Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spannend und außergewöhnlich!, 3. Februar 2008
Das einzig schlechte an dem Buch ist der Klappentext der etwas neben der Spur ist. Glücklicherweise habe ich das Buch trotzdem gekauft.
Ich denke vor dem Lesen sollte man schon wisen, daß es sich um einen Vampirroman handelt. Wenn auch kein "klasischer" Vampirroman (böser dunkler Fürst aus Transsylvanien saugt Blut von hübschen Jungfrauen bis der Held Kommt und ihm den Garaus macht...), aber ein Vampirroman. Lindquist gelingt es dem Thema eine neue Sicht abzugewinnen, nämlich die eines kindlichen Vampirs. Es geht nicht ohne Blut und Gewalt, für einen Vampirroman ist die Story aber nicht allzu blutrünstig, hat aber durchaus "unappetitliche" Momente. Neben der Vampirstory (von der ich jetzt mal nicht zuviel verraten will) gelingt es dem Autor aber auch weitere Themen (Freundschaft, Liebe, aber auch Pädophilie) in den Roman zu intergrieren ohne das dieser überfrachtet wirkt. Interessant auch die Zusammenführung mehrerer Handlungsstränge mit der Sichtweise der einzelnen Charaktere. Dazu Spannung bei angenehm kurzen Kapiteln.
Wenn man Romane wie "Der Vampir" von Tom Holland gelesen hat und dazu noch Spannung mag sollte man (oder frau) hier zugreifen.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Unglaublich gut!, 13. Juni 2008
Ein Thriller aus dem kalten Norden Europas.
Es geht um Menschen in einem kleinen, trostlosen Vorort von Stockholm. Um die Probleme der Menschen, die in den Plattenbauten leben (Alkohol, Arbeitslosigkeit, Tristesse) und konzentriert sich auf einen 12-jährigen Jungen, der in der Schule ständig gehänselt und gemobbt wird.
Auch dieser Junge, Oskar, kommt aus einer zerrütteten Familie und lebt mit seiner Mutter in einem der Plattenbauten.
Eines Tages ziehen neue Nachbarn in die angrenzende Wohnung. Von den Mietern sieht man nicht viel, da sich keiner blicken läßt und die Fenster verhängt sind.
Zeitgleich geschehen im Ort brutale Morde.
Eines Abends dann trifft Oskar ein kleines Mädchen, Eli, die in der Wohnung nebenan eingezogen ist, auf dem Spielplatz vor dem Gebäude.
Im Lauf der Geschichte werden beide Freunde, doch Eli ist nicht das kleine hilflose Mädchen, für das alle sie halten....
Die Geschichte ist nur auf dem ersten Blick eine vordergründige Vampir-Monster-Geschichte.
Tatsächlich hat der Autor die unglaublich deprimierende Tristesse der Lebenspersektiven in den Vororten Anfang der 80er Jahre beschrieben.
Eli sieht Oskar am Anfang eigentlich als Futter. Aber als Oskar eine unbewußte Geste der Zuneigung zu Eli zeigt, entwickelt sich Freundschaft, später sogar unbedingte Liebe.
Beide sind unfreiwillig Ausgestoßene der Gesellschaft. Und beide finden zueinander und gehen am Ende ihren Weg gemeinsam.
Mich hat das Buch tief beindruckt. Die Aussichtslosigkeit der Lebensperspektiven wurde eindrucksvoll beschrieben. Oskar und Eli, die als zwei Ertrinkende in einer kalten, gefühlsarmen Welt, zueinander finden, ist genial dargestellt.
Natürlich ist die Geschichte streckenweise brutal. Diese Schonungslosigkeit der Gewaltbeschreibung macht aber nur einen Teil des Reizes aus. Diese Gewaltzelebration gehört in die Sparte "Phantastik" und dient als Gegenpol zu der viel subtileren Gewalt, in der die Mesnchen leben.
Skanidinavische Thriller (Filme) gehörten bereits zu meinen Geheimtips.
Aber dieses Buch hat alle meine Erwartungen übertroffen. Ich fiebere schon auf den Filmstart und kann das neue Buch des Autors kaum noch erwarten.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ungewöhnlich, 7. Januar 2009
Manchmal ist es gut, Bücher erst einmal an die Seite zu packen und was anderes zu lesen. Genau das habe ich mit diesem Buch gemacht und es jetzt, kurzt nachdem ich den Film gesehen habe, wieder hervorgekramt.
Und diesmal "fluppte" es auch ganz gut. Die Geschichte wird skandinavisch-karg erzählt und baut langsam (sehr langsam) Spannung auf. Aber was Alqvist sich da ausgedacht hat - ohaueha! Kurz zum Inhalt:
Oskar, ein drangsalierter Junge in einer Stockholmer Vorortssiedlung, bekommt neue Nachbarn - die bekommt aber nur selten jemand zu sehen, und die Fenster sind zugeklebt. Eines Abends lernt er Eli kennen, und das ist der Beginn einer äußerst ungewöhnlichen Freundschaft. Eli ist in mehrfacher Hinsicht irgendwie anders als die anderen Kinder...
Kindvampire sind schon an sich kein ganz einfaches Thema, aber hier kommt auch noch ein ziemlich kaputtes Umfeld dazu: Elis pädophiler Helfer Hakon, Johnnys Schulhoframbobande, Jockes Sauftruppe - ein schönes Leben sieht anders aus. Um so ungewöhnlicher das kleine Pflänzchen Glück, das trotz allem zu einer starken Pflanze heranwächst.
Die üblichen Vampirklischees (und vor allem die Vampir-trifft-Mensch-Klischees) sucht man hier vergeblich.
Zartbesaiteten Lesewilligen sei gesagt, daß das Buch - besonders zum Ende hin - ein paar entschieden eklige Sequenzen enthält. Die sind aber gut in die Story eingebettet, deshalb habe ich die als erträglich empfunden.
Und denjenigen, die den Film gesehen haben und noch ein paar Antworten suchen: jaha, dieses Buch gibt sie!
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