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1-25 von 105 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 03.11.2007 00:12:04 GMT+01:00
Sonnenschein meint:
Ich möchte gerne den Sechsfachimpfstoff bei meiner Tochter vermeiden. Wer hat Erfahrungen mit Einzel-Impfstoffen, insbesondere Tetanus, Polio, Diphterie?Gibt es noch die drei zusammen als Impfkombi?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.11.2007 16:13:18 GMT+01:00
Bettina K. meint:
Es gibt einen Fünffachimpfstoff, kleinere Kombinationen gibt es nicht. Ich wollte damals auch auf Keuchhusten verzichten (ich glaube, Keuchhusten war es), da der nur zu einer Zeit lebensgefährlich ist, zu der er eh noch nicht geimpft wird. Aber das hätte bedeutet, das meiner Tochter jede Impfung einzeln hätte gegeben werden müssen, und das wollte ich ihr nicht zumuten. Du musst also abwägen: Mehrfachimpfstoff oder sehr viel häufigere Strapazen für dein Kind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2007 11:42:20 GMT+01:00
Corvus Cornix meint:
@Sonnenschein: Meines Erachtens gibt es auch Dreierkombinationen, ich will mich damit aber jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Es ist aber so, daß der weitaus größte Anteil einer Ampulle aus einer Trägerflüssigkeit besteht, es ist also zu überlegen, ob man seinem Kind 6x eine Impfung mit 5ml Flüssigkeit zumutet oder nur ein einziges Mal mit 5ml in dem alle Impfstoffe enthalten sind.
@Bettina: Jede Krankheit gegen die geimpft wird, ist zu JEDEM Zeitpunkt im Leben eines Kindes/Erwachsenen potentiell tödlich, bzw evtl mit sehr schweren Komplikationen verbunden. Und diese Risiken sind immer größer, als das Auftreten evtl Impfschäden.
Übrigens habe ich mich zeitgleich mit meinem Sohn impfen lassen und die Impfungen, die die Kasse bei Erwachsenen nicht trägt aus eigener Tasche bezahlt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 06.11.2007 14:59:07 GMT+01:00
Ich finde diese ganze Impfhysterie blödsinnig. Schließlich gibt es viele Krankheiten dank Impfungen nicht mehr, an denen früher Menschen gestorben sind. Das funktioniert aber nur, wenn ALLE mitmachen und nicht irgendwelche Neunmalklugen meinen, sie wüssten alles besser...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 07.11.2007 11:00:18 GMT+01:00
Bettina K. meint:
Ich bin übrigens derzeit ganz froh, dass meine Tochter gegen Keuchhusten geimpft ist. In ihrer Tagesmuttergruppe hat nämlich ein Junge Keuchhusten gekriegt. Ohne die Impfung hätte sie den jetzt auch, denn Keuchhusten ist hochansteckend. Ich werde nachher zum Arzt mit ihr gehen um zu testen, ob sie sich dennoch angesteckt hat (sie hat eh gerade Husten, ist also schwer zu unterscheiden), denn auch der Junge war geimpft. Sowas gibt es leider, eine Bekannte von mir hatte als Kind die Röteln, wurde zweimal dagegen geimpft, hat aber auch jetzt keine Antikörper im Blut. Ich hoffe, meine Tochter (und ich) haben da mehr Glück. Keuchhusten dauert so um die 10 Wochen. Freunde von uns haben ein Neugeborenes, andere ein krebskrankes Kind in Chemotherapie - beide Kontakte wären also langsfristig tabu. Und ich bin schwanger, da möchte ich auch nicht gegen Keuchhusten kämpfen müssen, wo ich kaum einen Hustensaft nehmen darf ;)

Ich hatte 5fach-Impfstoff gewählt statt des 6-fach-Impfstoffes, weil der 6fach-Impfstoff zur fraglichen Zeit eh gerade etwas in Verruf geraten war und der Kinderarzt deswegen den auch nicht so gern gegeben hat. Außerdem möchte ich meine Tochter später gegen Hepatitis A und B in einer Kombi-Impfung immunisieren lassen. Sie wird also auf jeden Fall vollständig geimpft sein, aber halt in anderer Reihenfolge (und mit Extra ;) )

Ja, ich bin auch der Ansicht - wir haben großes Glück, dass es diese Schutzimpfungen gibt. Und wir schulden es nicht nur uns und unseren Kindern, sie impfen zu lassen, sondern auch denen, die nicht geimpft werden können bzw bei denen die Impfung nicht anschlägt. Denn die sind davon abhängig, dass die Krankheiten sich nicht ausbreiten, und das lässt sich nur durch weite Immunisierung gewährleisten. Noch vor 100 Jahren sind so viele Kinder an Krankheiten gestorben, die es heute (so gut wie) gar nicht mehr gibt. Und ich möchte nicht eines Tages mein Kind als schweren Pflegefall sehen oder gar zu Grabe tragen, nur weil ich ihr den einen Pikser nicht zugemutet habe.
Impf-Nebenwirkungen hatten wir übrigens noch nie, außer vielleicht mal einen quengeligen Nachmittag.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.11.2007 16:33:43 GMT+01:00
Sonnenschein meint:
Prinzipiell denke ich auch, das Impfen ein Segen sein kann.... Da ich mich aber ausgiebig mit dem Thema beschäftigt habe und auch von meiner Ärztin kompetent beraten wurde ( ich kann nur das Buch von Martin Hirte " Impfen pro und contra" jedem total empfehlen, der Kinder hat...er ist übrigens Kinderarzt!), habe ich mich dafür entschieden nicht den vorgegebenen Richtlinien der STIKO zu folgen sondern einen individuellen Impfplan zu erstellen. D.h. in dem Fall meiner Tochter haben wir erst nachdem sie ein Jahr altgeworden ist zum ersten Mal geimpft, um die Gehirnentwicklung und ihr Immunsystem nicht unnötig zu belasten. Ich hätte gerne mit Tetanus/Diphterie/Polio begonnen-allerdings hat meine Ärztin die Kombination nicht bekommen können- wurde wohl aus dem Programm genommen um die Eltern einfacher zum Sechsfachimpfen zu kriegen, habe selber beim Robert-Koch-Institut angefragt, aber bisher keine Antwort bekommen!- deshalb auch meine Frage hier im Forum!
Masern/ Mumps/ Röteln werden wir auch impfen- allerdings erst im Schulalter. Bei Keuchhusten kommt es sehr sehr oft zu dem Problem was Bettina K. geschildert hat und Hib steht im Verdacht Diabetes zu begünstigen und da unsere Tochter durch einen sehr starken Gestationsdiabetes vorbelastet ist- wäre hier eine Impfung äußerst unklug!
Hepatitis B wird hauptsächlich durch Geschlechtsverkehr übertragen, somit denke ich hat das Zeit bis zum Beginn der Pubertät. Da es noch keine aussagekräftigen Langzeitstudien ( ausgenommen bei Tetanus/ Diphterie/Polio) gibt über die Auswirkungen der "frühen" Impfungen gibt, werden wir wohl erst in 20 Jahren absehen können wer wohl recht hat oder nicht (-...sagt uns dann das Licht?:-)).
Letztlich liegt die Verantwortung wer was wann und wie impft bei jedem selber- die Folgen müssen wir so oder so ausbaden, bzw. unsere Kinder!
Ich würde mir wünschen, dass insgesamt viel besser aufgeklärt würde und zwar objektiv und nicht ausschließlich auf Fortbildungen der Pharmaunternehmen!
Meiner Meinung nach ist es sinnvoll kritisch zu sein- was noch lange keine Hysterie ist- als ohne Rücksicht auf Verluste mit der Herde mitzurennen...
Trotzdessen, danke für Eure Beiträge!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.11.2007 16:59:27 GMT+01:00
Köbernick meint:
Hallo Sonnenschein, vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken, warum es Impfempfehlungen gibt. Im letzten Jahr hatten wir wieder Masern im Land - eine wohlgemerkt fast ausgerottete Krankheit, welche ansteckend ist und erhebliche Folgen haben kann. Ich habe selbst Masern gehabt und weiss, wie furchtbar man sich fühlt. Die Krankheit tritt nicht erst im Schulalter auf, genauso wie Mumps oder Röteln, welche für schwangere Frauen gefährlich sein können. Meine Tochter ist jetzt ca. 20 Monate und ich hatte noch keine Komplikationen bei ihr. Ich bin als Kind auch gegen alles mögliche geimpft worden auch gegen richtig ausgerottete Krankheiten (z.B. Pocken). Ich könnte behaupten, dass 35 Jahre Test ausreichend sein sollten. Die Forschung ist wesentlich besser geworden, darauf und seinem Kinderarzt (Hausarzt für mich) kann man kritisch vertrauen!!
Ciao Yvonne

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 08.11.2007 20:59:40 GMT+01:00
Sonnenschein meint:
Hallo Yvonne, wie schon gesagt : ich bin nicht gegen´s impfen, nur dagegen sooo früh den kleinkindlichen Organismus mit so VIELEN Erregern zu bombadieren...Komplikationen/ Impfnebenwirkungen sind nicht immer so leicht zu erkennen wie schlimmstenfalls der plötzliche Kindstod, epileptische Anfälle oder kurze Zeit später auftretende Allergien oder Neurodermitis, nein mittlerweile müssen selbst die impffreudigsten Ärzte zugeben, das wahrscheinlich Lernschwierigkeiten, neurologische Beeinträchtigungen und diverse Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu häufigerem Auftreten von Krebs- immer öfter aus Impfungen resultieren.Am schlimmsten dabei ist noch nicht einmal die Impfung an sich sondern die Träger- und Konservierungsstoffe, z.B. Thiomersal ( mit Quecksilber! ), welches im Gehirn eines Babies großen Schaden anrichten kann- das Ergebnis kannst Du gar nicht sofort erkennen, oft schreien diese Kinder lang und anhaltend nach einer Impfung...
Ich selber hatte auch Masern, schlimm aber überstehbar...Masern Komplikationen gibt es meist erst mit wachsendem Alter, deshalb impfe ich erst ab Schuleintritt.
Zu Röteln und Mumps- da hast Du grundsätzlich recht- aber wenn vor Eintritt der Pubertät alle geimpft sind- wo liegt dann das Problem??
Und: eben ich vertrau meiner Ärztin- von der weiß ich das Meiste!!!
Liebe Grüße!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 12.11.2007 12:41:48 GMT+01:00
Andrea meint:
Sonnenschein, meine Kleine ist nach Stiko sechsfach geimpft, allerdings bei der letzten Impfung nur 5-fach und hat dennoch keinerlei Diphterieschutz dabei entwickelt. Von daher weiß es, dass es Diphterie einzeln gibt. . Was die anderen beiden Sachen angeht, kenne ich mich nicht aus.

MMR bekommt unsere Lütte auch erst zum Schulalter, allerdings aus gesundheitlichen Gründen und weil ich in der Beziehung meinen Instinkt über Theorien stelle. Praktische Erfahrungen fehlen in dem Bereich.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.11.2007 19:40:59 GMT+01:00
Michael H. meint:
Hallo, wir haben unseren Sohn auch erst zum 1. Geburtstag geimpft. Da er bis dahin gestillt wurde, war er auch nie krank. Die Muttermilch enthält ja jede Menge Antikörper, um die kleinen zu schützen. Eine frühe, von der Impfkommission empfohlene Impfung wäre also der erste Kontakt für das Immunsystem des Kleinen mit Erregern gewesen. Und dann gleich fünffach und super konzentriert. Diese Vorstellung hat uns wirklich nicht behagt. Unser Kinderarzt hatte keinerlei Einwände, Hauptsache die Impfungen werden überhaupt durchgeführt, was natürlich sinnvoll ist.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.11.2007 13:26:19 GMT+01:00
No noy un oso meint:
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Antwort auf einen früheren Beitrag vom 16.11.2007 20:43:59 GMT+01:00
Anna Konda meint:
Ja Masern sind überstehbar... so auch für meinen kleinen Neffen Felix. Er war 1 Jahr alt (also noch nicht im Impfplan für Masern) und wurde von einem 5 Jährigem auf dem Spielplatz angesteckt. Die Mutter das Kindes war da ganz sonnig... sind ja an der frischen Luft. Die Krankgheit verlief wirklich böse und ich fand schon damals fragwürdig, wer sein Kind freiwillig diesem Mist aussetzt...Felix ist jetzt 7... er kann weder richtig laufen und ist schwer geistig behindert. Er hatte eine Masernenziphalitis( weiß jetzt nicht ob richtig geschrieben oder nicht Sorry) und der gesitige Abbau setzt ein da war Felix 4 1/2.. Vielen Dank an die sonnige Mutter und ein Hoch auf alle Impfgegener! Ist ja schließlich deren Sache...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 18.11.2007 21:25:02 GMT+01:00
M. Schmidt meint:
Ja. Es ist einfach unverantwortlich nicht gegen Masern zu impfen. Kinder die noch nicht gegen Masern geimpft werden können haben keinen Schutz und können schwere Behinderungen davontragen. Für mich ist das Körperverletzung und muß wirklich bestraft werden. Ich hoffe die Impfpflich setzt sich endlich durch. Wenn diese Mütter nur Ihre eigenen Kinder dieser Gefahr aussetzen würden- aber unschuldige Kinder ???

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 19.11.2007 23:45:34 GMT+01:00
Janeway meint:
Dem kann ich nur beipflichten. Es sterben übrigens auch jedes Jahr in Deutschland Kinder an Masern (und sicher auch anderswo in der '1. Welt'). An alle Jungeltern, bei denen die Frage ansteht (bis ich meinen Sohn bekam und in Eltern-Kind-Gruppen ging, wußte ich gar nicht, dass es eine Frage sein könnte, mir war klar, dass man impft) - mein Sohn hat alle Impfungen entsprechend der Empfehlungen erhalten und noch mehr dazu (Hepatitis), und er hat alles ohne Probleme oder Nebenwirkungen überstanden. Er ist fast nie krank und hat keine Allergien - und ich bleibe gelassen, wenn die anderen im Kindergarten um Windpocken fürchten. die Impfungen sind heute sehr gut verträglich.
Und ich finde, sehr wichtig: Diphterie glaubte man fast ausgerottet, auch in Rußland. Als aber nach der Wende die staatlichen Impfungen wegfielen und die Eltern sich nicht darum kümmerten (weil es eben früher der Staat automatisch gemacht hat), brach wieder eine kleine Epidemie aus. Die Viren sind schnell wieder da, wenn man sie nur läßt.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 20.11.2007 23:50:29 GMT+01:00
Sonnenschein meint:
Hallo Ihr Lieben...
Ja, Masern kann potentiell tödlich sein- aber laut meiner Kinderärztin- zum einen sehr sehr selten und zum anderen liegen meist in dem Fall Komplikationen durch eine andere Grunderkrankung vor, bzw. wird in unserer heutigen Zeit unseren Kindern nicht mehr die Zeit gegönnt sich auszukurieren!!!
Leider gibt es auch Fälle wie von Anna Konda geschrieben, dazu kann man eigentlich nicht viel sagen , außer daß das ganz furchtbar ist....
Da muß man aber auch klar sagen, daß es unverantwortlich von der Mutter war, ihr krankes Kind in die Öffentlichkeit zu lassen- es gibt ja sogar Leute die mit Absicht Masernparties feiern...schlimm!Ich selber liege derzeit mit Scharlach im Bett, weil eine meine Kindergartenmütter ihr krankes Kind weiter geschickt hat!
Das Grundproblem, denke ich, ist eher das viele Leute keine Verantwortung übernehmen und sehr oberflächlich sind- zudem werden die Kinder mehr denn je abgeschoben- egal ob krank oder nicht, weil nur noch selten ein Elternteil den Job riskieren will...Ich könnte da echt Stories erzählen... Ich selber habe natürlich Angst mein Kind könnte einen Schaden aus einer Erkrankung- bevor ich geimpft habe - davontragen, aber genauso große Angst habe ich vor dauerhaften Nachwirkungen einer Impfung und würde lieber deshalb das Immunsystem meiner Kleinen bewußt etwas später und in kleineren Dosen belasten, und ,liebe U. Keil, man merkt manche Schäden erst bei Lern- oder Verhaltensstörungen im Schulalter...- im übrigen gibt es auch Todesfälle nach Impfungen! ( Den Rest habe ich oben schon erwähnt..)Also letztlich ist es einfach furchtbar schwierig sich richtig zu entscheiden und ich denke nicht, daß man diese wichtige Entscheidung den Staat treffen lassen sollte! Wie man allerdings verantwortungslose Eltern überreden kann, ihre Kinder bei einer Erkrankung bis zur vollständigen Genesung isoliert zu halten - weiß ich leider auch nicht...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.11.2007 20:56:57 GMT+01:00
Corvus Cornix meint:
@Sonnenschein: Ich werde noch einmal kurz auf meinen obigen Beitrag zurückkommen: "...Jede Krankheit gegen die geimpft wird, ist zu JEDEM Zeitpunkt im Leben eines Kindes/Erwachsenen potentiell tödlich, bzw evtl mit sehr schweren Komplikationen verbunden. Und diese Risiken sind immer größer, als das Auftreten evtl Impfschäden..." Das RKI empfiehlt Impfungen NUR, wenn das Auftreten von Impfschäden WESENTLICH seltener ist, als das Auftreten von krankheitsbezogenen Komplikationen, gerade die Masern (Sterblichkeitsrate unbehandelt 25%; behandelt 0,005-2% (studienabhängig); Todesfälle nach Impfungen unter 0,000001, kein nachgewiesener Fall in Deutschland und jetzt bitte keine Verschwörungstheorien entwickeln) sind ein gutes Beispiel dafür. Und die Sterblichkeitsrate hat mitnichten etwas mit mangelnder Auskurierung (da der Verlauf stetig bergab geht, kann man das Auskurieren gar nicht (un)wissentlich behindert haben) oder Grunderkrankungen (Enzephalitis tritt nur bei ECHTEN Masernviren auf, unabhängig vom Immunzustand des Betroffenen). Im Übrigen sind viele Krankheiten schon ansteckend, bevor Krankheitsanzeichen bei dem Kind zu beobachten sind, und damit ein Risiko, auch wenn die Eltern noch so "vorbildlich" sind; Isolierung bis zur vollständigen Gesundung kann also unter Umständen für die Umgebung zu spät sein.
Was die "Nebenwirkungen" Lern-, Konzentrations- und Verhaltungsstörungen anbelangt, so liegt das eher an Gesellschaft und Schulsystem, in Finnland (Pisa-Sieger und 4 Masernerkrankungen in zehn Jahren) ist jedenfalls kein Zusammenhang zwischen Impfung und den o.g. "Nebenwirkungen" erkennbar geworden. Ein Zusammenhang hätte bedeutet, daß mindestens zehn Jahre nach Beginn der flächendeckenden Impfungen ein "sprunghafter" Anstieg der Verhaltensauffälligkeiten zu verzeichnen gewesen wäre; hat irgendjemand davon schon einmal gehört? Ich nicht.
Aber es stimmt, daß Masernviren und damit auch der Impfstoff (spät auftretende) Gehirnschädigungen hervorrufen können, nur spricht auch hier das Verhältnis überaus eindeutig für die Impfung, zumal Impfungen noch nie mit tödlich verlaufenden Gehirnschäden in Zusammenhang gebracht werden konnten, Masern dagegen schon.
@Anna Konda: Auch ich hatte einen Fall von SSPE in meiner näheren Umgebung; die achtjährige Tochter eines engen Arbeitskollegen ist nach sechs Jahren Verfall Anfang dieses Jahres verstorben. Es tut mir sehr leid für Deine Familie.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2007 13:27:03 GMT+01:00
Anna Konda meint:
@ rabenmama
vielen lieben Dank.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2007 13:59:30 GMT+01:00
Hallo,
ich bin auch gerade in der zwickmühle - jetzt impfen oder noch warten.
Unsere kleine hat milchschorf, man liest soviel: impfen bei milchschorf kein problem, andererseits bei milchschorf nicht impfen.
was ist nun richtig? wem kann man glauben?
ich bin nicht grundsätzlich gegen impfungen, aber ich finde auch dass eine 6fach-impfung schon ziemlich heftig ist für so ein kleines wesen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2007 14:14:36 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 22.11.2007 15:25:49 GMT+01:00
Sonnenschein meint:
Liebe Rabenmama, SSPE ist wirklich schlimm und im Prinzip haben Anna Konda und Du mich doch ziemlich überzeugt gegen Masern doch früher zu impfen, als ich eigentlich vorhatte- Danke für Eure Erfahrungsberichte!Auch mir tut es sehr leid für Euch- Anna Konda !

Trotzdem denke ich immer noch ( und weiß ich ) dass das erste Lebensjahr entscheidend für den Aufbau des Immunsystems und des Gehirns ist und bin deshalb überzeugt, daß man als Schutz für die Kinder lieber wirklich mindestens sechs Monate voll stillen sollte und die Impfungen erst ab dem ersten Lebensjahr oder evtl. bei Bekanntwerden von Krankheitsfällen in der Region...durchführen sollte.
Gerade auch Erkrankungen wie Hep B müssen noch nicht so früh geeimpft werden...Windpockenimpfversager-brauchen wir nicht diskutieren, und zu dem Zeitpunkt wo der Keuchhusten mega gefährlich ist wirkt die Impfung noch gar nicht- übrigens wußtet Ihr, daß die Keuchhustenkomponente die anderen Impfseren so beeinflußt, dass man wesentlich höhere Dosen benötigt als wenn die Keuchhustenkomponente nicht dabei wäre...?
Ich selber hatte tatsächlich einen Fall von Impfnebenwirkung im Freundeskreis.Die Tochter meiner Freundin hatte kurze Zeit nach einer Impfung einen schweren epileptischen Anfall- trotz EEG ist noch nicht absehbar, ob sie dauerhaft belastet sein wird...andere evtl. auslösende Faktoren außer dem Impfen konnten ausgeschlossen werden!
Gesellschaftliche Problematik und Impfdiskussion sind meiner Meinung nach gar nicht sooo weit voneinander entfernt und: ich bin mir schon sehr sicher - weiß ich auch aus meiner Berufserfahrung... - dass die Krankheitsverläufe insgesamt- nicht nur die hier erwähnten "schweren" Infektionskrankheiten( wenn auch nicht immer, wie z.B. SSPE ! ) empfindlich von der vollständigen Genesung und damit verbunden mit wirklich ausreichender Schonung, intensiver Pflege, guter Behandlung und Bettruhe, u.ä.- empfindlich zu beeinflussen sind!!!Sicherlich, das erfordert Zeit, Ruhe und viel Geduld- und da sind wir dann schonn wieder beim gesellschaftlichen Teil-denn WER macht das noch...(und wenn, gehören wir zur Mütter Mafia :-)
Und: wissenschaftlich nachzuvollziehen inwiefern tatsächliche Impfschäden nach Langzeitstudien vorliegen ist tatsächlich schwer nachzuvollziehen, da Kontrollgruppenvergleiche fehlen!-ebenso ob die viel diskutierten Lern-und Verhaltensauffälligkeite nun Resultate von Impfungen, Erziehungsfehlern oder anderen Faktoren sind!Vielleicht hängt hier auch vieles zusammen- aber definitiv ausschließen kann man da die Impfungen leider nicht!.Tatsache ist und bleibt, dass insgesamt viel mehr Allergien und Neurodermitis aufgetreten sind-im Prinzip natürlich auch abhängig von der Ernährung des Säuglings, erblicher Veranlagung, Umwelteinflüssen- aber oft ist eine Impfung sozusagen der Tropfen auf den heißen Stein....

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2007 17:36:47 GMT+01:00
Schäden von Masern gibt es jederzeit, nicht erst im späteren Alter - warum auch? Eine Hirnentzündung ist grausam und Sie glauben nicht, wie schnell Sie Ihr Kind impfen lassen, wenn nur ein Masernfall in Ihrer Nähe auftaucht ! Die frühe Impfung wird deshalb empfohlen , damit auch die Kinder geschützt werden ,deren Mütter nie Antikörper bei einer Impfung erhalten hatten oder nicht geimpft waren ! Man sollte beim Impfen nicht nur an sich selbst, sondern auch an andere denken.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.11.2007 19:26:20 GMT+01:00
Corvus Cornix meint:
@Sonnenschein: Tut mir leid, wenn meine Äußerungen hinsichtlich von Verhaltensauffälligkeiten etwas sarkastisch daher kamen, es stimmt - wirkliche Langzeitstudien mit entsprechenden Kontrollgruppen gibt es keine. Ich nehme an, Sie meinten in Ihrem letzten Satz, daß Impfungen dann der Tropfen sind, der das Faß zum Überlaufen bringt, und vielleicht haben sie damit auch recht, aber bei Ihren Aufzählungen würde irgandwann, irgendetwas anderes dieser Tropfen sein. Das gilt auch für den bedauerlichen Fall bei Ihrer Freundin, denn für "Impfschäden" gilt das Gleiche wie für krankheitsbedingte Komplikationen; es muß schon etwas (unerkannt) dagewesen sein, denn aus heiterem Himmel kommt so ein Anfall nicht. D.h. daß dieses Problem mit einer fast hundertprozentigen Wahrscheinlichkeit auch bei einer Impfung zu einem späteren Zeitpunkt eingetreten wäre, aber auch, wenn die Tochter die Krankheit durchgemacht hätte. Es gibt etwas, was auch mich bei den "einfach so" durchgeführten Impfungen ärgert, daß sind die Gefahren des allergischen Schocks auf die Trägerflüssigkeit. Meiner Meinung nach sollte man dies durch Untersuchungen vorher ausschließen, nur weiß ich leider nicht, wie das funktionieren soll.
Ich bin auch nicht unbedingt dagegen, das Kind (wenn möglich) sechs Monate zu stillen und die Impfungen erst mit einem Jahr durchzuführen, aber in Ihrem einen Beitrag schrieben Sie von einer MMR-Impfung erst im Schulalter!!! Da liegen noch fünf Jahre dazwischen!!!
@Kristin Gräfe: Mein Sohn hatte auch Milchschorf, da er aber in eine Kita geht, wollte ich ihn unbedingt geimpft haben, weil in meinen Augen nachgewiesene evtl auftretende Komplikationen bei den "Kinderkrankheiten" schwerer wiegen als nicht nachgewiesene Wechselwirkungen von Impfung und Milchschorf. Nun, was soll ich sagen, zufälligerweise ging der Milchschorf nach der Impfung drastisch zurück :-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2007 08:41:18 GMT+01:00
Tina meint:
Uiuiui, hier ist ja eine heiße Diskussion im Gange!
Sonnenschein: wenn Du Einzelimpfstoffe haben möchstest, dann erkundige Dich mal in Nachbarländern. Als ich in Österreich wohnte, gab's nur Kombiimpfstoffe. Jetzt leben wir (vorübergehend) in USA, da gibt es wiederum nur Einzelimpfstoffe. Evtl. gibt es ja in Holland oder der Schweiz Einzelimpfungen.
Generell bin ich allerdings auch der Meinung, daß der empfohlene Impfplan Sinn macht.
Am Wichtigsten ist meiner Meinung nach, daß Dein Kind kerngesund ist, wenn Du es impfen läßt. Leider sind viele Ärzte hier ein bißchen zu nachlässig und impfen trotz Schnupfen, Husten etc.
Bezüglich der Auffrischungen kann man immer eine Dita-Bestimmung machen lassen, die Dir sagt, ob bzw. wie lange der Körper noch geschützt ist.
Ich bin mit meiner Kleinen nach jeder Impfung zum Osteopathen gegangen (soll die Organe stärken und helfen, die ganzen Giftstoffe abzubauen). Mein Kinderarzt hält das zwar für Humbug, aber ich schwöre darauf (meine Hebamme übrigens auch).

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.11.2007 20:44:38 GMT+01:00
Sonnenschein meint:
Vielen Dank für Deinen Rat!!!
Was genau macht denn der Osteopath- hört sich gut an...:-)

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.11.2007 01:02:24 GMT+01:00
Tina meint:
Die Osteopathen, die ich kenne sind alle Physiotherapeuten mit Zusatzausbildung in Osteopathie. Prinzipiell geht es bei der Behandlung darum Muskelblokaden zu lösen bzw. Organe zu stärken (eine exakte Beschreibung findest Du sicher im Internet). Die Behandlung bei Säuglingen und Kindern ist sehr sanft. Der Osteopath legt seine Hand auf div. Körperstellen und übt dort leichten Druck aus. Ich habe meine Kleine während der ersten Behandlung gestillt und sie hat dabei nicht einmal aufgehört zu trinken, beim zweiten Mal ist sie sogar eingeschlafen -> es läuft also wirklich sehr sanft ab. Auf den Osteopathen gekommen bin ich damals, weil mein Kind ewig (45 min - 1 Stunde) beim Trinken brauchte, danach war max. 1 Stunde Pause und dann ging es von vorne los. Hatte das Gefühl, ich bin mehr Schnullerersatz als Milchkuh. Sofort nach der ersten Behandlung schlief das Kind (damals 3 Monate) zum ersten Mal durch und untertags mußte ich nur mehr alle 2 - 3 Stunden stillen. Der Osteopath hat mir erklärt, daß mein Zwerg eine Nackenverspannung durch die Geburt hatte und diese sich während des Trinkens immer löste. Kaum trank sie nicht mehr, kam die Verspannung wieder - daher also das "Dauernuckeln". Das Problem war in 15 Minuten behoben :-)
Wie in meinem Eintrag vorher bereits erwähnt, bin ich nach jeder Impfung nochmals hingegangen, da es heißt, daß die Organe (glaube, es waren Leber und Niere) recht viel Arbeit mit den Giftstoffen haben und diese durch die Behandlung leichter/schneller vom Körper verarbeitet werden -> typische Schulmediziner glauben allerdings nicht dran (aber das Gleiche gilt auch für Globuli, Bachblüten, Schüsslersalze und Traditionell Chinesischer Medizin).
-> so, jetzt bin ich recht weit vom eigentlichen Thema abgekommen und fürchte, man wird meine Antwort daher bald einmal als "unnütz" ausblenden. Hoffe, Dich hat's trotzdem interessiert.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 28.11.2007 01:14:26 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 28.11.2007 01:16:41 GMT+01:00
Sonnenschein meint:
Super-interessant liebe Tina, habe, denke ich zumindest, sowas ähnliches - Craniosacral Therapie- mit meiner Kleinen wegen Saugglockengeburt gemacht...
Nach der letzten Impfung hat meine Süße von der Ärztin hoch potenziertes Thuja bekommen um die Impfung besser verträglich zu machen- leider war die Kleine trotzdem äußerst hysterisch ( trotz Bachblüten- Notfalltropfen )und wurde auch anschließend ziemlich krank....deshalb ist Dein Tip echt hilfreich- Danke!
@ Sterngucker: Vor allem sollte man MITdenken!!!
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