Händler weigert sich die Rücksendekosten zu übernehmen


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1-25 von 71 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 29.03.2013 12:41:58 GMT+01:00
Anne_vo meint:
Ich habe eine Kamera bei einem Händler gekauft, die Kamera entspricht nicht der Beschreibung, Software fehlt auch.
Der Verkäufer weigert sich, das Rückporto zu übernehmen.
Was kann ich jetzt tun?

Veröffentlicht am 29.03.2013 13:08:08 GMT+01:00
SH meint:
Am besten die AGB des Verkaeufers studieren und im Zweifel an den Kundenservice von Amazon wenden, damit diese den Verkaeufer anschreiben. Vielleicht ist es auch ein Irrtum und die Rücksendekosten werden (wie oft üblich) erst nach Eingang der Rücksendung erstattet. Welcher Seller ist es?

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.03.2013 13:34:34 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.03.2013 13:36:50 GMT+01:00
Guten Tag, 1. um welche Kamera handelt es sich. 2. Die Software ist in/ auf der Kamera im Normalfall installiert. 3.Bedienungsanleitung aus dem Netz
vom Hersteller laden falls Sie ohne nicht klar kommen. 4. In welchem Punkt weicht die Kamera von der Beschreibung ab?. Porto -Rückporto muss der
Händler im Regelfall erst ab 40,00 Euro übernehmen. Ich habe den Eindruck etwas stimmt nicht an den Aussagen, die Karten wahrheitsgemäß auf den
Tisch und im Zweifelsfall über Amazon eine Klärung herbei führen. Amazon ist für mich ein Super Lieferant und bei mir gab es nie Probleme die nicht
gelöst wurden. MfG. HH.Kd.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.03.2013 13:37:54 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.03.2013 13:41:26 GMT+01:00
Anne_vo meint:
Vielen Dank für die Antworten (die letzte habe ich eben erst gesehen).

@ SH
Aus den AGB ging nichts hervor. Der Seller hatte mir gleich mitgeteilt, dass ich die Rücksendekosten zu tragen habe.
Jetzt besteht ja aber ein erheblicher Mangel, sodass ich dies nicht einsehe.

@ Hamburger Kd.
Ich antworte Ihnen später.

Veröffentlicht am 29.03.2013 13:46:59 GMT+01:00
SH meint:
Kann es sein, dass Sie von Pivat gekauft haben? Private Verkaeufer, die oft auch Gebrauchtartikel verkaufen, brauchen keine AGB angeben. Dennoch muss der Artikel der Beschreibung entsprechen und eine Mangel darf eigtl. nicht auftreten. Ich bin gespannt, auf die Mangelbeschreibung.

Veröffentlicht am 29.03.2013 13:47:08 GMT+01:00
Dies ist in letzter Ziet ein haeufiger Fall, die Verkauefer wollen auf diese Art eigenen Gewinn steigern. Laut dem Fernabsatzgesetz
sind saemtliche Kosten bei rechtmaesiger Ruecksendung von Verkauer zurueck zu erstatten. Es gibt sogar solche, die den vollen Warenwert nicht akzeptieren wollen, sondern teilen es auf einzelne Teile und behaupten, dass die Klausel pro Stueck zu verstehen sind und wollen daher keine Versandkosten ruckerstatten, kommt sehr oft in den neuen Bundeslaendern vor, z.B. Chemnitz.

Veröffentlicht am 29.03.2013 18:57:21 GMT+01:00
Hal Wilkerson meint:
Laut Fernsabsatzgesetz ist Verkäufer verpflichtet, die Rücksendekosten bei Produkten mit Wert über 40,- Euro zu tragen. Dies gilt aber nur für gewerbliche Verkäufer. Beim Privatkauf nicht. Dies gilt aber nur beim Widerruf innerhalb von 14 Tagen. Bei Mängeln am Produkt trifft das auch nicht zu.

Veröffentlicht am 29.03.2013 19:23:14 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 29.03.2013 20:00:19 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.03.2013 20:01:08 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 30.03.2013 18:06:40 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.03.2013 10:00:12 GMT+01:00
Zitat - siehe Webseite: "...
In diesem Zusammenhang noch einmal zur Klarstellung: Die 40,00 Euro, unter denen der Verbraucher die Kosten der Rücksendung zu tragen hat, beziehen sich auf den Preis der zurückzusenden Sache. Wenn beispielsweise mehrere Produkte bestellt werden, bspw. einmal für 30,00 Euro und einmal für 60,00 Euro, kommt es für die Frage, ob der Verbraucher die Rücksendekosten zu tragen hat, darauf an, welchen Wert die zurückgesendete Sache hat. Sendet der Verbraucher bspw. die Ware im Wert von 30,00 Euro zurück, muss er die Rücksendekosten tragen, sendet er die Ware im Wert von 60,00 Euro oder beide Waren im vorgenannten Beispiel zurück, muss der Unternehmer die Rücksendekosten tragen.

Entscheidend ist hierbei der reine Bruttowarenwert (einschließlich Mehrwertsteuer). Die Versandkosten werden nicht mit berechnet und spielen für die Frage mehr oder weniger als 40,00 Euro keine Rolle.

Grundsätzlich muss der Verbraucher die Kosten der Rücksendung nicht tragen, wenn die gelieferte Ware nicht der bestellten entspricht. Der gesamte Bereich 40,00-Euro-Regelung im Rahmen des Widerrufsrechtes betrifft daher nur Fälle, in denen der Verbraucher tatsächlich das bekommt, was er bestellt hat, ihm dieses jedoch -aus welchen Gründen auch immer- nicht gefällt. Bekommt der Verbraucher zwar exakt die bestellte Sache, ist diese jedoch mangelhaft, muss er die Rücksendekosten auch nicht tragen.
...".

Ganzer Text dazu auf
http://www.internetrecht-rostock.de/widerruf-40-euro.htm
nachzulesen.

-

Zitat - siehe Webseite: "...
Ein Kunde, der seine Bestellung im Fernabsatzhandel widerruft, hat nicht nur Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises, sondern in aller Regel auch auf die der Versandkosten. Allerdings kommt es zwischen Kunden und Händlern immer wieder zu Missverständnissen darüber, welche Beträge und Zuschläge nun genau zu erstatten sind. Rechtsanwalt Nicolai Amereller von der IT-Recht-Kanzlei in München beantwortet die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

Muss der Online-Händler dem Verbraucher nach einem Widerruf die Hinsendekosten erstatten?
Ja. Grundsätzlich hat der Händler im Widerrufsfall die Versandkosten für die Lieferung der Ware an den Kunden zu tragen und ihm auch diesen Betrag zu erstatten.

Hinsendekosten können aber Zuschläge für eine Nachnahme oder eine Express-Lieferung beinhalten. Muss ein Online-Händler das Geld für diese Zusatzservices bei Widerruf ebenfalls zurückzahlen?

Im Falle der Express-Lieferung ist der Händler tatsächlich auf jeden Fall dazu verpflichtet, auch den Zuschlag für diesen Service zu erstatten und nicht nur die Kosten für den Standardversand. Bei der Nachnahme könnte man sich theoretisch darüber streiten, ob diese tatsächlich den Versandkosten oder nicht doch der Zahlungsmethode zuzuordnen sind. Das Amtsgericht Köpenick hat in so einem Fall aber schon mal zu Gunsten des Verbrauchers entschieden (Az.: 6 C 369/09).
... ... ...
Muss der Verbraucher die Rücksendekosten vorstrecken?

Nein. Natürlich ist es besser, wenn der Kunde das Porto vorstreckt und dann vom Verkäufer erstattet bekommt. Allerdings muss der Händler auch hinnehmen, wenn der Kunde das verweigert und die Ware stattdessen "unfrei" verschickt, was für den Händler mit erheblichen Aufschlägen durch die Post verbunden ist. Den Unfrei-Zuschlag muss der Händler dann tragen, wenn er im konkreten Fall die Kosten der Rücksendung zu tragen gehabt hätte. Andernfalls kann er die Kosten, die ihm für die Annahme der unfreien Sendung entstanden sind, vom Verbraucher zurückfordern. Wer das vermeiden möchte, sollte der Bestellung lieber gleich einen Retourenaufkleber beilegen. Allerdings ist der Verbraucher auch nicht verpflichtet, diesen zu benutzen.
...".

Ganzer Text dazu auf
http://www.heise.de/resale/artikel/Versandkosten-bei-Widerruf-im-Fernabsatzhandel-1540159.html
nachzulesen.

-

Also Leute keine Angst vor den "gewerblichen" Händlern - geht notfalls zu einem Rechtsanwalt, die Rechtsanwaltskosten muss der Händler auch tragen wenn ihr im Recht seid.

Tipp: Immer sofort handeln und nicht wochenlang die Angelegenheit vor sich hintümpeln lassen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.03.2013 12:41:58 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 30.03.2013 18:42:27 GMT+01:00]

Veröffentlicht am 30.03.2013 18:36:33 GMT+01:00
Anne_vo meint:
Angelegenheit hat sich erledigt.
Der Händler hat eingesehen, dass Mängel bestehen und erstattet nun auch die Rücksendekosten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 31.03.2013 11:08:26 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 31.03.2013 11:10:04 GMT+02:00
Scaramu meint:
Das ist faktisch nicht ganz richtig. Handelt es sich um einen Rücktritt der Bestellung ist es richtig.
Bei Mangel oder falscher Beschreibung / Artikel MUSS der Verkäufer zahlen.
Wird hier auch noch mal weitaus detailreicher beschrieben sehe ich gerade

Arne

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.04.2013 01:15:26 GMT+02:00
Schlumpf6000 meint:
Wegen ein paar Euro Rücksendekosten zu einem Anwalt gehen,die Zeit dürfte kein Berufstätiger haben und den Sprit den man dazu dann verfährt dann kann man gleich ins Porto investieren.

Veröffentlicht am 01.04.2013 01:46:38 GMT+02:00
Marco O. meint:
@ Schlumpf
Man muss sich aber auch nicht alles gefallen lassen. Hat man Anspruch auf die Kosten, dann soll man auch das Geld bekommen, Punkt. Würde jeder so denken wie Sie, würden die Verkäufer jedem auf der Nase rumtanzen. Wobei meist nur eine Drohung mit einem Anwalt die Gelegenheiten klärt.
Marco

Veröffentlicht am 01.04.2013 08:18:36 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 02.04.2013 13:09:38 GMT+02:00
Anne_vo meint:
Hallo, bei mir genügte es, Amazon zu benachrichtigen. ;-)

Der gewerbliche Händler hat wohl eine entsprechende Nachricht erhalten, dass ER das Porto zu erstatten hat (da der Verkaufswert über 40 ¤ lag/ außerdem Mängel und Lieferung einer Kamera, die nicht der Beschreibung entsprach).
Eine, die als "sehr gut" erhaltene Kamera beschrieben wurde, aber mit reichlich Abnutzungspuren und Kratzern auf dem Display sowie fehlender Software geliefert wird, hat m.E. EINDEUTIG Mängel.
Dies hat der Verkäufer nun wohl "zwangsläufig" einsehen müssen, auch wenn er mir eine nicht besonders freundliche Nachricht sandte.

Für mich ist die Angelegenheit nun zufrieden verlaufen, danke an Amazon!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.04.2013 08:37:35 GMT+02:00
Guten Tag,danke für Ihre Meldung , es hat sich Dank Amazon alles zum guten
gewendet. Ihnen alles Gute.

Veröffentlicht am 01.04.2013 08:51:41 GMT+02:00
Anne_vo meint:
Guten Tag, danke für Ihren netten Kommentar.
Auch für Sie alles Gute!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.04.2013 12:52:00 GMT+02:00
Hal Wilkerson meint:
@Scaramu. Mein Satzbau war vielleicht etwas mißverständlich. Ich meinte mit dem letzten Satz, dass bei Mängeln weder das Rückgaberecht nach Fernabsatzgesetz zutrifft noch es eine Rolle spielt ob er privat oder gewerblich ist. Trotzdem ist für mich fraglich, ob bei einem Mangel der Aufwand lohnt. Denn das Gesetz ist da nicht so eindeutig wie beim Fernabsatzgesetz. Als Kunde muss ich ja den Mangel erstmal beweisen. Also sollte man sich immer überlegen, ob man das beim Rechtsweg auch kann. Wenn es irgendein Beschreibungsfehler war, der unbedeutend ist, kann das auch passieren, dass das nicht als Mangel angesehen wird.

Veröffentlicht am 02.04.2013 13:26:49 GMT+02:00
Schlumpf6000 meint:
Bei Amazon braucht der Kunde weder einen Anwalt noch muß er um sein Recht zitteren,eine Nachricht an Amazon genügt und man klärt das ganze.

Veröffentlicht am 04.04.2013 10:32:31 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.04.2013 10:35:19 GMT+02:00
"Als Kunde muss ich ja den Mangel erstmal beweisen."

Mitnichten - die Beweislastumkehr findet im Gewährleistungsfall erst nach sechs Monaten statt. Gerade hier ist das Gesetz sehr eindeutig - der Händler hat zwei Versuche auf Nachbesserung. Erst nach Ablauf von sechs Monaten muss ich als Kunde beweisen dass der Mangel bereits bei Übergabe der Sache vorhanden war wenn es Probleme gibt und ich Gewährleistung einfordern will.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.04.2013 10:37:51 GMT+02:00
JeyJey meint:
"... kommt sehr oft in den neuen Bundesländern vor, z.B. Chemnitz."

Woher haben Sie denn bitte diese Informationen?

Übrigens sind die "neuen Bundesländer" nicht mehr so neu wie Sie denken. Vielleicht mal endlich Vorurteile ablegen. -.-

Veröffentlicht am 04.04.2013 11:34:52 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 04.04.2013 11:35:07 GMT+02:00
Guten Morgen an Jey Jey danke, nichts ist so hartnäckig wie Stammtischparolen und ich habe das mal irgendwo gehört. Vielleicht wolle ja einige Nord gegen Süd und West gegen Ost ich bitte nicht. Es ist gut so wie es ist und wird noch besser werden, wenn alle daran mitarbeiten statt zu schwätzen.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 04.04.2013 11:37:44 GMT+02:00
Schlumpf6000 meint:
Wer bei Amazon kauf hat immer den A-Z Schutz inklusive und muß hier nichts befürchten,auch wenn es ein schlechter Händler ist man bekommt immer geholfen.
Amazon ist zwar meist etwas teurer als in der Bucht aber dafür einfach super wenn es Probleme gibt.

Veröffentlicht am 06.04.2013 19:11:31 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.04.2013 19:14:09 GMT+02:00
Anne_vo meint:
Ich habe dem Händler, nachdem die Gutschrift inkl. Rückporto eingegangen ist, die Bewertung 3 von 5 gegeben.
Wie ich oben schon erwähnte: "Eine, die als "sehr gut" erhaltene Kamera beschrieben wurde, aber mit reichlich Abnutzungspuren und Kratzern auf dem Display sowie fehlender Software geliefert wird, hat m.E. EINDEUTIG Mängel."
Mit meiner Bewertung ist der Händler jedoch nicht einverstanden und bietet mir 5 ¤ an, damit ich sie zurücknehme. :(
Ich habe auch geschrieben, dass andere Verkäufer ja auch auf Abnutzungsspuren hinweisen und eine solche Kamera NICHT als "sehr gut erhalten" anbieten.
Meiner Meinung nach ist dieser Händler mit der Note 3 sehr gut bedient, abgesehen davon, dass man Bewertungen m.E. gar nicht zurücknehmen kann und ich dazu gar nicht bereit bin.
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