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Qualität der Schauspieler in Filmen


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1-21 von 21 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.08.2012 12:47:46 GMT+02:00
Kukalaka meint:
Viele bewerten die Leistung der Schauspieler/innen, wenn sie Rezensionen verfassen; nach welchen Kriterien urteilt ihr da ?
Wann ist ein/e Darsteller/in eurer Ansicht nach gut ?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.08.2012 13:09:11 GMT+02:00
IjonTichy meint:
Wenn er mehr als 2 Gesichtsausdrücke hat, ist das sehr hilfreich. Oftmals wird ein Schauspieler ja auch schlecht burteilt, weil er einen unsympathischen Charakter spielt. Genau umgekehrt sympathische Charakter dann als gut bewertet werden. Was oftmals nicht der wirklichen Leistung entspricht.
Für mich muß ein Charakter glaubwürdig rüberkommen. Dann ist er gut gespielt. Aber die Glaubwürdigkeit liegt oftmals auch am Script oder Regisseur. Es ist wie alles wohl doch Geschmackssache. Wobei Extreme nach oben oder unten meist einhellig bewertet werden können.

Veröffentlicht am 22.08.2012 14:03:00 GMT+02:00
ks-koeln meint:
Hm, keine einfache Frage...

Für mich z.B. ist Glaubhaftigkeit wichtig. Ein guter Schauspieler muss großes Einfühlungsvermögen in andere Personen besitzen und vielfältigste Rollen so glaubhaft verkörpern und darin versinken können, dass ich nicht mehr daran denke, wer diese Rolle nun spielt, sondern nur noch den Filmcharakter sehe.
Natürlich setze ich voraus, dass die Grundlagen des Schauspiel"handwerks" vorhanden sind, also Sprache, Mimik, Gestik, Körpersprache und Ausdruck verschiedenster Emotionen bis in die feinsten Nuancen beherrscht und in Einklang mit den jeweiligen Rollenanforderungen gebracht werden, so dass eine überzeugende harmonische Darstellung des Charakters gelingt.
Bei Kate Winslet z.B. sehe ich nicht sie, sondern Clementine Kruczynski, Rose DeWitt Bukater, Sylvia Llewelyn Davies oder Hanna Schmitz, bei Meryl Streep z.B. sind es Karen Blixen, Miranda Priestly, Schwester Aloysius Beauvier oder Margaret Thatcher.

Bei Arnold Schwarzenegger z.B. hingegen sehe ich nur ihn, ob nun in "Terminator", "Total Recall" oder "True Lies". Nicht, dass ich diese Filme schlecht finde, im Gegenteil, sie sind sehr unterhaltsam, aber schauspielerisch doch eher amateurhaft, was seine Person angeht.
Dies gilt (teils auch auch auf noch niedrigerem Niveau) leider für viele Filmstars speziell aus dem Action- oder Komödienfach. Mit einem oder maximal zwei statischen Gesichtsausdrücken durch die Gegend zu laufen oder nur einen müden Gag nach dem anderen zu schmeißen hat eben m.E. nicht viel mit Schauspielerei zu tun. Demnach würde ich beispielsweise Steven Seagal oder Adam Sandler auch nicht als gute Schauspieler bezeichnen.

Der einzige Schauspieler, der trotz seiner großen darstellerischen Fähigkeiten, Vielfalt und Glaubwürdigkeit doch immer auch in gewissem Maße er selbst bleibt, ist Jack Nicholson. ;)

Veröffentlicht am 22.08.2012 14:48:45 GMT+02:00
maxl01aut meint:
@ks-koeln
Bez dem Action-Genre bin ich anderer Meinung.
Meiner Meinung nach haben viele der alten Actions-Stars (Stallone, Arnie, Seagal, Lundgren) eher das Problem, das manche Filme einfach totaler Käse sind. Schauspielerisch finde ich sie besser als manchen Hollywood-Darsteller (wie zB DiCaprio oder Cruise).
Ich habe vor Jahren mal eine sehr gute Rezension bei einem Lundgren-Film gefunden........ah-HA...und ich hab sie jetzt sogar auf die schnelle wiedergefunden.
Schaut mal hier: http://www.amazon.de/product-reviews/B00006JJ7Q/ref=sr_cr_hist_all?ie=UTF8&showViewpoints=1 (sucht euch hier die Rezension von Dunkelwald).
Ich fand diese Aussage damals und auch heute noch richtig klasse :-)

Veröffentlicht am 22.08.2012 15:09:15 GMT+02:00
Ich denke auch, dass ein Charakter glaubwürdig sein muss. Man muss den Chara nicht mögen oder mit ihr/ihm leiden, man kann zweigespalten sein, die Beweggründe hinterfragen und/oder sie/ihn auch richtig verabscheuen. Wenn einem das gelingt, ist sie/er ein/e gute/r Schauspieler/in und selbst wenn der Film inhaltlich noch so schlecht ist.... meistens reißt eine solch imposante Performance noch einiges raus.

Veröffentlicht am 22.08.2012 15:14:37 GMT+02:00
Mordak meint:
für mich ist es wichtig, dass sich ei nschauspieler sich in seine rolel reinversetzt und sich mit ihr identifiziert und nicht eifnach nur das drehbuch abarbeitet.
bestes beispiel dafür ist will smith, ich finde im streben nach glück hat er (eig. fast immer) eine verdammt gute leistung gezeigt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.08.2012 16:14:26 GMT+02:00
IjonTichy meint:
@maxl01aut

zum Thema Crusie und diCaprio. Das ist genau der Punkt den ich mit unsympathisch finden meine. Man findet die Person nicht gut, man findet einige ihrer größten Rollen nicht gut und ist dann der Meinung das es schlechte Schauspieler sind.
Das stimmt aber gerade bei den beiden überhaupt nicht. Cruise in RainMan oder die Kadetten von Bunker Hill usw. kann gut schauspielern. Das er persönlich vielleicht kein toller Mensch ist, hat damit ja null zu tun.
Letzten kam auch wieder Gilpert Grape, was diCaprio da in jungen Jahren schon leistet ist einfach großartig. Das so Rollen wie Titanic oder ähnliches eher tralala sind, schmälert ja nicht sein Können.

Veröffentlicht am 23.08.2012 11:25:53 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.08.2012 11:33:36 GMT+02:00
Christian meint:
Die richtig guten Filmschauspieler sind diejenigen, bei denen man das SPIELEN nicht sieht.
Deshalb nutzen sich auch DARSTELLER, die mit sparsamen Mitteln agieren nicht so schnell ab
wie die Kollegen, die die Theaterbühne mit der Kinoleinwand verwechseln. Es gibt auch kaum etwas Grauenvolleres als einen Method Actor, der von seinem Regisseur nicht in die Schranken
gewiesen wird. Besonders schlimm oft Al Pacino (überwiegend in seinen späteren Filmen).
Auch Marlon Brando wurde zum Schluß richtig peinlich. Grundsätzlich unbegabt, was
"schwierigere" Szenen anbelangt sind auf jeden Fall Tom Cruise, Mel Gibson, Dennis Quaid,
Michael Keaton und Nicolas Cage. Das grenzt dann schon an Parodie.
Dagegen sind die "Minimalisten" in ihren Filmen IMMER zumindest solide. Robert Redford,
Richard Widmark, Robert Mitchum, Spencer Tracy oder Henry Fonda hab ich noch nie schlecht
gesehen. Auch Darsteller wie John Wayne oder Charles Bronson, die angeblich immer nur sich selbst spielen, können durch einfachste Gesichtsregungen innere Vorgänge ihrer Figuren
transparent machen. Speziell bei Bronson wurde das allerdings nur in den seltensten Fällen genutzt.
Leonardo DiCaprio halte ich von Anfang an für den besten Schauspieler seiner Generation.
Besonders auffällig, zu was für billige Schauspieler-Tricks seine berühmten Kollegen bei
gemeinsamen Szenen greifen. THIS BOYS LIFE gehört sicher zu den schwächeren Darstellungen von DeNiro, auch Daniel Day-Lewis in GANGS OF NEW YORK übertreibt seine
Rolle mitunter sehr. Jack Nicholson in DEPARTED geht gar nicht. SCHMIERENTHEATER.
Jack Nicholson ist grundsätzlich entweder TOP (Kuckucksnest, Easy Rider, Das letzte Kommando, Chinatown, Zeit der Zärtlichkeit, Wolfsmilch, About Schmidt) oder FLOP (Shining, Hexen von Eastwick, Batman, Departed).
TOP überwiegt natürlich. :-)

Veröffentlicht am 23.08.2012 12:07:13 GMT+02:00
IndyQ meint:
Na, da muss ich ein wenig widersprechen.
Gerade Nicolas Cage kann ein hervorragender Schauspieler sein. Seine Leistung in Im Körper des Feindes gehört für mich definitiv zum Besten! Auch Travolta macht hier eine gute Figur.
Der Film verlangt seinen Darstellern aber auch das Kunststück ab zwei verschiedene Personen zu zeigen.

Die Gabe eines Schauspielers zeigt sich doch gerade erst dann wirklich, wenn seine Figur eine Wandlung durchmacht. Wie Party-Girl Sandra Bullock in 28 Tage.
Und Gollum oder King Kong zu spielen und dabei Gefühle zu zeigen stelle ich mir auch schwer vor ;)

Ein Schauspieler ist in seinem Bereich gut, wenn er zur Rolle passt: Schwarzenegger der grobe Klotz. Und nicht versucht was anderes zu machen, Schwarzenegger der Romantiker.

Aber super ist ein Schauspieler, wenn er wirklich verschiedene Rollen verkörpert.
DiCaprio ist (Sympathie hin oder her) ein guter Schauspieler. Aber gefühlt sind seine Figuren der letzten Jahre alle gleich.

Veröffentlicht am 23.08.2012 12:49:24 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.08.2012 12:49:50 GMT+02:00
Christian meint:
@ IndyQ

Du hast mich mißverstanden. Ich meinte nicht die Rollenvielfalt, sondern die Qualität der
Darstellung an sich. Manche Schauspieler haben vielleicht nicht so ein "breites Rollenspektrum"
(was oft ja überwiegend von den Angeboten abhängt!), sind in ihren Filmen aber meistens gut,
während andere sich gerne mal an Rollen vergreifen, denen sie nicht gewachsen sind.
Ein Method Actor und ein FilmDARSTELLER haben eben verschiedene Ansichten über die
FilmSCHAUSPIELEREI im Allgemeinen. Und oft sind es die besonders "vielseitigen" SCHAUspieler, die stets zum Übertreiben neigen.
Wenn Nicolas Cage allerdings ein HERVORRAGENDER Schauspieler sein soll, dann weiß ich
nicht, mit welchen Superlativen man seine Kollegen bezeichnen soll. Sicher haben er oder
auch John Travolta mitunter gute Leistungen geboten, dennoch gehören beide aber auch
zu den Stars mit den meisten Totalausfällen vor der Kamera. Daß Du jetzt ausgerechnet
IM KÖRPER DES FEINDES als positives Beispiel nennst, wundert mich doch sehr. Was die
beiden da bringen, grenzt ja schon an Körperverletzung. Comedy pur!

Veröffentlicht am 23.08.2012 15:47:14 GMT+02:00
IndyQ meint:
ok, das ist dann wohl Geschmackssache :-)
Habe dich schon verstanden, nur muss man eben auch Gelegenheit haben seine Vielfalt zu zeigen. Dann zeigt sich erst ob man zu mehr taugt als nur ein Stereo-Typ. Cage spielt auch in letzter Zeit immer das gleiche. Rühmliche Ausnahme: Knowing.

Und Komödie würde ich Körper des Feindes nicht nennen. Allein schon Travolta am Grab des Kindes.

Veröffentlicht am 23.08.2012 16:20:26 GMT+02:00
Werner M. meint:
@Christian:
Lieber Christian,
jetzt muss ich mich doch mal einmischen, denn wenn ich solche Sätze von Dir lese wie: "... Jack Nicholson ist grundsätzlich entweder TOP (Kuckucksnest, Easy Rider, Das letzte Kommando, Chinatown, Zeit der Zärtlichkeit, Wolfsmilch, About Schmidt) oder FLOP (Shining, Hexen von Eastwick, Batman, Departed)" oder ".... IM KÖRPER DES FEINDES als positives Beispiel nennst, wundert mich doch sehr. Was die
beiden da bringen, grenzt ja schon an Körperverletzung. Comedy pur!", dann muss ich Dir leider sagen, dass Du die Filme bzw. die Rolle von Jack Nicholson in Shining, Hexen von Eastwick, Batman oder Departed nicht verstanden hast! Der "Oberhammer" war dann aber, dass Du den Film "Im Körper des Feindes" als Comedy oder gar als Körperverletzung titulierst. Ich denke, Dir haben einfach diese Filme nicht gefallen, was aber mit der schauspielerischen Leistung der Darsteller nichts zu tun hat. Sorry, ich will Dich nicht angreifen oder beleidigen, aber Deine Sichtweise läßt für mich sehr zu wünschen übrig.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.08.2012 16:53:10 GMT+02:00
Hermano meint:
@IjonTichy

Da stimme ich Dir ganz und gar zu. DiCaprio ist im höchsten Maße vielseitig und wandelbar. Seine Leistungen sind in keiner Weise mit denen eines Schwarzenegger oder Stallone zu vergleichen.

In diese Kategorie passen noch einige andere Schauspieler, die, und das nicht ohne Grund, sehr erfolgreich sind. Als Beispiele für die ganz Großen kann man hier Dustin Hoffman, Tom Hanks, Jack Nicholson, Robert de Niro, Jodie Foster usw. usw. All diese Schauspieler sind oder waren nicht nur vorübergehend und auch nicht in nur einem Genre erfolgreich.

Veröffentlicht am 23.08.2012 17:47:54 GMT+02:00
Christian meint:
@ W. Müller

Wie meinst Du das, ich hätte die Filme bzw. die Rollen von Nicholson in SHINING, HEXEN
VON EASTWICK, BATMAN UND DEPARTED nicht verstanden? Was soll es an diesen Rollen
nicht zu verstehen geben?
Etwas unlogisch auch, daß mir die Filme nicht gefallen haben sollen, "was nichts mit der schauspielerischen Leistung der Darsteller zu tun hat". Ich halte diese Filme für
(zumindest teilweise) mißglückt, WEGEN der schauspielerischen Leistung von Nicholson.

IM KÖRPER DES FEINDES kann ja nun wohl niemand ernst nehmen. Das ist doch wirklich
eher eine Parodie auf Actionfilme. Nicolas Cage ist eher selten richtig gut (LEAVING
LAS VEGAS, THE WEATHER MAN, LORD OF WAR), meistens mittelmäßig und manchmal
richtig schlecht. Bei Travolta ähnlich, in seinen wichtigeren Filmen überraschend gut
(PULP FICTION, ZIVILPROZESS), oft aber auch nur peinlich (BATTLEFIELD EARTH).
Viele Filmschauspieler sind auch in ihren SCHLECHTESTEN Filmen gut. Unabhängig vom
Regisseur. Diese beiden nicht. Gutes Beispiel: MAD CITY mit Travolta und Dustin Hoffman.
Hier stimmte eigentlich im Vorfeld alles: Story, Regisseur, Besetzung. Hätte eigentlich ein
guter Film werden können, doch leider stieß Travolta hier DEUTLICH an seine darstellerischen
Grenzen. Ergebnis: ein Totalflop, an den sich heute kaum noch jemand erinnert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.08.2012 18:06:44 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.08.2012 18:07:15 GMT+02:00
Werner M. meint:
@Christian:
Jetzt aber ...... was regst Du Dich denn so auf? Ich wollte Dich weder angreifen noch beleidigen, was ich auch nicht getan habe. Es scheint so, als läßt Du keine andere Meinung außer Deiner gelten, denn sonst würdest Du Dich nicht so aufregen.
So, DU hälst diese Filme für teilweise mißglückt (die Betonung liegt ganz auf DU), andere sehen dies nicht so. Zum Beispiel (könnte Dir da noch so einige vom Nachbarthread nennen) ich fand die schauspielerische Leistung von Jack Nicholson in "Shining", "Hexen von Eastwick", "Batman" oder "Departed" und ganz besonders in Shining richtig gut.
Wo ich Nicolas Cage ziemlich daneben sah, war dieser Leaving in Las Vegas und dieser Weather Man, aber da waren mir schon die Storys zu seicht. Ähnlich ist es mit John Travolta - ich kenne einige, die fanden den "Battlefield Earth" gar nicht so schlecht. Du siehst, jeder sieht die Schauspieler in einem anderen Licht bzw. mit anderen Sichtweise - bei Filmen ist es ja ähnlich.

Veröffentlicht am 23.08.2012 18:11:54 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.08.2012 18:13:37 GMT+02:00
Christian meint:
@ W. Müller

Wie kommst Du darauf, daß ich mich aufrege? Ich sitze hier gemütlich am PC mit einem
Eis in der Hand. Bin sogar eher amüsiert, vor allem weil Du Leute kennst, die BATTLEFIED
EARTH "gar nicht so schlecht" fanden. :-D

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.08.2012 18:18:04 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.08.2012 18:20:37 GMT+02:00
Werner M. meint:
@Christian:
:-) Alles klar, lass Dir Dein Eis schmecken.
Hätte mich gar nicht einmischen sollen, denn langsam wird mir das Niveau etwas zu seicht, ist aber kein Problem.

Edit:
Hatte Dich von dem Thread "TOP 100" etwas anders in Erinnerung, schade eigentlich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.08.2012 18:57:35 GMT+02:00
Dax meint:
@Werner

**Danke**
Das genau und nichts Anderes ist auch meine Meinung!

Veröffentlicht am 23.08.2012 19:27:52 GMT+02:00
filmfan54 meint:
Zurück zum Thema: Ein guter Schauspieler muss mich mitnehmen in seine Filmwelt. Ich möchte mit ihm lachen und weinen. Jemand, der mich für 2 Stunden in eine andere Welt entführt. Ob mir ein Schauspieler nun optisch gefällt, ist mir egal. Harrison Ford ist nun wirklich kein Beau, aber seit "Star Wars" liebe ich ihn. Klar, er hatte auch schlechtere Filme. Oder Russell Crowe, der mich in Insider fasziniert hat und dies mit "Gladiator" fortgeführt hat. Und auch er hat Filme gedreht, die dem breiten Publikum nicht gefielen. Na und? Die Frage war doch, nach welchen Kriterien ich Qualität bewerte, dies sind meine.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.08.2012 19:32:51 GMT+02:00
ks-koeln meint:
@maxl01aut

"Schauspielerisch finde ich sie besser als manchen Hollywood-Darsteller (wie zB DiCaprio oder Cruise)."

Hm, hier muss Dir aber entschieden widersprechen! ;-)

Dass Du die beiden genannten Schauspieler offenbar nicht magst, darf aber kein Maßstab für ihre Qualität in ihrem "Handwerk" sein. DiCaprio ist ohne Zweifel einer der besten Charakterdarsteller seiner Generation, hat dies auch schon mehrfach unter Beweis gestellt, z.B. in "Gilbert Grape" oder "Zeiten des Aufruhrs".
Tom Cruise mag ich als Person auch nicht, aber als Schauspieler kann er überzeugen, z.B. in "Geboren am 4. Juli" oder "Jerry Maguire".

So, und wenn man jetzt mal versuchte, sich Stallone, Arnie, Seagal oder Lundgren in den o.g. Rollen vorzustellen.... Meines Erachtens unmöglich, dieses Niveau haben sie nun einmal nicht. Ihre körperliche Präsenz in ihren (auf sie zugeschnittenen Filmen) steht außer Frage, aber das darf man nicht mit "echtem" Schaupiel verwechseln, das ist nämlich definitiv nicht ihre Stärke, auf diesem Gebiet sind sie trotz ihrer teils langjährigen Laufbahn eher Amateure.

Hätte jemand von ihnen z.B. die Rolle von Daniel Day-Lewis in "Mein linker Fuß" genauso brillant verkörpern können? Sicher nicht. Ebenso sicher ist, dass diese hauptsächlichen Action-Darsteller niemals die Klasse beispielsweise eines Paul Newman, Robert De Niro, James Stewart, Dustin Hoffman oder Morgan Freeman (um nur ein paar US-Mimen zu nennen) erreichen werden, sondern stets hölzern agieren.

Nicht falsch verstehen, ich finde so manchen Actionfilm, gerade die älteren mit Arnie, richtig gut, aber deren Qualität liegt dann nicht in seinen schauspielerischen Fähigkeiten, sondern eher in denen seiner Co-Stars - ob das nun Linda Hamilton, Jamie Lee Curtis, Rachel Ticotin, Dann DeVito oder Gabriel Byrne waren - oder an den Fähigkeiten eines Regisseurs wie James Cameron oder Paul Verhoeven, die eine gute Geschichte auch gut umsetzen können, wenn auch nicht immer preisverdächtig. ;-)

Natürlich entscheidet in erster Linie der persönliche Geschmack, ob jemandem ein Film oder ein Darsteller gefällt - aber persönliche Vorlieben stellen ja nicht zwangsläufig den Maßstab für Qualität dar. Unter meinen zahlreichen Filmfavoriten gibt es auch einige, die sich - objektiv betrachtet - auf dem Niveau von "unterdurchschnittlich" bis "großer Mist" bewegen, dennoch machen sie mir aus irgendeinem unerfindlichen Grund einfach Spaß (dazu gehört z.B. "Coyote Ugly").
;-))

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 23.08.2012 22:14:42 GMT+02:00
Kukalaka meint:
Kann man "überzeugen" etc. auch mal genauer beschreiben ? Wann überzeugt jemand nicht ? Ich kann mir Arnold Schwarzenegger nicht in Pretty Woman vorstellen und Richard Gere nicht als Terminator, weil die Rollen nicht zur Person passen. Das liegt aber nicht an den Fähigkeiten, sondern am Typ.
Und auch vermeintliche Ausdrucksschwäche kann gewollt sein und erzeugt das Bild einer kalten/emotionslosen/beherrschten etc. Figur.
Sehr starker mimischer etc. Ausdruck kann ebenso beabsichtigt sein, z.B. bei einer Figur die gern übertreibt/sich in Szene setzt oder sehr überschwänglich ist.
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