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26-41 von 41 Diskussionsbeiträgen
Veröffentlicht am 26.04.2012 14:35:46 GMT+02:00
Ich finde es auch toll und bin jetzt neugierig!!! ;-)

Veröffentlicht am 26.04.2012 16:49:50 GMT+02:00
viele "ob", "sie sie", der letzte Absatz liest sich total umständlich, hier würde ich sehr straffen.

Als Beispiel:
Sie band sich ein schwarzes Tuch um den Hals, bis zur Brust reichend. Als sie das Blumenkleid wieder anzog, erweckte sie, wie vorher, den Anschein eines normalen Mädchens. Zuletzt schnitt sie mit der Schere ihren langen Schopf ab. Das schwarze Haar, das vorher locker bis zur Hüfte fiel, reichte nun nur noch bis zum Kinn. Sie band es zu einem Pferdeschwanz zusammen. Anschließend kehrte sie in den Wohnraum der Hütte zurück.

Veröffentlicht am 26.04.2012 18:19:07 GMT+02:00
Zuletzt vom Autor geändert am 26.04.2012 18:20:02 GMT+02:00
Josefa meint:
Klingt wirklich gut, Rin. Allerdings fehlen im ersten Satz mMn Kommas um den Einschub "bewaffnet mit ...".
Eine inhaltliche Frage: in welcher Epoche spielt das denn? Es ist Fantasy, soweit hatte ich schon verstanden, aber welcher Epoche wäre es vergleichbar? Ich staune eigentlich nur, weil die junge Dame da offenbar mit der Hand einen kompletten Anzug (und noch dazu "hauteng", was relativ komplizierte Schnitte und sorgfältiges Arbeiten erfordert) in einer einzigen Nacht produziert. Die Nacht ist, selbst bei elektrischem Licht, keine ideale Zeit, um zu arbeiten. Aber bei Kerzen- oder gar Mondlicht?
Spielt vielleicht bei Fantasy überhaupt keine Rolle (ebensowenig wie Schwerter auf dem Rücken - da geht das eben. Magie ^_^), aber ich wollte es zumindest anmerken.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.04.2012 19:08:04 GMT+02:00
Liana meint:
@ Rin
*hüstel* Nicht böse sein, aber ich finde die Textstelle nicht sehr gelungen. "Show, don't tell" ist das gerade nicht. Brennt ein Feuer im Kamin? Welche Lichtquelle gibt es? (Ist ja nachts) Was für einen Stoff hat sie? (Er lässt sich mit der Schere bearbeiten, hält dann aber Schwerter in den Laschen?) Welche "Kräfte" soll er durch Schneidern bei Vollmond erhalten?
Was macht Berthold? Schneidert er auch?

Der erste Satz im zweiten Abschnitt ist unsauber formuliert. "Langsam" und "Panik" passt nicht richtig. In dem Satz fehlt auch zumindest ein "darüber" in Panik usw., wenn du mit "ob" den Halbsatz beginnst.
Im Sinne von "Schow ..." solltest du auch lieber schreiben, was sie genau fühlt oder spürt. Fröstelt es sie, oder spürt sie Schweiß? Überläuft sie ein Zittern?
Dann weiß sie nicht, ob man nach ihr suchen würde.

Den Satz "schließlich war sie ..." verstehe ich nicht. Werden nur Verletzte zurückgeholt?
Einer weniger bedeutet nicht mehr Essen für den einzelnen, sondern für alle Anderen. Solange sie nicht zurückkehrt, gilt das auch für immer. Zumindest ihre Ration fällt allen Anderen weiterhin zu, selbst wenn es davon immer mehr geben wird.

Über den Anzug mit dem Schwert zieht sie ein Kleid. Das verdeckt dann sogar den Knauf? Oder soll den das schwarze Tuch verdecken? Ganz ehrlich: Das ist für mich nicht verständlich.
"Machte wieder den Anschein eines normalen Mädchens" ist sprachlich ungeschickt. Besser: Zog das Blümchenkleid über, um den Anschein eines Mädchens zu erwecken.
Ich würde auch einmal ausprobieren, ob man kinnlange Haare zu einem Pferdeschwanz binden kann.

Ich hoffe, du bist mir jetzt nicht böse. Aber das ist hier ja eine Textwerkstatt. Vielleicht kannst du mit dem einen oder anderen Hinweis etwas anfangen. Wenn nicht, kannst du auch einfach sagen: Die spinnt!

Nicht aufgeben! Übung macht den Meister.
LG Liana

Veröffentlicht am 26.04.2012 20:42:08 GMT+02:00
Berit Bonde meint:
@Rin

Die ersten beiden Absätze finde ich prima, den letzten würde ich etwas straffen. Ich persönlich brauche auch nicht immer so detaillierte Schilderungen, das überlasse ich lieber meiner Phantasie. Aber ansonsten finde ich, das liest sich sehr gut und ich würde gerne mehr lesen!

LG

Anna Lena

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 26.04.2012 21:20:56 GMT+02:00
Rin meint:
Erstmal danke an alle, die es gelesen haben und sich die Mühe gemacht haben zu antworten.
Ich fange mal oben an...

@ Heiko
ich mag es umständlich, aber du hast recht. Dein Vorschlag klingt bedeutend einfacher

@ Josefa
Zeichensetzung war noch nie meine Stärke, meistens setze ich sie nach Gefühl.
Es ist Fantasy. Die Epoche lässt sich mit dem Mittelalter vergleichen, obwohl es natürlich Unterschiede gibt, die Menschen haben z.b. eine bedeutend höhere Lebenserwartung.
Dass sie den ganzen Anzug so in einer Nacht fertignäht hat tatsächlich damit etwas zutun, dass es ein Fantasyroman ist. Mehr verrate ich mal nicht ;-)

@ Liana
Alles was du in deinem ersten Absatz schreibst, erkläre ich vorher. Die Textstelle ist etwas aus dem Zusammenhang gerissen. Das gleiche gilt für den "Schließlich war sie Satz". Wenn ich das alles hier erklären müsste, würde es dauern...

[Einer weniger bedeutet nicht mehr Essen für den einzelnen, sondern für alle Anderen. Solange sie nicht zurückkehrt, gilt das auch für immer. Zumindest ihre Ration fällt allen Anderen weiterhin zu, selbst wenn es davon immer mehr geben wird. ]
stimmt irgendwie, so hatte ich das gar nicht betrachtet.

Zum Pferdeschwanz, das geht, zumindest habe ich meine Haare immer zusammengebunden. ;-)

Die anderen Sachen werde ich überarbeiten. Deine Kritik ist gut und ich nehme sie sehr zu Herzen, einem Leser fällt ja meistens bedeutend mehr auf, als dem Autoren, der genau weiß, was er sagen will und ein Bild vor sich hat.

@ alle anderen
schön, dass es euch gefällt. vVel mehr gibt es leider nicht, der gesamte Text ist erst 20 A4 Seiten lang.

LG
Rin

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 27.04.2012 09:42:53 GMT+02:00
Tante Li meint:
@ Rin
Schön, dass Du uns Deinen Text vorstellst.
Am meisten vermisse ich hier einen Dialog, der die reine Beschreibung unterbricht. Warum tauschen Berthold und Alexia nicht ein paar Worte miteinander?
Auch könnten in einem Gespräch lebhafter ein paar Fakten untergebracht werden, die so nur nach Bericht klingen. Ein paar Gefühle, die Alexias Situation eindrücklicher beleuchten wären auch nicht verkehrt.

Mich würde auch interessieren, warum da so ein stetiger Zustrom an Waisenkinder in die Stadt ist. Gibt es Krieg im Land? Oder sterben die Eltern der Kinder an Hunger oder an einer Seuche?

Besonders interessant ist auch immer ein Blick auf den Anfang des Romans. Als Autor hat man ja den Anfang besonders oft im Blick, wenn man den Text bei jedem Überarbeiten erneut liest.
Vertraust Du uns noch das Anfangskapitel zum Lesen an?

LG
Li

Veröffentlicht am 27.04.2012 17:01:24 GMT+02:00
@Rin
danke. Nun aber fleißig ans Werk, schreiben, schreiben...

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 29.04.2012 10:33:44 GMT+02:00
Rin meint:
@ Tante Li
Es ist Krieg im Land und alle Kinder, die ohne Eltern innerhalb dieses Landes aufgegabelt werden, kommen ins Waisenhaus in der Hauptstadt. Natürlich nur, wenn der Finder selbst keine weitere Arbeitskraft benötigt, oder diese nicht ernähren kann.

Ein Dialog ist an dieser Stelle schwierig. Sie arbeitet hart an ihrerem Anzug und gleichzeitig traut sie Berthold nicht, obwohl er ihr natürlich hilft.

Vom Posten eines weiteren Teils möchte ich gerne absehen. Ich vertraue jedem einzelnen von denen, die hier und auch im Thread "Autoren dieser Welt vereinigt euch" fleißig schreiben, aber leider ist diese Diskussion auch für alle anderen Menschen zugänglich und man weiß nie, was einige mit geposteten Textstellen anfangen. Das Anfangskapitel und auch der Prolog würden zu viel über die Handlung an sich verraten, als dass ich sie hier öffentlich einstellen würde. Gäbe es einen privateren Ort, ließe sich darüber reden.

LG
Rin

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 30.04.2012 07:41:32 GMT+02:00
Tante Li meint:
@ Rin
Danke für Dein Vertrauen (soweit) - dass wir hier sehr öffentlich sind, stimmt natürlich! Daher kann ich Deine Zurückhaltung auch gut verstehen.
Für einen privateren Ort fehlt mir zur Zeit der Mut. Dergleichen habe ich schon getestet und letztendlich nicht nur gute Erfahrungen gemacht. Verschiedenes schmerzt noch immer.
LG
Li

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 09.05.2012 11:20:35 GMT+02:00
Sehr bildhaft beschrieben, nicht schlecht!
Eine Anmerkung hätte ich: Den Mut zur Lücke nutzen. Nicht immer "dann" und "anschließend" (hier allein zweimal) schreiben. Es funktioniert auch ohne, der Leser merkt ja, dass die Handlungen nacheinander passieren.

Veröffentlicht am 15.05.2012 08:41:51 GMT+02:00
Tante Li meint:
Hallo, Ihr Sprachbegabten!
Wer hilft mir beim Gedichtbasteln?

...

Ein Reim hüpft fröhlich durch die Welt
der Wortgebilde - was mir einfällt,
schaut sich das Ende von jedem Satz
nach einem passenden Ruheplatz.
Und sitzt er erst, dann muss ich schieben,
damit die Worte ihn auch lieben.
Am Ende kommt noch, mit viel Glück,
ein wenig Sinn ins ganze Stück.

...

Verbesserungsvorschläge?
:-?

Veröffentlicht am 15.05.2012 12:46:12 GMT+02:00
River meint:
Hallo Tante Li,

ja, mich gibts auch noch... ;-)

Die zweite Zeile holpert aber arg, die bringt den ganzen Rhythmus durcheinander. Ist dir vermutlich auch aufgefallen (sonst hättest du's nicht eingestellt)?

Mal gucken, ob ich's "glatter" bekomme:

"Ein Reim hüpft fröhlich durch die Welt
der Wortgebilde, steigt und fällt,
und sucht vergnügt in jedem Satz
nach einem guten Ruheplatz.
Und sitzt er dort, dann muss ich schieben,
damit die Worte ihn auch lieben.
Am Ende kommt sogar mit Glück
ein wenig Sinn ins ganze Stück."

... so etwa? :-) Du musst dir das Gedicht innerlich "aufsagen", seiner Klangmelodie nachspüren, damit es "unholprig" fließen kann. Einfach nur ein Reim am Ende und in etwa gleichlange Zeilen reichen da nicht.

Reimgedichte (wenn sie gut gemacht sind) finde ich sowieso eher schwierig, da nehm ich lieber die "offene" Form.

Viele Grüße,

River

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.05.2012 13:21:25 GMT+02:00
Tante Li meint:
Hallo River,
schön, Dich zu lesen.

Vielen Dank für Deine Gedichtglättung!
So klingt es wirklich besser.

Die "offene" Form mag ich nicht besonders bei Gedichten. Ich finde es schöner, wenn es sich reimt.

Viele Grüße
Li

Veröffentlicht am 15.05.2012 14:08:27 GMT+02:00
River meint:
Kein Problem, Bügeleisen steht jederzeit zur Verfügung! :-)

So hat eben jeder seine eigenen Vorlieben. Manche können ja auch generell nichts mit Gedichten anfangen (sagen sie), obwohl ja auch alle Liedtexte im Grunde genommen Gedichte sind.

Antwort auf einen früheren Beitrag vom 15.05.2012 17:22:39 GMT+02:00
Tante Li meint:
Stimmt!
:-)
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Jüngster Beitrag:  15.05.2012

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