Dieser Krimi hebt sich vor allem durch die bildhafte Sprache von anderen Mordgeschichten ab. Es fängt klassisch an:
Hans Georg Windelband liest seine eigene Todesanzeige in der Zeitung und muß feststellen, daß auch jemand unter seinem Namen beerdigt wird.
Tragik und Situationskomik lösen sich von nun an ab. Bei den Nachforschungen nach der wahren Identität des Toten und seiner Todesursache, erfährt der Leser immer mehr über das deprimierende Leben von Hans Georg. Er ist ein Antiheld, in einer Reihe skurriler Typen und hat offenbar auch Gründe sein "Nicht-Ableben" zu verheimlichen. Wie kam der Tote zu seiner Identität, unter der er offenbar nicht nur starb sondern auch lebte? Soll Hans Georg sich verstecken oder nicht? Seine Neugier siegt. Und die Spannung bleibt bis zum Schluß.
Die Auflösung ist überraschend, aber kurz und nicht sehr realistisch. Der teilweise derbe und sprunghafte Erzählstil ist gewöhnungsbedürftig. Aber dieser Krimi, der ohne das obligatorische polizeiliche Ermittlerduo oder klassische Hobbydetektive auskommt, ist erfrischend anders.