Kunden diskutieren > computer Diskussionsforum

Amazon lehnt Garantie ab, weil der Besteller nicht mehr im Unternehmen ist


Sortieren: Ältester zuerst | Neuester zuerst
1-9 von 9 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 05.02.2012 12:46:01 GMT+01:00
H. Wilken meint:
Eine Person hat für ein Unternehmen ein Produkt bei Amazon bestellt. Rechnungsempfänger ist das Unternehmen. Die Ware ist nun nach einem halben Jahr defekt.

Die Person ist nicht mehr für das Unternehmen tätig und hat seinen Amazon Account mitgenommen. Die Rechnung liegt im Unternehmen vor.

Amazon kann den Vorgang aus Datenschutzgründen nicht bearbeiten. Der usprüngliche Besteller soll sich melden.

Seit wann ist eine Garantieleistung personenbezogen?

Man muß sich fragen, wie man mit so einer Handlungsweise umgehen muß.

Muß man wirklich rechtliche Schritte einleiten? Es scheint mir fast so.
Ich bin dankbar für Eure Sichtweise.

Veröffentlicht am 13.02.2012 09:43:01 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 13.02.2012 09:43:40 GMT+01:00
Ripley meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 13.02.2012 16:25:01 GMT+01:00
Kohli meint:
Hier gibt es wohl einige Verwirrung:

Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers und hat mit Amazon gar nichts zu tun.

Amazon ist zuständig für die Mängelhaftung ( Gewährleistung ). Die besteht aber nur gegenüber dem Vertragspartner, d.h. derjenigen Person, die die Ware bestellt hat. Wer das bezahlt ist da völlig unerheblich.

Mein Tipp: An den Hersteller wenden und für die Zukunft ein Kundenkonto einrichten, dass den Namen der Firma trägt, dann ist diese auch Vertragspartner.

Veröffentlicht am 18.03.2012 00:44:44 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 18.03.2012 21:26:26 GMT+01:00
Moony meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 19.03.2012 15:12:24 GMT+01:00
Holger B. meint:
zu moony: Kohli hat recht.
"Garantie ist eine freiwillige Leistung des Herstellers und hat mit Amazon gar nichts zu tun"
das stimmt wie es da steht.

Bitte verwechsel nicht Gewährleistung / Sachmangelhaftung (gesetzlich geregelt) und Garantie (freiwillig).
Es gibt keine gesetzliche Vorschrift zur Garantie - denn Garantie ist immer eine freiwillige Leistung. (siehe auch: http://www.anwalt-seiten.de/artikel/sec1/221.html)

zum Ursprungsbeitrag:
Die Gewährleistung ist gesetzlich geregelt. Nach 6 Monaten muss eventuell bewiesen werden dass der Mangel schon bei Übergabe vorlag. Somit kann Amazon nach dem "halben Jahr" die Abwicklung rechtlich ablehnen. Selbst wenn die Gewährleistungspflicht 24 Monate beträgt.
Die Gewährleistung ist normalerweise aber nicht gebunden an irgendwelche Accounts - sondern an den Rechnungsempfänger, der die Gewährleistungsrechte sogar abtreten kann, wenn er die Ware weiterverkauft. Wenn der ehemalige Mitarbeiter als Ansprechpartner auf der Rechnung steht wird er zumindest die Abtretung der Gewährleistungsansprüche an seinen Nachfolger erklären müssen.

Meine Frage wäre jetzt:
besteht auf das Gerät eine (freiwillige) Herstellergarantie? diese bieten viele Hersteller an - die Abwicklung würde dann über den Hersteller direkt laufen.
Als Kaufbeleg reicht der Amazon Beleg.

besteht aber keine Herstellergarantie sondern nur die gesetzliche Gewährleistung sollte man Amazon in meinen Augen nochmals beauftragen, die Abwicklung auch mit einem anderen Kundenkonto durchzuführen. Eine Rechnung liegt vor und das ist normalerweise ausreichend.

Veröffentlicht am 22.03.2012 06:46:13 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.03.2012 06:48:40 GMT+01:00
LeChuck99 meint:
@Holger: Die Sachmangelhaftung von zwei Jahren gilt in der Tat auch zwischen Unternehmen. Was dort nicht gilt, ist die Beweislastumkehr für die ersten sechs Monate nach Kauf. Das kaufende Unternehmen muss nachweisen, dass der Mangel schon beim Kauf vorhanden war. Die vielzitierte gesetzliche "Garantie" von 6 Monaten gibt es folglich zwischen Unternehmen nicht. Aber dies ist jetzt sowieso abhängig von meinem zweiten Absatz:

Aus dem Ursprungsbeitrag nicht ersichtlich, als was die Person aufgetreten ist. Hat die Person per Vollmacht im Namen der Firma gekauft oder als Privatperson? Wurde bezüglich letzterem das Produkt in das Unternehmen eingebracht (Quittung) oder war es immer noch im Eigentum der Person und wurde nur mitgenutzt?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.03.2012 08:16:07 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.03.2012 08:16:17 GMT+01:00
H. Wilken meint:
[Die meisten Kunden meinen, dass dieser Beitrag nicht zur Diskussion gehört. Beitrag dennoch anzeigen. Alle nicht nützlichen Einträge anzeigen.]

Veröffentlicht am 19.04.2012 12:00:05 GMT+02:00
"Es ist mir ein Rätsel, wie Amazon sich anmaßt, sich nicht an geltendes Recht zu halten. " Amazon handelt im Rahmen des Datenschutzes korrekt, da der kaufvertrag zwischen Amazon und dem Mitarbeiter besteht, nicht zwischen der Firma und Amazon, unglücklich aber völlig rechtens.

Veröffentlicht am 26.02.2013 21:45:24 GMT+01:00
Hannes Grebin meint:
Hatte eben das gleiche Problem mit 2 Callcenterdamen. Die haben mich abgewuergt. Anyway: "Will ein Kunde defekte Ware innerhalb von zwei Jahren nach Kauf umtauschen (§ 438), muss der Verkäufer den Vorgang organisieren und bezahlen (§ 439)."
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/haendlergarantie-und-defekte-ware-tom-koenigs-warteschleife-ueber-lidl-a-872704.html
‹ Zurück 1 Weiter ›
[Kommentar hinzufügen]
Schreiben Sie einen Beitrag zu dieser Diskussion
Verwenden Sie zum Einfügen eines Produktlinks dieses Format: [[ASIN:ASIN Produkt-Name]] (Was ist das?)
Eingabe des Log-ins
 


Kürzliche Einträge in computer Diskussionsforum (23 Diskussionen)

 

Zur Diskussion

Teilnehmer:  8
Beiträge insgesamt:  9
Erster Beitrag:  05.02.2012
Jüngster Beitrag:  26.02.2013

Neu! Bei neuen Einträgen eine E-Mail erhalten.
Von 1 Kunden verfolgt

Kundendiskussionen durchsuchen