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Ich fühle, also bin ich: Die Entschlüsselung des Bewusstseins
 
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Ich fühle, also bin ich: Die Entschlüsselung des Bewusstseins (Taschenbuch)

von Antonio R. Damasio (Autor)
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 462 Seiten
  • Verlag: Ullstein TB-Verlag (1. März 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548601642
  • ISBN-13: 978-3548601649
  • Originaltitel: The Feeling of what Happens
  • Größe und/oder Gewicht: 18,7 x 12,6 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 24.134 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Während Sie diese Zeilen lesen, ist Ihnen auch bewusst, dass Sie lesen -- dank einer gewöhnlichen menschlichen Eigenschaft, die man gemeinhin als "Bewusstsein" bezeichnet. Doch was ist Bewusstsein eigentlich -- ein geistiges Phänomen, ein evolutionäres Werkzeug, ein neurologischer Nebeneffekt? Die besten Wissenschaftler lieben es, große, tief gehende Fragen wie diese in Angriff zu nehmen, und der Neurowissenschaftler Antonio Damasio ist mit seinem Buch Ich fühle, also bin ich -- Die Entschlüsselung des Bewusstseins keine Ausnahme. Sein Werk ist eine poetische Betrachtung des inneren Lebens aus der Perspektive der Forschung, von medizinischen Fällen, der philosophischen Analyse wie auch der ungenierten Selbstbeobachtung. Damasios Betrachtungsweise findet -- glücklicherweise -- in der Welt der Wissenschaft zunehmend Verbreitung. Trotz all der Proteste seitens der Verhaltensforscher der alten Garde, ist subjektives Bewusstsein für die meisten von uns mittlerweile ganz einfach eine Tatsache, und der Bedarf an neuen Forschungsmethoden wird nun endlich befriedigt.

Diese neuen Methoden kommen jedoch nicht ohne Beweise daher. Damasio und seine Kollegen untersuchen Patienten mit Störungen und Lücken in ihrem Bewusstsein und gewinnen aus deren tragischen Leben tiefe Einsichten, während sie den Leidenden gleichzeitig Trost sowie für ihre Leiden eine Erklärung bieten. Seine These, dass unser Ich-Bewusstsein aus unserem Bedürfnis herrührt, Beziehungen zwischen uns selbst und anderen zu entwickeln, ist in der medizinischen und evolutionären Forschung fest verankert, doch hält sie ohne weiteres auch einer Selbstuntersuchung stand. Seine Beispiele aus der unheimlichen Welt der Neurologie sind verunsichernd, jedoch zutiefst humanisierend. Wirkliche Menschen mit ernsthaften Problemen werden hier zum Leben erweckt -- sie werden niemals auf ihre Probleme reduziert. Ich fühle, also bin ich -- Die Entschlüsselung des Bewusstseins taucht tiefer in das dunkelste aller Gewässer ein als es jemals zuvor getan wurde und fängt dabei den Geist der Entdeckung vorzüglich ein. --Rob Lightner -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Wissenschaft-Online

Das Rätsel ist alt, und die Liste derer, die sich an einer Lösung versucht haben, liest sich fast wie ein Who is who der Philosophie- und Geistesgeschichte. Antonio Damasios Verdienst ist es, erst gar nicht vorzugeben, alle Fragen beantworten zu können, die wir in bezug auf das „Bewusstsein“ haben — denn um dieses dreht sich schließlich alles in seinem neuen Buch. Dabei dringt der renommierte amerikanische Neurologe mit seinem Ansatz, das Problem über den Umweg des „Selbst“ anzugehen, durchaus weit vor. Seit 1976 untersucht er zusammen mit seiner Frau Hanna das Beziehungsgeflecht von Wahrnehmungsfähigkeit, Selbstgefühl, Emotionalität, Geist usw. anhand von Menschen, die in Folge von Erkrankungen oder Unfällen entsprechende Auffälligkeiten an den Tag legen. Ausfall-Erscheinungen, bei denen Patienten bestimmte Hirn-Leistungen nicht mehr erbringen können, flankieren gewissermaßen die Freilegung des Mosaiks „Bewusstsein“. Um seine innovativen Ideen einer breiten Leserschaft verständlich zu machen, schafft Damasio eine eigene Terminologie. Die Frage nach dem menschlichen Bewusstsein verwirft er dabei und bietet stattdessen ein dreistufiges Modell an: Auf der untersten Ebene nimmt der Mensch — unbewusst — seinen eigenen Körper wahr; Damasio spricht vom „Proto-Selbst“ des Organismus. Die fortwährende, pulsartige Wahrnehmung der verschiedensten Objekte — Gegenstände, Melodien, Erinnerungen usw. — generiert auf einer zweiten Stufe das „Kernbewusstsein“; der Eindruck einer anhaltenden Körperempfindung, das „Kernselbst“, entsteht. Zu höheren geistigen Qualitäten — Sprache, Langzeitgedächtnis, Denken — ist das Kernselbst, das auch höher entwickelten Tieren eigentümlich ist, allerdings nicht fähig. Dafür zuständig ist erst das „autobiografische Selbst“. Am Ende kommt Damasio zu dem Schluss, dass wir uns im gesunden Zustand der Außen- wie der Selbstwahrnehmung überhaupt nicht entziehen können, denn beides ist vom Organismus her bedingt. Der alte Dualismus von Körper und Geist ist hinfällig. Wir sind zum Wahrnehmen verdammt — wodurch auch Angst, Gefahr und Schmerz zu fixen Bestandteilen unserer Existenz werden. Rezensent: Dr. Carsten Könneker -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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60 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Komplex, aber gut verständlich, 23. August 2003
In seinem Buch "Ich fühle, also bin ich" knüpft der Autor, Antonio Damasio an seine Erkenntnisse an, die er im vorangegangenen Werk "Descartes' Irrtum" dargelegt hat. Sein Hauptaugenmerk gilt der Entstehung des (Selbst-)Bewusstseins. In insgesamt elf Kapiteln nähert sich Damasio dieser Fragestellung, wobei Aspekten der neurologischen Anatomie, dem Entstehen von Emotionen und insbesondere den Rollen von Sprache und Körper bei der Bewusstseinsgenerierung eine große Bedeutung zukommt. Ergänzend kommt ein 20-seitiges Glossar hinzu, in welchem die wichtigsten Termini des Buches (wie z.B. Kartierung, Objektrepräsentanz, Kernbewusstsein etc.) definiert werden. Ein ausgesprochen ausführliches Literatur- und Quellenverzeichnis und ein Sachregister schließen sich an. Unerfreulich sind die leider häufigen orthographischen Fehler, die eventuell aus einer nachlässigen Übersetzung resultieren.

Bei seinen Überlegungen geht Damasio von neurologischen Pathologien aus - aus den hieraus resultierenden Dysfunktionen leitet er die anteiligen Aufgaben einzelner Hirnbereiche bei der Enstehung von Bewusstsein ab. Weitestgehend unberücksichtigt lässt der Autor Psychopathologien. So werden z. B. aktuelle Erkenntnisse aus der psychologischen Traumaforschung nicht einbezogen. Überhaupt scheint der Autor gewisse Vorbehalte gegenüber der vergleichsweise "weichen" Wissenschaft Psychologie zu haben. Lediglich Freud und Jung finden als grundlegende Vertreter zweimal Erwähnung. Weitere Exkursionen in diese wichtige Nachbardisziplin gibt es kaum - die wenigen vorhandenen Bezüge sind zudem m. E. nicht hinreichend genau recherchiert. Das ist schade, zumal man doch von einem Neurologen dieses Formats erwarten kann, dass er in der Lage ist, über den eigenen Tellerrand zu blicken.

Abgesehen von diesem Manko berücksichtigt das Buch eine breite Palette wissenschaftlicher Erkenntnisse. Damasio nähert sich seinem Thema konsequent - seine Erklärungen sind allgemein verständlich. Die einzelnen Kapitel bauen aufeinander auf. Die Inhalte der Kapitel 5 bis 8 erscheinen daher etwas redundant, jedoch werden ausgehend von den Ergebnissen des jeweils vorangegangenen Kapitels sehr schlüssig neue Aspekte angeführt. Ein "roter Faden" ist somit immer gegeben.

Insgesamt habe ich "Ich fühle, also bin ich" als eine Bereicherung empfunden. Dem Autor gelingt es, ungeachtet der philosophischen Vorbelastung seines Themas in vielen Bereichen Klarheit zu schaffen - auf eine philosophisch-romantische Verklärung der Thematik wird erfreulicherweise verzichtet. Die Entstehung von Bewusstsein sowie dessen Rolle in der Evolution kann der Autor aus einer bis dato völlig neuen Perspektive darstellen. Dennoch muss er zugestehen, dass noch viele Fragen der Bewusstseinsforschung offen bleiben. Auf das nächste Buch von Antonio Damasio darf man sich also freuen.

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36 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen interessante Erkenntnisse, 26. August 2002
Der Autor präsentiert in seinem Werk fundierte Erkenntnisse und zieht daraus plausible Schlüsse, die mich überzeugen konnten.

M.E. sehr stichhaltig wird von A. R. Damasio widerlegt, dass Bewusstsein in der Evolution erst durch die Entwicklung der Sprache möglich wurde. Auch interessant finde ich, dass Emotionen auch aktiv durch Änderungen im biologischen Zustand des Körpers ausgelöst werden.

Etwas störend an dem Buch sind eine relativ hohe Zahl von kleinen Tipp-/Druckfehlern, die manchmal auch in Fachbegriffen vorkommen. Auch ist zu beachten, dass ein interessierter Laie einen 'Pschyrembel' o.Ä. beim Lesen griffbereit haben sollte, da die medizinischen Fachbegriffe nicht im Buch selbst erläutert werden.

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39 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, plausibel und anregend, 2. Juli 2002
Von Ein Kunde
Zunächst: Das Buch ist wirklich hervorragend geschrieben: locker und unterhaltend (ohne substanzlos zu wirken) dabei gründlich aufbereitet und sehr gut dokumentiert (unter anderem mit einem ausführlichem Anhang und Literaturliste versehen).
Die neurologischen Fallbeispiele aus der Praxis sind -wenn auch teilweise erschreckend - interessant, stellen einen direkt nachvollziehbaren inhaltlichen Bezug zur praktischen Realität von Bewußtsein her.
Seine Bewußtseinstheorie selbst ist überzeugend und einwandfrei hergeleitet (wenn auch letztlich "Geschmackssache").
Alles in einem fühlt man sich nach dem Buch deutlich angeregt. Erhält glaubwürdige Antworten auf die Frage nach Herkunft Sinn und Entstehungsprozess des Bewußtsein.
Letztlich ist es dann eher eine Frage des persönlichen Glaubens ob man die grundlegende rationalistische- neurologische Perspektive des Autors teilen möchte. Plausibel ist die dargestellte Theorie in jedem Fall.
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2.0 von 5 Sternen Philosophisch unausgereift
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Veröffentlicht am 23. Januar 2008 von Philosopher

2.0 von 5 Sternen Philosoph oder Neurobiologe...?
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Veröffentlicht am 17. Februar 2005 von ontherun4me

3.0 von 5 Sternen solala
Die Inhalte des Buches sind oftmals redundant und die Definitionen verschiedener Bewusstseinskonstrukte (Kernbewusstsein, erweitertes Bewusstsein, ...) sehr weich. Lesen Sie weiter...
Am 16. Juli 2004 veröffentlicht

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