Lizenzen ins Ausland verkaufen


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1-8 von 8 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 22.03.2012 13:38:24 GMT+01:00
Servus aus Wien,

bisher habe ich meine Bücher ausschließlich für den deutschsprachigen Markt produziert und auch nur hierzulande vermarktet. Irgendwie reicht das auch, was den Zeitaufwand betrifft. ;-)

Trotzdem würde es mich interessieren, die Lizenzen (vorzugsweise in englischer Sprache) für meine Bücher ins Ausland zu verkaufen. Hat jemand von euch Erfahrung, wo man derartige Kontakte knüpft?

Was ich nicht will, ist von Verlag zu Verlag zu laufen.
Buchmessen kämen mir in den Sinn. Mit deutschsprachigen Taschenbüchern fällt man auf der Buchmesse in London vielleicht sogar auf, aber läuft dort auch meine Zielgruppe rum?

Bin für Anregungen dankbar.

lg
albert

Veröffentlicht am 22.03.2012 14:58:38 GMT+01:00
b meint:
@ Albert
Hast du dich hier beworben?
http://www.ava-international.de/

Veröffentlicht am 23.03.2012 12:02:23 GMT+01:00
Danke, habe ich mir angesehen. Aber so wie ich die Seite verstehe, ist das eine "stinknormale" Agentur, die neben dem heimischen Markt auch ins Ausland vermittelt. Hast du Erfahrung mit denen gemacht?

Meine Hoffnung war ja, dass es einen Ort / eine Veranstaltung gibt, wo die englischsprachigen Verlage ihre (vorzugsweise) deutschsprachigen Titeljäger hinschicken. Quasi ein Treffen auf Augenhöhe mit den Leuten, die letztlich die Empfehlung abgeben oder vielleicht sogar selbst entscheiden.

lg
albert

Veröffentlicht am 23.03.2012 21:57:56 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 23.03.2012 21:59:36 GMT+01:00
Nachtvogel meint:
Hallo Albert,

es ist fast unmöglich, auf den englischsprachigen Markt zu kommen. Das schaffen selbst sehr renommierte Autoren und Autorinnen nur selten. (Und bei denen steht eine intensiv arbeitende Lizenzabteilung im Rücken.) Deutschland ist das Land mit den meisten Übersetzungen in der Welt, die USA und Großbritannien übersetzen im Vergleich dazu l ä c h e r l i c h wenig. (Irland ist eine Ausnahme.)
Manche deutsche Autoren haben (wie z.B. Cornelia Funcke) ihre Bücher selbst ins Englische übersetzt oder übersetzen lassen und dann die Verlage abgeklappert.
Sehr viele deutsche Autoren haben Lizenzen, die ins Ausland gehen, aber meist nach Europa (Europa ist ingesamt übersetzerfreudig), manchmal gehen die Lizenzen auch in "exotische" Länder wie Taiwan oder China. Das ist sogar vergleichsweise "einfach". Aber der englischsprachige Markt - der gilt als der begehrteste und als der am schwersten zu knackenste.
Ich fürchte, es wird dir hier keiner einen echten Rat aus Erfahrung geben können, weil es einfach zu wenig Übersetzungen aus dem Deutschen ins Englische gibt.

Veröffentlicht am 27.03.2012 19:38:44 GMT+02:00
Danke Nachtvogel, das ist eine interessante Einschätzung der Lage. Wenn man das zu Ende denkt, könnte man aber auch zu dem Schluss kommen, dass deutsche Verlage zwar jeden Mist aus Übersee kaufen, die andere Seite vom Teich aber wesentlich höhere Anforderungen an Texte stellt :-)
Wobei das natürlich seine Berechtigung hat, wenn man bedenkt, wie groß der englischsprachige Markt gemessen am deutschsprachigen ist.
Hat schon einer Erfahrungen mit anderen Sprachen gemacht?

lg
albert

Veröffentlicht am 27.03.2012 20:49:04 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 27.03.2012 20:57:16 GMT+02:00
Nachtvogel meint:
@ Albert

Ich. Ich hab Lizenzen nach Ungarn und es gibt im Moment Interesse in Tschechien und Polen. (Ein Auszug aus einem Roman ist auch ins Englische übersetzt und in einer britischen Zeitschrift erschienen, ABER - das war ein ganz großer Zufall. Dazu bin ich wie die Jungfrau zum Kinde gekommen.)
Aber wie gesagt: Lizenzen nach Europa haben eigentlich sehr viele Schriftsteller. Da können dir sicher noch mehr Autoren, die hier an Bord sind, ihre Erfahrungen sagen.

Europa ist insgesamt einfach übersetzerfreudiger (mit Deutschland an der Spitze weltweit) und zeigt sich interessierter an internationaler Literatur - es gibt zahlreiche Übersetzungen in Europa. Da kannst du z.B. sogar ganz einfach damit Glück haben, eine interessierte Übersetzerin zu finden, die dann das Buch in ihrem Land an einen Verlag bringt. So etwas geschieht sehr oft.

Veröffentlicht am 02.04.2012 11:20:01 GMT+02:00
Ungarn wäre mir nicht in den Sinn gekommen, dabei ist es sehr naheliegend. Vielen Dank für die Anregungen.

lg
albert

Veröffentlicht am 11.04.2012 20:25:50 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 11.04.2012 20:29:33 GMT+02:00
Marismeno meint:
Der kleine Xin Verlag, mit dessen Autorenteam ich z.Zt. an der "Isrogant" Fantasy-Reihe arbeiten darf, hat sogar seinen Sitz in England. Die bringen deutschsprachige Fantasy heraus, planen aber grundsätzlich auch für den englischsprachigen Markt. Da sie aber noch sehr jung und klein sind, und die Kapitaldecke nicht so dick, bringen sie nur wenige Bücher pro Jahr heraus.

Grundsätzlich ist es aber so, dass ein Verlagsvertrag auch die Weitervermarktung der Lizenz ins Ausland oder zB. an die Film- oder Hörbuchindustrie beinhaltet. Wenn man mit einer Agentur zusammenarbeitet, kümmert die sich auch um mögliche ausländische Verlage. Je nach Größe und Marktanteil können deren Kontakte bedeutend sein oder auch nicht.
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Erster Beitrag:  22.03.2012
Jüngster Beitrag:  11.04.2012

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