Produktinformation
|
Tags(Was ist das?)Bei einem Tag handelt es sich um ein Schlagwort, das zum Produkt passt.
Tags erleichtern allen Kunden die Suche und die Sortierung ihrer Lieblingsprodukte. |
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Zwei Bücher über die Coen-Brüder (2),
Von
Rezension bezieht sich auf: Das filmische Universum von Joel und Ethan Coen (Broschiert)
Diese Rezension ist eigentlich ein Vergleich des vorliegenden Buches mit "Joel & Ethan Coen", herausgegeben von Körte/Seeßlen. Beide Bücher sind auf die eine oder andere Art sehr ansprechend, beide haben aber auch geringe Schwächen. Der Band von Kilzer/Rogall ist schmaler, auch im übertragenen Sinne etwas "leichter" und hat leider Szenenfotos in mäßiger Qualität (aber davon recht viele und passend zur jeweiligen Textstelle eingebaut). "Leicht" heißt gar nicht mal, dass die Texte oberflächlich sind, z.B. indem sie sich nur in biographischer Datensammlung, Inhaltsangaben und Kritikerzitaten erschöpfen. Nein, die einzelnen Kapitel gehen teilweise ganz schön in die Tiefe, aber - und das ist nicht als Kritik gemeint - sie gehen den Coens nicht unbedingt auf den Leim. Die Coens schwindeln ganz gern ihr Publikum an, in ihren Filmen wie Interviewaussagen, und indem Kilzer/Rogall das inhaltlich nicht immer ganz ernst nehmen, gehen sie den Coens nicht auf den Leim. Beispielsweise gibt es mitunter wilde und interessante Spekulationen über die Bedeutung von Rollennamen (S. 79, Fn. 3), aber Rogall: "Tatsächlich darf man den Coens wohl einen bewussten Umgang mit der Namensgebung ... unterstellen. Eindeutige Interpretationen drängen sich jedoch - glücklicherweise genauso wenig auf wie ihre Filme. Fragte man die Coens nach der Bedeutung eines Namens wie McDunnough, Hudsucker oder Grimsrud, würden sie wahrscheinlich mit typischem Pokerface behaupten, die Namen wären ihnen einfach eingefallen."
Dennoch wird die Bedeutung teils hochkomplexen Filme ambitioniert diskutiert - wenn sie nach Meinung der Autoren eine geringe inhaltliche Bedeutung haben, so lassen sich doch immer interessante erzähltechnische und referenzielle Bedeutungen analysieren. Nur bei The Big Lebowski scheint mit Annette Kilzer bei aller Brillanz am Rande ein bißchen zu schnell aufgegeben zu haben, einen Kern zu suchen - selbst wenn manches dafür sprechen mag, dass es diesen nicht gibt und die Coens sich einen ins Fäustchen gelacht haben. Dieses Lachen und liebevolle Veräppeln schimmert auch bei einem kurzen Coen-Interview anlässlich des genannten Filmes durch. Ein besonderer Leckerbissen des Buches ist eine reichhaltige, sehr gut verständliche und gut illustrierte Erörterung über "Die Bildkompositionen der Coen-Brüder" (Rogall), die dem interessierten Laien ein großes Lehrstück (im positiven Sinne!) über filmische Mittel und ihre Wirkung sind. Der Konkurrenzband ist in seinen besten Aspekten besser (detailliertere, tiefergehende Texte, mehr und bessere Bilder), in seinem schwächsten Kapitel schwächer (ein ganz besonders langer, verquaster Georg-Seeßlen-Exkurs). Daher gibt's zwei Mal vier Sterne. Man kann aufgrund der Verschiedenartigkeit der Texte und Aufmachung gut und gern beide Bücher im Schrank haben. Leider reichen sie nur bis zu "The Big Lebowski" (bzw. der Körte-Seeßlen-Band in einer Aktualisierung bis zu "O Brother...", die ich aber nicht gelesen habe und daher nicht rezensiere). Neuauflagen wären wünschenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|