Autoren- und Schreibforen


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1-15 von 15 Diskussionsbeiträgen
Ersteintrag: 07.03.2012 09:58:32 GMT+01:00
River meint:
Eine Teilnehmerin hier (und bestimmt nicht nur die) würde es interessieren, was Ihr so für Erfahrungen mit Autoren- und Schreibforen gemacht habt. Welche gibt es, wie seid Ihr dort zurechtgekommen, seid Ihr dort noch aktiv oder habt Gründe, es nicht mehr zu sein?

Ich selbst hab es vor vielen Jahren mal mit einem probiert, von dem ich dann ganz schnell wieder weg war (weiß nicht einmal mehr den Namen oder ob es das überhaupt heute noch gibt). Diejenigen, die schon länger da waren, verhielten sich den Neulingen gegenüber wie die Herren der Welt, und untereinander wurden die Texte nicht etwa objektiv bewertet, sondern je nachdem, wie gut man sich leiden konnte. Viele waren von ihren Werken und vor allem ihrer Kompetenz, andere zu beurteilen, derart überzeugt, dass man nur den Kopf darüber schütteln konnte. Das hat mich für lange Zeit von weiteren Versuchen dieser Art abgeschreckt.

Später hab ich dann mal versucht, ein eigenes kleines Schreibforum aufzubauen. Daraus ist dann aber (der Teilnehmerinteressen wegen) am Ende ein reines Sich-über-Gott-und-die-Welt-Austausch-Forum geworden, in dem es kaum bis gar nicht mehr um das Schreiben ging. Das war es aber nicht, was ich wollte, und darum bin ich dann auch wieder gegangen. Für reine Plauderforen fehlt mir die Zeit und auch die nötige Motivation (das bekomme ich ja nicht mal auf Facebook gebacken).

Und nun seid Ihr dran: Erfahrungen, bitte! :-)
Antwort auf den Eintrag von River:
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Veröffentlicht am 07.03.2012 10:19:42 GMT+01:00
Frida meint:
@River

Vielen Dank fürs Eröffnen. Ich habe selbst noch keine Erfahrung mit reinen Autorenforen, aber da ich Austausch sehr bereichernd finde, würde ich mich über einen Tipp bezüglich eines konstruktiven Autorenforums freuen.
Lg
Daniela

Veröffentlicht am 07.03.2012 11:06:19 GMT+01:00
@River,. so geht es mir auch. Wenn man irgendwo neu hinzukommt, wird man wirklich wie ein Idiot
behandelt. Schön sind auch Foren, in denen man seine Werke einstellen kann und andere rezensieren.
Bekommt man gute Rezensionen, heißt es "Bussi-Bussi"-Rezis oder man hätte sine Freunde mitgebracht.
Man wird bewusst abgewertet und Kritik am Forum darf man schon gar nicht äußern.
Ich lese in den meisten Foren nur noch. Auf dieses "Platzhirsch"-Gehabe habe ich keinen Bock.

Veröffentlicht am 07.03.2012 12:09:33 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hi!
Ich habe auch noch keine speziellen Erfahrungen mit Autoren- und Schreibforen. Was ich bisher so davon gehört habe klingt nicht gerade verlockend.

Wie würdet Ihr Euch ein solches Forum wünschen?

Für mich wäre wohl entscheidend, dass dort einige Autoren dabei sind, die wirklich professionelle Erfahrungen mit Lektorat und Verlagswesen haben. Idealerweise auch gleich mit Kontakten zu Agenten, die einen weitervermitteln könnten.

LG
Li

Veröffentlicht am 07.03.2012 13:29:42 GMT+01:00
ud meint:
Das erste Schreibforum ,in dem ich mich angemeldet habe, war Leselupe.de.
Zwischendurch habe ich andere Foren ausprobiert und mich nach einiger Zeit bei denen wieder abgemeldet. Der Leselupe bin ich treu geblieben, weil es das einzige Forum ist, was mir wirklich geholfen hat und noch hilft.
Dort bin ich heute noch gelegentlich aktiv.
Dort gibt es Profis und Anfänger, Schreibwettbewerbe, spezielle Bereiche zur Weiterentwicklung, eine Quatsch- und Laberecke.
Vor allem kann man sich mit den Kritiken der anderen weiterentwickeln. Die Hilfe ist dort sehr reichhaltig, wenn man kein allzu dünnes Fell hat. Idioten gibt es hier wie dort (in der LL sehr wenige, da wirkungsvoll moderiert).

Veröffentlicht am 07.03.2012 14:37:19 GMT+01:00
Frida meint:
@ud

danke. Na vielleicht schau ich da mal vorbei. Insgesamt klingen eure Berichte aber doch eher negativ und schrecken mich mehr ab, als dass sie mir Lust auf ein reines Autorenforum machen ... Mal sehen

Veröffentlicht am 07.03.2012 15:18:49 GMT+01:00
River meint:
@Daniela: Nicht so schnell aufgeben! :-) Es haben ja bisher noch nicht viele ihre Erfahrungen gepostet. Wenn Schreibforen nur abschreckend wären, würde es ja nicht so viele davon geben, die auch teilweise sehr aktiv sind (und das schon seit langem). Es müssen also auch viele Leute einen positiven Nutzen daraus ziehen und sich gerne dort aufhalten.

Veröffentlicht am 07.03.2012 16:46:48 GMT+01:00
Frida meint:
@River

nein, aufgeben wollte ich nicht. Ich hab mich ja auch schon bei einem angemeldet und warte auf Aufnahme. Dann schau ich mir das selbst mal an. Die Posts haben mich eher zur Entschleunigung gemahnt. Dass ich es nicht noch gleich bei zehn anderen Foren versuche ;-). Nachdem ich so lange gebraucht habe, um endlich meinen Traum zu leben, bin ich jetzt so ungeduldig und möchte am liebsten alles auf einmal lernen, erfahren und mich darüber austauschen.

Veröffentlicht am 07.03.2012 16:58:44 GMT+01:00
River meint:
@ Daniela: Das kann ich sehr gut verstehen ;-). Dann drück ich Dir erstmal die Daumen, dass Du das für Dich passende Forum findest. Es gibt ja wirklich so viele (und wohl auch ganz unterschiedliche) davon, nur kenn ich mich da leider nicht so aus.
Hier posten Dir sicher noch mehr/andere ihre Erfahrungen, der Thread ist ja noch ganz "ofenfrisch"! :-)

Veröffentlicht am 07.03.2012 17:54:36 GMT+01:00
ud meint:
Für die reinen Kurzgeschichtenschreiber: www.kurzgeschichten.de

Veröffentlicht am 07.03.2012 18:15:44 GMT+01:00
Josefa meint:
Passiv, vom stillen Mitlesen kenne ich das DSFO (deutsche Schriftsteller-Forum) und schreibwerkstatt.de - aktiv geworden bin ich in keinem davon. Wenn ich Anregungen brauche, versuche ich mich manchmal an den Übungsideen, die dort angeboten werden, und in vielen Threads gibt es sehr hilfreiche Tipps.
Ich kenne mich, ich bin eine Mimose. Solange ich nicht lerne, mir ein dickeres Fell wachsen zu lassen, wäre der Tonfall auf den meisten dieser Foren nichts für mich.

Veröffentlicht am 21.03.2012 17:59:36 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.03.2012 18:02:17 GMT+01:00
Schreiben ist leider etwas, das viele, die sich bei Schreibforen anmelden, nicht mit einer gewissen Ernsthaftigkeit betreiben. Es gibt sehr viele Foren und für jeden Autor sollte bei all der Auswahl das passende dabei sein. Man muss halt ein bisschen suchen. Da gibt es die Schreibwerkstatt mit 7000 Mitgliedern, das (bereits genannte) DSFO, das Montségur (wo Auflagen erfüllt werden müssen, um Mitglied sein zu dürfen), das Scriptorium, Poolys- Kunst und Schreibforum, die Romanarchitekten usw usw. Ich selbst führte bis vor etwas mehr als einem Jahr auch ein eigenes größeres, das ich gegen ein kleines tauschte, denn das große lief zu Beginn zwar so, wie ich es mir vorstellte: ehrliche Kritik, aber kein "niedermachen". Austausch über interessante Themen zum Schreibhandwerk und trotz aller Ernsthaftigkeit auch eine nette, zwanglose Atmosphäre. Mit steigender Benutzerzahl und einem gewissen Bekanntheitsgrad im Internet, kamen viele Benutzer. Darunter viele Schreiber, die erst seit zwei Wochen schrieben, Lobgesänge für ihre Texte erwarteten, aber nach weiteren zwei Wochen (oder einer ehrlichen Kritik) nicht wieder kamen. Hinzu kamen aber auch sehr viele, die zwar schrieben (und das auch viel), aber nur als Hobby. Und es ist nun einmal so - auch wenn das elitär klingen mag - Hobbyautoren haben eine andere Erwartungshaltung an Texte/an das Schreiben/an Kritiken als Schreiber, die zu einem Verlag möchten. Und diese Mischung aus den verschiedenen Interessen führte dazu, dass das Forum oberflächlich wurde, was bei so manchen Schreibforen der Fall ist, die größer sind und wo sich jeder anmelden kann. Ich schloss das Forum, nahm eine kleine Truppe (in Summe 15 Stück) mit und zog um - in ein Forum, in das nicht jeder hinein kann, der erst seit gestern schreibt, und das klein bleiben soll. Denn wie in der Realität lässt es sich mit einer kleinen, überschaubaren Schreibgruppe besser arbeiten, als mit einer Truppe ab 30 aufwärts. Auch hier wieder: es mag sich elitär anhören. Aber bei einem Thema, bei dem es keine Grautöne gibt, muss man schwarz oder weiß wählen, um auf einen Nenner zu kommen. Man kann mit den wenigsten Hobbyschreibern, die nur "für sich oder die Oma" schreiben, darüber diskutieren, was Verlage von einem Manuskript verlangen.

Daran scheitern für mich die meisten Schreibforen: zu viele Benutzer, die zu viele Standpunkte vertreten oder Benutzer, die beweihräuchert werden möchten.

Es gibt wirklich sehr viele Autorenforen. Darunter nur sehr wenige, mit denen sich etwas anfangen lässt. Man muss halt die Augen offen halten.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 21.03.2012 20:03:04 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 21.03.2012 20:04:46 GMT+01:00
Tante Li meint:
Hallo Cora,
das ist ja sehr interessant, was Du erzählst.
Hast Du in Deinem Schreibforum denn das Ziel, ein gemeinsames Buch mit allen Beteiligten heraus zu bringen, oder arbeitet dort jeder für seine eigene Schriftstellerkarriere?
:-?
Habt Ihr bestimmte Verlage oder Agenten, die Ihr gemeinsam anschreibt?
LG
Li

Veröffentlicht am 21.03.2012 21:37:50 GMT+01:00
Hallo Li!
Gemeinsam an einem Buch schreiben... Oh je, das gelingt mir nicht mal, selbst wenn ich es wollen würde ;-) wir sind 18 Leute, jeder hat andere Lieblingsgenres, jeder hat einen anderen Stil und jeder hat mindestens ein Projekt, an dem er/sie arbeitet und jeder hat einen eigenen Kopf :D Also da ist nichts mit einem gemeinsamen Buch :-) außerdem gibt es ja dann noch diejenigen, die bereits einen Vetrag haben und diejenigen, die noch recht neu in der Welt des Schreibens sind.
Wir schreiben auch nicht gemeinsam Agenturen an. Klar, wenn jemand Tipps oder Hilfe braucht, steht man gern zur Seite. Dazu sollte ein Forum ja da sein. Aber im Grunde genommen "schreibt jeder sein Buch für sich", sodass man bei manchen nur nebenbei mitbekommt: Ich bin nun bei der Erstfassung auf Seite dreihundertirgendwas ;)
Ein Forum soll ja auch nicht mehr Zeit einnehmen als das Schreiben selbst. :D Es ist halt ein Ort, wo man sich austauschen, Hilfe suchen, News einholen und über Erfolge und Misserfolge (gehört genauso dazu) reden kann.
Daher rate ich, wenn mich jemand fragt, zu einem kleinen Forum, wo man die Leute kennt, ihre Macken versteht und weiß, wie sie dem Schreibhandwerk gegenüberstehen. Dann weiß man auch, in wen man seine Zeit investiert, wenn jemand um Hilfe bittet.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 22.03.2012 08:20:44 GMT+01:00
Zuletzt vom Autor geändert am 06.02.2013 18:19:03 GMT+01:00
Tante Li meint:
Klingt einleuchtend!

:-)
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Erster Beitrag:  07.03.2012
Jüngster Beitrag:  22.03.2012

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