Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
nicht so gut wie das Buch dennoch aussergewöhnlich, 25. Mai 2009
Gleich vorweg ich habe das Buch mittlerweile 2 mal gelesen, den Film letzte Nacht angesehen und ich muss sagen dass die Umsetzung vom Papier auf die Leinwand gut gelungen ist. Natürlich ist es immer schwierig ein Buch zu verfilmen und selbstverständlich sich Kürzungen erwünscht da man halt nicht die Möglichkeit hat alles so wiederzugeben wie es geschrieben ist. Buch und Film sind 2 Welten. Sei es Stephen King oder Harry Potter...
Die Filme sind nie so gut wie das Buch. So auch bei "So finster die Nacht". Einige Stellen wurden 1:1 übernommen dennoch ist der Zuschauer der das Buch nicht kennt verwirrt, denn hier wird genau erklärt wieso bzw. wieso nicht...
Spoiler:
Die Frage die sich dem Zuschauer stellt wer ist dieser Harkan und wieso verübt er die Morde für Eli die ja wie man später sieht auch durchaus allein verübt...Im Roman ist alles genau erklärt: Harkan ist vorsichtig ausgedrückt pädophil und erhält im Gegenzug dafür dass er Eli das Blut bringt wohl was anderes. (Schlüsselszene: Als Oskar Eli beim umziehen in seiner Wohnung nackt sieht)
Dieser wichtige Handlungsstrang wurde im Film komplett entfernt, wieso weiss ich auch nicht, aber er ist sehr wichtig für die Geschichte.
Die Beziehung zwischen Oskar und Eli ist keinesfalls gleichzusetzten mit der Beziehung zwischen Eli und Harkan, denn während Harkan nur Mittel zum Zweck für Eli und umgekehrt ist, verbindet Eli mit Oskar Freundschaft ja sogar Verliebtheit.
Spoiler Ende.
Natürlich lebt der Film von der Atmossphäre und dem Spiel der beiden Kinderdarsteller, hier kann ich nur sagen Hut ab tolle und eindringliche Leistung.
Die Effekte sind für einen schwedischen Film mit relativ niedrigem Budget sehr gut. Vor allem das Gesicht des enstellten Harkan oder die Morde die von Eli verübt werden sind extrem gut dargestellt und genauso wie im Buch beschrieben.
Wie gesagt für Kenner des Buches wird der Film wohl etwas enttäuschend sein da ein wichtiger Handlungsstrang weggelassen wurde aber...
Eigenständig betrachtet ist "So finster die Nacht" ein leiser und feiner Horrorstreifen der sich wohltuend vom Vampireinheitsbrei abhebt. Sehr zu empfehlen vor allem für Leute die ein offenes Auge für gutes Kino abseits des Mainstream haben.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Perfekt...., 17. August 2009
"So finster die Nacht" ist ein schwedischer Vampirfilm, der im Original "Låt den rätte komma in" heisst und von Tomas Alfredson in 2008 inszeniert wurde. Die Genreeinteilung ist nicht ganz einfach, denn der Film ist sowohl Horror als auch Drama und schildert das Kennenlernen und die Freundschaft des introvertierten fast dreizehnjährigen Oscar (Kare Hedebrand) mit dem gleichaltrigen Vampirmädchen Eli (Lina Leandersson). Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von John Ajvide Lindqvist.
Ein schwedischer Winter im Jahr 1982: Der blonde, hellhäutige Oskar lebt mit seiner alleinerziehenden Mutter in einer Plattenbausiedlung in Blackeberg nahe Stockholm. Manchmal verbringt er das Wochenende bei seinem Vater auf den Land. Oskar ist ein ruhiger Junge und wird von seinen Schulkameraden extrem gehänselt, zum sich Wehren fehlt im der Mut. Insgeheim denkt Oskar aber gewalttätige Rachefantasien aus, indem auch das Messer eine Rolle spielt. In die Nachbarwohnung zieht der Rentner Håkan (Per Haknar) mit der jungen Eli ein. Drunten im verscheinten Hof lernen sich die beiden Kids an einem Abend kennen. Elli ist bleich, barfuss und riecht etwas komisch. Sie steckt gleich die Grenzen ab, "Freunde können wir nicht werden" und trotzdem kommen sich die beiden pubertierenden Aussenseiter näher. Da geschehen plötzlich bestialische Morde in der Siedlung. Die Bevölkerung reagiert veränstigt...
Nachdem "Twilight" in diesem Jahr im Blockbusterkino einen echten Welterfolg mit gleicher Thematik landete und dennoch insgesamt zu blutleer und glatt für das Massenpublikum konzipiert war, ist der schwedische Verwandte "So finster die Nacht" ein grosser künstlerischer Wurf.
Tomas Alfredsons Film ist eine grandiose Genrearbeit geworden, die mit wunderbaren kargen Bildern von Kameramann Hoyte van Hoytema eine grandiose Melancholie aufbaut. Der Film wirkt optisch wie eingefroren und zeigt in seinen genialsten Momenten (und da gibt es einige) ein poetisches Meisterwerk im Stile von Romeros "Martin" mit vielen Themen: Erwachsenwerden, Zuneigung, Aussenseiterrolle. Dies alles meistert der Film mit einem perfekten Timing der Balance aus Romantik, Horror, lakonischem Witz, trüber Alltag und tiefer Trauer.
Ich bin sehr begeistert von diesem Independent Film aus Schweden und halte ihn für einen der besten Filme des Jahres.
Inzwischen gibts bereits Pläne für ein amerikanisches Remake...ich ahne Schlimmes.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein ungewöhnlicher Film!, 19. Juli 2009
In der schwedischen Romanverfilmung "So finster die Nacht" trifft der 12-jährige Oskar, der sich aufgrund der ständigen Peinigung durch seine Klassenkameraden mit Rachefantasien beschäftigt, auf die neu zugezogene Eli, ein seltsames Mädchen, mit dem er sich anfreundet und für das er bald beginnt Liebe zu empfinden. Gleichzeitig merkt Oskar aber auch, dass mit Eli irgendetwas nicht stimmt und findet später heraus, dass das Mädchen ein Vampir ist, der natürlich auch Blut braucht.
Ein schwedischer Vampirfilm?! Man merkt durchaus sofort, dass man es hier mit einem skandinavischen Film zu tun hat. Die Geschichte wird eher langsam mit ruhigen Bildern vor bescheidener Kulisse erzählt. Mit viel Liebe zum Detail und überzeugenden Charakteren wird eine überaus realistische Atmosphäre erzeugt, die zuweilen wunderbar beklemmend wirkt. In diese sind die sparsam ein-, aber sehr gut um-gesetzten Effekte und Schockmomente so gut eingeflochten, dass sie nicht negativ hervorstechen, oder etwa künstlich wirken.
Auch die eingestreuten Nebenhandlungen, die den Figuren noch mehr Tiefe geben und Beziehungen zwischen ihnen klarmachen, unterstützen die Glaubwürdigkeit der Geschichte.
Die Darsteller machen ihre Sache allesamt sehr gut, wobei vor allem die Leistung der Kinder hervorzuheben ist und worunter noch einmal Lina Leandersson mit ihrer Rolle als Eli hervorsticht.
Einen Stern Abzug gibt es dafür, dass die Figur Håkan nicht näher beleuchtet wird und seine Motive daher ungeklärt bleiben. Auch einige klitzekleine Kürzungen hätten dem Film vielleicht noch gut getan.
Fazit:
Wer einen gänzlich ungewöhnlichen Vampirfilm mit realistischer Handlung, überzeugenden Darstellern und beklemmender Atmosphäre sehen möchte (und nichts gegen eine ständig laufende Nase des Hauptdarstellers hat *wink*), dem sei dieser Film von Tomas Alfredson ans Herz gelegt.
Wer einen Action-geladenen Horrorstreifen ohne Anspruch, dafür aber mit mehr Geschrei erwartet und wer bei ruhigeren Filmen schon mal einschläft, sollte von "So Finster die Nacht" lieber die Finger lassen!
(Ich möchte noch anmerken, dass ich das gleichnamige Buch, das als Vorlage für den Film diente, nicht gelesen habe und somit über eventuelle Abweichungen vom Roman nichts sagen kann.)
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