Selten habe ich solch ein dilletantisches Machwerk in der Hand gehalten. Die schon von anderen Rezensenten angesprochene, simpele Sprache, sucht seinesgleichen. Genauso simpel ist leider auch die Story. Der Leser hat es mit einem absolut skrupel- und morallosen Zauberinnen Bund zu tun, der scheinbar nur den eigenen Trieben gehorcht und dabei äußerst menschenverachtend handelt. Soviel Bosheit erscheint schon fast lächerlich und ist zu sehr auf die Spitze getrieben.
Auf der anderen Seite haben wir einen sehr, sehr mächtigen Zauberer und einen 30 jährigen Thronfolger, der von seinem Verhalten her auf dem Stand eines pubertierenden Ghettokids ist. Diese beiden stehen vor den Trümmern eines über 300 Jahre andauernden Friedens und sehen sich einem schier übermächtigen Gegener gegenüber, der in Form der schon angesprochenen lüsternen Zauberinnen auftritt. Zum Glück hat der Author aber den Zufall als vorherschendes Stilmittel für sich entdeckt, der den Protagonisten in heiklen Situationen mit schöner Regelmäßigkeit zur Seite steht und dafür sorgt, dass auch das Gute eine Chance hat.
Die Story wirkt von vorne bis hinten konstruiert und in keinem Fall authentisch. Dazu kommt, dass der Akt des Zauberns von Augenzwinkern, Händeklatschen oder anderen Bewegungen begleitet und dadurch anschaulich gemacht werden muss.
Fazit: Dieser Roman ist das Papier nicht wert, auf dem er gedruckt ist. Dem geneigten Fantasyleser sei die (bisher leider unvollendete) Winterfell Saga von George R.R. Martin ans Herz gelegt.