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1-25 von 1000 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 28.02.2012 22:02:46 GMT+01:00
Da immer noch niemand sich traut, eröffne ich mal den ersten Thread. Autoren, hier dürft ihr, ob ihr lektoriert oder gedruckt seid oder nicht.

Welche Bücher habt ihr denn so geschrieben ? Wieviele Stunden habt ihr in euer Werk investiert ? Wieviele schlaflosen Nächte verbracht, weil eine liebgewonnene Figur gestorben ist und ihr konntet es nicht mehr verhindern ?

Mir gefällt die Autorenecke, ich fühle mich hier bereits wohl. Vielleicht nehmt ihr euch einen Sessel oder einen Stuhl, oder vielleicht so gar einen Platz auf dem dicken Teppich vorm Kamin und setz euch zu mir. Bitte, erzählt mir etwas von fremden Welten und fernen Ufern.

Veröffentlicht am 29.02.2012 18:19:28 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.02.2012 18:30:18 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Dirk,

damit Du nicht gar so allein in der Autorenecke sitzt, nehme ich mir jetzt einfach den schönen Sessel mit dem Fußbänkchen und setze mich mit an den Kamin. So ein flackerndes Feuer zieht mich immer an.
Obwohl die Figuren meiner Romane selten an Lager- oder Kaminfeuern sitzen. Außer vielleicht in der Berghütte. Da wird noch mit Holz gekocht. Allerdings ist das Feuer dort eher in einem Herd aus Gußeisen gefangen und wird auch sonst sorgsam kontrolliert ...

Ich bin keine Autorin und ich kann auch nicht gut schreiben. Meine Geschichten träume ich hauptsächlich - mehr oder weniger kontrolliert. Aber rein zur Gesellschaft schaue ich schon gern mal bei richtig ernsthaften Schriftstellern vorbei.

Was schreibst Du denn so?

LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.02.2012 19:22:15 GMT+01:00
Hallo Tante Li,

tja, eigentlich dachte ja alle Autoren sind ganz begeistert und schreiben hier ganz viel rein, weil sie doch in den anderen Foren auch nicht unbedingt so toll immer behandelt werden. Ich finde das manchmal ein bisschen unfair, vor allem da in vielen Büchern sehr viel Arbeit und Liebe steckt.

Ernsthaft schreibe ich auch nicht, leider, nur als Hobby in der Freizeit. Ich habe aber schon was veröffentlicht, aber halt unter einem Künstlernamen, da mein Job nicht unbedingt dazu passt.

Aber ich schreibe im Fantasy Bereich. :-)

Und ja, ich habe tatsächlich schon meine Character sterben lassen müssen, weil es die Situation einfach verlangt hat, und war auch total fertig deswegen. Schlimm ist nur, man kann sie danach nicht wiedererwecken, das geht einfach nicht. Kriege ich irgendwie nicht gebacken.

Lg,
Dirk.

Veröffentlicht am 29.02.2012 23:08:26 GMT+01:00
Annina Boger meint:
Hallo Dirk Jost

Schön, dass du mal angefangen hast. Das hast du gut gemacht! Könnte mir vorstellen, dass einige Autoren verstanden haben, das neue Forum "Triff unsere Autoren" starte erst Mitte März dieses Jahres. Doch wenn ich richtig liege, werden ab Mitte März alle sogenannten "Selbstwerbungen" aus den anderen Foren entfernt. Bis dahin darf man offenbar noch (zwinker).

Auch ich finde es gut und richtig, ein eigenes Forum für Autoren zu starten, wie es auf amazon.com seit längerer Zeit existiert. Ich hatte das nicht gewusst (meine Englischkenntnisse lassen noch zu wünschen übrig) und wurde ermahnt, als ich bei einer hochinteressanten Diskussion zum Thema Titelbilder auf meine Werke verwies. Zum Glück hat einer der deutschsprachigen Teilnehmer mir erklärt, was ich falsch gemacht hatte. Einige weitere Teilnehmer haben sich trotzdem erbarmt und mir hilfreiche Tipps zu den Covern gegeben, die wir inzwischen umgesetzt haben.

Nein, gestorben ist meine Figur im Roman
TANZKAVALIER GESUCHT (Ein Zwilling tanzt selten alleine)
nicht, jedoch einige Passagen und Abschnitte daraus. Aber es war am Anfang schon schwierig, mich davon zu trennen, das gebe ich gerne zu. Kritiken sind eben wirklich hilfreich, selbst die härtesten. Ich versuche, bei Kollegen möglichst konstruktive Tipps und Anregungen zu geben, mit welchen sie etwas anfangen können, statt am Boden zerstört zu sein. Und wenn ich ein Werk wirklich nicht gut finde, dann melde ich dies dem/der Autor/Autorin persönlich, indem ich meine Eindrücke dazu schildere.

Ist es nicht schön, dass wir Autoren mit jedem Manuskript dazu lernen? So können wir uns ständig weiter entwickeln und verbessern. Und unseren ureigenen Stil finden. Echt spannend! Der Weg ist hier tatsächlich das Ziel.

Allen AutorenkollegInnen wünsche ich viel Entdeckungsfreude auf diesem Weg.
Lg Annina

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.02.2012 23:55:22 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 29.02.2012 23:56:21 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Dirk,

ja, mich wundert es auch, dass die vielen Autoren, die sonst die Diskussionsforen bevölkern, diese Gelegenheit hier nicht wahrnehmen. Vielleicht nehmen sie die Ankündigung von Amazon gar nicht ernst, oder sie glauben nicht, dass in diesen Autorenbereich viele interessierte Leser kommen.

Warum einige Eigenwerber nicht so toll behandelt werden und in der Vergangenheit noch heftiger angegangen wurden hat/te seine Gründe. Zum Beispiel wurden vielfach die Leser nicht fair behandelt, in dem mit falschen Identitäten und Eigenrezensionen getrickst wurde, um das eigene Machwerk anzupreisen.
Kein Käufer lässt sich gern für dumm verkaufen.

Wie viel Arbeit und Liebe in einem Buch steckt ahnt man als Leser - vielleicht - wenn man es ganz gelesen hat. Dazu muss man es in der Regel erst einmal kaufen. Die Diskussionsforen sind dafür gedacht, dass Leser sich gegenseitig Empfehlungen geben, die auf die Qualität des Produkts schließen lassen bzw. erkennen lassen, ob das Buch zum eigenen Geschmack passt.

Ich habe auch einiges geschrieben, dass eher in die Fantasy-Richtung geht.
Bisher habe ich nur einmal einen Charakter, den ich über längere Zeit aufgebaut habe, sterben lassen. Das war dann auch der Schluss dieses Romans. Ohne ihn hat mir die Geschichte keinen Spaß mehr gemacht (obwohl er noch nicht einmal der Hauptcharakter war).
Seither vermeide ich eher solche Dramen. Keine Ahnung wie andere es schaffen ihre Figuren reihenweise zu vernichten.

LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 00:06:46 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.03.2012 13:45:57 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Annina,

eigentlich hat man dort nie "gedurft" ;-) aber das wissen auch nur die Autoren, die mal in die Amazon-Diskussionsbedingungen geschaut haben:
http://www.amazon.de/gp/forum/content/db-guidelines.html

Ja, es wurde wirklich höchste Zeit, dass Autoren so ein eigenes Forum bekommen. Ich hoffe, es entwickelt sich noch lebhaft und für die Autoren wie auch für die interessierten Leser zum echten Austausch über die Bücher.

Passagen oder Abschnitte aus dem fertig Geschriebenen zu löschen ist wirklich schwer und ich weiß nicht, ob ich einen Roman veröffentlichen wollen würde, in denen Szenen fehlen, die mir wichtig waren.
Hast Du eine/n Lektor/in gehabt, der/die Dir gesagt hat, was gestrichen werden muss?

Viel Spaß beim Schreiben weiterhin!
LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 11:15:26 GMT+01:00
Erlend meint:
Hallo zusammen, auch ich begrüße diesen neuen Thread und freue mich auf viele interessante Bekanntschaften und Gespräche

Veröffentlicht am 01.03.2012 13:03:54 GMT+01:00
Philipp.de meint:
Auch von mir erst mal ein Hallo an alle! Ist ja wirklich noch recht leer hier.
In meinem Buch/meinen Geschichten sterben immer einige, ich bin da sehr geprägt von moderner Fantasy und finde es einfach angemessen, dass auch der eine oder andere Held, der dem Leser (und Autor) ans Herz gewachsen ist, sterben muss.
Sonst ist man in den 60ern und bei Raumschiff Enterprise, wo immer nur die armen rotuniformierten Besatzungsmitgliedern gestorben sind, was doch die Spannung deutlich reduziert hat.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 13:33:24 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.03.2012 13:49:44 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Erlend (Stuttgart?),
worüber möchtest Du Dich denn am liebsten unterhalten?
Hast Du etwas geschrieben?
LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 13:42:55 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Philipp,
hast Du Dein Buch schon veröffentlicht. Erzähl doch mal!

Stimmt, die Rotuniformierten der Enterprise-Besatzung waren immer zum Abschuss frei gegeben ;-)

LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 14:01:43 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.03.2012 14:05:28 GMT+01:00
Erlend meint:
Hallo Tante Li,
mich interessiert: Wann ist der Moment indem ihr euch in den neu geschaffenen Charakter verliebt, oder ihn verabscheut. Bei mir passiert der Augenblick der Zu oder Abneigung bereits in meine Phantasie, und dann bin ich treu ergeben. Eine beendete Geschichte ist immer ein schmerzvoller Abschied, und da der Tod zum Leben gehört kommt man auch um ihn nicht herum. Wichtig ist es mir das mit Beidem, also Liebe und Tod würdevoll umgegangen wird.
LG Erlend

Veröffentlicht am 01.03.2012 14:48:27 GMT+01:00
Sommerkind meint:
Manche Charaktere steuern so konsequent auf ihren Tod hin, dass man sie nicht daran hindern kann... Aber beim Schreiben gibt es nunmal Schicksal, da führt kein Weg daran vorbei - sonst wirkt es arg gezwungen und hingebogen. Gerade bei historischen Romanen kann man sich ja auch bei den geschichtlich belegten Personen nicht einfach aussuchen, wann derjenige stirbt.

Was das mögen angeht: Natürlich entscheide ich vorher, wen ich sympathisch oder nicht gestalten will, dennoch kann es im Schreibprozess durchaus zu einer Entwicklung kommen, die das ändert. Manche Nebencharaktere werden erst im Laufe der Geschichte richtig interessant.

Veröffentlicht am 01.03.2012 16:27:48 GMT+01:00
[Von Amazon gelöscht am 28.03.2012 18:32:46 GMT+02:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 17:58:52 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Erlend,
auch mir ist es immer wichtig, dass mit Liebe und Tod würdevoll umgegangen wird. Deine Haltung ist mir deshalb sehr sympathisch. Meine Charaktere liebe ich meist vom ersten Moment an, also eigentlich noch bevor ich sie richtig ausgebaut und einen passenden Background für sie geschaffen habe. Die Schwierigkeiten, die sie bewältigen müssen, kommen meist erst mit dem Schreiben und so ist es oft auch für mich überraschend, wie sich ihre Eigenschaften entwickeln.
LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 18:04:09 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.03.2012 18:15:31 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Sommerkind,
ja, dass sich manche Charaktere erst im Laufe der Geschichte zu wichtigen Figuren entwickeln kenne ich auch. Ich fürchte aber, dass das als nicht besonders professionell angesehen wird. In den meisten Büchern, die ich gelesen habe, steht ziemlich fest, wer der Held / die Heldin ist und die Geschichte ist um diese Protagonisten herum systematisch aufgebaut. Damit hatte ich aber immer schon meine Schwierigkeiten.
LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 18:08:12 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.03.2012 18:12:44 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Philipp,
ja, überarbeiten ist das schwierigste am Schreiben. Die Geschichte zieht einen weiter, aber eigentlich sollte man an Details schleifen.
Dein Roman liest sich ganz gut an. Irritiert hat mich der Name Eowyn, weil mir dazu natürlich gleich die Tolkien-Figur dieses Namens eingefallen ist:
http://www.google.de/search?q=eowyn&hl=de&prmd=imvns&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X&ei=EK1PT932KOOC4gSe25i1DQ&sqi=2&ved=0CEsQsAQ&biw=1259&bih=763
Sieht nach meinem Blick nicht so ganz nach "Führer der Rebellen" aus ;-)
Aber gut. Es ist wohl schwierig immer wieder neue Namen zu erfinden.
LG
Li

Veröffentlicht am 01.03.2012 18:29:34 GMT+01:00
Philipp.de meint:
Hallo Tante Li,

vielen Dank für die schnelle Rückmeldung! Über den Namen habe ich überhaupt nicht nachgedacht, ich habe einige Jahre in Wales verbracht und da ist das ein ganz/ziemlich alltäglicher Name. Ich bediene mich regelmäßig bei walisischen Namen, weil sie angenehm fremdländisch klingen, wie ich finde, aber trotzdem aussprechbar sind (in der Regel)

Wie gesagt Danke für das Feedback, vermutlich tausche ich den Namen dann in der nächsten version mit ein paar kleinen Änderungen zusammen aus,
schönen Abend noch,
Philipp

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 18:38:39 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 01.03.2012 19:16:12 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Philipp,
ich habe erst nachträglich gesehen, dass Du inzwischen einen eigenen Thread zu Deinem Roman eröffnet hast. Deshalb schlage ich vor dort darüber weiter zu diskutieren. Mir ist nämlich beim Weiterlesen noch etwas aufgefallen.
LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 19:28:29 GMT+01:00
Annina Boger meint:
Hallo Tante Li

Danke dir!
Ja, ich hatte mehrere Lektoren, darunter auch einen männlichen, was ich als Bereicherung empfand, da mir auch die männliche Sicht wichtig ist. Von sämtlichen LektorInnen habe ich teils ganz unterschiedliche (jedoch nicht widersprechende) Kommentare erhalten. Jeder hat seine Schwerpunkte gesetzt, und ich habe aus allen gelernt.
Für mich war es, wie wenn man Autofahren lernt. Der eine Fahrlehrer schaut mehr auf die Haltung am Steuer und die richtige Handhabung der technischen Funktionen. Der andere mehr darauf, dass man den Blick nicht nur direkt vor das Auto lenkt, sondern auch voraus und zur Seite schaut ...
Entgegen der üblichen Erwartungen und Meinungen waren jedoch die Reaktionen aus dem Familienkreis bedeutend harscher und haben auch manches Mal geschmerzt. Trotzdem bin ich froh über deren Offenheit, die mir weiter geholfen hat. Wie oft ich meinen Roman gesamthaft überarbeitet habe, kann ich nachträglich nicht mehr sagen.

Fazit: Ich würde jedem Autor empfehlen, mindestens die ersten Werke lektorieren UND von Laien lesen zu lassen. Mit der Zeit kriegt man so ein Gefühl für "stimmigeres" Schreiben:
Wortwiederholungen vermeiden, möglichst auch komplizierte Schachtelsätze. Wenn aus einem Dialog klar ersichtlich ist, wer spricht und antwortet, entfallen Zusätze wie "sagte er"/"antwortete sie" usw.
Ebenfalls eine Herausforderung bedeutet es, beim Schreiben Wertungen zu vermeiden und diese dem Leser zu überlassen (show, don't tell). Daran feile ich wohl noch länger, da die Versuchung manchmal zu groß ist.

Lektoren sagen i.d.R. nicht einfach, was gestrichen werden muss, sondern geben Tipps und Hinweise. Also zum Beispiel "dieser Abschnitt ist etwas lang geraten", oder "die beiden Abschnitte sagen beinahe dasselbe aus" oder so. Zum Glück nehmen sie uns Autoren nicht die ganze Arbeit ab, sondern lassen uns selbst noch daran basteln. Das ist auf den ersten Blick zwar mit mehr Arbeit verbunden, trainiert jedoch für zukünftige Manuskripte.
Ein Hoch auf Lektoren!

Veröffentlicht am 01.03.2012 20:04:58 GMT+01:00
Wolff Rump meint:
Die Autorenecke ist eine prima Idee. Selbstvermarktung hat für viele ernsthafte Autoren immer noch etwas Anrüchiges. Autoren sind  ganz ähnlich wie Verleger und Agenten - eine zutiefst konservative Klientel. Der Text soll für sich selbst sprechen und nicht der Autor für den Text. Ritterlich, aber (leider) nicht mehr zeitgemäß, um im Wettbewerb zu bestehen. Wettbewerb? Allein der Begriff hat für die meisten Schreiber die Anmutung einer Casting-Show. Eine Literaturagentin erzählte mir vor Kurzem, dass sie pro Jahr 1.000-1.500 Manuskriptangebote von Autoren erhält. Und wie viele nehmen Sie an?, fragte ich. Vier. Vier von eintausendfünfhundert. Mein Geld verdiene ich mit dem Verkauf von Lizenzen ausländischer Bestsellerautoren, wie meine Kollegen auch.

Erst das Thema E-Book scheint die Bereitschaft der Kreativen, selbst an die Öffentlichkeit zu gehen, etwas zu forcieren. Es ist schon merkwürdig, das Kreativität im Hinblick auf Plots und Figuren so wenig mit Kreativität im Hinblick auf das eigene Marketing zu tun hat. Natürlich gibt es Ausnahmen: Frank Schätzing (der selbst aus der Werbebranche kommt) und diverse TV-Promis, die durch das Schreiben ihren abflauenden Produktlebenszyklus wiederbeleben. Meine Erfahrung ist: je weniger jemand (kreativ) schreibt, desto intensiver wird das Eigenmarketing betrieben. Es ist auch ein zeitliches Problem. Die meisten Autoren, die als Selbstvermarkter, z. B. im E-Book-Markt, einen ersten Erfolg hatten, verzichten danach freiwillig auf ihre höheren Margen (zwischen 30 und 80% im Vergleich zu 5-10% im Printbereich) und überlassen das Thema Marketing inkl. Vertragsmanagement, Buchung von Lesungen etc. einem Agenten oder Verlag, sobald die ersten Anfragen eingehen. Es bleibt sonst einfach keine Zeit zum Schreiben. Und das ist letztendlich das Einzige, was zählt, denn für weniger als die 3.000¤, die etwa 50% der veröffentlichten Autoren mit ihren Büchern pro Jahr verdienen, setzt sich niemand die 1-3 Jahre an den Schreibtisch, die ein Roman verschlingt.

Deshalb viel Erfolg mit der Autorenecke und ein erster literarischer Input meinerseits. Ich habe gerade eine Anthologie mit 12 meiner Kurzgeschichten als E-Book veröffentlicht. Der Titel: E-Zigarette, weil die Geschichten gerade die richtige Länge haben für die Pause zwischendurch oder den Trip mit der U-Bahn zur Arbeit. Der Schwerpunkt liegt bei Thrillern, aber es gibt auch einige satirische und dramatische Texte. In der Leseprobe von Amazon kann man übrigens einen der Thriller vollständig lesen. Der Text war für den Agatha-Christie-Krimipreis 2011 nominiert und wurde vom Fischer Taschenbuch Verlag anschließend veröffentlicht.

Zur Beschreibung aus Amazon:
Warum der Umweltschutz für Mafiosi tödlich sein kann, wie man mit Kinderspielzeug ein Attentat verübt und wie Prüfungsstress bei einem Taschendieb aussieht? Die Antworten finden Sie hier: 12 Kurzgeschichten mit den Schwerpunkten Thriller und Humor. Ideal für den Weg zur Arbeit oder die (Zigaretten-)Pause zwischendurch. Ihr Chef ist frech geworden? Die Thriller halten jede Menge Anregungen bereit, um - Sie wissen schon. Einige der Stories haben Literaturpreise gewonnen, sind für Preise nominiert worden oder haben bereits ihren Weg in konventionelle Bücher und Hörbücher gefunden.

Wer Interesse hat, findet die Anthologie hier: E-Zigarette

Veröffentlicht am 01.03.2012 20:08:13 GMT+01:00
Wolff Rump meint:
Hier ist der Rest des Posts. Der Beitrag war wohl zu lang. Ab jetzt fasse ich mich kürzer - versprochen!

Forts.
Weitere Texte von mir sowie Tools und Tipps für Autoren gibt es gratis auf meinem Blog: http://wolffrump.blogspot.com. Hier habe ich neben Kurzgeschichten auch einige Kapitel aus meinem letzten Roman gepostet, den ich Kürze veröffentlichen werde. Ich schlage mich gerade noch mit der Covergestaltung herum.

So viel Eigenwerbung muss ich jetzt erst einmal moralisch verdauen. Viel Spaß beim Lesen, und ich freue mich auf interessante Beiträge in der Autorenecke von Euch!

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 21:41:06 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 01.03.2012 21:47:33 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 01.03.2012 21:41:08 GMT+01:00
[Vom Autor gelöscht am 02.03.2012 19:10:10 GMT+01:00]

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.03.2012 09:11:38 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 05.03.2012 11:45:54 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Annina,
ja, Lektoren sind wichtig! Ich habe auch erst durch eine professionelle Lektorin gelernt, wie ich an meinen Texten arbeiten muss.
Wie bist Du denn an so viele Lektoren gekommen?
LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 02.03.2012 10:05:12 GMT+01:00
Erlend meint:
Hallo zusammen!

@ Tante Li
danke für das Kompliment es freut mich, dass Dir meine Einstellung gefällt. Bisher habe ich nichts veröffentlicht. Eine handvoll sehr guter Freunde liest gerne meine Geschichten wobei immer eine spannende Diskussionsrunde entsteht.
( auch mal bei einem schönen Essen und einem Glas Wein)
Für gute Vorschläge und angebrachte Kritik habe ich immer ein offenes Ohr, und es hat so manche Verbesserung gebracht

Euch allen ein schönes Wochenende LG Erlend
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