:28:41 GMT+02:00
Amazon-Kunde meint:
Der Staat sollte zumindest erlauben, daß auch gemeinfreie Schulbücher als ebook im Unterricht erlaubt werden. Lehrer, Eltern, Schüler und Autoren könnten unterstützt von privaten und staatlichen Stellen dieses Material aktuell halten. Schulbuchverlage mit ihren hinderlichen Copyright Restriktionen haben meiner Meinung nach in der heutigen Zeit keinen Platz mehr in der öffentlichen Erziehung.

Erste Ansätze gibt es ja schon z.B. mit Schulbuch-o-mat und auf unversitärer Ebene gibts schon breite Angebote, ausgehend von Initiativen in den USA.

Veröffentlicht am 26.06.2013 12:22:10 GMT+02:00
Jus Frank meint:
E-Books sind die Zunkunft! Danach kommen nur noch Werke, die vorgelesen werden. Die digitale Welt ermöglich ständige Änderungen und Anpassungen, bleibt nie stehen und frisst keine Bäume. Natürlich ist ein gedrucktes Buch etwas Schönes, nur ein Koffer voller Bücher im Flugzeug wäre zu schwer. Auf ein Lesegerät passen hunderte von Werken, die sich leicht mitnehmen lassen. Wurde das Buch von Radio verdrängt, der Rundfunk vom Fernsehen, das Fernsehen vom Computer? Nein! Bitte nicht dagegen ankämpfen sondern nutzen, was geboten wird.
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