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... und fahr'n wir ohne Wiederkehr: Von Ostpreußen nach Sibirien 1944-1949 [Taschenbuch]

Fritz Blankenhorn
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 8,99  
Taschenbuch, 2. Oktober 2006 --  

Kurzbeschreibung

2. Oktober 2006
Vom Wahnsinn des Krieges und vom Los der Besiegten Der junge Leutnant Blankenhorn kommt 1944 mit 22 Jahren an die Ostfront. Er nimmt Teil an den sinnlosen Rückzugsgefechten der deutschen Wehrmacht in Ostpreußen und gelangt schließlich ins eingeschlossene Königsberg, wo er in Gefangenschaft gerät. Es folgen vier unerbittliche Jahre in Lagern diesseits und jenseits des Urals, bevor er endlich nach Deutschland zurückkehren kann. Fritz Blankenhorn hat seine Erlebnisse ohne Pathos und doch ergreifend beschrieben. Ein Buch, das unter die Haut geht. Fritz Blankenhorn war nach dem Krieg über mehr als 30 Jahre als Verlagsgrafiker und Buchgestalter tätig. Er lebt heute achtzigjährig in Echterdingen bei Stuttgart. "…und fahr'n wir ohne Wiederkehr" ist sein erstes Buch.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 448 Seiten
  • Verlag: rororo (2. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499332388
  • ISBN-13: 978-3499332388
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12,6 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 702.425 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Fritz Blankenhorn war nach dem Krieg über mehr als 30 Jahre als Verlagsgrafiker und Buchgestalter tätig. Er lebt heute in Echterdingen bei Stuttgart.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Ruhe vor dem Sturm
Der Spuk von Augustow ist vorbei. Was da wirklich passiert ist, lässt sich nicht mehr klären. Ob der Kübelwagen den Russen in die Hände gefallen ist? Keiner denkt mehr darüber nach. Schon am nächsten Tag kommt der Befehl vom Regiment: Stellungswechsel der ganzen Abteilung in den Raum Filipow. Also zieht die Batterie in langer Kolonne auf schmaler Landstraße durch Wald und Feld die dreißig Kilometer nach Nordwesten. Willkommene Gelegenheit, mich mit der Struktur der Einheit vertraut zu machen, deren Schicksal von jetzt an auch meines sein wird. Ich rede, während wir im Schritt nebeneinanderher reiten, mit dem Futtermeister und dem Munitionsstaffelführer, mit den Geschützführern und dem B-Offizier - der, genau wie der Batterieoffizier, noch immer nach dem alten Reglement so heißt, obwohl die Stelle aus Mangel an Offizieren schon längst mit einem Wachtmeister besetzt ist -, frage allen ein Loch in den Bauch und bitte sie, mir zu helfen, weil so vieles neu für mich ist. Alle sind freundlich zu mir, offen, hilfsbereit:
"Kein Problem, Herr Leutnant. Können Se doch nich alles wissen, wenn Se von der Beobachtungsabteilung kommen. Waffenschule? Is doch alles theoretischer Kram. Kennen wir doch."
Links von der Straße auf einer Anhöhe ein Bauernhof, verlassen, wie die meisten hier im Grenzgebiet zu Polen. Wo die Leute sind, die hier gewohnt haben? Wachtmeister Machold, der neben mir reitet, zuckt mit den Schultern. Die Front, die noch vor wenigen Wochen dreißig, vierzig Kilometer weit weg war, ist nahe gerückt. Die Bauersleute sind wohl längst auf der Flucht nach Westen.
Der Spieß und der Futtermeister blinzeln sich zu und galoppieren, ohne lange zu fragen, übers Feld auf den einsam daliegenden Hof zu. Es knallt ein paar Mal. Da kommen sie auch schon wieder zurück. Jeder hat ein totes Schwein vor sich quer über dem Sattel liegen. Der Küchenbulle wird sich freuen ...
Abends gegen fünf: Ganze Batterie haaalt! Mitten auf der Straße steht der Ordonnanzoffizier der Abteilung vor seinem Kübelwagen. Hat er den doch noch gerettet? Oder hat er einen neuen besorgt? Absitzen. Einweisung in die neue Stellung anhand der Karte. Fünf Minuten später sitzt der Batteriechef schon wieder im Sattel und streckt den rechten Arm in die Luft:
"Batterietrupp zu mir!"
Im Nu ist die kleine Gruppe auf ihren Pferden zur Stelle. Auf der Hinterhand kehrt und los im Galopp. Etwas anderes kennt der Hauptmann anscheinend nicht. Staub hängt über der Schotterstraße. Die Gruppe eng beisammen, ich mittendrin. Weg von der Straße. Querfeldein. Aus den Wiesen steigt Nebel auf. Dämmerung. Galopp. Über Gräben, über Hecken, über Drahtzäune. Dass man ein Pferd so beanspruchen kann. Ich lasse die Zügel lang. Wenn der Gaul nun in ein Maulwurfsloch tritt und stürzt? Und ich mit? Stahlhelm auf dem Kopf, Kartentasche und Fernglas um den Hals, Gasmaske am Band über der Schulter und - seit gestern - auch noch die Maschinenpistole. Die Wiesen und Hecken neben mir verschwimmen in nebligem Grau. Galopp, Galopp. Nur nicht den Anschluss an die Gruppe verlieren.
Endlich Laufgräben. Die neue Stellung. Absitzen. Drei Soldaten sammeln die Pferde ein. Leise Befehle. Den Zickzackgraben hinauf auf die Hügelkuppe. Unterstände. Bunker. Ein Beobachtungsstand. Die neue B-Stelle.
Zwei Tage später habe ich mit meinem VB-Trupp meine eigene VB-Stelle eingerichtet, knapp einen Kilometer rechts von der B-Stelle des Chefs. Sie liegt nicht oben auf dem Kamm der Hügelkette, sondern am Vorderhang, in der zweiten Linie der Infanteriekompanie, der ich zugeteilt bin - genau nach Heeresdienstvorschrift und wie ich es auf der Waffenschule gelernt habe. Das Scherenfernrohr ist im Giebel eines kleinen, halb zerschossenen Bauernhauses installiert. Freier Blick über die ganze Talebene nach Osten. Neben mir der braune Bakelitkasten des Feldtelefons mit der Kurbel. Unten neben der schmalen Stiege die beiden Funkgeräte. Schröder und seine beiden Strippenzieher haben gestern den ganzen Tag bis in die Nacht die Telefonleitungen gelegt, eine rüber zur B-Stelle des Chefs, die andere zur Feuerstellung, die im Schutz der Hügelkette einen Kilometer hinter mir liegt. Die "Feuerstellung" ist der Kern der Batterie, der Platz, auf dem unsere drei Feldhaubitzen stehen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .


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Kundenrezensionen

4.0 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Ohne Pathos und Hass beschreibt der Autor in diesem Buch seine Erlebnisse als junger Offizier auf dem Rückzug der deutschen Wehrmacht in Ostpreußen und in den darauf folgenden Jahren russischer Kriegsgefangenschaft. Beim Lesen wird man regelrecht in das aus Sicht eines absolut unpolitischen Mannes beschriebene Geschehen einbezogen. Die einzelnen Situationen und Menschen die dem Autor begegnen sind überzeugend, klar und plastisch dargestellt. Keine Grausamkeiten, die Härte und Kälte des Krieges und der Gefangenschaft finden in dem Buch Ausdruck. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite mit Höhepunkten wie z.B. dem festlichen und stilvollen Diner in einem der großen ostpreußischen Gutshöfe bevor die rote Armee am nächsten Tag dort einziehen wird. Ein Buch nicht nur für Kriegsteilnehmer, sondern besonders für die heutige junge Generation, die damit Zugang zum Leben und Leiden ihrer Großeltern findet.
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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein erschütterndes Zeitdokument 14. Dezember 2004
Format:Taschenbuch
Das Buch von Fritz Blankenhorn ist ein erschütterndes Zeitdokument und empfehle ich allen, die mehr über jenes düsteres Kapitel deutscher Geschichte erfahren möchten. Mit solchen Themen beschäftige ich mich, seit ich mit der Ahnenforschung in unserer Familie vor einigen Jahren begonnen habe. Mein Opa war selbst in Rußland. Sein Bruder und der Bruder meiner Oma kamen in russ. Gefangenschaft um. Erschütternd, mit welchen Bedingungen die Soldaten im II. WK leben mußten und unter welchen unmenschlichen Bedingungen sie in der Gefangenschaft zu leiden hatten. Wir jammern heute, sicher zu Recht, über manches. Seinen es Arbeitslosigkeit, hohe Steuern
oder andere Unstimmigkeiten. Aber womit mußten die Menschen vor 60 Jahren fertig werden? Dagegen geht es uns doch heute wirklich gut und man sollte vielleicht einmal mehr überlegen, welchen
Wohlstand wir erlangt haben. Daran muß ich denken, wenn ich solche Bücher lese.
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Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Sehr gut und spannend geschriebenes authentisches Buch über die Verteidigungsschlachten in Ostpreußen bis hin zu den Rückzügen ins Reich und letzendlich Kapitulation und Gefangennahme.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Bewegend 3. Februar 2011
Format:Taschenbuch
Schlimm, was die Soldaten auf beiden Seiten durchlebt haben, wenn sie überlebt haben. In bleibender Erinnerung der Betroffenen und auch in meiner, wenn ich als Nachkriegskind lese welches Desaster durch den Willen eines Geistesgestörten ausgelöst wurde. Teile des Buches haben mich an die Erzählungen meines Vaters erinnert, der auch in Kriegsgefangenschaft in Sibirien war. Für mich ist das ein bewegendes Buch, umso mehr da es keine großartigen schriftstellerischen Qualitäten hat, aber die Tiefe des persönlich Erlebten. Ich danke Herrn Blankenhorn für den Einblick in sein Leben im Krieg.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Empfehlenswert 28. April 2011
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch beginnt sehr spannend, leider hört die Geschichte über den Krieg ziemlich schnell auf. Was mir persönlich sehr leid tut, weil es bis dahin eine sehr spannende und gute Erzählung über die Ereignisse im Russlandkrieg war.

Danach folgt leider ein Teil den man auch überspringen könnte, ist aber Geschamckssache, ob man Lieder, Verse und Erzählungen mit seinem Enkerl lesen will oder nicht!

Dreiviertel des Buches beschäftig sich mit der Gefangenschaft in der Sowjetunion, wo und wie alles war. Lagerleben und Arbeit, Krankheiten,....

Durchwegs ein gutes Buch mit ein paar kleinen Schwachstellen, aber nichts desto trotz Empfehlenswert!!
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Erinnerung filtert 20. April 2013
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Vor den Erlebnissen des Autors habe ich Respekt. Leider sind seine Erinnerung sehr stark gefiltert. Der wahre Schrecken der damaligen Zeit kommt beim Leser nicht an, denn die Darstellung ist – womöglich eine Schutzfunktion – im Vergleich zu dem, was man aus anderen Berichten und wissenschaftlichen Rekonstruktionen erfahren kann, nahezu harmlos. Die Eindrücke des Zusammenbruchs in Königsberg etwa wirken, als wäre Krieg ein schreckliches, aber trotzdem nicht wirklich brutales Geschäft. In den Lagern ist es schlimm, aber die Beschreibung des Elends scheint zu jeder Zeit wegzugucken vom wahren Ausmaß der Lagerhaft. Zur Schuld der Deutschen wird zudem wenig gesagt, allerdings ist das vielleicht auch nicht Aufgabe dieses Buches.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend, und erschütternd 14. Februar 2012
Von Konni
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ja, so wars ... Spannend, und erschütternd ...man fühlt mit den Soldaten der damaligen Zeit - gut geschrieben - kaum wegzulegen das Buch ... EMPFEHLENSWERT!
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2 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Preis-Leistungsverhätlnis 1. Juli 2008
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Der Preis für das Taschenbuch ist absolut überrissen! Die Schrifthöhe ist wie in einem Unterstufen Schulbuch extrem gross! Inhaltlich ist sicher interessant. Gegen Schluss ziemlich abgekürtzt! Das Ende, dass er in der Küche steht finde ich völlig ungenügend!
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