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Der falsche Krieg: Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert
 
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Der falsche Krieg: Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert [Taschenbuch]

Niall Ferguson , Klaus Kochmann
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 512 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Mai 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423308087
  • ISBN-13: 978-3423308083
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 3,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (16 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 387.983 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»»Brillant geschriebenes Buch« mit »anregendsten, durchweg provozierenden Fragen«.«
Der Tagesspiegel



Feinste analytische Geschichtsschreibung von beißender Schärfe.

»Dieses Buch wird in zweifacher Hinsicht Epoche machen: in methodischer wie in interpretativer Hinsicht. [...] Was Fergusons Buch zu einer wichtigen Lektüre macht, ist der Einblick, den es in die komplexen Prozesse politischer Entscheidungsfindung in Krisenzeiten verschafft: Manches, was sich daran als kühl kalkuliert und rational gesichert gibt, erweist sich bei genauerem Hinsehen als nur vorurteilsgesteuert oder irrational.«
Johannes Willms in der ›Süddeut­­schen­­ Zeitun­­g‹



Fergusons Methode ist einfach: Er rennt imaginäre Türen ein und muß notwendigerweise aus jeder Argumentation als Sieger hervorgehen. Das ist nicht gerade historisch, erregt aber wie Daniel Goldhagens Buch über ›Hitlers willige Vollstrecker‹ Aufsehen.

Kurzbeschreibung

Welche Faktoren haben 1914 den Zusammenbruch der europäischen Ordnung tatsächlich bewirkt? Wie wäre die Entwicklung verlaufen, wenn Großbritannien nicht in den Krieg eingetreten wäre? Nach Niall Fergusons provokanter Neuinterpretation, die zum Teil bislang unzugängliche Quellen auswertet, ist die häufig vorgebrachte These von der »Unvermeidbarkeit« des Ersten Weltkrieges so nicht länger haltbar. Indem er neben militärischen und machtpolitischen auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Aspekte in die Darstellung einbezieht, entwirft Ferguson ein weitgefaßtes Panorama des Krieges, verdeutlicht das komplexe Ursachengeflecht und rückt insbesondere die Kriegsschuldfrage in ein neues Licht.

Er geht sowohl mit der deutschen als auch mit der britischen Politik jener Zeit scharf ins Gericht: Auf beiden Seiten haben politisches Unvermögen, unverantwortlicher Ehrgeiz, katastrophale Fehleinschätzungen und der skrupellose Bruch internationalen Rechts zur »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« geführt, die Millionen Menschen das Leben kostete und in fataler Weise auf die weitere Geschichte Europas gewirkt hat.


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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen 1.Weltkrieg - kritisch hinterfragt, 20. Dezember 2005
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der falsche Krieg: Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert (Taschenbuch)
Gemeinplätze sind allgegenwärtig, nicht zuletzt in der Beurteilung traumatischer historischer Ereignisse wie dem 1.Weltkrieg. Doch dann kommt zum Glück ein Wissenschaftler wie Niall Ferguson, der die richtigen Fragen stellt – und dabei zu verblüffenden Antworten gelangt, die alles, was man bisher für gesicherte Erkenntnis hielt, ins Wanken bringt. Hat das Deutsche Reich wirklich den Krieg in einer Aufwallung nationalistischer Hysterie vom Zaun gebrochen? Belegt nicht der Rüstungswettlauf zum 1. Weltkrieg, dass Aufrüstung den Frieden gerade nicht sicherer macht? Wurde der Krieg tatsächlich in ganz Europa mit Begeisterungsstürmen begrüßt? War der britische Kriegseintritt unausweichlich?
Ferguson liefert keine chronologische Darstellung des 1. Weltkrieges, sondern eine detaillierte Analyse seiner politischen, soziokulturellen und ökonomischen Hintergründe. Ferguson ist britischer Staatsbürger und Wirtschaftshistoriker, was sich natürlich in der Perspektive des Buches bemerkbar, dieses vielleicht aber gerade deswegen so interessant macht. Stets untermauert er seine Hypothesen durch fundiertes statistisch aufbereitetes Datenmaterial: so belegt er die Folgen des Rüstungswettlaufs auf die Ökonomien der Kriegsgegner, untersucht die Effizienz der Kriegswirtschaften, etc. Er richtet aber auch immer wieder den Blick auf den einzelnen Menschen, so wenn er die Frage nach Befindlichkeit und den Beweggründen der Soldaten in den Schützengräben stellt, die Bedingungen, unter denen Kapitulationen möglich waren, etc..
Seine britischer Blickwinkel und der Schwerpunkt auf der Darstellung der britischen Haltung zum Deutschen Reich ist gerade deshalb so interessant, weil diese jeder Hinsicht ausschlaggebend auf dem Weg der europäischen Mächte zum 1.Weltkrieg wie auch für sein Ergebnis war. Ferguson unterzieht die britische Politik gegenüber dem Deutschen Reich einer kritischen Analyse und kommt zu dem verblüffenden Schluss, dass auch eine britische Position der Neutralität durchaus eine Option gewesen wäre, die dem Empire den hohen Blutzoll dieser vier Jahre erspart hätte – um den Preis einer gewissen Hegemonialstellung Deutschlands in Europa, die aber für Großbritannien akzeptabel gewesen wäre. Ein absolut lesenswertes Buch, das einem ganz neue Einsichten eröffnet.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die andere Betrachtung des Krieges, 28. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der falsche Krieg: Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert (Taschenbuch)
In diesen Buch werden auch mal die Dinge behandelt die sonst nie oder kaum betrachtet werden.
Sehr interresant fand ich die ökonomischen Betrachtungen, die man etwas makaber umschreiben könnte:" wer hat finanziel effektiver getötet".
Was mich sehr beeindruckte die Beschreibung von Kriegsverbrechen in den Gräben und warum es dazu kam, ohne das man vom bösen Deutschen oder vom bösen Franzmann spricht.
Wer sich für diesen Abschnitt der Geschichte interessiert muß dieses Buch lesen.
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Ende der "Deutschen Alleinschuld", 13. Januar 2003
Von 
Hauke Stammer "Phantasie ist wichtiger als Wi... (Flensburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Der falsche Krieg: Der Erste Weltkrieg und das 20. Jahrhundert (Taschenbuch)
Dieses Buch kann man vom ersten bis zum letzten Wort verschlingen. Über die Kapitel pendelt man von Entsetzen zu Unglauben zu Erschütterung.
Das interessantere ist daran sicherlich, daß entgegen deutscher Schulbücher der 1. Weltkrieg nicht allein zu deutschen Lasten geht, sondern daß der gesamte europäische Imperialismus darauf zusteuerte. Das die Franzosen Revanche für die Nierderlage gegen Preußen suchten, die Briten Angst vor Deutschland und handfeste wirtschaftliche Interessen hatten. Das alle Nationen zumindest bin Anfang des 20. Jahrhundert die Chance hatte, den Kreig zu verhindern... und dann unaufhaltsam darauf zu trudelten.
Und das die Völker eben nicht begeistert in den Krieg zogen ,wie immer wieder suggeriert wird, sondern daß auch damals die meisten Soldaten Angst vorm Sterben hatten...
Ein Buch, daß zum Bestandteil des Schulunterichts werden sollte. Nur wer den 1. Weltkrieg versteht, kann sich ernsthaft mit dem 2. auseinander setzen.
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