Wir sprechen hier von einem 15 Wochen alten Baby!!!!!! DAS IST QUÄLEREI!!!!!!! Das Baby hat keine andere Möglichkeit, als zu durch Weinen zu signalisieren, dass ihm etwas fehlt. Ich versuche es immer aus Babys Perspektive zu betrachten. Stell Dir vor Du liegst da und willst mit Deinem Mann Kuscheln. Du rufst und er kommt nicht. Irgendwann, wenn es in seinen Kram passt kommt er mal vorbei, streichelt über den Kopf und verschwindet wieder ohne eine plausible Erklärung. Dann dauert es Ewigkeiten (und Babys haben kein rationales Zeitgefühl und die Uhr lesen sie auch nicht) und er kommt wieder rein... und so weiter. Ich würe auch nicht mehr rufen sondern resignieren! Und das wäre es, was das 15 Wochen alte Baby täte! Wie kann ich, wenn mein Kind 15 Jahre alt ist, erwarten, dass es mit all seinen Probleme zu mir kommt, wenn ich nicht von Anfang an bereit war, seine Signale zu deuten und ihm zuzuhören??! Das geht einfach nicht. Mal abgesehen davon möchte ich darauf hinweisen, dass die Färber-Methode aus der Zeit des Nationalsozialismus stammt, in der es wichtig war, dass Kinder gehorsam sind und tun was man von ihnen verlangt damit sie ins System passen!
Ich möchte einfach mal meine Erfahrung abgeben, denn ich gehörte auch zu den Mamas, die nicht stillen wollten, weil sie keine Milchkuh sein wollten. Ich bereue es sehr, denn egal wie ich die Flaschennahrung auch gestalte, sie wird nie so viel Nähe geben können, wie das Stillen. Und es ist ja soooooooo unpraktisch, nachts erstmal eine Flasche fertig zu machen, immer alles einzupacken... und mir fehlt die Nähre, die ich zu Beginn nicht geben wollte sehr. Ich hatte Angst, zu viel Nähe würde meinen Sohn sich daran gewöhnen lassen. Heute ist er fast ein Jahr alt und löst sich zunehmends von mir weil er die Welt erobert. Und das tut er mit unglaublich viel Sicherheit. Er brauchte nicht zu weinen bis ich reagiert habe weil ich gelernt habe, seine Signale schon viel früher zu deuten! Allgemein bekomme ich oft zu hören, wie ausgeglichen und selbstsicher er ist. Ich habe ihn nach der Anfangsphase täglich getragen. Drinnen, draußen, auf dem Klo ;) wo es eben möglich war. Heute geht es maximal 1 1/2 Stunden weil er einfach zu schwer ist für ausgiebiges tragen. In den Schlaf findet er nur mit der Flasche oder im Kinderwagen oder selten mal im Auto. Na und? Wenn er mit 16 noch die Flasche braucht werd ich mal drüber nachdenken ;) Damals wurden Kinder 4 Jahre lang gestillt und heute macht man nach 6 Monaten einen Strich darunter? Ich versteh das nicht. Ich könnte ebenso Familienbettdiskussionen ins Unermessliche führen aber das war ja nicht das Problem :D Zwei Tipps noch am Ende: 1) der Film "Babys" - ich hab das Gefühl, dass Du die Message schon verstehst Madlen und 2) das Buch "Kinder verstehen" von Herbert Renz-Polster. Er beleuchtet das Thema "Baby" mit all seinen Facetten (Schlafverhalten, Stillen, Trotzen.....) aus Sicht der Evolution und hat mir so manches Mal die Augen geöffnet für das Verhalten meines großen Babys!
Ich wünsche Dir alles Gute!!!!
P.S. Kristin schöner Beitrag!!!!!!!! :)
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