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fahnenrost [Taschenbuch]

Arne-Wigand Baganz
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

14. Juli 2006
Lyrik ist im Zeitalter der totalen Ware und des Retorten-Popsongs nur noch einer winzigen Minderheit eine Bereicherung des Lebens. Eben dieser Minderheit legt der in Berlin lebende Arne-Wigand Baganz mit seinem zweiten Gedichtband fahnenrost 125 neue Lyrik- und Prosa-Texte vor, in welchen er weder vor der Inszenierung einer behutsam schwebenden Wortkargheit noch barocken Übertreibungen zurückschreckt und neben allgemein menschlichen insbesondere auch Themen des 20. und 21. Jahrhunderts in einer oft provozierenden Deutlichkeit darzustellen weiß.

fahnenrost – ein Sprach-Tanz zwischen den Extremen.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Books on Demand Gmbh; Auflage: 1 (14. Juli 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3833452684
  • ISBN-13: 978-3833452680
  • Größe und/oder Gewicht: 14,8 x 0,9 x 21 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.754.303 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"[...] fahnenrost zerrt einen heraus aus dem Pflichten-, Klingeltonmelodien-, Konsumalltag. [...] Die gesamte Virtuosität des Dichters tritt in der strukturierten Spielerei mit unserer Sprache zutage: Er badet in Worten und jongliert mit ihnen [...] Man mag vielleicht nicht alles verstehen, was Baganz meint - Platz für eigene Interpretationen hat gute Literatur ja immer schon gelassen -, und man mag deswegen fahnenrost vielleicht sogar beim ersten Kontakt recht schnell wieder weglegen. Doch hat man erst einmal begonnen, darin zu lesen, wird man bald die Augen und Gedanken erneut darin versenken, ist man der sprachlichen Verführung doch unbewusst bereits erlegen." -- Orkus Nr. 12/01 - Dezember 2006 / Januar 2007

Klappentext

viele stimmen nur eine stimme sind: ruft es aus laut ueber die weiten plaetze, hinein in die darbenden herzen, die nichts anderes sind als motoren: welch ein triumph des menschen! su-su-surren. und auch die fatale erstarrung der gedanken. das wort nur schwarz auf weiß zurechtgebogen, dem heiligen ideal! papier, zeitung, ach, quatsch! ist der große plan wille, wird er wirklichkeit. fast, oder so. waeh, baeh. noch groeßere anstrengung des WIR - schaffen, schaffen. (dass) die wie? wie? widersprueche aufgehoben, allesamt. das haettet ihr nicht gedacht?! (auf die) fresse.

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5.0 von 5 Sternen Genieße Kunst! 22. Januar 2007
Von Alexander
Ein Werk, das expressionistisch anmutet. Sind doch die Motivationen besagter Kunstrichtung, insbesondere das Empfinden einer Sinnleere, so aktuell wie seither nicht mehr. Baganz Werk in eine neo-expressionistische Schublade abzulegen, reicht dennoch nicht aus. Hier finden sich viele Einflüsse, die sich zu einer ganz eigenen künstlerischen Linie wiedervereinen. Ein Brückenschlag zwischen Gestern und Heute, wortgewandt, ja wortgewaltig, rhythmisch, selbst ohne Reim, wenn oft auch mit einer Verinnerlichung, die der Autor bis zur Verständnislosigkeit treibt. Doch muss man immer alles verstehen? Baganz meint diesbezüglich in einem Gedicht: frage nicht! Ich ergänze: genieße Kunst!
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5.0 von 5 Sternen Von den rostenden Spuren des Lebens 9. Dezember 2006
Am "fahnenrost" - so der neueste Gedichtband von Arne-Wigand Baganz - kratzt eben jener Autor zumeist lyrisch auf 144 Seiten, gedruckt und verlegt by Books on Demand GmbH, Norderstedt. Von einer Odessa-Reise stammt die Titelbildgestaltung per Foto aus der Froschperspektive: Vier Lautsprecher am Mast sind auf den Betrachter gerichtet; sie muten an wie waagerecht gestellte Glocken...

Die Texte aus den Jahren 2004 bis 2006 sind aktuelle Bestandsaufnahmen, die zwischen Kindheitserlebnissen und "Palast-Abriss" verlaufen, Natur aber auch viel epochales Vergehen schildern, das zumeist in östlichen Ländern, die der Autor bereiste, (noch) rostende Spuren hinterlassen hat.

Dann: das Leben ohne Ideologien, ohne Dogmen und Ismen wie in dem Gedicht:

"in Appolons kretischem Garten / die toten Dichter / ruhen ewig.... / viele ihrer Worte / einsam hinterlassen: / sind noch wach / ohne jeden Anschein / von Trauer zu tragen / sie haben den Tod ihrer Herren / längst verwunden / in Appolons kretischem Garten / die toten Dichter / ruhen ewig..."

Eine Anspielung auf das gewaltfreie Kreta zur Zeit des Königs Minos"

Die dichterische Nähe zu Friedrich Hölderlin spricht aus vielen Texten des Dichters Baganz. Skepsis des menschlichen Fortschritts wird in seinen kurzen Prosatexten deutlich wie bei:

"Die frei entfaltete Persönlichkeit".

Dem Autor "tragischen Nihilismus" unterstellen zu wollen, würde bedeuten, den (verhinderten") Romantiker in Baganz zu übersehen, der das Sprachverständnis seiner Zeitgenossen zuweilen durch ungewöhnliche Zeilenumbrüche seiner Gedichte erschwert, was das mehrmalige Lesen des Textes erfordert, um ihn zu verstehen.

H.T. Reliwette
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