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Academy Awards 2013 - Das Oscar-Forum


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1-5 von 5 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 25.02.2013 14:46:43 GMT+01:00
George Kaplan meint:
Hallo Forum,

wie waren eure Eindrücke zu den diesjährigen Oscar-Verleihungen?
Schreibt einfach drauf los....

Erfrischend fand ich die Moderation und Einführung von Seth MacFarlane (Family Guy). Da dem Mann wirklich nichts heilig ist, bin ich gespannt, ob er auch nächstes Jahr die Awards begleiten darf.

Extrem nervig war der Schaulauf auf dem roten Teppich.
Als Tom Hanks im vergangenen Jahr die Show "Wetten dass" kritisierte und bemerkte, dass Verantwortliche in einer US-Show für die Leistung von Markus Lanz gefeuert würden, konnte er unmöglich den "Red Carpet-Lauf" mit der Moderation von Kristin Chenoweth als Positiv-Beispiel nennen.
Gute 1,5 Stunden: "Oooh, my god!" - "The dress is so amaaaziing!" - "It's from Gucci" - "OOOOH, MY GOOOOD!"
Interessante Interviews? Fehlanzeige!

Überraschend fand ich die zweite Auszeichnung für Christoph Waltz. Auch wenn die Leistung zu Recht honoriert wurde, so wunderte ich mich darüber, dass es wieder einen Oscar für einen Tarantino-Streifen gab.

Veröffentlicht am 25.02.2013 15:07:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.02.2013 15:08:02 GMT+01:00
Naja, das Rote-Teppich-Gestakse ist halt dafür da, dass diverse Gossip-Chanteusen und andere Hofberichterstatter mal ordentlich hyperventilieren dürfen. Da sind die Filme zweitrangig; allein wichtig ist da das Outfit, Ernährungsumstellungen der hier geballt (nicht nur im Dekolleté) auftretenden Schau(!)spieler/innen und deren/innen Laken-Stories. Das muß man vielleicht vom eigentlich hauptanlässigen Tschingderassabumm ein bißchen trennen.
Aber schön beschrieben, Georgie-Porgie....

Veröffentlicht am 25.02.2013 16:02:07 GMT+01:00
ks-koeln meint:
Ich sehe es ähnlich, die Red-Carpet-Show hat nun mal nicht den Zweck gehaltvoller Interviews, sondern ist eher als Laufsteg zu betrachten. Es ist im US-Fernsehen offenbar von immenser Wichtigkeit zu erfahren, welcher Designer welches Outfit für welchen Prominenten zur Verfügung gestellt hat.
Unter dem Aspekt finde ich auch diese Veranstaltung recht unterhaltsam.

Seth MacFarlane war in der Tat mal ein erfrischend anderes Gesicht, und er hat seine Sache im Großen und Ganzen auch recht gut gemacht, aber er hat sicherlich noch Steigerungspotenzial. Nicht jeder seiner Scherze war allerdings gelungen, und es störte mich des öfteren, dass er sich über seine Witzchen selbst wohl am besten amüsierte. Aber dafür kann er sehr gut singen. Er gehört zwar m.E. nicht zu den besten Moderatoren, die die Oscarshow je hatte, aber man könnte ihm für nächstes Jahr doch eine weitere Chance geben, wenn Billy Crystal, Ellen DeGeneres, Whoopi Goldberg oder Hugh Jackman nicht zur Verfügung stehen sollten.

Die Verleihung selbst war ohne allzu große Überraschungen, es haben sich zumindest in den bedeutenden Kategorien die Favoriten durchgesetzt - bis auf Jennifer Lawrence als Beste Hauptdarstellerin, hier war Jessica Chastain doch favorisiert worden. Dafür gab es mit Anne Hathaway, Christoph Waltz und Daniel Day-Lewis Favoritensiege. Day-Lewis hält nun einen Rekord, er ist der erste Schauspieler, der drei Oscars als Bester Hauptdarsteller bekommen hat - das gab es in der Academy-Geschichte vorher noch nie.

Dass sich "Argo" als Bester Film durchsetzen konnte, war hingegen keine große Überraschung, dazu hatte der Film schon im Vorfeld bei vielen anderen wichtigen US-Filmpreisen abgeräumt. Für Mitproduzent und Regisseur Ben Affleck, der u.a. von seinen Regisseurkollegen zwar den renommierten DGA erhielt, aber von der Academy bei der Nominierung übergangen wurde, war dies sicherllich eine kleine Genugtuung.

Ziemlich klar war auch, das Hankekes "Liebe" den Oscar als Bester fremdsprachiger Film erhalten würde - mehr wäre eine große Überrraschung gewesen, die aber ausblieb.
Bei den Regisseuren war für mich Spielberg leicht favorisiert, aber auch der Gewinner Ang Lee ist ja weiß Gott kein unbeschriebenes Blatt.

Gut gefallen haben mir die musikalischen Einlagen, darunter auch nach Jahrzehnten der Oscar-Abstinenz ein Auftritt von Barbra Streisand als Hommage an ihren langjährigen, im letzten Jahr verstorbenen guten Freund Marvin Hamlisch mit einem seiner berühmtesten und schönsten Lieder, dem unvergesslichen "The way we were".

Jetzt muss ich mir die ganzen nominierten Filme aber auch mal ansehen... ;-)

Veröffentlicht am 25.02.2013 17:10:24 GMT+01:00
George Kaplan meint:
@ ks

Stimmt - Appetit auf einige Filme habe ich auch bekommen!

Als Hommage an Marvin Hamlish hätte ich mir jedoch "Nobody does it better" gewünscht. So hätte man in Verbindung mit dem "50 Jahre Bond-Jubiläum" zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Als Bond-Fan war ich ein wenig enttäuscht, da im Vorfeld von einem großen "007-Special" mit allen Bond-Darstellern die Rede war. Die Präsentation eines Filmzusammenschnitts war ja eher für die Tonne.

Veröffentlicht am 25.02.2013 20:07:22 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 25.02.2013 20:08:47 GMT+01:00
she-wolf meint:
Ich fand die Veranstaltung dieses Jahr recht öde. Keine besonderen Schauwerte, wie schon vor mir erwähnt,
keine besondere Bond-Show, alles eher konservativ.

Hatten die nicht vor zwei Jahren gesagt, dass die Show runderneuert wird, um wieder Aufmerksamkeit, auch bei jüngeren Zuschauern, zu erlangen? Wo war das diesmal? Hinter dem glamurösen, aber spießigem Bühnenbild?

Sehr gut fand ich Joseph Gordon Levitt, der den Spaß an der Sache während der Moderationen und Musical-Einlagen wirklich verkörpert hat. Ah ja, Musical-Einlagen: find ich generell gut, nur hab ich wohl was nicht verstanden, denn Les Miserables ist klar, aber wieso auch wieder Chicago und Dreamgirls? Da hätte man doch Platz für andere schöne Ideen gehabt?

Seth McFarlane fand ich als Host völlig ok, aber auch nicht den Superreißer.

Gefreut hab ich mich für Ben Affleck, dessen ehrliche Freude (obwohl als Regisseur übergangen) das ganze sehr emotional abgeschlossen hat. Naja, fast: hätte nicht diese piepsige, aufgedrehte Kristin Chenoweath (Stirn bis Hinterkopf direkt durchgebotoxt) zum Schluss noch mal die Klappe aufgemacht (auch wenn sie besser singen als sprechen kann).
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Erster Beitrag:  25.02.2013
Jüngster Beitrag:  25.02.2013

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