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Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft [Taschenbuch]

Pierre Bourdieu , Achim Russer , Bernd Schwibs
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 24,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

23. Februar 1987
Bourdieus Analyse des kulturellen Konsums und des Kunstgeschmacks ist trotz der hohen Anforderungen, die sie an den Leser stellt, für alle von Interesse, die geneigt sind, ihre eigenen, meist als selbstverständlich aufgefaßten kulturellen Vorlieben und Praktiken zu prüfen. Der Reiz und das Verdienst des Buches liegen darin, daß Bourdieu immer im Kontakt zum konkreten Alltag bleibt. Die Lektüre der Feinen Unterschiede wird ein spannender Selbsterfahrungsprozeß.

Hinweise und Aktionen

  • Gewinnen Sie einen Weber Grill: Lösen Sie das Buchstabenrätsel und nehmen Sie am Gewinnspiel teil - nur bis zum 30. Juni 2013.


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Die feinen Unterschiede. Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft + Praktische Vernunft: Zur Theorie des Handelns (edition suhrkamp)
Preis für beide: EUR 36,00

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Pressestimmen

»Sein Buch ist nicht nur die Beschreibung eines Phänomens, es ist das Phänomen selbst. Warum zitiert Bourdieu Platon, wenn es um Statistik, Leibniz, wenn es um den Kleinbürger geht? Nicht, weil die entsprechenden Problembereiche es verlangen, Bourdieu erfüllt mit einem Augenzwinkern die Erwartungen seines Publikums und ironisiert sie zugleich.«

(Wolf Lepenies Frankfurter Allgemeine Zeitung )

Autorenkommentar

Pierre Bourdieu starb im Jahr 2002.

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen
4.4 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
189 von 194 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blick hinter die Kulissen unserer sozialen Welt 19. November 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
In welcher Welt leben wir eigentlich?

In der Tat, wir wissen es zum größten Teil nicht. Obwohl wir in einem fein koordinierten sozialen Zusammhang mit anderen leben, sind wir uns der stattfindenden Koordinationsleistungen, wie der Philosoph Leibniz schon erkannte, zu drei Vierteln nicht bewußt.

Bourdieu konstruierte zur Erklärung genau dieses Koordinationsvermögens seinen Begriff des 'Habitus'. Unser Habitus erlaubt uns eine weitgehende Orientierung in der Alltagswelt, indem er ein 'praktisches Wissen' bereit stellt, welches schon unsere kleinsten Gesten und Bewegungen, Akzentuierungen der Aussprache, aber auch Geschmacksurteile konstituiert, ohne daß wir uns dessen bewußt wären.

Der Habitus aber, so zeigt der frühere Ethnologe und jetzige Soziologe, ist ein klassenspezifisches Erzeugunsprinzip sozialer Praxis. Er erlaubt nicht nur die Koordination innerhalb einer Klasse oder Schicht, sondern hat insbesondere auch die Funktion, höhere Klassen von niedrigeren zu unterscheiden - gerade durch die 'feinen Unterschiede' wie etwa den Gebrauch des Fischbestecks, eine bestimmte sprachliche Intonation, bestimmte Arten der Begrüßung etc.

Wie weit der Habitus das Alltagsleben und den Geschmack der verschiedenen Schichten durchzieht (und innerhalb einer Schicht auch uniformiert), führt Bourdieu in dieser ausgreifenden, von vielen Beispielen durchzogenen Untersuchung vor.

Niemand wird dieses Buch lesen können, ohne dabei einen großen, weitgehend unbekannten Teil von sich selbst - in kritischer Perspektive - zu entdecken. <font size="-1" face="geneva, arial, helvetica">(Dies ist eine <b>Amazon.de an der Uni</b>-Studentenrezension.)</font>

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen La Distinction. 25. November 2011
Von Aurelian
Format:Taschenbuch
Hammerwerk. In allen sichtlichen Aspekten einfach nur ein Meisterstück. Anfangend von einer soziologischen Studie über Ästhetik in Frankreich bis hin zur Formulierung von Gesetzmäßigkeiten, was wer, wann, vor allem wie schön findet.
Eine Studie über Ästhetik, was Essenskultur, Kunst im Sinne von Malerei, Sportwahl der Schichten, gerade im Land der Gourmets, ist an sich schon ein getroffenes Thema. Etwas Augenscheinliches im zweiten Blick zu definieren, in die Tiefe zu gehen, zeugt erstens von einem großen soziologischen Verständnis, sowie von einem Talent Dinge dort sehen zu wollen, wo sie am Scheinbarsten eben nur "erscheinen".

Vor allem über dieses Thema nicht nur philosophische Mutmaßungen aufzustellen, sondern empirisch, detailliert ausgearbeitete, sowie dargestellte Phänomene anhand ihrer Vorkommen, sowie ihrer Ursachen aufzuklären, in dieser Art und Weise, zeugt von der Bedeutung und Fähigkeit dieses Soziologen. Das aber kann man natürlich nicht nur ihm zuschreiben, sondern der Soziologie als Wissenschaft an sich, die in der Populärkultur keinen großen Einklang und Anklang gefunden hat.

Das Buch ist inhaltlich klar formuliert, jedoch ist die Sprache, die Bourdieu dabei verwendet, kein einfacher Stoff. Teilweise entgleitet alles in eine so hohe Ausformulierung, dass man es nicht einfach nebenbei zu lesen hat, um es sich verständlich zu machen. Bourdieu will, so vermag es einem zu erscheinen, ein wenig Aufmerksamkeit und Zeitinvestition im Austausch für sein dargebotenes Arsenal von Erklärungen, im eigentlichen Sinne von Aufklärung.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unzeitgemäß und gerade deshalb unentbehrlich! 6. August 2012
Von capullus
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Dieses Hauptwerk von Bordieu wird gespeist von seiner intellektuellen Redlichkeit wie seinem Engagement für die Entlarvung und Überwindung ungerechter Verhältnisse. Wer traut sich heute noch, Partei zu ergreifen u n d um andauernde Sachlichkeit bemüht zu bleiben? Ein eminent wichtiges Werk, gerade in einer Zeit, in der Visionen als idealistischer Zauber desavouiert werden. Und ich zumindest fühle mich dauernd ertappt, wenn Bordieu wieder einmal an Beispielen offenlegt, wie sehr auch (vermeintlich) gebildete Menschen von ihrem Habitus beeinflusst werden.
Ein umfängliches Werk. Aber lesbar - zumal man es nicht in allen Beispielen durchdringen muss - nur keine Scheu, es lohnt sich, und wie!
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26 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wo kommt unser "Geschmack" her? 23. Oktober 2007
Von Ares
Format:Taschenbuch
Auch wenn Bourdieus Buch eine äußerst Frankreich-zentrierte Abhandlung darstellt, ist es doch erstaunlich, wie er unseren sozialen Differenzierungsversuchen den Spiegel vorhält.
Die von Bourdieu genannten Beispiele versteht in Gänze leider wohl nur frankophile Leser.
Dass und wie unser "individueller" Geschmack als Mittel sozialer Differenzierung fungiert, ist wohl die Haupterkenntnis, die man auch als nicht soziologisch gebildeter Leser aus dem Werk Bourdieus ziehen kann.
Insgesamt gut verständlich und plausibel, über Details mögen Fachleute urteilen...
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen öffnet einem die Augen 15. August 2012
Von Emalovic
Format:Taschenbuch
wer denkt, dass selbst wir in den Industrienationen alle die gleichen Chancen und Voraussetzungen haben, der irrt sich gewaltig

Es herrschen immer noch Unterschiede egal ob in latenter oder in offener Form

Bourdieu hat dies in seinen diversen Büchern zeigen können.

Es gibt immer noch soziale Klassen, Räume und Felder und es gibt mehrere Kapitalsorten.

Dass diverse Mileus verschiedene Essgewohnheiten und Bildungschancen haben, wird hier thematisiert.

Dieses Buch ist ein Muss für alle !
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