Produktinformation
|
fahnenrost – ein Sprach-Tanz zwischen den Extremen.
Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden(Was ist das?)Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
|
|
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
|
||||||||||||||||||||||
|
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genieße Kunst!,
Von Alexander "Alex" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: fahnenrost (Broschiert)
Ein Werk, das expressionistisch anmutet. Sind doch die Motivationen besagter Kunstrichtung, insbesondere das Empfinden einer Sinnleere, so aktuell wie seither nicht mehr. Baganz Werk in eine neo-expressionistische Schublade abzulegen, reicht dennoch nicht aus. Hier finden sich viele Einflüsse, die sich zu einer ganz eigenen künstlerischen Linie wiedervereinen. Ein Brückenschlag zwischen Gestern und Heute, wortgewandt, ja wortgewaltig, rhythmisch, selbst ohne Reim, wenn oft auch mit einer Verinnerlichung, die der Autor bis zur Verständnislosigkeit treibt. Doch muss man immer alles verstehen? Baganz meint diesbezüglich in einem Gedicht: frage nicht! Ich ergänze: genieße Kunst!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Von den rostenden Spuren des Lebens,
Rezension bezieht sich auf: fahnenrost (Broschiert)
Am "fahnenrost" - so der neueste Gedichtband von Arne-Wigand Baganz - kratzt eben jener Autor zumeist lyrisch auf 144 Seiten, gedruckt und verlegt by Books on Demand GmbH, Norderstedt. Von einer Odessa-Reise stammt die Titelbildgestaltung per Foto aus der Froschperspektive: Vier Lautsprecher am Mast sind auf den Betrachter gerichtet; sie muten an wie waagerecht gestellte Glocken...Die Texte aus den Jahren 2004 bis 2006 sind aktuelle Bestandsaufnahmen, die zwischen Kindheitserlebnissen und "Palast-Abriss" verlaufen, Natur aber auch viel epochales Vergehen schildern, das zumeist in östlichen Ländern, die der Autor bereiste, (noch) rostende Spuren hinterlassen hat. Dann: das Leben ohne Ideologien, ohne Dogmen und Ismen wie in dem Gedicht: "in Appolons kretischem Garten / die toten Dichter / ruhen ewig.... / viele ihrer Worte / einsam hinterlassen: / sind noch wach / ohne jeden Anschein / von Trauer zu tragen / sie haben den Tod ihrer Herren / längst verwunden / in Appolons kretischem Garten / die toten Dichter / ruhen ewig..." Eine Anspielung auf das gewaltfreie Kreta zur Zeit des Königs Minos" Die dichterische Nähe zu Friedrich Hölderlin spricht aus vielen Texten des Dichters Baganz. Skepsis des menschlichen Fortschritts wird in seinen kurzen Prosatexten deutlich wie bei: "Die frei entfaltete Persönlichkeit". Dem Autor "tragischen Nihilismus" unterstellen zu wollen, würde bedeuten, den (verhinderten") Romantiker in Baganz zu übersehen, der das Sprachverständnis seiner Zeitgenossen zuweilen durch ungewöhnliche Zeilenumbrüche seiner Gedichte erschwert, was das mehrmalige Lesen des Textes erfordert, um ihn zu verstehen. H.T. Reliwette Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
|
|
|
|
|