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Eure Meinung zur allgemeinen Filmzensur in Deutschland...


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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.05.2012 00:14:46 GMT+02:00
Karl Mauk meint:
Das ist interessant. Aus der Cover Art von Inglorious Basterds wurde das Hakenkreuz entfernt. Diesem Film kann man aber wohl kaum vorwerfen, dass er den Nationalsozialismus verherrlicht. Dasselbe passiert jetzt mit Iron Sky. Siehe die britische Blu-ray, die es schon gibt (amazon.co.uk), im Vergleich zur deutschen, die demnächst erscheinen wird (amazon.de).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.05.2012 02:50:14 GMT+02:00
Kinofilme sind m.E. nicht unbedingt ein Spielgelbild der Gesellschaft. Die die es sein wollen sind meist kommerziell nicht erfolgreich und wollen von der breiten Masse des Publikums nicht gesehen werden. "Großes Kino" (meist aus Hollywood) verkauft, genau wie viele Fernsehserien und Soaps Träume und Phantasien. Zu einem erfolgreichen Film gehört es, dass die Zuschauer-Zielgruppe sich mit den Hauptdarstellern identifizieren kann und z.B. auch mal gerne so unbeschwert leben kann wie in "Shopaholics" oder ähnlich wie Harrison Ford oder Arnold Schwarzenegger den bösen mal so richtig was auf die Mütze geben kann, oder wie bei Hangover mal so richtig die Sau rauslassen kann ....... etc. Am Ende sollte es dann natürlich einigermaßen gut ausgehen.
Das mit dem Identifizieren hat einen Haken, nämlich den, dass man unbewusst auch aufnimmt, wenn die Hauptdarsteller, die als Identifikationsobjekte herhalten, unmoralisch, sadistisch, soziopathisch, Gewalt als legitimes Mittel erklärend etc. vorgehen. Es stimmt, dass keiner von uns durch einen einzelnen Film nun Amokläufer oder Soziopathen wird. Wenn ein stabiles und gutes Umfeld da ist, wird erzieherische Einflussnahme hier einiges ausgleichen. Ich fände es allerdings bei den derzeitigen gesellschaftlichen Zuständen naiv davon auszugehen, dass dieses Umfeld für alle gegeben ist. Im Gegenteil durch verschiedene gesellschaftliche Prozesse wird es für Jugendliche immer schwieriger sich angemessen zu orientieren.
Und hier tragen Filme das ihrige dazu bei. Schon im 3. Reich, in der Sowjetunion, China, der DDR wurden Filme zu Propagandazwecken (zur Erziehung des Volkes in die gewünschte Richtung) teils sehr erfolgreich eingesstzt, weil man wusste, dass Filme dabei helfen Einstellungen und Moralvorstellungen zu beeinflussen. Ein Beispiel dafür war der Film "Jud Süss", mit dem die Nazipropaganda das deutsche Volk gegen Juden aufhetzte und es darauf vorbereteite möglichst keine moralischen Skrupel zu empfinden wenn Juden tyrannisiert, entegnet, deportiert und ermordet wurden und in dem die Nazis die deutsche Bevölkerung dazu aufforderten dabei mitzumachen.
Wenn man es mit alltäglicherem Bezug nimmt, in vielen Filmen wird mehr oder weniger offen Produktplacement eingestzt um Menchen, ohne dass es ihnen bewusst wird dazu zu verleiten bestimmte Produkte mehr zu schätzen und natürlich bei Kaufentscheidungen zu bevorzugen. Dass das wirkt, ist durch psychologische Forschung und den Erfolg belegt.
Es gäbe weitere Beispiele, die belegen, dass Jugendliche und junge Erwachsene mehr noch als ältere Erwachsene unbewusst von den Werten, die in den Medien transprotiert werden in ihrer eigenen Wertebildung und Moralentwicklung z. T. deutlich beeinflusst werden. Von daher finde ich es ziehmlich kurz gedacht, wenn jeder nur für sich empört erklärt, dass er in der Lage ist moralisch zu handeln, ganz egal was er sich so im Laufe seines Lebens über die Medien reingezogen hat.
Dann geht eben davon aus, dass man die anderen vor Filmseznene schützen muss, die sie nicht angemessen verarbeiten können!
Denn irgendwer ist es ja schließlich der sich auf den Straßen und in den Fussballstadien prügelt, der andere Menschen niedertrampelt und noch nachtritt wenn sie auf dem Boden liegen oder der Amok läuft oder gar auf so irrsinnige Dinge kommt, wie zu vergewaltigen oder Menschenfleisch essen zu wollen. Und alles lässt sich nicht über die unzureichende Erziehung, die Gene und das Millieu erklären.
In diesem Sinne sind Filme nicht unbedingt ein Spiegelbild der Gesellschaft, aber sie tragen auf jeden Fall dazu bei die Gesellschaft und die Moral der einzelnen zu formen und zu beeinflussen.
Daher bin ich auf jeden Fall dafür, dass es eine Kontrolle geben muss, was wem zur Ansicht gebracht werden darf und die darauf achtet, dass die Inhalte das Zusammenleben und die Toleranz sowie das Fortbestehen demokratischer und gesellschaftlicher Werte im Auge behält.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.05.2012 03:05:51 GMT+02:00
Das ist wohl wahr, aber dass gerade ws das Hakenkreuz angeht bei uns in Deutschland schon mal besonders sensibel geurteilt wird, ist für mich nachvollziehbar in unserer Geschichte begründet. Ob das Gesetz, dass das zeigen Nationalsozialistischer Symbole, ganz egal aus welchem Grund nun historisch überholt ist kann sicherlich 67 Jahre nach Kriegsende diskutiert werden. Die Rigidität mit der es umgesetzt wird solange es besteht, hat für mich einen Sinn. Nur so können die Ultrarechten und Braunen, die leider nicht alle Dumpfbacken sind und gerne nach Lücken in Gesetzen suchen, daran gehindert werden über das Deckmäntelchen "Kunst" ihre Symbole zu zeigen.
Und für alle, die was gegen Zensur haben: Deren Ziel ist bestimmt nicht die grenzenlose Freitheit der Kunst und Meinungsäußerung!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.05.2012 12:22:55 GMT+02:00
@carolus magnus

Erinnern Sie sich noch an das "Hammer & Sichel" Symbol? Ach ja, die Kommunistenflagge. Nun, die war bei uns ja nie verboten, obwohl unter ihr weltweit ebenfalls Millionen Menschen zu leiden hatten. - Heute ist der Kommunismus ebenso wie der NS Geschichte bis auf wenige Ausnahmen. Insoweit hat dieses Symbol ausgedient und gerät zunehmend in Vergessenheit. Anders als das Hakenkreuz. Gerade durch die rigide Verbotspraxis wird es immer ein Faszinosum und ein Mittel zur Provokation bleiben. Und was die "Ultrarechten" angeht. Sie sollten daran gehindert werden, anderen Menschen ein Leid zuzufügen. Aber mich interessiert es herzlich wenig, ob sie "ihre Symbole zeigen".
Und ja, ich habe etwas gegen Zensur. Und deswegen gestehe ich auch denen ihre Meinung zu, deren Politik gegen die Freiheit gerichtet ist. Ich wähle sie schließlich nicht und mache mir auch nicht ihr Gedankengut zueigen. Meinungsfreiheit fängt für mich da an, wo ich Andersdenkende nicht daran hindere, Fähnchen zu schwenken, Reden zu halten, Bücher zu schreiben oder Filme zu drehen.

Aber genau das ist das Elend in unserem Staat. - Und das gilt auch für verbotene Horrorfilme, Ballerspiele etc. Anstatt wirkliche Straftaten, die gegen Leib, Leben, Gesundheit und Vermögen eines Anderen gerichtet sind, wirksam zu bekämpfen, ergeht man sich in sinnlose Symbolpolitik.

Veröffentlicht am 29.05.2012 14:53:28 GMT+02:00
baltak meint:
Zitat aus dem GG von c.m. "... den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und ..."

Bei dieser Diskussion geht es nicht um Jugendschutz. Niemand hier hat was gegen die Alterseinstufungen.
Hier gehts um Zensur von Medien für Erwachsene!

Betreffend den Hakenkreuzen: In jedem Film übers "3. Reich" sind Hakenkreuzflaggen zu sehen. Hier gibts auch keine Extraprüfung seitens FSK oder BpjM. Warum ist das anders bei Videospielen ?!!? Ein Hakenkreuz zu sehn= schwups ist es automatisch indiziert ...

Veröffentlicht am 16.07.2012 10:33:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 16.07.2012 10:34:11 GMT+02:00
martin meint:
Warum kann man nicht generell18er DVDs in zwei Fassungen auf den Markt bringen? Eine normal uncut-Fassung wie es sich gehört und eine bearbeitete Fassung um weitere Käuferschichten zu erfassen.

Aber dann eben nicht eine sinnlose 16er Fassung, sondern so dass es sich richtig lohnt mit FSK "AB 0". Filme wie "SAW" oder "Hostel" bekämen so eventuell einen ganz neuen Kundenkreis. Sicher käme die durch die Bearbeitung veränderte Laufzeit den jüngeren Kunden und deren Eltern entgegen. Mit 5 oder 6 Jahren sollte man ja noch nicht solange fernsehen.

Veröffentlicht am 16.07.2012 13:13:49 GMT+02:00
Argusauge meint:
Es wurde in dieser langen "Diskussion" bestimmt schon mal erwähnt (hoffe ich zumindest), aber ich sage es trotzdem noch einmal. ES GIBT IN DEUTSCHLAND KEINE ZENSUR!! Ich weiß nicht warum immer wieder von Zensur gesprochen wird. Wenn ein Film geschnitten wird, dann liegt es einfach daran das der Vertreiber des Films Geld damit verdienen will und ohn Schnitte einfach keine Alterseinstufung bekommt. Damit kann er den Film nicht einfach so vermarkten wie es mit einer Alterskennzeichnung möglich ist und darum wird dann eben eine Fassung angefertigt die eine Alterseinstufung bekommt, denn wenn man ein FSK 18 bekommt kann der Film nicht mehr indiziert werden. Sonst gibts noch die SPIO Variante, dann kann der Film aber noch beschlagnahmt oder indiziert werden. Zum Thema "Hakenkreuz" in Videospielen ist schnell erklärt,denn ein Film gilt als "Kunst" und ein Videospiel nicht.

Veröffentlicht am 16.07.2012 13:54:02 GMT+02:00
Ein/e Erwachsene/r Mann/Frau bekommt Filme ab 18 die dennoch gekürzt sind ! Ok, das sollen Sie in Kaufhäusern von mir aus weiter so machen, aber eine Idee wäre doch jeden Film uncut rauszubringen und das die dann z.B. nur in den Videotheken verkauft werden dürfen, da der Eintritt ja auch eh erst ab 18 Jahren ist ! Das wäre doch mal ein entgegengekommen. Viele Leute wissen garnicht was für einen Schrott sie da Kaufen. Fettes 18er Siegel drauf, Film ist ab 16 !!! Das gibts immer öfter und es sollte auf den gekürzten Fassungen endlich mal CUT VERSION stehen. Bei manchen steht es ganz klein unter dem Freigabe Siegel "FRECHHEIT" ! Es muss überall gut lesbar sein. Und dann sowas wie "Überarbeitete Fassung" oder " Geänderte Fassung", da bekomme ich echt nen Brechreiz ! Ein Beispiel noch: Predator kam ja uncut ab 16 raus, damit das Jüngere Publikum auch den 2. Teil sehen darf, brachte man Ihn auch ( ABER ARG GESCHNITTEN ) auch als 16er Version heraus! Warum nicht uncut ab 18 ???????????? Naja, entschuldigt bitte Rechtschreibfehler ^^ Punkt

Veröffentlicht am 16.07.2012 14:01:30 GMT+02:00
Ach ja, "dvduncut.com" ist ne super Seite, sehr zu empfehlen .

Veröffentlicht am 17.07.2012 12:18:09 GMT+02:00
Argusauge meint:
Ich wiederhole mich zwar ungern, aber das ganze mit den Schnitten usw. ist reine Geldschneiderei der Vertreiber des Films! Die FSK 16 Fassung von einem Film kann halt leichter frei verkauft werden als eine FSK 18 Version (ob geschnitten oder nicht). Und bei uns ist nun mal die Rechtslage so, dass ein Film nur verkauft werden darf, wenn er gekennzeichnet ist. Daran wird sich auch nie etwas ändern. Aber Deutschland ist eben für die Vertreiber von Filmen ein wichtiger Markt und darum wird eben für uns der Film "angepasst" :-) Hat schon mal jemand einen Film aus Singapur gesehen bzw. einen für den dortigen Markt? Dort werden Liebesszenen geschnitten...und in den USA wird bei nackter Haut auch ein "Erwachsenensiegel" auf den Film gepackt wo bei uns ein FSK 12 drauf ist...also überall gibt es solche Einschnitte. Ich persönlich finde es auch nicht schön, wenn die Fassung die der Regisseru sich erdacht hat geändert wird, aber es gibt ja Möglichkeiten sich das "Original" zu beschaffen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 17.07.2012 14:17:02 GMT+02:00
Ich liebe blutige Filme/Spiele [bin aber kein Phychopat oder so was =) ] und finde die Zensur voll vorn Arsch! Wenn sie meinen USK/FSK meinen sie müssen zensieren dann sollen sie eine USK/FSK 21 rausbringen wo nix geschnitten ist. Das selbe gilt für Spiele!

Was bringt eig die Zensur von Spielen oder Filmen ? ausser das der "Spaß" faktor gesenkt wird?
ok Jugentliche können spiele und filme sehen die dann ab 16 sind aber warum zum teufel werden Spiele und Filme ab 18 geschnitten? wir sind doch alle Volljährig....

Veröffentlicht am 19.07.2012 13:01:26 GMT+02:00
Argusauge meint:
Und schon wieder wird von "zensieren" gesprochen...ES GIBT IN DEUTSCHLAND KEINE ZENSUR!!! Schaut mal ins Grundgesetz! Und eine USK/FSK 21 ist doch Blödsinn, wenn man in Deutschland ab 18 Volljährig ist...Ist man mit 21 dann "volljähriger"?? :-) Die Schnitte in Filmen und/oder Spielen macht nicht der Staat, sondern der Vertreiber des Produkts!! Man kann es gut mit einem Auto vergleichen, sagen wir ein Auto soll in Deutschland auf den Markt, hat aber nur ein "Ofenrohr" als Auspuff. Dann wird der Hersteller wohl einen "normalen" Auspuff anbauen müssen, wenn er das Auto bei uns verkaufen will. Und so ist es auch mit Spielen und Filmen...da wird nix zensiert, sondern den rechtlichen Anforderungen des jeweiligen Landes Rechnung getragen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.07.2012 13:55:53 GMT+02:00
@Argusauge:

Rein formaljuristisch gibt es keine Zensur. Wenn man mit Zensur ausschließlich die "Vorzensur" meint, also der Staat bereits vor einer geplanten Veröffentlichung das Produkt einkassiert. Aber das halte ich persönlich für Wortklauberei. Auch eine "Nachzensur" ist in meinen Augen Zensur. Warum schneidet denn der Vertreiber sein Produkt? Doch nur, um keine Schwierigkeiten mit FSK, BPS oder dem Staatsanwalt zu bekommen. Die FSK erteilt auch bei Filmen, die ohnehin nur ab 18 Jahren freigegeben werden, Schnittauflagen, wenn deren Meinung nach nicht nur eine Jugendbeeinträchtigung, sondern eine Jugendgefährdung vorliegt. Nicht der FSK vorgelegte Filme können dann indiziert werden. Bis dahin sind wir erst mal nur bei Beeinträchtigungen des freien Handels, aber sobald die BPS ein Produkt auf die berüchtigte Liste B setzt und dem Staatsanwalt zuleitet, wird es meist schon kritisch. Ordnet der Staatsanwalt dann die Allgemeine Beschlagnahme eines Mediums an, ist in meinen Augen der Tatbestand der Zensur erfüllt. Denn ein beschlagnahmtes Medium kann man innerhalb Deutschlands legal nicht mehr bekommen und man muß den Weg übers Ausland wählen. Das sind die "rechtlichen Anforderungen unseres Landes".
Ich bleibe deshalb dabei: §§ 130, 131 und 184 StGB sind Zensurparagraphen, die es in den meisten anderen europäischen Ländern zumindest in dieser Form nicht gibt. Rd. 700 beschlagnahmte Medien sprechen da für sich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.07.2012 14:19:15 GMT+02:00
martin meint:
Bei solchen Beiträgen denke ich immer, da sieht man mal wie gut wir es in Deutschland haben. Hier regt man sich auf weil ein paar angeblich jugendgefährdende Szenen geschnitten werden, während in Ländern wie China, Iran oder Rußland sogar Filme wie Harry Potter oder Shrek zensiert werden und Filme mit politischen Aussagen komplett verboten werden. Oder man denke nur an die armen Horror Fans in China.

Sicher ist es für den ein oder anderen Film Fan auch bei uns ärgerlich wenn sinnlos geschnitten wird, aber solange wir keine größeren Probleme haben denk ich kann man damit leben.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.07.2012 15:21:31 GMT+02:00
Ich finde, Martin, die Vergleiche hinken etwas. Mißstände in unserem Land kann man nicht dadurch relativieren, indem man auf noch größere Mißstände in anderen Ländern hinweist. Ein Mensch, der bei uns am Existenzminimum lebt, sagt gewiß nicht, wie gut es ihm doch gehe angesichts der Hungerkatastrophen in der Dritten Welt.

Übrigens, bei uns werden Suchergebnisse in deutschen Suchmaschinen nach indizierten Websites gefiltert. Rund 3000 Einträge sind davon betroffen. Da stehen wir nach China und einigen anderen Ländern ziemlich weit oben. Ach ja, und einen Harry-Potter-Film gab es auch bei uns, der zensiert (Verzeihung: "geschnitten") wurde.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.07.2012 16:47:11 GMT+02:00
martin meint:
Das es auch bei uns indizierte Webseiten gibt ist ja auch nicht generell falsch. Auch in einem Rechtsstaat kann nicht alles erlaubt werden, irgendwo muß es Grenzen geben, z.B Kinderpornos oder dubiosen Naziseiten die gegen den Staat hetzen.

Wenn Filme wie Harry Potter oder auch Disney-Filme geschnitten werden ist das aber keine Zensur sondern reine Geschäftemacherei von den Firmen die dadurch eine niederigere Altersfreigabe erreichen wollen. Aber eine Alterseinstufung zum Schutz der Kinder und zur Information der Eltern ist doch nicht falsch.

Das Problem ist doch nur, dass auch Filme "Ab 18" geschnitten werden, Erwachsene sollten selber beurteilen können was sie sehen wollen (natürlich abgesehen von Kinderpornos und ähnlichem wo Menschen real geschädigt werden).

Veröffentlicht am 20.07.2012 16:50:49 GMT+02:00
Argusauge meint:
@Raymond Gordon
Schön das es auch noch Menschen gibt die sachlich formulieren können ohne gleich zu beleidigen wie es sonst gern in Foren gemacht wird! Danke (das mein ich ernst!).
Ich kann trotzdem nicht zustimmen. Irgendjemand muss sich ja darum kümmern das nicht alles wie wild auf den Markt kommt, ohne das der Inhalt geprüft wird, denn sonst wäre ja z.B. "brauner Müll" überall frei erhältlich. Ich denke, die eigentlich Frage die sich ja jeder stellt ist: "Wenn doch schon etwas ab 18 ist, warum dann teilweise immer noch mit Schnittauflagen?". Da scheint man in Deutschland sehr bedacht um die Jugend zu sein, da man von der Wahrscheinlichkeit ausgeht, dass eben auch Jugendliche unter 18 an solche Medien kommen können (was ja leider auch stimmt, weils den Leuten im Handel oft nur die "Kasse" geht). Es ist daher zu einfach die Schuld nur an einer bestimmten Stelle zu suchen, sondern man muss da mehrere "Schuldige" nennen.

Veröffentlicht am 01.08.2012 13:33:07 GMT+02:00
Fiddler meint:
Interessant finde ich, wie das aktuelle Weltgeschehen und die Popkultur immensen Einfluss auf die Indizierung und die FSK Bewertung hat. "Navy Seals" mit Charlie Sheen z.B. kam Anfang der 90er in die Kinos und wurde daraufhin direkt auf den Index gesetzt. 22 Jahre später erhält der Film bei der Neuprüfung durch die BPjM eine FSK 16. Ein weiteres Beispiel ist "Die Rote Flut", welcher 1984 erschien und von der Invasion sowjetischer Truppen in die USA handelt. Er propagiert eine Weltanschauung, welche zur Zeit des Kalten Krieges aktuell war und der Film wurde zur damaligen Zeit indiziert. 2001 wurde die Indizierung dann bei der Neuprüfung aufgehoben...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.08.2012 14:01:29 GMT+02:00
martin meint:
Das wird wohl weniger mit dem aktuellen Weltgeschehen zu tun haben sondern allgemein mit den sich verändernden Zeiten.

Wenn man bedenkt, was in den 60er und 70er Jahren im Kino ab 18 lief was heute teilweise ab 12 freigegeben würde.

Allerdings hat sich schon einiges zum guten gewendet, gerade bei Klassikern die sich bei den Herrschenden unbeliebt machten. Z.B: "Wege zum Ruhm" war in den 50er Jahren teilweise in Europa, auch in Berlin verboten und heute ist er frei ab 12

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.08.2012 14:44:11 GMT+02:00
Es ist halt tatsächlich alles dem Zeitgeist unterworfen.

Bettgeflüster war in den 60ern ab 18 Jahren, jetzt ab 6 Jahren freigegeben.

Junge Adler, ein NS-Jungenfilm, wurde noch in den 80ern ab 6 Jahre freigegeben, heute erst ab 18.

usw.usw

Veröffentlicht am 03.08.2012 02:08:59 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 03.08.2012 02:13:55 GMT+02:00
Goodyear55 meint:
Ich halte die FSK Einstufungen vieler Filme oft mehr als fragwürdig. Unabhängig davon nach welchen Kriterien einige Filme eingestuft werden, sehe ich oft nicht den logischen zusammenhang. Wie kann es sein das es überhaupt FSK 18 Filme zu kaufen gibt die geschnitten sind, wenn ich andererseits Saving Private Ryan (Der Soldat James Ryan), ungeschnitten kaufen kann und dieser sogar FSK 12 ist?
Ich bin kein großer Freund von Horror bzw. "Splatter-Filmen" jedoch ein Freund realistischer Filme, dies heisst, auch wenn nicht immer schön anzusehen, das z Bsp. Waffen und deren Wirkung richtig dargestellt wird.
Dies hätte auch oftmals eine weitaus "abschreckendere" Wirkung auf den Zuschauer, als diese "sauberen" Löcher die einem in vielen Filmen präsentiert werden. In vielen Filmen wird dies in der Director's Cut oder Uncut Version auch oft realistisch dargestellt, dann jedoch geschnitten oder sogar für einige Länder einzelne Szenen neu bzw. alternativ gefilmt und eingebunden.

Wobei hier noch der grosse Unterschied von Director's Cut und Uncut genau beachtet werden sollte. Einer der Filme wo dies sehr schön zu sehen ist, ist Payback (mit Mel Gibson), die Directors Cut Version ist nahezu ein anderer Film als der der im Kino oder auch dem Mainstream Verkauf zu gefüttert wurde. Beide Versionen also Kino wie Directors Cut sind sehr gut in meinen Augen, jedoch hat dies wiederrum nichts mit FSK oder dergleichen zu tun, hier geht es rein um die Bedeutung und den Unterschied zwischen Director's Cut und Uncut (ebenfalls unabhängig von Extended Cut's) :-)

Zur FSK denke ich, das Sie grundsätzlich Sinnvoll ist, jedoch das ihr zu wenig Bedeutung zugemessen wird...von der Gesellschaft!!!

Wenn ich sehe das Kinder in Filme dürfen die nicht für Ihr Alter gedacht sind, nur weil Ihre Eltern dabei sind, kann ich mir nicht erklären, was sich an den Eindrücken des gesehenen Bildmaterials, die z Bsp mit FSK 12 freigegeben wurden, verändert weil die Eltern dabei sind wenn Ihre unter 12 jährigen Kinder dieses Bildmaterial betrachten!?

Wenn ich im Elektronik Markt mitbekomme wie ein Junge von geschätzten 12 - 15 Jahren sich Spiele und Filme aus der FSK 18 Abteilung aussucht und diese dann Mami in die Hand drückt und diese dann KOMMENTARLOS diese Artikel mit zur Kasse nimmt und bezahlt, kann ich mir nur noch an den Kopf fassen! Das ist in meinen Augen ein untragbarer Zustand, der jedoch weder von FSK Freigaben noch der Medien Industrie verändert werden kann.

Ich hoffe hier sehr auf die Theorie Darwins und das sich diese Leute selbst aus dem Gen-Pool entfernen :-)

Mich persönlich, wie auch einige andere hier, stört es nicht nur maßlos das die Suche nach dem Director's Cut, Uncut und Extended Cut immer schwieriger wird, nein, sondern ich könnte platzen vor Wut, wenn Leute nicht begreifen worum es geht.....die Volljährigkeit gemäß Gesetz in Deutschland!
Ob dies nun (Geschäftsfähigkeit) 18 oder 21 Jahre je nach Blickwinkel ist, ist völlig irrelevant.
Es muss festgelegt werden, das dann z Bsp. die absolute Ungeschnittene Version als FSK 21 auf DVD/BluRay verkäuflich ist, das dies vielleicht für Kino oder dergleichen unpassend ist, sei unbestritten jedoch möchte ich nicht im Laufe von Monaten oder Jahren einen Film 2 -3 mal kaufen, weil durch fälschliche Beschriftung (in Deutschland oft "bla bla xy - Un-Cut" womit dann nicht "bla bla xy - Uncut" gemeint ist) nur noch mehr verschiedene und doch gleiche Versionen eines Films verkauft werden sollen (z Bsp die Deleted Scenes mit eingesetzt die aber nichts mit dem hier Thematisierten Uncut FSK 18 Problem zu tun haben).

Ich fühle mich bevormundet und gleichzeitig betrogen und geschädigt. Einerseits schreibt mir der Staat vor das sich auch wenn ich Volljährig bin zwar für all meine Handlungen Haftbar gemacht werde, gleichzeitig aber nicht Entscheiden darf was ich mir ansehe, und wir reden hier natürlich nur über legale Dinge.

Es gibt verschiedene Dinge, Bereiche und Nachfrager für Produkte die mit gutem Grund verboten und Illegal sind (verschiedenste Pornographische Nischen usw.)!

Geschädigt wird die gesamte deutsche Wirtschaft der Film und Spiele (PC und Konsolen Bereich) Industrie.
Entgegen einigen Vorrednern kann ich nur sagen, das die Mehrkosten für die Produktionsfirmen, Hersteller und/oder Entwickler von Filmen und Spielen für dieselbigen unangenehm sind, jedoch verkraftbar auch wenn nicht freiwillig. Es ist aber auch nur verkraftbar, weil wir, die deutschen Kunden EINEN TEIL dieser Kosten übernehmen durch teurere Verkaufspreise die wir zahlen.
Ich habe für einige Jahre in den USA gelebt (und kann viele Vorurteile keineswegs bestätigen, sondern nur als falsch und veraltet bezeichnen) und habe dort etwas sehr sehr angenehmes erfahren. Filme ob im Kino oder auf DVD werden immer so gezeigt wie sie gedacht waren, und im Kino hab ich auch Haut und Sexszenen gesehen wie sie in irgendwelchen Action Filmen wie Terminator I (Kyle Reese und Sarah Connor im Motel) zusehen sind ungeschnitten gesehen, ebenso wie die Gewalt....und das zu wirklich fairen Preisen im Gegensatz zu uns hier in D.
Ein erheblicher Grund für günstige Preise in den USA ist, der Film wird gezeigt wie sie gedacht und gedreht wurden, das heisst auch hier in der Original Sprache (O-Ton)! Find ich klasse!
Ein Beispiel, ich hab drüben "Adams Äpfel" gesehen, ein dänischer (bzw. skandinavischer Film) im O-Ton in einem ganz normalen Kino und keinem O-Ton Kino oder so und dann mit Untertiteln auf Englisch. Die Synchro Kosten sind unglaublich die in Deutschland anfallen, und das auch noch dafür das viele Dinge falsch, nur halb oder gar nicht oder völlig Sinn-Entfremdet übersetzt werden.

Naja, nun genug ich drifte ab.......

Wie gesagt die FSK und die zig verschiedenen Versionen sind in soweit Schwachsinn, das FSK 18 nicht wirklich "FSK Volljährig und ich möchte alles sehen wofür ich zahle" ist,
sondern
"FSK wir verkaufen dir einen geschnittenen Film, zu einem höheren Preis, als der noch mehr geschnittene FSK 16 Film, damit du dir dann, für teilweise weniger Geld als die FSK 16 Version in Deutschland, die völlig ungeschnittene Version in England oder Österreich kaufst, und die deutschen Einzelhändler irgendwann alle dicht machen weil alle gleich im Ausland-Online einkaufen"

....so melde mich ab!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.08.2012 08:20:13 GMT+02:00
martin meint:
Volle Zustimmung zum Thema FSK. Ein Film der ab 18 freigegeben wird, von dem sollte mam erwarten können, dass er ungeschnitten ist..

Wenn die FSK der Meinung ist, dass ein Film ungeschnitten auch für Volljährige nicht zumutbar ist, dann sollte sie ihn eben komplett verbieten.
Eine Möglichkeit wäre es wie bei Final Destination Filme in zwei Versionen zu veröffentlichen, eine stark geschnitten und ab 16(ist zwar für Fans auch schwachsinnig, aber bringt vielleicht zusätzlich Umsatz) und eine ungeschnittene 18er Fassung. Und wenn Eltern bei ihrer Aufsichtspflicht versagen, hilt die strengste FSK nichts.

Beim Thema Synchronisation und O-Ton kann ich die Meinung allerdings nicht teilen. Ich bin froh, dass die Synchronisation so eine große Tradition hat.

Gerade bei Komödien wie "Die nackte Kanone" oder "Das Leben des Bryan" ist eine gute Synchro für mich äusserst sinnvoll. Wenn man kein fließendes Englisch kann, ist der Gag doch schon vorbei bis man die UT gelesen hat. Kann schon sein, dass die deutsche Fassung nicht immer an das Orginal herankommt, aber besser als immer mitzulesen und die Hälfte der Bildinformationen zu verpassen.

Wo bleibt übrigens "Monty Python's Flying Circus" mit der meiner Meinung nach sehr guten deutschen Fassung von SAT1?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 03.08.2012 21:54:58 GMT+02:00
Hemeraner meint:
Es ist eine Bevormundung mündiger Bürger. Es gibt unzählige VErsionen und alle sind geschnitten aus fadenscheinigen Gründen. Wenn eine DVD ab 18 ist, hat die ungeschnitten zu sein. Dafür bekommt man sie ja auch nicht "normal" sondern gegen Auflagen. Wer die dann beschneidet hat die entweder preiswert zu verkaufen oder muss drauf sitzenbleiben.
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