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»Sein Buch ist nicht nur die Beschreibung eines Phänomens, es ist das Phänomen selbst. Warum zitiert Bourdieu Platon, wenn es um Statistik, Leibniz, wenn es um den Kleinbürger geht? Nicht, weil die entsprechenden Problembereiche es verlangen, Bourdieu erfüllt mit einem Augenzwinkern die Erwartungen seines Publikums und ironisiert sie zugleich.«
(Wolf Lepenies Frankfurter Allgemeine Zeitung )In der Tat, wir wissen es zum größten Teil nicht. Obwohl wir in einem fein koordinierten sozialen Zusammhang mit anderen leben, sind wir uns der stattfindenden Koordinationsleistungen, wie der Philosoph Leibniz schon erkannte, zu drei Vierteln nicht bewußt.
Bourdieu konstruierte zur Erklärung genau dieses Koordinationsvermögens seinen Begriff des 'Habitus'. Unser Habitus erlaubt uns eine weitgehende Orientierung in der Alltagswelt, indem er ein 'praktisches Wissen' bereit stellt, welches schon unsere kleinsten Gesten und Bewegungen, Akzentuierungen der Aussprache, aber auch Geschmacksurteile konstituiert, ohne daß wir uns dessen bewußt wären.
Der Habitus aber, so zeigt der frühere Ethnologe und jetzige Soziologe, ist ein klassenspezifisches Erzeugunsprinzip sozialer Praxis. Er erlaubt nicht nur die Koordination innerhalb einer Klasse oder Schicht, sondern hat insbesondere auch die Funktion, höhere Klassen von niedrigeren zu unterscheiden - gerade durch die 'feinen Unterschiede' wie etwa den Gebrauch des Fischbestecks, eine bestimmte sprachliche Intonation, bestimmte Arten der Begrüßung etc.
Wie weit der Habitus das Alltagsleben und den Geschmack der verschiedenen Schichten durchzieht (und innerhalb einer Schicht auch uniformiert), führt Bourdieu in dieser ausgreifenden, von vielen Beispielen durchzogenen Untersuchung vor.
Niemand wird dieses Buch lesen können, ohne dabei einen großen, weitgehend unbekannten Teil von sich selbst - in kritischer Perspektive - zu entdecken. <font size="-1" face="geneva, arial, helvetica">(Dies ist eine <b>Amazon.de an der Uni</b>-Studentenrezension.)</font>
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